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ZWEITER AKT

ERSTE SZENE
Ein prächtiger Saal im Palast Harun al Raschids in Bagdad. Harun al Raschid sitzt auf seinem Thron, um den Babekan und die Grossen des Reiches stehen. Leibwachen sind rechts und links zur Seite aufgestellt. Vor dem Thron, mit gekreuzten Armen, Diener

CHOR
Ehre! Ehre! Ehre! Ehre!
Ehre sei dem mächt'gen Kalifen und Preis!
Beugt euch, Gläub'ge, tief in den Staub vor seiner Macht!
Fluch treff' den Ungläub'gen, der es wagt zu trotzen ihm,
Wenn er, sowie der Morgen lacht, entfliehen sieht die Nacht.
Ehre sei dem grossen Kalifen und Preis!

BABEKAN
beugt sein Knie vor dem Kalifen
Grosser Herrscher aller Gläubigen! Deine Tochter Rezia ist nicht nur das Kind des weisesten Fürsten auf dieser Welt. Sie ist auch ihr schönstes Mädchen. Ich kann mich vor Ungeduld nicht fassen …

HARUN AL RASCHID
Du bist klug und höflich, Prinz Babekan. Du wirst bald König von Persien sein, dann bist du der mächtigste unserer Freunde. Aber Frauen beugen sich lieber vor einer anderen Macht: der Liebe.

BABEKAN
Ich will alles tun, damit sich das Herz Rezias mir zuneigt.

HARUN AL RASCHID
Dann streng deinen Kopf an, Prinz Babekan! Wie wir es unserer Rezia recht leicht machen, dass sie dir als ihrem Herrn folgt. Sei erfinderisch …

BABEKAN
Ich will sie nicht wie eine Beute fordern, und sei sie die kostbarste.
Nein, es soll sein …

HARUN AL RASCHID
fällt lachend ein
… oder doch so scheinen …

BABEKAN
… als folge sie ihrer freien Wahl! Fordere sie nur auf, sie möge auf den Mann zugehen, dem sie sich in Liebe ergibt. Dann wird sie leichter wollen …

HARUN AL RASCHID
… was sie muss. Du bist recht klug, Babekan!

Ballett

DROLL
Während des Tanzes treten Hüon und Scherasmin - als arabischer Fürst und dessen Diener verkleidet - in den prächtigen Saal des Palastes ein, rechtzeitig zu Rezias Bräutigamwahl. Rezia geht zunächst einige Schritte in Prinz Babekans Richtung. Plötzlich aber, wie von unsichtbarer Macht gelenkt, kehrt sie sich zur anderen Seite und geht auf Hüon zu. Hüon und Rezia haben sich gefunden! Der Kalif und Prinz Babekan sehen ihren Plan durchkreuzt. Als sie aber Hüon und Scherasmin von der Palastwache festnehmen lassen wollen, bläst Hüon in Oberons Zauberhorn. Sogleich versinken die Angreifer in tiefe Erstarrung - Hüon und Rezia retten sich in den Palastgarten. Und Scherasmin, der Schelm, hat vorher nicht versäumt, die schöne Sklavin Fatime durch einen Kuss wieder zu erwecken. Fatime erwacht sogleich aus der Erstarrung und lächelt ihm freundlich zu

SCHERASMIN
Mir scheint, das gefällt dir? Also da capo!
küsst sie noch einmal!

FATIME
packt ihn und zieht ihn mit
Komm.

SCHERASMIN
Wohin, mein schönes Kind?

FATIME
Zu Rezia und deinem Herrn.


ZWEITE SZENE
Dichter Garten hinter dem Palast des Kafifen

SCHERASMIN
in zärtlicher Umarmung mit Fatime
Das ist eine reizende Skala! Mit einem Kuss wirst du von einer Statue zu einem zärtlichen Schatz, mit dem zweiten bist du schon anhänglich. Was wird das erst beim zehnten und hundertsten Kuss sein?

FATIME
Du hast doch nur Unsinn im Kopf!

SCHERASMIN
Oh … jetzt hab ich überhaupt erst einen Sinn in dem ganzen orientalischen Abenteuer gefunden! Seit ich einen so bildhübschen Unsinn im Arme habe.

FATIME
Du hast noch gar nicht gesagt, ob du mich liebst?

SCHERASMIN
Ob ich dich liebe? Warte mal!
tut, als müsse er scharf nachdenken
Wenn dich einer fragt, schmeckt dir dieser Wein? Was wirst du tun? Du wirst ihn kosten! So mach ich's auch! Ich koste dich.
küsst sie

FATIME
Und ob ich dich lieb habe? Das willst du gar nicht wissen?

SCHERASMIN
Was ich nicht weiss, macht mir nicht heiss. Aber was mir heiss macht, das weiss ich. Allerdings - jetzt fällt mir dazu etwas Schreckliches ein.
lässt sie los

FATIME
Was hast du, Scherasmin?

SCHERASMIN
Vielleicht liebst du mich nur in Bagdad, weil du immer im Harem eingesperrt warst?

