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Zweiter Akt


Im Garten des Palais des Hanna Glawari.
Tag. Im Mittelpunkt ein nicht zu großer Pavillon. Originelle elektrische Glühkörper. Montenegrinische Embleme, Fahnen, Wappen, etc; rechts und links Gartentischchen mit Strohmöbeln. Beim Pavillon rechts und linkts ein Sessel.
(Zeta, Njegus, beide in montenegrinischer Tracht, Cascada, in Uniform französischen Husarenoffiziers, St. Brioche, Uniform eines französischen Infanterieoffiziers, Bodganowitsch, Pritschitsch, Valencienne, alle diese in montenegrinischer Tracht. Damen und Herren, zum Teil, die Tänzer und Tänzerinen, in montenegrinischer Tracht, zum Teil in eleganter Sommertoilette mit Hütten; Guslaren in montenegrisnicher Tracht. Alle, mit Ausnahme der Guslaren, Tänzer und Tänzerinen, treten während der Polonaise zwanglos auf und plazieren sich.)

Nr. 7
Introduktion, Tanz und Vilja-Lied

HANNA
Ich bitte, hier jetzt zu verweilen,
wo allsogleich nach heimatlichem Brauch
das Fest des Fürsten so begangen wird,
als ob man in Letinje wär' daheim.
(Guslaren treten spielend auf, gleich darauf ihnen die montenegrinischen Tänzerinnen und Tänzer, die den Kolo tanzen.)

CHOR
Ah!
Mi velimo dase dase veslimo,
Heiaho!
Mi velimo dase dase Heieho!
Laßt uns jauchzen und laßt uns singen, hei!
Laßt uns tanzenc und laßt uns springen, hei!
Laßt uns tanzen und laßt uns springen!
Mi velimo dase veslimo!
Hei!

HANNA
Nun laßt uns aber, wie daheim,
jetzt singen unsern Ringelreim
von einer Fee, die - wie bekennt -
daheim die Vilja wird genannt.
Es lebt' eine Vilja, eis Waldmägdelein,
ein Jäger erschaut sie im Felsengestein!
Dem Burschen, dem wurde so eigen zu Sinn,
er schaute und schaut' auf das Waldmägdlein hin.
Und ein nie gekannter Schauer,
faßt den jungen Jägersmann;
sehnsuchtsvoll ling er still zu seufzen an!
Vilja, oh Vilja,
du Waldmägdelein,
faß mich und laß mich
dein Trautliebster sein.
Vilja, oh Vilja,
was tust du mir an?
Bang fleht ein liebkranker Mann.

CHOR
Vilja, oh Vilja,
du Waldmägdelein,
faß mich und laß mich
dein Trautliebster sein.

HANNA
Vilja, oh Vilja,
was tust du mir an?
Bang fleht ein lietbkranker Mann.
Das Waldmägdelein streckte die Hand nach ihm aus,
und zog ihn hinein in ihr felsiges Haus;
dem Burschen die Sinne vergangen fest sind,
so liebt und so küßt gar kein irdisches Kind.
Als sie sich dann satt geküßt,
verschwand sie zu derselben Frist!
Einmal noch hat der Arme sie gegrüßt:
Vilja, oh Vilja,
du Waldmägdelein,
faß mich und laß mich
dein Trautliebster sein.
Vilja, oh Vilja,
was tust du mir an?
Bang fleht ein liebkranker Mann!

CHOR
Vilja, oh Vilja,
du Waldmägdelein.
faß mich und laß mich
dein Trautliebster sein.

HANNA
Vilja, oh Vilja,
was tust du mir an?
Bang fleht ein liebkranker Mann!

CHOR
Im Liebesbann!
Mi velimo dase dase veslimo,
Mi velimo dase dase veslimo.
Laßt uns jauchzen und laßt uns singen!
Laßt uns tanzen und laßt uns springen!
Mi velimo dase veslimo!
Hei!
(Die Tänzerinnen und Tänzer gehen mit den Guslaren tanzend ab. Die Gesellschaft folgt: Zeta, Hanna und Njegus bleiben.)

ZETA
Gospodina, dieses vaterländische Fest könnte nicht
vaterländischer sein!

HANNA
Danke, Exzellenz! Aber ich werde heute auch
noch unverfälscht Pariserisches bieten.
Nach dem Diner gibt's ein Grisetten-Cabaret!
Eine spezielle Überraschung für den Grafen Danilo!

