オペラ作曲家別索引

オペラ対訳完成

その他対訳完成

対訳一部完成

このサイトについて

アクセス数

  • 今日  -
  • 昨日  -
  • 累計  -

翻訳エンジン


bose_soundlink_color_ii



NJEGUS
Ah, die Baronin und Herr Rosillon zusammen
im Pavillon...!

ZETA
Njegus!

NJEGUS
O weh, der Herr Baron!
(stellt sich wie schützend vor die Tür.)

ZETA
Nun, Njegus... es ist schon acht Uhr loco,
und der Graf is wieder nicht da! Also, öffnen Sie
den Pavillon und drehen Sie das elektrische Licht auf!

NJEGUS
Exzellenz - Exzellenz - mit Verlaub...

ZETA
Was ist los?

NJEGUS
Exzellenz! Es geht nicht. Es ist wer drinnen:
Rosillon mit einer Dame!

ZETA
Einer verheirateten? Jetzt haben wir sie!
Der Pavillon hat rückwärts noch eine Tür,
sperren Sie die sofort ab!

NJEGUS
Sehr wohl!
(begibt sich hinter den Pavillon)
Erst diese Dame herauslassen, dann eine
una
(Danilo tritt auf.)

DANILO
Excellenz, acht Uhr loco.

ZETA
Ach, lieber Graf!
Die Dame Rosillons ist entdeckt!

DANILO
Entdeckt? Wer ist sie?

ZETA
Ich werde durchs Schlüsselloch sehen!

DANILO
Exzellenz, das ist nicht sehr fein!

ZETA
Aber praktisch!
(Während Zeta durchs Schlüsselloch schaut, erscheint Njegus hinten am Pavillon. Er winkt nach rechts. Hanna kommt und flüstert mit ihm. Beide verschwinden hinter dem Pavillon.)

DANILO
Nun?

ZETA
Das ist ja! Nein! Doch! Meine Frau!
(Valencienne tritt rückwärts aus dem Pavillon und schleicht mit Njegus davon.)
Aufgemacht! Aufgemacht!

DANILO
Ha! Ha!

ZETA
Ha! Ha!

HANNA
Wir fragen, was man von uns will!

DANILO
Ha! Hanna und Camille!

ZETA
War ich denn blind? Ich seh genau...

DANILO
Ha! Hanna und Camille!
Mein ganzer Geist steht still.
Jetzt wird die Sache etwas flau!

ZETA
Wo ist denn meine Frau?
(Valencienne kommt harmlos von links, hinter ihr Njegus.)

VALENCIENNE
Du wünschest?

ZETA
Ich bin stumm und starr!

VALENCIENNE
Was ist gescheh'n? So sprich doch klar!

DANILO
Ha! Hanna und Camille!

CAMILLE
(zu Danilo)
So sei doch endlich still!

ZETA
Ich sah dort eine Dame kurz zuvor.
Ich guckte schnell durchs Schlüsselloch...

HANNA
Das war gerade nicht sehr fein!

DANILO
Aber praktisch doch!

ZETA
Ich hört' und traute meinen Ohren nicht...
(zu Camille)
Wie dieser Herr da ihr Liebe schwor!

HANNA
Die Dame, die war ich!

DANILO
(zu Hanna)
Ha! Hanna!

ZETA
Ich hätt' geschworen es wär' meine Frau!

HANNA
Mein lieber Camille, gesteh'n Sie's nur ein!

VALENCIENNE
Oh, dies zu hören, ist Rettung und Pein!

CAMILLE
Ach, dies zu sagen ist Rettung und Pein!

DANILO
Mich packt die Eifersucht,
fast könnte ich schrei'n!

ZETA
Ich kann's nicht glauben, oh nein, oh nein!

NJEGUS
Das arrangierte ich...
ganz schlau und ganz fein!

HANNA
Und war der Baron so indiskret,
zu lauschen und spähen beim Schlüsselloch,
(zu Camille)
so sagen Sie hier,
was drinnen Sie mir
gestanden, ich bitte, so sagen Sie's doch!
(Valencienne erschrickt, blickt eifersüchtig auf Camille. Hanna wechselt einen Blick mit Valencienne, die auf sie zukommt, und spricht mit ihr.Valencienne lächtelt verstehend.)