FATIME
schmiegt sich an ihn
Hab' keine Sorge. Ich bin treu, wenn ich einmal liebe.

SCHERASMIN
Oh. So kokett ist man nur, wenn man lügt …

Ariette

FATIME
Arabiens einsam Kind,
Der Wüste Mädchen bloss,
Die Künste nicht bekannt mir sind,
Zu ziehn der Liebe Los.
Arabiens einsam Kind,
Der Wüste Mädchen bloss,
Gleich abgepflücktem Blatt bin ich,
Das auf dem Bache schwimmt;
Ein Weilchen, dann verliert es sich
Spurlos, wie's ihm bestimmt.
Doch wenn mich Freundes Hand
Dem Wellenspiel entriss',
Und trüg' mich in ein fernes Land,
Blüht' ich ihr neu gewiss.
Und Nachtigall wohl trennt' man eher
Von ihrer Rose ab,
Als ich des Herzens Ruhe stört',
Wo Lieb' mir Heimat gab.

SCHERASMIN
Das ist schön von dir, Fatime. Aber damit dir die Liebe eine neue Heimat gibt, dazu müssen wir vorerst einmal in der Heimat sein.

Rezia und Hüon kommen in grosser Eile von der anderen Seite

HÜON
Rasch. Scherasmin! Wir müssen uns zu den Schiffen durchschlagen, bevor alle erwachen!

SCHERASMIN
zieht Fatime hinter ich her
Höchste Zeit, dass wir uns aus dem Staub machen, bevor sie uns in den Staub werfen.

HÜON
aufjubelnd
Askalon! Meine Heimat!

Oberon macht Droll ein Zeichen, ihm zu folgen, beide verschwinden im Dunkeln

SCHERASMIN
in übermütiger Laune
Nach Askalon! Gnädige Prinzessin Rezia, und du meine muntere Fatime, wisst ihr, was das heisst? Nach Frankreich geht es!

Quartett

HÜON UND SCHERASMIN
Über die blauen Wogen,
Über die Fluten hier,
Stern von Arabiens Töchtern,
Sprich, willst du ziehn mit mir? Sprich!

REZIA UND FATIME
Hätten die Wogen nicht Grenzen,
Nicht Küste die Meerflut hier,
Doch zöge Arabiens Tochter
Furchtlos dahin mit dir.

ALLE VIER
An Bord denn! - An Bord denn, an Bord!
Fort, da der Himmel rein,
Und günstig weht der Wind!
Die Herzen sind treu wie unser Boot,
Und hell von Hoffnung,
Wie Segel in der Sonne Schein!
An Bord, an Bord, da der Himmel rein!
An Bord, an Bord, da günstig weht der Wind!
An Bord, an Bord, an Bord!


DRITTE SZENE
Kurze Felsenlandschaft. Es ist finster. Nur Puck allein ist in ihr zu erkennen

Solo, Chor und Sturm

PUCK
beschwörend den Lilienstengel schwingend
Geister der Luft und Erd' und See!
Geister der Glut in heil'ger Höh'!
All, die gebieten Flut und Wind,
Kommt hierher, ihr Geister, geschwind!
Ob ihr gebannt in die Höhlen ein,
Karg nur beleuchtet von Demantschein;
Oder in den Wassern tief,
Wo die Perl' gefesselt schlief;
Oder dort in Himmeln weit,
Wo kein Auge Beistand leiht;
Oder im Spalt eines Felsens dort,
Wo die Lava kocht noch immer fort;
Geister, wo immer auch eu'r Revier,
Kommt hierher, ihr Geister, kommt hierher zu mir!
Es ruft euch, Geister, nah und fern,
Durch mich Gebot eures Oberherrn!

Luft-, Erd-, Wasser- und Feuergeister, Sylphiden, Feen eilen in verschiedenfarbigen Verhüllungen von allen Seiten herbei; die Feuergeister tragen brennende Fackeln. Puck in der Mitte. Die Geister umringen ihn mit lebhaften Gebärden

CHOR DER GEISTER
Wir sind hier! Wir sind hier!
Sprich, was soll geschehn?
Soll'n wir spalten den Mond?
Soll'n wir verfinstern die Sonn'?
Soll'n wir schaffen den Ozean von Grunde aus leer?
Sprich! Wir tun's, und noch viel mehr!

PUCK
Nein! Nein! Ihr braucht nur vorderhand
Ein Boot zu schleudern in den Strand;
Da Feenmacht dies tun nicht kann,
Such' ich bei euch um Beistand an.

CHOR DER GEISTER
Nichts als das?
lachend
Ho, ho! Ho, ho! Ho, ho!
Leicht're Arbeit nie ich sah.
Wog' und Wind! - Hoch auf und hohl!
Horch! - Geschehn. - Leb' wohl! Leb' wohl!