ZETA
Njegus!

NJEGUS
Exzellenz!

ZETA
Holen Sie sofort den Grafen herüber,
Befehl vom Vaterland!

NJEGUS
Sehr wohl!

ZETA
Sie interessiert sich für den Grafen!
Mein Plan wird gelingen!
(Danilo tritt auf.)

DANILO
Ja, Exzellenz, da bin ich.

ZETA
(im Abgehen)
Immer zu spät...

HANNA
O, Graf Danilo, ich versuche, Ihnen auf Schritt und
Tritt zu folgen, und Sie weichen mir im Galopp aus.
Warum?

DANILO
Das ist eine Kriegslist!
Ich bin Kavallerist!

HANNA
Ach, ja, Sie sind ein Reitersmann und vollen nicht
kapitulieren...

Nr. 8 Duett

HANNA
Heia, Mädel, aufgeschaut,
guck, die schmucken Reiter!
Nimmt dich einer wohl zur Braut,
oder sprengt er weiter?
Heia, Mädel, laß ihn nicht,
kann als Mann dir taugen!
Guck ihm keck nur ins Gesicht,
blitz mit deinen Augen!

DANILO
Mädel schaut und Mädel guckt,
daß es ihm im Herzen zuckt.

HANNA
Mädel zeigt, trotzdem sie schweigt,
daß sie sich in Lieb' ihm neigt!
Dummer, dummer Reitersmann,
der mich nicht verstehen kann!
Dummer, dummer Reiter,
reitet, reitet weiter!
Dummer, dummer Reitersmann!
Hoplahop und hoplaho!
Hoplahop und hoplaho!
Dummer, dummer Reiter,
reitet, reitet weiter!
Dummer, dummer Reitersmann!
Heia, Reiter kehrt zurück,
hopp, sein Pferdchen tänzelt!
Wie er jetzt mit seinem Blick,
bittet und schermenzelt!
Mädel kümmert sich nicht drum,
hüptt und summt ein Tänzchen:
Reiter, du warst gar zu dumm,
doch ich bin kein Gänschen!

DANILO
Reiter guckt und Reiter lacht,
willst du nicht, dann gute Nacht!
Mädel, Mädel meiner Wahl,
ich komm' nicht ein zweites Mal!

HANNA
Dummer, dummer Reitersmans,
der mich nicht verstehnn kann!
Dummer, dummer Reiter,
reitet, reitet weiter!
Dummer, dummer Reitersmann!

DANILO
Kluger, kluger Reiter,
reitet, reitet weiter!
Kluger, kluger Reitersmann!

HANNA, DANILO
Hoplahop und hoplaho!
Hoplahop und hoplaho!

HANNA
Dummer, dummer Reiter,
reitet, reitet weiter!
Dummer, dummer Reitersmann!
(Danilo geht salutierend ab. Hanna will ihm nach, bleibt dann aber stehen.)

HANNA
Dummer, dummer Reiter,
reitet, reitet weiter!
Dummer, dummer Reitersmann!
(Hanna geht ab, und Danilo kommt zurück. Cascada und St. Brioche treten auf, danach Kromow und Pritschitsch, zum Schluß Zeta und Bodganovitch.)

ST. BRIOCHE
Wir werden uns noch schlagen um die Witwe!

CASCADA
Ich bin dazu bereit.

DANILO
Aber meine Herren, um Weiber sollte man sich
nich streiten...

ZETA
Meine Herren! Kommen Sie -
kommen Sie punkt acht Uhr in unseren Pavillon,
da wollen wir uns beraten.

NJEGUS
Wie Euzellenz befehlen! Punkt acht Uhr loco.

ZETA
Graf! Grat Danilowitsch!
Worüber wird hier eigentlich gestritten?

DANILO
Exzellenz?
Wie man sich verhält, wenn einem die Frau
untreu wird.

ZETA
Darüber brauche ich, Gott sei Dank,
nicht nachzudenken.

DANILO, ST. BRIOCHE UND CASCADA
Gott sei Dank!

Nr. 9 Marsch-Septett
(Danilo, Zeta, St. Brioche, Cascada, Kromow, Bogdanowitsch, Pritschitsch)

DANILO
Wie de Weiber...

ALLE
Wie die Weiber?

DANILO
Man behandelt?

ALLE
Hürt ihn an!

DANILO
Eine so, die andre anders,
da gibt's keinen Feldzugsplan!