CAMILLE
Ich... soll es sagen?

DANILO
(für sich)
Und ich soll's ertragen?

CAMILLE
(zu Zeta)
Nun, Exzellenz, da ich... nicht anders kann -
was ich drin sagte - so hören Sie's an:

ZETA
Jetzt bin ich doch neugierig, was er mir
sagen wird.

CAMILLE
Wie eine Rosenknospe
im Maienlicht erblüht,
so ist in meinem Herzen
die Liebe aufgeglüht!
Das war ein selig Keimen,
von dem ich nichts geahnt,
ein wundersames Träumen,
das mich... ans Glück gemahnt!
Und nun das Glück gekommen,
soll's wieder, wieder fort?
Das Maienlicht verglommen?
Die Knospe, sie verdorrt?
Ein jauchzend, jubelnd Singen
in meiner Seele schallt:
Es wird dich mir erringen
der Liebe Allgewalt.

HANNA
Er glaubt ihm wirklich... Wort für Wort.
Und sein Verdacht, er ist schon fort!
Ah, lieber Graf, und du bleibst ganz kalt?
Was wetten wir, du redest bald!

VALENCIENNE
Ich... fasse nicht ein einzig Wort!
Ja, will er wirklich... von mir fort?
Sein Liebeslied ist kaum noch verhallt,
Er singt's vor ihr, wo mir allein dies Lied doch galt!
Ist sie dahin so rasch, der Liebe Allgewalt?

DANILO
Ich... höre wie verschwommen,
fasse auch nicht ein Wort!
Sie hat sich schön benommen!
Mir ist's nicht vergönnt, sie zu erringen!
Doch mich läßt's nicht kalt!
Will mich... zur Ruhe zwingen,
ich gehe, und das bald!

ZETA
Der Wahn ist mir nun ganz benommen.
Zu ihr ist er gewiß gekommen,
ich glaub' ihm Wort für Wort,
's war meine Frau nicht dort!
Wenn's meine Frau so triebe,
macht' ich ein Ende bald!
Bei solchen Dingen
bleib' ein andrer kalt!
(Die Gesellschaft tritt im Hintergrund auf.)

HANNA
Nun wissen Sie, meine Herrschaften, was sich
im dunklen Pavillon zugetragen hat.
Es gibt kein Zurück!
(sieht Danilo verstohlen an)
Jetzt kommt der Haupttrumpf!
(zur Gesellschaft)
Den Herrschaften hab' ich was zu erzählen...

CHOR
Nun was? Nun was?

HANNA
(sieht Danilo durchbohrend an)
Daß als Verlobte sich empfehlen:
Herr Rosillon.

CAMILLE
Was? Ich?

VALENCIENNE
O Gott!

DANILO
Ach, schön!

ZETA
Wie? Was?

HANNA
Und meine Wenigkeit!

CHOR
Ah, welche Neuigkeit!

VALENCIENNE
Bin starr!

CAMILLE
Bin starr!

DANILO
Bin starr!

ZETA
Bin starr!

HANNA
(auf Danilo blickend)
Die Wirkung ist ganz wunderbar!

CHOR
Wir gratulieren!
(Alle treten ein bißchen zurúck und scheinen die Verlobung besprechen.)

DANILO
Oh, ihr verfluchten Millionen!

ZETA
Oh, ihr verlor'nen Millionen!

CAMILLE
(leise zu Hanna)
Das geht doch nicht!
Da muß ich protestier'n!

HANNA
(leise zu Camille)
Dann werden Sie die Baronin blamieren!

ZETA
(zu Hanna)
Sie wollen wirklich?

VALENCIENNE
(zu Camille)
Wirklich..., wollen Sie?

HANNA
Warum denn nicht?

ZETA
Ich bin dagegen, und der Graf...

HANNA
(zu Danilo)
Sie euch?