Donner und Blitz. Puck und die Geister verschwinden, woher sie gekommen. Es wird dunkel. Die Felsenlandschaft verschwindet unauffällig nach oben. Unter dem Leuchten der Blitze erscheint ein ödes Felsengestade am Meeresufer. Gewitterdunkelheit. Rechts ein Felsenlager, hinter dem ein Pfad nach oben führt. Ein Sturm rast unter Donner und Blitz über die Wasserfläche, und ein Wrack wird von rechts nach links vorübergetrieben

Sturmmusik

Gebet

HÜON
kniend
Vater! Hör' mich flehn zu dir!
Schon', o schon' die Blüte hier!
Und muss es sein, so treff' dein Donnerschlag allein
Nur mich, der schuld an dieser Pein!
Schon', o schon' die Blüte hier!
Vater, hör' mich flehn zu dir!
Schon', o schon' die Blüte hier!

REZIA
erwacht langsam
Hüon!

HÜON
Rezia! Du lebst!

REZIA
richtet sich auf
Wo sind wir, Hüon?

HÜON
Der Sturm hat unser Schiff zerstört, und die Brandung hat uns hierher geworfen.

REZIA
Warum rufst du nicht unseren Freund Oberon?

HÜON
Ich habe das Horn verloren. Aber …
wendet sich nach rechts
Ich will vom nächsten Hügel ausschauen. Vielleicht wohnen Menschen in der Nähe. Oder ich bringe Wasser und Früchte.

geht rasch ab

Rezitativ und Ozean-Arie

REZIA
Ozean, du Ungeheuer! Schlangen gleich
Hältst du umschlungen rund die ganze Welt!
Dem Auge bist ein Anblick voll Grösse du,
Wenn friedlich in des Morgens Licht du schläfst!
Doch wenn in Wut du dich erhebst, o Meer,
Und schlingst die Knoten um dein Opfer her,
Zermalmend das mächtige Schiff, als wär's ein Rohr,
Dann, Ozean, stellst du ein Schreckbild dar. –

Die Wellen werden etwas ruhiger und heller

Noch seh' ich die Wellen toben,
Durch die Nacht ihr Schäumen schleudern,
An der Brandung wild gehoben,
Jede Lebenshoffnung scheitern! –

Die durch die Gewitternacht verdrängte Abendsonne zerteilt in einzelnen Strahlen die Wolken

Doch, still! Seh' ich nicht Licht dort schimmern,
Ruhend auf der fernen Nacht,
Wie des Morgens blasses Flimmern,
Wenn vom Schlaf er erwacht?

Die Wellen werden immer ruhiger

Heller nun empor es glühet
In dem Sturm, dess' Nebelzug
Wie zerrissne Wimpel fliehet,
Wie wilder Rosse Mähnenflug! -

Die Abendsonne strahlt hell und voll am Himmel

Und nun die Sonn' erstrahlt! Die Winde lispeln leis;
Gestillter Zorn wogt nur im Wellenkreis.
Wolkenlos strahlt jetzt die Sonne
Auf die Purpurwellen nieder,
Wie ein Held nach Schlachtenwonne
Siegreich eilt zur Heimat wieder. -

Das Meer wird ganz ruhig, und die untern Wolkenschichten zerteilen sich

Ach, vielleicht erblicket nimmer
Wieder dieses Aug' ihr Licht!
Lebe wohl, du Glanz, für immer!
Denn für mich erstehst du nicht. -

Die Sonne geht unter. Ein Schiff zieht entfernt von rechts nach links vorüber

Doch was glänzt dort schön und weiss,
Hebt sich mit der Wellen Heben?
's ist die Möwe, sie schweift im Kreis,
Wo die Flut raubt ein Leben!
Nein - kein Vogel ist's! - Es naht!
Heil! Es ist ein Boot, ein Schiff!
Und ruhig segelt's seinen Pfad,
Ungestört durch das Riff. –
O Wonne! Mein Hüon! Zum Ufer herbei!

Sie nimmt den Schleier ab, der sie umhüllt, und gibt damit nach dem Schiffe hin ein Zeichen

Schnell! Schnell! Diesen Schleier! Er weht!
O Gott, sende Rat!
Sie sehn mich! Schon Antwort! Sie rudern mit Macht!
Hüon! Hüon! Hüon! –
Mein Hüon! Mein Gatte! Die Rettung, sie naht!
Rettung naht! Rettung naht! Rettung naht!

Sie will nach links hinten ab

DROLL
Doch Rezia hat sich getäuscht: Es ist ein Seeräuberschiff! Nicht die erhoffte Rettung naht, sondern eine neue schwere Prüfung steht bevor. Die Piraten fangen Rezia und schleppen sie auf das Schiff. Abdallah, der Anführer, wird sie seinem Herren, Almansor, dem Emir zu Tunis, als Sklavin verkaufen. Hüon, von den Piraten niedergeschlagen und schwer verwundet, bleibt am Ufer zurück. Da erscheint über dem Meere, in einem Muschelboot von zwei Schwänen gezogen, Oberon …

Oberons Ankunft

Das Boot schwebt ans Ufer, der König der Elfen steigt aus und beugt sich über den wie leblos daliegenden Hüon

DROLL
Er tut mir so leid.