ZETA
Daß die Weiber...

ALLE
Daß die Weiber?

ZETA
Treu uns bleiben -

ALLE
Also wie?

ZETA UND DANILO
Das hat man noch nicht ergründet!
Da gibt's keine Theorie!

ALLE
Da gibt's keine Theorie!

DANILO
Der einen macht man Komplimente...

ALLE
So und so und so und so!

ZETA
Und schmeichelt, streichell ohne Ende...

ALLE
So und so und so und so!

ST. BRIOCHE
Der andern muß man imponieren...

ALLE
So und so und so und so!

CASCADA
Man darf sie auch sogar sekieren...

ALLE
So und so und so und so!

DANILO
Die dritte, die will Zärtlichkeiten...

ALLE
So und so und so und so!

ZETA
Die vierte, die will zanken, streiten...

ALLE
So und so und so und so!

CASCADA
Die füntte, will nur tanzen, lachen...

ALLE
So und so und so und so!

DANILO, ZETA, ST. BRIOCHE UND CASCADA
Dann wollen sie auch and're Sachen!

ALLE
So und so und so und so!

DANILO UND ZETA
Ja, das Studium der Weiber ist schwer...

ST. BRIOCHE, CASCADA, KROMOW, BOGDANOWITSCH, PRITSCHISCH
Ach die Weiber, diese Weiber!

DANILO UND ZETA
Nimmt uns Männer vetteufelt auch her!
Niemals kennt doch an Seele und Leib
man das Weib -

ALLE
Weib, Weib, Weib, Weib!

DANILO UND ZETA
Mädchen zart, Gretchenart, blondes Haar...

ST. BRIOCHE, CASCADA, KROMOW, BOGDANOWITSCH, PRITSCHISCH
Ach die Weiber, diese Weiber!

DANILO UND ZETA
Mit dem treuesten Blauängleinpaar,
ob sie schwarz oder rot oder blond sind gefärbt,
's ist egal, man wird doch gegerbt.

ALLE
Weiber, Weiber, Weiber, Weiber, ja!
Weiber, Weiber, Weiber, Weiber, ach!
Ja, das Studium der Weiber ist schwer,
nimmt uns Männer verteufelt auch her!
Niemals kennt doch an Seele und Leib
man das Weib -
Weib, Weib, Weib, Weib!
Mädchen zart, Gretchenart, blondes Haar,
mit dem treuesten Blauäugleinpaar!
Ob sie schwarz oder rot oder blond sind gefärbt,
's ist egal, man wird doch gegerbt.

DANILO UND ZETA
Ja, das Studium der Weiber ist schwer,
nimmt uns Männer verteufelt auch her.
Niemals kennt doch an Seele und Leib
man das Weib, Weib. Weib, Weib, Weib!

DIE ANDEREN
Weiber, Weiber, Weiber, Weiber, Weiber!
(Alle ausser Danilo ab . Hanna tritt auf.)

HANNA
Graf Danilo! - Mein tapferer Reitersmann!
Wenn Sie mich auch nicht lieben...

DANILO
Das is total ausgeschlossen!

HANNA
...dann werden Sie mir ehrlich raten, ob ich jenen
Menschen heiraten soll, den ich immer schon haben
wollte!

DANILO
Haben wollte...? Heiraten Sie doch was, wie, wo
und womit Sie wollen!

HANNA
Sie sind ja eifersüchtig!

DANILO
Jawohl! Aber nicht auf Sie, auf alle Frauen,
die mit Männern so herumtändeln...

HANNA
Acha, ja?

Nr. 10 Spielszene und Tanzduett
(Danilo kämpft mit sich, will sie ansprechen, wendet sich aber ab und geht in Richtung Pavillon.)

HANNA
So, wie die Dinge sich entwickeln, werde ich doch
einen Pariser heiraten.

DANILO
Armes Vaterland!

HANNA
Aber bevor ich wieder heirate,
möchte ich wenigstens einmal das wahre
Nachtleben in dieser Stadt kennenlernen.
Wo amüsiert man sich besten?

DANILO
Amüsieren kann man sich auf dem Ball der
pontevedrinischen Gesandtschaft!

HANNA
Mir steht der Sinn nach anderen Vergnügen!

DANILO
Mir auch, aber die heimatlichen Tänze haben auch
ihren Reiz...
Madame... Un kolo, la danse de notre patrie.
Allez!
(Sie tanzen den Kolo.)