DANILO
Oh nein!
Warum soll ich... dagegen sein?
Ich... gebe Ihnen meinen Segen!
Ich meine nur...

HANNA
Was meinen Sie?

DANILO
Verlieb' dich oft,
verlob dich selten,
heirate nie!
Die Ehe ist für mich... privat,
ich rede nur als Diplomat,
wahrhaftig nur ein Standpunkt,
der längst überwunden.
Ein Zweibund sollte stets sie sein,
doch bald stellt sich ein Dreibund ein,
der zählt oft bloß nach schwachen Stunden!
Vom europäischen Gleichgewicht,
wenn einer sich verehelicht,
von dem ist bald nichts mehr zu spüren.
Der Grund liegt meistens nur darin:
Es gibt Madam' zu sehr sich... hin,
der Politik der offnen Türen!

HANNA
Das ist doch unverschämt!

DANILO
Jawohl, ich schiId're nicht zu stark,
's ist etwas faul im Staate Dänemark!
(Hanna eilt nach hinten und kommt während der folgenden Einleitung cancanierend mach vorn.)

HANNA
Ein flotter Ehestend soll's sein:
ganz nach... Pariser Art!
Er sagt: "Madame", ich sag': "Monsieur"!
Ganz nach Pariser Art!
Wir lieben uns, wie sich's versteht,
ganz nach Pariser Art!
Wo jeder seine Wege geht:
Ganz nach Pariser Art!
Das hat Rrrrass
so, tral-la-la-la-la-la!
Macht mir Spaß
so, tral-la-la-la-la-la!
Und sollt' die Ehe anders sein,
denn spring' ich nicht hi... ,nein,
oh nein, oh nein, nein, nein, nein.
(Sie travesiert cancanierend mit Valencienne und wieder zurück. Die anderen fallen in den Tanz ein.)

SYLVANE, OLGA, PRASKOWIA, CAMILLE, ZETA, BODGANOWITSCH, KROMOW, PRITSCHITSCH, DAMEN UND HERREN
Des hat Rrrrasss'
so tral-la-la-la-la!
Macht ihr Spaß
so, tral-la-la-la-la!
Und sollt' die Ehe anders sein,
denn springt sie nicht hinein!
oh nein, oh... nein,

HANNA UND VALENCIENNE
La, la la, la! Nein.
Dann spring' ich/springt sie nicht hinein!
Nein!

VALENCIENNE
Ja, dieser Ehestend wird flott!

HANNA
Ganz nach... Pariser Art!

VALENCIENNE
(mit Blick auf Camille)
Der Mann zieht hü, die Frau zieht hoff!

HANNA
Ganz nach Pariser Art!

VALENCIENNE
Und keiner macht sich was daraus!

HANNA
Ganz nach Pariser Art!

VALENCIENNE
(zu Hanna)
Sie seh'n ganz scheidüngsfähig aus!

HANNA
Ganz nach Pariser Art!
Valencienne und Hanna
Das hat Rrrrass
so, tral-la-la-la-la-la!
Macht mir Spaß
so, tral-la-la-la-la-la!

SYLVANE, OLGA, PRASKOWIA, CAMILLE, ZETA, BODGANOWITSCH, KROMOW, PRITSCHITSCH, DAMEN UND HERREN
Das hat Rrrrass
so, tral-la-la-la-la-la!
Macht mir Spaß
so, tral-la-la-la-la-la!
(Alle, außer Danilo, tanzen.)

DANILO
(für sich)
In mir tobt es, in mir bebt es!
In mir zuckt es, in mir juckt es!
Halt's nicht aus!
Es muß heraus!
(Man hört auf zu tanzen.)
Aber nicht so wutentbrannt!
Aber nicht so wutentbrannt!
Ruhig, ruhig mit Verstand!
(zu Hanna)
Zu der Vermählung, schöne Frau,
gestatten Sie eine Erzählung.
(Valencienne geht zu Camille. Alle ziehen sich ganz zurück, so daß Hanna und Danilo total exponiert sind.)