ODERON
Mir scheint, du willst ihm schon wieder helfen?

DROLL
Ja, grosser König. Aber gerade darum bitte ich dich, ihm auch weiterhin kein Leid zu ersparen. Denn nur so kann er zum Ziele kommen.

OBERON
Sieben Tage soll er im Traum liegen. Und dann bring' ihn nach Tunis. Dort soll er im Garten des Palastes aufwachen und wieder gesund und kräftig sein.

DROLL
Sein Körper! Aber sein Herz muss leiden …

OBERON
Ja, bis er die letzte Probe besteht … Und jetzt lass uns heimkehren.

DROLL
Darf ich etwas anderes raten, grosser König? Du musst etwas nachholen.

OBERON
Hier am Meer?

DROLL
Ja, gerade hier, wenn du nicht zürnst. Wegen der Liebenden hast du das Meer bewegt. Erlaube, dass ich nun auch für deine treuen Elfen ein Meeresschauspiel ausdenke und in Bewegung setze.

OBERON
nickt
Gut, mein kluger Droll.

Droll bewegt nach allen Seiten seinen Lilienstengel. Meermädchen tauchen aus den Fluten auf und wogen darin hin und her. Puck erscheint mit ihnen und tritt zu Droll

PUCK
Sieh, die Meermädchen! Oberon, dein Reich beginnt!

ERSTES MEERMÄDCHEN
O wie wogt es sich schön auf der Flut,
Wenn die müde Welle im Schlummer ruht!
Leise verschwand der Sonnenschein,
Und sich die Sterne dort oben reih'n.
Und sich der Nachthauch hebt so sanft und mild,
Düfte entatmend aus fernem Gefild.
O wie wogt und singt sich's hold,
Trocknend der nassen Locken Gold.

Oberon und Puck wenden sich nach hinten

ZWEITES MEERMÄDCHEN
O wie wogt es sich schön auf der Flut,
Wenn die stille Nacht ihr am Busen ruht!
Der Wächter lehnet im Dämm'rungsschein
Über dem Turm, den die Zeit stürzt ein,
Bekreuzt sich, murmelt ein frommes Gebet
Und horcht auf das Lüftchen, das zaub’risch weht.
O wie wogt und singt sich's hold,
Trocknend der nassen Locken Gold.

PUCK
vortretend
Meister, sprich! Es ist getan!
Soll'n wir tanzen auf dem Plan,
Oder in der Mädchen Sang
Mischen froher Lieder Klang?

OBERON
Besser'n Lohn verdient hast du,
Ich verweil' und seh' ihm zu.

PUCK UND OBERON
bewegen ihre Lilienstengel
Hierher, hierher, ihr Elfen all!
Kommt, tanzt nach der Nymphen melod'schem Schall!
Eilt und beweiset den Mädchen der Flut,
Dass die Geister der Erde auch froh und gut.
Kommt so reizend und seid so schön,
Wie Blüten im Hauche des Sommers wehn.
Hierher! Hierher! Hierher, ihr Elfen all,
Tanzt nach der Nymphen melod'schem Schall!

Aus dem Wasser tauchen Meermädchen auf und kommen ans Land; von beiden Seiten, von oben und unten zeigen sich Nymphen, Elfen und Feen; zuletzt von oben Luftgeister mit transparenten Sternen

PUCK, NYMPHEN, SYLPHIDEN, MEERMÄDCHEN, LUFTGEISTER
Wer blieb' im korallenen Schacht,
Wenn der Mond auf stillen Wogen lacht,
Und die Sterne schmücken das blaue Haus,
Wo nächtlich sie gehn, wandern ein und aus?
Wohlgemut! Wohlgemut segelt fort!
Über der See glühn, so mild sie dort,
Über der See glühn so blass sie dort!
Wohlgemut! Wohlgemut segelt fort!
Wer blieb' im korallenen Schacht,
Wenn der Mond auf stillen Wogen lacht,
Und die Sterne schmücken das blaue Haus,
Wo nächtlich sie wandern ein und aus?
Wohlgemut! Wohlgemut segelt fort!
Über der See glühn so mild sie dort!
Wohlgemut! Wohlgemut segelt fort!

OBERON, ELFEN
Wer schlief in der Lilie Schoss,
Wenn der Mond scheint über Wald und Moos,
Und die Sterne schmücken das blaue Haus,
Wo nächtlich wandern sie ein und aus?
Wohlgemut! Wohlgemut tanzen wir!
Ufer entlang bei der hellen Zier,
Bei der hellen Zier tanzen wir!
Wohlgemut! Wohlgemut tanzen wir!