HANNA
Ach!... Sehen Sie, jetzt würde ich zu meinem
Mann sagen: lieber Da...

DANILO
...nilo?

HANNA
Go...bert.

DANILO
Scheußlicher Name!

HANNA
Deswegen bin ich nicht in Paris.
Führ' mich woanders hin!

DANILO
Er führt sie zu Maxim,
dort ist er sehr intim ...
Dort tanzen nur die entzückendsten, zweifelhaftesten,
verruchtesten Mädchen. Und würden Sie in den Saal
Sala de Baile entráis alguna dirá: Ay, una nueva
Griseta! La música se convierte en un dulce vals
juguetón, con la que uno con su ritmo de tres por all seiner Tugend vergißt.
(Sie tanzen.)

HANNA
Bei dieser Musik könnte man das letzte Viertel auch
noch vergessen... Das ist sehr gefährlich...
(Beide tanzen summend ab. Valencienne und Camille treten auf.)

VALENCIENNE
Nein, nein, nein!

CAMILLE
Geben Sie mir wenigstens ein Andenken,
Valencienne!

VALENCIENNE
Meinen Fächer? Nur diesem Satz muß ich noch
fertig schreiben!
"Ich bin eine anständige... Frau..."

CAMILLE
Jetzt hab' ich es auch noch schriflich!

Nr. 11 Duett und Romanze

VALENCIENNE
Mein Freund, Vernunft!

CAMILLE
Wie Sie mich quälen!

VALENCIENNE
Ich will's! Sie müssen sich vermählen!
Sie müssen heute noch mit Hanna sprechen!

CAMILLE
Nun gut, ich tu's...
doch wird das Herz mir brechen!

VALENCIENNE
Oh glauben Sie,
es fällt mir schwer,
auf Ihre Liebe zu verzichten,
doch muß ich mich,
so will's die Ehr',
streng nach der guten Sitte richten!

CAMILLE
Soll ich für immer dich verlieren?

VALENCIENNE
Sie wollen mich doch nicht kompromittieren?

CAMILLE
Das will ich nicht!
Das darf ich nicht!

VALENCIENNE
(drückt seinen Kopf an ihre Wange)
So ist es recht, so hab' ich dich lieb.

CAMILLE
Ich muß dich küssen!

VALENCIENNE
(wehrt ihn ab)
Sie machen mich böse!

CAMILLE
Vergib! Vergib, mein Lieb!
Wie eine Rosenknospe
im Maienlicht erblüht,
so ist in meinem Herzen
die Liebe aufgeglüht!
Das war ein selig Keimen,
von dem ich nichts geahnt,
ein wundersames Träumen,
das mich ans Glück gemahnt!
Und nun das Glück gekommen,
soll's wieder, wieder fort?
Das Maienlicht verglommen?
Die Knospe, sie verdorrt?
Ein jauchzend, jubelnd Singen
in meiner Seele schallt:
Es wird dich mir erringen
der Liebe Allgewalt.

VALENCIENNE
(streckt dir Arme nach ihm aus)
O Camille!

CAMILLE
Valencienne!
(will sie umarmen)

VALENCIENNE
Nein, sachte, sacht!
Du hast mich um den Verstand gebracht!

CAMILLE
Zum Abschied,
du Süße,
einen letzten Kuß!

VALENCIENNE
Doch nicht hier!

CAMILLE
Sieh dort den kleinen Pavillon,
er kann höchst diskret,
verschwiegen sein!
Oh dieser kleine Pavillon
plaudert nicht ein Wörtohen aus...
oh nein!
Dunkel uns umfängt!
Nimm, was Liebe uns schenkt!
Komm in den kleinen Pavillon,
komm zum süßen Rendezvous,
oh du!

VALENCIENNE
Ich seh' schon...
ich werd' hineingehen müssen!

CAMILLE
Komm in den kleinen Pavillon,
laß zum letztenmal dich küssen,
ach!

VALENCIENNE
Ist er verschwiegen?
Mir wird ganz schwach!