HANNA
Gewiß, des ist ja interessant!
Seh'n Sie mich... an, ich bin schon sehr gespannt!
Also bitte!

DANILO
Also bitte!
Es waren zwei Königskinder...
ich glaube, sie hatten sich lieb.
Sie konnten zusammen nicht kommen,
wie dies einst ein Dichter beschrieb!
Der Prinz, der blieb aber verschlossen,
er hatte dafür seinen Grund.
Das hat die Prinzessin verdrossen,
warum er nicht auftat den Mund.
Da hat nun die Dame Prinzessin
getrieben ein grausames Spiel,
sie gab ihre Hand einem and'ren.
und das war dem Prinzen zu viel.
Du gnädige Dame Prinzessin,
du tatest daran gar nicht recht,
du bist auch nicht besser wie andere,
vom schwachen, koketten Geschlecht!
Doch glaubst du, dass ich mich drob kränke?
Haha! Da täuschest du dich...!
Im Traume ich nicht daran denke! -
Das sagte der Prinz, und nicht ich! -
Und weiter da sagte der Prinz noch:
(deutet auf Camille)
"Da nimm ihn, der sei dir vergönnt!"
Drauf ist er von dannen gegangen -
und das tu' ich auch..., Kompliment!
(will ab)

HANNA
Wohin denn, Graf, wohin?

DANILO
Wohin ich...?
Dort, wo ich... zu Hause bin!
(mit beissender Ironie)
Jetzt geh' ich zu Maxim,
dort bin ich sehr intim,
ich duze alle Damen,
ruf' sie beim Kosenamen:
Lolo, Dodo, Jou-jou,
Clo-clo, Margot, Frou-frou,
sie lassen mich vergessen,
was ich so bang empfand!
(ab)

HANNA
Allein liebt er mich..., nur allein!
Jetzt geht er in die Falle und...
Das hat Rrrrass
so, tral-la-la-la-la-la!
Macht mir Spaß
so, tral-la-la-la-la-la!
usw.

HANNA UND VALENCIENNE
(tanzend)
La, la la, la, la!

SYLVANE, OLGA, PRASKOWIA, CAMILLE, ZETA, BOGDANOWITSCH, KROMOW, PRITSCHITSCH, DAMEN UND HERREN
(tanzend)
Das hat Rrrrasss, usw.
NJEGUS
Ah, die Baronin und Herr Rosillon zusammen
im Pavillon...!

ZETA
Njegus!

NJEGUS
O weh, der Herr Baron!
(stellt sich wie schützend vor die Tür.)

ZETA
Nun, Njegus... es ist schon acht Uhr loco,
und der Graf is wieder nicht da! Also, öffnen Sie
den Pavillon und drehen Sie das elektrische Licht auf!

NJEGUS
Exzellenz - Exzellenz - mit Verlaub...

ZETA
Was ist los?

NJEGUS
Exzellenz! Es geht nicht. Es ist wer drinnen:
Rosillon mit einer Dame!

ZETA
Einer verheirateten? Jetzt haben wir sie!
Der Pavillon hat rückwärts noch eine Tür,
sperren Sie die sofort ab!

NJEGUS
Sehr wohl!
(begibt sich hinter den Pavillon)
Erst diese Dame herauslassen, dann eine
una
(Danilo tritt auf.)

DANILO
Excellenz, acht Uhr loco.

ZETA
Ach, lieber Graf!
Die Dame Rosillons ist entdeckt!

DANILO
Entdeckt? Wer ist sie?

ZETA
Ich werde durchs Schlüsselloch sehen!

DANILO
Exzellenz, das ist nicht sehr fein!

ZETA
Aber praktisch!
(Während Zeta durchs Schlüsselloch schaut, erscheint Njegus hinten am Pavillon. Er winkt nach rechts. Hanna kommt und flüstert mit ihm. Beide verschwinden hinter dem Pavillon.)

DANILO
Nun?

ZETA
Das ist ja! Nein! Doch! Meine Frau!
(Valencienne tritt rückwärts aus dem Pavillon und schleicht mit Njegus davon.)
Aufgemacht! Aufgemacht!