Der Meeresgott zieht auf einem mit Wassergeistern gruppierten, mit Wasserblumen und Schlingpflanzen verzierten Fahrzeug herbei; von rechts und links nahen Wassernymphen mit Blütenstäben in den Händen; die Blumen und Blüten flammen alle plötzlich auf in glühendem Licht
ZWEITER AKT

ERSTE SZENE
Ein prächtiger Saal im Palast Harun al Raschids in Bagdad. Harun al Raschid sitzt auf seinem Thron, um den Babekan und die Grossen des Reiches stehen. Leibwachen sind rechts und links zur Seite aufgestellt. Vor dem Thron, mit gekreuzten Armen, Diener

CHOR
Ehre! Ehre! Ehre! Ehre!
Ehre sei dem mächt'gen Kalifen und Preis!
Beugt euch, Gläub'ge, tief in den Staub vor seiner Macht!
Fluch treff' den Ungläub'gen, der es wagt zu trotzen ihm,
Wenn er, sowie der Morgen lacht, entfliehen sieht die Nacht.
Ehre sei dem grossen Kalifen und Preis!

BABEKAN
beugt sein Knie vor dem Kalifen
Grosser Herrscher aller Gläubigen! Deine Tochter Rezia ist nicht nur das Kind des weisesten Fürsten auf dieser Welt. Sie ist auch ihr schönstes Mädchen. Ich kann mich vor Ungeduld nicht fassen …

HARUN AL RASCHID
Du bist klug und höflich, Prinz Babekan. Du wirst bald König von Persien sein, dann bist du der mächtigste unserer Freunde. Aber Frauen beugen sich lieber vor einer anderen Macht: der Liebe.

BABEKAN
Ich will alles tun, damit sich das Herz Rezias mir zuneigt.

HARUN AL RASCHID
Dann streng deinen Kopf an, Prinz Babekan! Wie wir es unserer Rezia recht leicht machen, dass sie dir als ihrem Herrn folgt. Sei erfinderisch …

BABEKAN
Ich will sie nicht wie eine Beute fordern, und sei sie die kostbarste.
Nein, es soll sein …

HARUN AL RASCHID
fällt lachend ein
… oder doch so scheinen …

BABEKAN
… als folge sie ihrer freien Wahl! Fordere sie nur auf, sie möge auf den Mann zugehen, dem sie sich in Liebe ergibt. Dann wird sie leichter wollen …

HARUN AL RASCHID
… was sie muss. Du bist recht klug, Babekan!

Ballett

DROLL
Während des Tanzes treten Hüon und Scherasmin - als arabischer Fürst und dessen Diener verkleidet - in den prächtigen Saal des Palastes ein, rechtzeitig zu Rezias Bräutigamwahl. Rezia geht zunächst einige Schritte in Prinz Babekans Richtung. Plötzlich aber, wie von unsichtbarer Macht gelenkt, kehrt sie sich zur anderen Seite und geht auf Hüon zu. Hüon und Rezia haben sich gefunden! Der Kalif und Prinz Babekan sehen ihren Plan durchkreuzt. Als sie aber Hüon und Scherasmin von der Palastwache festnehmen lassen wollen, bläst Hüon in Oberons Zauberhorn. Sogleich versinken die Angreifer in tiefe Erstarrung - Hüon und Rezia retten sich in den Palastgarten. Und Scherasmin, der Schelm, hat vorher nicht versäumt, die schöne Sklavin Fatime durch einen Kuss wieder zu erwecken. Fatime erwacht sogleich aus der Erstarrung und lächelt ihm freundlich zu

SCHERASMIN
Mir scheint, das gefällt dir? Also da capo!
küsst sie noch einmal!

FATIME
packt ihn und zieht ihn mit
Komm.

SCHERASMIN
Wohin, mein schönes Kind?

FATIME
Zu Rezia und deinem Herrn.


ZWEITE SZENE
Dichter Garten hinter dem Palast des Kafifen

SCHERASMIN
in zärtlicher Umarmung mit Fatime
Das ist eine reizende Skala! Mit einem Kuss wirst du von einer Statue zu einem zärtlichen Schatz, mit dem zweiten bist du schon anhänglich. Was wird das erst beim zehnten und hundertsten Kuss sein?

FATIME
Du hast doch nur Unsinn im Kopf!

SCHERASMIN
Oh … jetzt hab ich überhaupt erst einen Sinn in dem ganzen orientalischen Abenteuer gefunden! Seit ich einen so bildhübschen Unsinn im Arme habe.

FATIME
Du hast noch gar nicht gesagt, ob du mich liebst?

SCHERASMIN
Ob ich dich liebe? Warte mal!
tut, als müsse er scharf nachdenken
Wenn dich einer fragt, schmeckt dir dieser Wein? Was wirst du tun? Du wirst ihn kosten! So mach ich's auch! Ich koste dich.
küsst sie

FATIME
Und ob ich dich lieb habe? Das willst du gar nicht wissen?

SCHERASMIN
Was ich nicht weiss, macht mir nicht heiss. Aber was mir heiss macht, das weiss ich. Allerdings - jetzt fällt mir dazu etwas Schreckliches ein.
lässt sie los

FATIME
Was hast du, Scherasmin?

SCHERASMIN
Vielleicht liebst du mich nur in Bagdad, weil du immer im Harem eingesperrt warst?