CAMILLE, VALENCIENNE
Dunkel uns umfängt!
Nimm, was Liebe uns schenkt!
Dort in dem dunklen Pavillon
strahlt uns hell der süßen Liebe Lohn!
(Wie sie in den Pavillon verschwinden, kommt Njegus,der ihnen nachschauf. Kurz darauf Zeta.)
Zweiter Akt


Im Garten des Palais des Hanna Glawari.
Tag. Im Mittelpunkt ein nicht zu großer Pavillon. Originelle elektrische Glühkörper. Montenegrinische Embleme, Fahnen, Wappen, etc; rechts und links Gartentischchen mit Strohmöbeln. Beim Pavillon rechts und linkts ein Sessel.
(Zeta, Njegus, beide in montenegrinischer Tracht, Cascada, in Uniform französischen Husarenoffiziers, St. Brioche, Uniform eines französischen Infanterieoffiziers, Bodganowitsch, Pritschitsch, Valencienne, alle diese in montenegrinischer Tracht. Damen und Herren, zum Teil, die Tänzer und Tänzerinen, in montenegrinischer Tracht, zum Teil in eleganter Sommertoilette mit Hütten; Guslaren in montenegrisnicher Tracht. Alle, mit Ausnahme der Guslaren, Tänzer und Tänzerinen, treten während der Polonaise zwanglos auf und plazieren sich.)

Nr. 7
Introduktion, Tanz und Vilja-Lied

HANNA
Ich bitte, hier jetzt zu verweilen,
wo allsogleich nach heimatlichem Brauch
das Fest des Fürsten so begangen wird,
als ob man in Letinje wär' daheim.
(Guslaren treten spielend auf, gleich darauf ihnen die montenegrinischen Tänzerinnen und Tänzer, die den Kolo tanzen.)

CHOR
Ah!
Mi velimo dase dase veslimo,
Heiaho!
Mi velimo dase dase Heieho!
Laßt uns jauchzen und laßt uns singen, hei!
Laßt uns tanzenc und laßt uns springen, hei!
Laßt uns tanzen und laßt uns springen!
Mi velimo dase veslimo!
Hei!

HANNA
Nun laßt uns aber, wie daheim,
jetzt singen unsern Ringelreim
von einer Fee, die - wie bekennt -
daheim die Vilja wird genannt.
Es lebt' eine Vilja, eis Waldmägdelein,
ein Jäger erschaut sie im Felsengestein!
Dem Burschen, dem wurde so eigen zu Sinn,
er schaute und schaut' auf das Waldmägdlein hin.
Und ein nie gekannter Schauer,
faßt den jungen Jägersmann;
sehnsuchtsvoll ling er still zu seufzen an!
Vilja, oh Vilja,
du Waldmägdelein,
faß mich und laß mich
dein Trautliebster sein.
Vilja, oh Vilja,
was tust du mir an?
Bang fleht ein liebkranker Mann.

CHOR
Vilja, oh Vilja,
du Waldmägdelein,
faß mich und laß mich
dein Trautliebster sein.

HANNA
Vilja, oh Vilja,
was tust du mir an?
Bang fleht ein lietbkranker Mann.
Das Waldmägdelein streckte die Hand nach ihm aus,
und zog ihn hinein in ihr felsiges Haus;
dem Burschen die Sinne vergangen fest sind,
so liebt und so küßt gar kein irdisches Kind.
Als sie sich dann satt geküßt,
verschwand sie zu derselben Frist!
Einmal noch hat der Arme sie gegrüßt:
Vilja, oh Vilja,
du Waldmägdelein,
faß mich und laß mich
dein Trautliebster sein.
Vilja, oh Vilja,
was tust du mir an?
Bang fleht ein liebkranker Mann!

CHOR
Vilja, oh Vilja,
du Waldmägdelein.
faß mich und laß mich
dein Trautliebster sein.

HANNA
Vilja, oh Vilja,
was tust du mir an?
Bang fleht ein liebkranker Mann!

CHOR
Im Liebesbann!
Mi velimo dase dase veslimo,
Mi velimo dase dase veslimo.
Laßt uns jauchzen und laßt uns singen!
Laßt uns tanzen und laßt uns springen!
Mi velimo dase veslimo!
Hei!
(Die Tänzerinnen und Tänzer gehen mit den Guslaren tanzend ab. Die Gesellschaft folgt: Zeta, Hanna und Njegus bleiben.)

ZETA
Gospodina, dieses vaterländische Fest könnte nicht
vaterländischer sein!

HANNA
Danke, Exzellenz! Aber ich werde heute auch
noch unverfälscht Pariserisches bieten.
Nach dem Diner gibt's ein Grisetten-Cabaret!
Eine spezielle Überraschung für den Grafen Danilo!