DANILO
Ha! Ha!

ZETA
Ha! Ha!

HANNA
Wir fragen, was man von uns will!

DANILO
Ha! Hanna und Camille!

ZETA
War ich denn blind? Ich seh genau...

DANILO
Ha! Hanna und Camille!
Mein ganzer Geist steht still.
Jetzt wird die Sache etwas flau!

ZETA
Wo ist denn meine Frau?
(Valencienne kommt harmlos von links, hinter ihr Njegus.)

VALENCIENNE
Du wünschest?

ZETA
Ich bin stumm und starr!

VALENCIENNE
Was ist gescheh'n? So sprich doch klar!

DANILO
Ha! Hanna und Camille!

CAMILLE
(zu Danilo)
So sei doch endlich still!

ZETA
Ich sah dort eine Dame kurz zuvor.
Ich guckte schnell durchs Schlüsselloch...

HANNA
Das war gerade nicht sehr fein!

DANILO
Aber praktisch doch!

ZETA
Ich hört' und traute meinen Ohren nicht...
(zu Camille)
Wie dieser Herr da ihr Liebe schwor!

HANNA
Die Dame, die war ich!

DANILO
(zu Hanna)
Ha! Hanna!

ZETA
Ich hätt' geschworen es wär' meine Frau!

HANNA
Mein lieber Camille, gesteh'n Sie's nur ein!

VALENCIENNE
Oh, dies zu hören, ist Rettung und Pein!

CAMILLE
Ach, dies zu sagen ist Rettung und Pein!

DANILO
Mich packt die Eifersucht,
fast könnte ich schrei'n!

ZETA
Ich kann's nicht glauben, oh nein, oh nein!

NJEGUS
Das arrangierte ich...
ganz schlau und ganz fein!

HANNA
Und war der Baron so indiskret,
zu lauschen und spähen beim Schlüsselloch,
(zu Camille)
so sagen Sie hier,
was drinnen Sie mir
gestanden, ich bitte, so sagen Sie's doch!
(Valencienne erschrickt, blickt eifersüchtig auf Camille. Hanna wechselt einen Blick mit Valencienne, die auf sie zukommt, und spricht mit ihr.Valencienne lächtelt verstehend.)

CAMILLE
Ich... soll es sagen?

DANILO
(für sich)
Und ich soll's ertragen?

CAMILLE
(zu Zeta)
Nun, Exzellenz, da ich... nicht anders kann -
was ich drin sagte - so hören Sie's an:

ZETA
Jetzt bin ich doch neugierig, was er mir
sagen wird.

CAMILLE
Wie eine Rosenknospe
im Maienlicht erblüht,
so ist in meinem Herzen
die Liebe aufgeglüht!
Das war ein selig Keimen,
von dem ich nichts geahnt,
ein wundersames Träumen,
das mich... ans Glück gemahnt!
Und nun das Glück gekommen,
soll's wieder, wieder fort?
Das Maienlicht verglommen?
Die Knospe, sie verdorrt?
Ein jauchzend, jubelnd Singen
in meiner Seele schallt:
Es wird dich mir erringen
der Liebe Allgewalt.

HANNA
Er glaubt ihm wirklich... Wort für Wort.
Und sein Verdacht, er ist schon fort!
Ah, lieber Graf, und du bleibst ganz kalt?
Was wetten wir, du redest bald!

VALENCIENNE
Ich... fasse nicht ein einzig Wort!
Ja, will er wirklich... von mir fort?
Sein Liebeslied ist kaum noch verhallt,
Er singt's vor ihr, wo mir allein dies Lied doch galt!
Ist sie dahin so rasch, der Liebe Allgewalt?

DANILO
Ich... höre wie verschwommen,
fasse auch nicht ein Wort!
Sie hat sich schön benommen!
Mir ist's nicht vergönnt, sie zu erringen!
Doch mich läßt's nicht kalt!
Will mich... zur Ruhe zwingen,
ich gehe, und das bald!