FATIME
schmiegt sich an ihn
Hab' keine Sorge. Ich bin treu, wenn ich einmal liebe.

SCHERASMIN
Oh. So kokett ist man nur, wenn man lügt …

Ariette

FATIME
Arabiens einsam Kind,
Der Wüste Mädchen bloss,
Die Künste nicht bekannt mir sind,
Zu ziehn der Liebe Los.
Arabiens einsam Kind,
Der Wüste Mädchen bloss,
Gleich abgepflücktem Blatt bin ich,
Das auf dem Bache schwimmt;
Ein Weilchen, dann verliert es sich
Spurlos, wie's ihm bestimmt.
Doch wenn mich Freundes Hand
Dem Wellenspiel entriss',
Und trüg' mich in ein fernes Land,
Blüht' ich ihr neu gewiss.
Und Nachtigall wohl trennt' man eher
Von ihrer Rose ab,
Als ich des Herzens Ruhe stört',
Wo Lieb' mir Heimat gab.

SCHERASMIN
Das ist schön von dir, Fatime. Aber damit dir die Liebe eine neue Heimat gibt, dazu müssen wir vorerst einmal in der Heimat sein.

Rezia und Hüon kommen in grosser Eile von der anderen Seite

HÜON
Rasch. Scherasmin! Wir müssen uns zu den Schiffen durchschlagen, bevor alle erwachen!

SCHERASMIN
zieht Fatime hinter ich her
Höchste Zeit, dass wir uns aus dem Staub machen, bevor sie uns in den Staub werfen.

HÜON
aufjubelnd
Askalon! Meine Heimat!

Oberon macht Droll ein Zeichen, ihm zu folgen, beide verschwinden im Dunkeln

SCHERASMIN
in übermütiger Laune
Nach Askalon! Gnädige Prinzessin Rezia, und du meine muntere Fatime, wisst ihr, was das heisst? Nach Frankreich geht es!

Quartett

HÜON UND SCHERASMIN
Über die blauen Wogen,
Über die Fluten hier,
Stern von Arabiens Töchtern,
Sprich, willst du ziehn mit mir? Sprich!

REZIA UND FATIME
Hätten die Wogen nicht Grenzen,
Nicht Küste die Meerflut hier,
Doch zöge Arabiens Tochter
Furchtlos dahin mit dir.

ALLE VIER
An Bord denn! - An Bord denn, an Bord!
Fort, da der Himmel rein,
Und günstig weht der Wind!
Die Herzen sind treu wie unser Boot,
Und hell von Hoffnung,
Wie Segel in der Sonne Schein!
An Bord, an Bord, da der Himmel rein!
An Bord, an Bord, da günstig weht der Wind!
An Bord, an Bord, an Bord!


DRITTE SZENE
Kurze Felsenlandschaft. Es ist finster. Nur Puck allein ist in ihr zu erkennen

Solo, Chor und Sturm

PUCK
beschwörend den Lilienstengel schwingend
Geister der Luft und Erd' und See!
Geister der Glut in heil'ger Höh'!
All, die gebieten Flut und Wind,
Kommt hierher, ihr Geister, geschwind!
Ob ihr gebannt in die Höhlen ein,
Karg nur beleuchtet von Demantschein;
Oder in den Wassern tief,
Wo die Perl' gefesselt schlief;
Oder dort in Himmeln weit,
Wo kein Auge Beistand leiht;
Oder im Spalt eines Felsens dort,
Wo die Lava kocht noch immer fort;
Geister, wo immer auch eu'r Revier,
Kommt hierher, ihr Geister, kommt hierher zu mir!
Es ruft euch, Geister, nah und fern,
Durch mich Gebot eures Oberherrn!

Luft-, Erd-, Wasser- und Feuergeister, Sylphiden, Feen eilen in verschiedenfarbigen Verhüllungen von allen Seiten herbei; die Feuergeister tragen brennende Fackeln. Puck in der Mitte. Die Geister umringen ihn mit lebhaften Gebärden

CHOR DER GEISTER
Wir sind hier! Wir sind hier!
Sprich, was soll geschehn?
Soll'n wir spalten den Mond?
Soll'n wir verfinstern die Sonn'?
Soll'n wir schaffen den Ozean von Grunde aus leer?
Sprich! Wir tun's, und noch viel mehr!

PUCK
Nein! Nein! Ihr braucht nur vorderhand
Ein Boot zu schleudern in den Strand;
Da Feenmacht dies tun nicht kann,
Such' ich bei euch um Beistand an.

CHOR DER GEISTER
Nichts als das?
lachend
Ho, ho! Ho, ho! Ho, ho!
Leicht're Arbeit nie ich sah.
Wog' und Wind! - Hoch auf und hohl!
Horch! - Geschehn. - Leb' wohl! Leb' wohl!