ZETA
Njegus!

NJEGUS
Exzellenz!

ZETA
Holen Sie sofort den Grafen herüber,
Befehl vom Vaterland!

NJEGUS
Sehr wohl!

ZETA
Sie interessiert sich für den Grafen!
Mein Plan wird gelingen!
(Danilo tritt auf.)

DANILO
Ja, Exzellenz, da bin ich.

ZETA
(im Abgehen)
Immer zu spät...

HANNA
O, Graf Danilo, ich versuche, Ihnen auf Schritt und
Tritt zu folgen, und Sie weichen mir im Galopp aus.
Warum?

DANILO
Das ist eine Kriegslist!
Ich bin Kavallerist!

HANNA
Ach, ja, Sie sind ein Reitersmann und vollen nicht
kapitulieren...

Nr. 8 Duett

HANNA
Heia, Mädel, aufgeschaut,
guck, die schmucken Reiter!
Nimmt dich einer wohl zur Braut,
oder sprengt er weiter?
Heia, Mädel, laß ihn nicht,
kann als Mann dir taugen!
Guck ihm keck nur ins Gesicht,
blitz mit deinen Augen!

DANILO
Mädel schaut und Mädel guckt,
daß es ihm im Herzen zuckt.

HANNA
Mädel zeigt, trotzdem sie schweigt,
daß sie sich in Lieb' ihm neigt!
Dummer, dummer Reitersmann,
der mich nicht verstehen kann!
Dummer, dummer Reiter,
reitet, reitet weiter!
Dummer, dummer Reitersmann!
Hoplahop und hoplaho!
Hoplahop und hoplaho!
Dummer, dummer Reiter,
reitet, reitet weiter!
Dummer, dummer Reitersmann!
Heia, Reiter kehrt zurück,
hopp, sein Pferdchen tänzelt!
Wie er jetzt mit seinem Blick,
bittet und schermenzelt!
Mädel kümmert sich nicht drum,
hüptt und summt ein Tänzchen:
Reiter, du warst gar zu dumm,
doch ich bin kein Gänschen!

DANILO
Reiter guckt und Reiter lacht,
willst du nicht, dann gute Nacht!
Mädel, Mädel meiner Wahl,
ich komm' nicht ein zweites Mal!

HANNA
Dummer, dummer Reitersmans,
der mich nicht verstehnn kann!
Dummer, dummer Reiter,
reitet, reitet weiter!
Dummer, dummer Reitersmann!

DANILO
Kluger, kluger Reiter,
reitet, reitet weiter!
Kluger, kluger Reitersmann!

HANNA, DANILO
Hoplahop und hoplaho!
Hoplahop und hoplaho!

HANNA
Dummer, dummer Reiter,
reitet, reitet weiter!
Dummer, dummer Reitersmann!
(Danilo geht salutierend ab. Hanna will ihm nach, bleibt dann aber stehen.)

HANNA
Dummer, dummer Reiter,
reitet, reitet weiter!
Dummer, dummer Reitersmann!
(Hanna geht ab, und Danilo kommt zurück. Cascada und St. Brioche treten auf, danach Kromow und Pritschitsch, zum Schluß Zeta und Bodganovitch.)

ST. BRIOCHE
Wir werden uns noch schlagen um die Witwe!

CASCADA
Ich bin dazu bereit.

DANILO
Aber meine Herren, um Weiber sollte man sich
nich streiten...

ZETA
Meine Herren! Kommen Sie -
kommen Sie punkt acht Uhr in unseren Pavillon,
da wollen wir uns beraten.

NJEGUS
Wie Euzellenz befehlen! Punkt acht Uhr loco.

ZETA
Graf! Grat Danilowitsch!
Worüber wird hier eigentlich gestritten?

DANILO
Exzellenz?
Wie man sich verhält, wenn einem die Frau
untreu wird.

ZETA
Darüber brauche ich, Gott sei Dank,
nicht nachzudenken.

DANILO, ST. BRIOCHE UND CASCADA
Gott sei Dank!

Nr. 9 Marsch-Septett
(Danilo, Zeta, St. Brioche, Cascada, Kromow, Bogdanowitsch, Pritschitsch)

DANILO
Wie de Weiber...

ALLE
Wie die Weiber?

DANILO
Man behandelt?

ALLE
Hürt ihn an!

DANILO
Eine so, die andre anders,
da gibt's keinen Feldzugsplan!