ZETA
Der Wahn ist mir nun ganz benommen.
Zu ihr ist er gewiß gekommen,
ich glaub' ihm Wort für Wort,
's war meine Frau nicht dort!
Wenn's meine Frau so triebe,
macht' ich ein Ende bald!
Bei solchen Dingen
bleib' ein andrer kalt!
(Die Gesellschaft tritt im Hintergrund auf.)

HANNA
Nun wissen Sie, meine Herrschaften, was sich
im dunklen Pavillon zugetragen hat.
Es gibt kein Zurück!
(sieht Danilo verstohlen an)
Jetzt kommt der Haupttrumpf!
(zur Gesellschaft)
Den Herrschaften hab' ich was zu erzählen...

CHOR
Nun was? Nun was?

HANNA
(sieht Danilo durchbohrend an)
Daß als Verlobte sich empfehlen:
Herr Rosillon.

CAMILLE
Was? Ich?

VALENCIENNE
O Gott!

DANILO
Ach, schön!

ZETA
Wie? Was?

HANNA
Und meine Wenigkeit!

CHOR
Ah, welche Neuigkeit!

VALENCIENNE
Bin starr!

CAMILLE
Bin starr!

DANILO
Bin starr!

ZETA
Bin starr!

HANNA
(auf Danilo blickend)
Die Wirkung ist ganz wunderbar!

CHOR
Wir gratulieren!
(Alle treten ein bißchen zurúck und scheinen die Verlobung besprechen.)

DANILO
Oh, ihr verfluchten Millionen!

ZETA
Oh, ihr verlor'nen Millionen!

CAMILLE
(leise zu Hanna)
Das geht doch nicht!
Da muß ich protestier'n!

HANNA
(leise zu Camille)
Dann werden Sie die Baronin blamieren!

ZETA
(zu Hanna)
Sie wollen wirklich?

VALENCIENNE
(zu Camille)
Wirklich..., wollen Sie?

HANNA
Warum denn nicht?

ZETA
Ich bin dagegen, und der Graf...

HANNA
(zu Danilo)
Sie euch?

DANILO
Oh nein!
Warum soll ich... dagegen sein?
Ich... gebe Ihnen meinen Segen!
Ich meine nur...

HANNA
Was meinen Sie?

DANILO
Verlieb' dich oft,
verlob dich selten,
heirate nie!
Die Ehe ist für mich... privat,
ich rede nur als Diplomat,
wahrhaftig nur ein Standpunkt,
der längst überwunden.
Ein Zweibund sollte stets sie sein,
doch bald stellt sich ein Dreibund ein,
der zählt oft bloß nach schwachen Stunden!
Vom europäischen Gleichgewicht,
wenn einer sich verehelicht,
von dem ist bald nichts mehr zu spüren.
Der Grund liegt meistens nur darin:
Es gibt Madam' zu sehr sich... hin,
der Politik der offnen Türen!

HANNA
Das ist doch unverschämt!

DANILO
Jawohl, ich schiId're nicht zu stark,
's ist etwas faul im Staate Dänemark!
(Hanna eilt nach hinten und kommt während der folgenden Einleitung cancanierend mach vorn.)

HANNA
Ein flotter Ehestend soll's sein:
ganz nach... Pariser Art!
Er sagt: "Madame", ich sag': "Monsieur"!
Ganz nach Pariser Art!
Wir lieben uns, wie sich's versteht,
ganz nach Pariser Art!
Wo jeder seine Wege geht:
Ganz nach Pariser Art!
Das hat Rrrrass
so, tral-la-la-la-la-la!
Macht mir Spaß
so, tral-la-la-la-la-la!
Und sollt' die Ehe anders sein,
denn spring' ich nicht hi... ,nein,
oh nein, oh nein, nein, nein, nein.
(Sie travesiert cancanierend mit Valencienne und wieder zurück. Die anderen fallen in den Tanz ein.)