Donner und Blitz. Puck und die Geister verschwinden, woher sie gekommen. Es wird dunkel. Die Felsenlandschaft verschwindet unauffällig nach oben. Unter dem Leuchten der Blitze erscheint ein ödes Felsengestade am Meeresufer. Gewitterdunkelheit. Rechts ein Felsenlager, hinter dem ein Pfad nach oben führt. Ein Sturm rast unter Donner und Blitz über die Wasserfläche, und ein Wrack wird von rechts nach links vorübergetrieben

Sturmmusik

Gebet

HÜON
kniend
Vater! Hör' mich flehn zu dir!
Schon', o schon' die Blüte hier!
Und muss es sein, so treff' dein Donnerschlag allein
Nur mich, der schuld an dieser Pein!
Schon', o schon' die Blüte hier!
Vater, hör' mich flehn zu dir!
Schon', o schon' die Blüte hier!

REZIA
erwacht langsam
Hüon!

HÜON
Rezia! Du lebst!

REZIA
richtet sich auf
Wo sind wir, Hüon?

HÜON
Der Sturm hat unser Schiff zerstört, und die Brandung hat uns hierher geworfen.

REZIA
Warum rufst du nicht unseren Freund Oberon?

HÜON
Ich habe das Horn verloren. Aber …
wendet sich nach rechts
Ich will vom nächsten Hügel ausschauen. Vielleicht wohnen Menschen in der Nähe. Oder ich bringe Wasser und Früchte.

geht rasch ab

Rezitativ und Ozean-Arie

REZIA
Ozean, du Ungeheuer! Schlangen gleich
Hältst du umschlungen rund die ganze Welt!
Dem Auge bist ein Anblick voll Grösse du,
Wenn friedlich in des Morgens Licht du schläfst!
Doch wenn in Wut du dich erhebst, o Meer,
Und schlingst die Knoten um dein Opfer her,
Zermalmend das mächtige Schiff, als wär's ein Rohr,
Dann, Ozean, stellst du ein Schreckbild dar. –

Die Wellen werden etwas ruhiger und heller

Noch seh' ich die Wellen toben,
Durch die Nacht ihr Schäumen schleudern,
An der Brandung wild gehoben,
Jede Lebenshoffnung scheitern! –

Die durch die Gewitternacht verdrängte Abendsonne zerteilt in einzelnen Strahlen die Wolken

Doch, still! Seh' ich nicht Licht dort schimmern,
Ruhend auf der fernen Nacht,
Wie des Morgens blasses Flimmern,
Wenn vom Schlaf er erwacht?

Die Wellen werden immer ruhiger

Heller nun empor es glühet
In dem Sturm, dess' Nebelzug
Wie zerrissne Wimpel fliehet,
Wie wilder Rosse Mähnenflug! -

Die Abendsonne strahlt hell und voll am Himmel

Und nun die Sonn' erstrahlt! Die Winde lispeln leis;
Gestillter Zorn wogt nur im Wellenkreis.
Wolkenlos strahlt jetzt die Sonne
Auf die Purpurwellen nieder,
Wie ein Held nach Schlachtenwonne
Siegreich eilt zur Heimat wieder. -

Das Meer wird ganz ruhig, und die untern Wolkenschichten zerteilen sich

Ach, vielleicht erblicket nimmer
Wieder dieses Aug' ihr Licht!
Lebe wohl, du Glanz, für immer!
Denn für mich erstehst du nicht. -

Die Sonne geht unter. Ein Schiff zieht entfernt von rechts nach links vorüber

Doch was glänzt dort schön und weiss,
Hebt sich mit der Wellen Heben?
's ist die Möwe, sie schweift im Kreis,
Wo die Flut raubt ein Leben!
Nein - kein Vogel ist's! - Es naht!
Heil! Es ist ein Boot, ein Schiff!
Und ruhig segelt's seinen Pfad,
Ungestört durch das Riff. –
O Wonne! Mein Hüon! Zum Ufer herbei!

Sie nimmt den Schleier ab, der sie umhüllt, und gibt damit nach dem Schiffe hin ein Zeichen

Schnell! Schnell! Diesen Schleier! Er weht!
O Gott, sende Rat!
Sie sehn mich! Schon Antwort! Sie rudern mit Macht!
Hüon! Hüon! Hüon! –
Mein Hüon! Mein Gatte! Die Rettung, sie naht!
Rettung naht! Rettung naht! Rettung naht!

Sie will nach links hinten ab

DROLL
Doch Rezia hat sich getäuscht: Es ist ein Seeräuberschiff! Nicht die erhoffte Rettung naht, sondern eine neue schwere Prüfung steht bevor. Die Piraten fangen Rezia und schleppen sie auf das Schiff. Abdallah, der Anführer, wird sie seinem Herren, Almansor, dem Emir zu Tunis, als Sklavin verkaufen. Hüon, von den Piraten niedergeschlagen und schwer verwundet, bleibt am Ufer zurück. Da erscheint über dem Meere, in einem Muschelboot von zwei Schwänen gezogen, Oberon …

Oberons Ankunft

Das Boot schwebt ans Ufer, der König der Elfen steigt aus und beugt sich über den wie leblos daliegenden Hüon

DROLL
Er tut mir so leid.