ZETA
Daß die Weiber...

ALLE
Daß die Weiber?

ZETA
Treu uns bleiben -

ALLE
Also wie?

ZETA UND DANILO
Das hat man noch nicht ergründet!
Da gibt's keine Theorie!

ALLE
Da gibt's keine Theorie!

DANILO
Der einen macht man Komplimente...

ALLE
So und so und so und so!

ZETA
Und schmeichelt, streichell ohne Ende...

ALLE
So und so und so und so!

ST. BRIOCHE
Der andern muß man imponieren...

ALLE
So und so und so und so!

CASCADA
Man darf sie auch sogar sekieren...

ALLE
So und so und so und so!

DANILO
Die dritte, die will Zärtlichkeiten...

ALLE
So und so und so und so!

ZETA
Die vierte, die will zanken, streiten...

ALLE
So und so und so und so!

CASCADA
Die füntte, will nur tanzen, lachen...

ALLE
So und so und so und so!

DANILO, ZETA, ST. BRIOCHE UND CASCADA
Dann wollen sie auch and're Sachen!

ALLE
So und so und so und so!

DANILO UND ZETA
Ja, das Studium der Weiber ist schwer...

ST. BRIOCHE, CASCADA, KROMOW, BOGDANOWITSCH, PRITSCHISCH
Ach die Weiber, diese Weiber!

DANILO UND ZETA
Nimmt uns Männer vetteufelt auch her!
Niemals kennt doch an Seele und Leib
man das Weib -

ALLE
Weib, Weib, Weib, Weib!

DANILO UND ZETA
Mädchen zart, Gretchenart, blondes Haar...

ST. BRIOCHE, CASCADA, KROMOW, BOGDANOWITSCH, PRITSCHISCH
Ach die Weiber, diese Weiber!

DANILO UND ZETA
Mit dem treuesten Blauängleinpaar,
ob sie schwarz oder rot oder blond sind gefärbt,
's ist egal, man wird doch gegerbt.

ALLE
Weiber, Weiber, Weiber, Weiber, ja!
Weiber, Weiber, Weiber, Weiber, ach!
Ja, das Studium der Weiber ist schwer,
nimmt uns Männer verteufelt auch her!
Niemals kennt doch an Seele und Leib
man das Weib -
Weib, Weib, Weib, Weib!
Mädchen zart, Gretchenart, blondes Haar,
mit dem treuesten Blauäugleinpaar!
Ob sie schwarz oder rot oder blond sind gefärbt,
's ist egal, man wird doch gegerbt.

DANILO UND ZETA
Ja, das Studium der Weiber ist schwer,
nimmt uns Männer verteufelt auch her.
Niemals kennt doch an Seele und Leib
man das Weib, Weib. Weib, Weib, Weib!

DIE ANDEREN
Weiber, Weiber, Weiber, Weiber, Weiber!
(Alle ausser Danilo ab . Hanna tritt auf.)

HANNA
Graf Danilo! - Mein tapferer Reitersmann!
Wenn Sie mich auch nicht lieben...

DANILO
Das is total ausgeschlossen!

HANNA
...dann werden Sie mir ehrlich raten, ob ich jenen
Menschen heiraten soll, den ich immer schon haben
wollte!

DANILO
Haben wollte...? Heiraten Sie doch was, wie, wo
und womit Sie wollen!

HANNA
Sie sind ja eifersüchtig!

DANILO
Jawohl! Aber nicht auf Sie, auf alle Frauen,
die mit Männern so herumtändeln...

HANNA
Acha, ja?

Nr. 10 Spielszene und Tanzduett
(Danilo kämpft mit sich, will sie ansprechen, wendet sich aber ab und geht in Richtung Pavillon.)

HANNA
So, wie die Dinge sich entwickeln, werde ich doch
einen Pariser heiraten.

DANILO
Armes Vaterland!

HANNA
Aber bevor ich wieder heirate,
möchte ich wenigstens einmal das wahre
Nachtleben in dieser Stadt kennenlernen.
Wo amüsiert man sich besten?

DANILO
Amüsieren kann man sich auf dem Ball der
pontevedrinischen Gesandtschaft!

HANNA
Mir steht der Sinn nach anderen Vergnügen!

DANILO
Mir auch, aber die heimatlichen Tänze haben auch
ihren Reiz...
Madame... Un kolo, la danse de notre patrie.
Allez!
(Sie tanzen den Kolo.)