ODERON
Mir scheint, du willst ihm schon wieder helfen?

DROLL
Ja, grosser König. Aber gerade darum bitte ich dich, ihm auch weiterhin kein Leid zu ersparen. Denn nur so kann er zum Ziele kommen.

OBERON
Sieben Tage soll er im Traum liegen. Und dann bring' ihn nach Tunis. Dort soll er im Garten des Palastes aufwachen und wieder gesund und kräftig sein.

DROLL
Sein Körper! Aber sein Herz muss leiden …

OBERON
Ja, bis er die letzte Probe besteht … Und jetzt lass uns heimkehren.

DROLL
Darf ich etwas anderes raten, grosser König? Du musst etwas nachholen.

OBERON
Hier am Meer?

DROLL
Ja, gerade hier, wenn du nicht zürnst. Wegen der Liebenden hast du das Meer bewegt. Erlaube, dass ich nun auch für deine treuen Elfen ein Meeresschauspiel ausdenke und in Bewegung setze.

OBERON
nickt
Gut, mein kluger Droll.

Droll bewegt nach allen Seiten seinen Lilienstengel. Meermädchen tauchen aus den Fluten auf und wogen darin hin und her. Puck erscheint mit ihnen und tritt zu Droll

PUCK
Sieh, die Meermädchen! Oberon, dein Reich beginnt!

ERSTES MEERMÄDCHEN
O wie wogt es sich schön auf der Flut,
Wenn die müde Welle im Schlummer ruht!
Leise verschwand der Sonnenschein,
Und sich die Sterne dort oben reih'n.
Und sich der Nachthauch hebt so sanft und mild,
Düfte entatmend aus fernem Gefild.
O wie wogt und singt sich's hold,
Trocknend der nassen Locken Gold.

Oberon und Puck wenden sich nach hinten

ZWEITES MEERMÄDCHEN
O wie wogt es sich schön auf der Flut,
Wenn die stille Nacht ihr am Busen ruht!
Der Wächter lehnet im Dämm'rungsschein
Über dem Turm, den die Zeit stürzt ein,
Bekreuzt sich, murmelt ein frommes Gebet
Und horcht auf das Lüftchen, das zaub’risch weht.
O wie wogt und singt sich's hold,
Trocknend der nassen Locken Gold.

PUCK
vortretend
Meister, sprich! Es ist getan!
Soll'n wir tanzen auf dem Plan,
Oder in der Mädchen Sang
Mischen froher Lieder Klang?

OBERON
Besser'n Lohn verdient hast du,
Ich verweil' und seh' ihm zu.

PUCK UND OBERON
bewegen ihre Lilienstengel
Hierher, hierher, ihr Elfen all!
Kommt, tanzt nach der Nymphen melod'schem Schall!
Eilt und beweiset den Mädchen der Flut,
Dass die Geister der Erde auch froh und gut.
Kommt so reizend und seid so schön,
Wie Blüten im Hauche des Sommers wehn.
Hierher! Hierher! Hierher, ihr Elfen all,
Tanzt nach der Nymphen melod'schem Schall!

Aus dem Wasser tauchen Meermädchen auf und kommen ans Land; von beiden Seiten, von oben und unten zeigen sich Nymphen, Elfen und Feen; zuletzt von oben Luftgeister mit transparenten Sternen

PUCK, NYMPHEN, SYLPHIDEN, MEERMÄDCHEN, LUFTGEISTER
Wer blieb' im korallenen Schacht,
Wenn der Mond auf stillen Wogen lacht,
Und die Sterne schmücken das blaue Haus,
Wo nächtlich sie gehn, wandern ein und aus?
Wohlgemut! Wohlgemut segelt fort!
Über der See glühn, so mild sie dort,
Über der See glühn so blass sie dort!
Wohlgemut! Wohlgemut segelt fort!
Wer blieb' im korallenen Schacht,
Wenn der Mond auf stillen Wogen lacht,
Und die Sterne schmücken das blaue Haus,
Wo nächtlich sie wandern ein und aus?
Wohlgemut! Wohlgemut segelt fort!
Über der See glühn so mild sie dort!
Wohlgemut! Wohlgemut segelt fort!

OBERON, ELFEN
Wer schlief in der Lilie Schoss,
Wenn der Mond scheint über Wald und Moos,
Und die Sterne schmücken das blaue Haus,
Wo nächtlich wandern sie ein und aus?
Wohlgemut! Wohlgemut tanzen wir!
Ufer entlang bei der hellen Zier,
Bei der hellen Zier tanzen wir!
Wohlgemut! Wohlgemut tanzen wir!

Der Meeresgott zieht auf einem mit Wassergeistern gruppierten, mit Wasserblumen und Schlingpflanzen verzierten Fahrzeug herbei; von rechts und links nahen Wassernymphen mit Blütenstäben in den Händen; die Blumen und Blüten flammen alle plötzlich auf in glühendem Licht



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