HANNA
Ach!... Sehen Sie, jetzt würde ich zu meinem
Mann sagen: lieber Da...

DANILO
...nilo?

HANNA
Go...bert.

DANILO
Scheußlicher Name!

HANNA
Deswegen bin ich nicht in Paris.
Führ' mich woanders hin!

DANILO
Er führt sie zu Maxim,
dort ist er sehr intim ...
Dort tanzen nur die entzückendsten, zweifelhaftesten,
verruchtesten Mädchen. Und würden Sie in den Saal
Sala de Baile entráis alguna dirá: Ay, una nueva
Griseta! La música se convierte en un dulce vals
juguetón, con la que uno con su ritmo de tres por all seiner Tugend vergißt.
(Sie tanzen.)

HANNA
Bei dieser Musik könnte man das letzte Viertel auch
noch vergessen... Das ist sehr gefährlich...
(Beide tanzen summend ab. Valencienne und Camille treten auf.)

VALENCIENNE
Nein, nein, nein!

CAMILLE
Geben Sie mir wenigstens ein Andenken,
Valencienne!

VALENCIENNE
Meinen Fächer? Nur diesem Satz muß ich noch
fertig schreiben!
"Ich bin eine anständige... Frau..."

CAMILLE
Jetzt hab' ich es auch noch schriflich!

Nr. 11 Duett und Romanze

VALENCIENNE
Mein Freund, Vernunft!

CAMILLE
Wie Sie mich quälen!

VALENCIENNE
Ich will's! Sie müssen sich vermählen!
Sie müssen heute noch mit Hanna sprechen!

CAMILLE
Nun gut, ich tu's...
doch wird das Herz mir brechen!

VALENCIENNE
Oh glauben Sie,
es fällt mir schwer,
auf Ihre Liebe zu verzichten,
doch muß ich mich,
so will's die Ehr',
streng nach der guten Sitte richten!

CAMILLE
Soll ich für immer dich verlieren?

VALENCIENNE
Sie wollen mich doch nicht kompromittieren?

CAMILLE
Das will ich nicht!
Das darf ich nicht!

VALENCIENNE
(drückt seinen Kopf an ihre Wange)
So ist es recht, so hab' ich dich lieb.

CAMILLE
Ich muß dich küssen!

VALENCIENNE
(wehrt ihn ab)
Sie machen mich böse!

CAMILLE
Vergib! Vergib, mein Lieb!
Wie eine Rosenknospe
im Maienlicht erblüht,
so ist in meinem Herzen
die Liebe aufgeglüht!
Das war ein selig Keimen,
von dem ich nichts geahnt,
ein wundersames Träumen,
das mich ans Glück gemahnt!
Und nun das Glück gekommen,
soll's wieder, wieder fort?
Das Maienlicht verglommen?
Die Knospe, sie verdorrt?
Ein jauchzend, jubelnd Singen
in meiner Seele schallt:
Es wird dich mir erringen
der Liebe Allgewalt.

VALENCIENNE
(streckt dir Arme nach ihm aus)
O Camille!

CAMILLE
Valencienne!
(will sie umarmen)

VALENCIENNE
Nein, sachte, sacht!
Du hast mich um den Verstand gebracht!

CAMILLE
Zum Abschied,
du Süße,
einen letzten Kuß!

VALENCIENNE
Doch nicht hier!

CAMILLE
Sieh dort den kleinen Pavillon,
er kann höchst diskret,
verschwiegen sein!
Oh dieser kleine Pavillon
plaudert nicht ein Wörtohen aus...
oh nein!
Dunkel uns umfängt!
Nimm, was Liebe uns schenkt!
Komm in den kleinen Pavillon,
komm zum süßen Rendezvous,
oh du!

VALENCIENNE
Ich seh' schon...
ich werd' hineingehen müssen!

CAMILLE
Komm in den kleinen Pavillon,
laß zum letztenmal dich küssen,
ach!

VALENCIENNE
Ist er verschwiegen?
Mir wird ganz schwach!

CAMILLE, VALENCIENNE
Dunkel uns umfängt!
Nimm, was Liebe uns schenkt!
Dort in dem dunklen Pavillon
strahlt uns hell der süßen Liebe Lohn!
(Wie sie in den Pavillon verschwinden, kommt Njegus,der ihnen nachschauf. Kurz darauf Zeta.)


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