SYLVANE, OLGA, PRASKOWIA, CAMILLE, ZETA, BODGANOWITSCH, KROMOW, PRITSCHITSCH, DAMEN UND HERREN
Des hat Rrrrasss'
so tral-la-la-la-la!
Macht ihr Spaß
so, tral-la-la-la-la!
Und sollt' die Ehe anders sein,
denn springt sie nicht hinein!
oh nein, oh... nein,

HANNA UND VALENCIENNE
La, la la, la! Nein.
Dann spring' ich/springt sie nicht hinein!
Nein!

VALENCIENNE
Ja, dieser Ehestend wird flott!

HANNA
Ganz nach... Pariser Art!

VALENCIENNE
(mit Blick auf Camille)
Der Mann zieht hü, die Frau zieht hoff!

HANNA
Ganz nach Pariser Art!

VALENCIENNE
Und keiner macht sich was daraus!

HANNA
Ganz nach Pariser Art!

VALENCIENNE
(zu Hanna)
Sie seh'n ganz scheidüngsfähig aus!

HANNA
Ganz nach Pariser Art!
Valencienne und Hanna
Das hat Rrrrass
so, tral-la-la-la-la-la!
Macht mir Spaß
so, tral-la-la-la-la-la!

SYLVANE, OLGA, PRASKOWIA, CAMILLE, ZETA, BODGANOWITSCH, KROMOW, PRITSCHITSCH, DAMEN UND HERREN
Das hat Rrrrass
so, tral-la-la-la-la-la!
Macht mir Spaß
so, tral-la-la-la-la-la!
(Alle, außer Danilo, tanzen.)

DANILO
(für sich)
In mir tobt es, in mir bebt es!
In mir zuckt es, in mir juckt es!
Halt's nicht aus!
Es muß heraus!
(Man hört auf zu tanzen.)
Aber nicht so wutentbrannt!
Aber nicht so wutentbrannt!
Ruhig, ruhig mit Verstand!
(zu Hanna)
Zu der Vermählung, schöne Frau,
gestatten Sie eine Erzählung.
(Valencienne geht zu Camille. Alle ziehen sich ganz zurück, so daß Hanna und Danilo total exponiert sind.)

HANNA
Gewiß, des ist ja interessant!
Seh'n Sie mich... an, ich bin schon sehr gespannt!
Also bitte!

DANILO
Also bitte!
Es waren zwei Königskinder...
ich glaube, sie hatten sich lieb.
Sie konnten zusammen nicht kommen,
wie dies einst ein Dichter beschrieb!
Der Prinz, der blieb aber verschlossen,
er hatte dafür seinen Grund.
Das hat die Prinzessin verdrossen,
warum er nicht auftat den Mund.
Da hat nun die Dame Prinzessin
getrieben ein grausames Spiel,
sie gab ihre Hand einem and'ren.
und das war dem Prinzen zu viel.
Du gnädige Dame Prinzessin,
du tatest daran gar nicht recht,
du bist auch nicht besser wie andere,
vom schwachen, koketten Geschlecht!
Doch glaubst du, dass ich mich drob kränke?
Haha! Da täuschest du dich...!
Im Traume ich nicht daran denke! -
Das sagte der Prinz, und nicht ich! -
Und weiter da sagte der Prinz noch:
(deutet auf Camille)
"Da nimm ihn, der sei dir vergönnt!"
Drauf ist er von dannen gegangen -
und das tu' ich auch..., Kompliment!
(will ab)

HANNA
Wohin denn, Graf, wohin?

DANILO
Wohin ich...?
Dort, wo ich... zu Hause bin!
(mit beissender Ironie)
Jetzt geh' ich zu Maxim,
dort bin ich sehr intim,
ich duze alle Damen,
ruf' sie beim Kosenamen:
Lolo, Dodo, Jou-jou,
Clo-clo, Margot, Frou-frou,
sie lassen mich vergessen,
was ich so bang empfand!
(ab)

HANNA
Allein liebt er mich..., nur allein!
Jetzt geht er in die Falle und...
Das hat Rrrrass
so, tral-la-la-la-la-la!
Macht mir Spaß
so, tral-la-la-la-la-la!
usw.

HANNA UND VALENCIENNE
(tanzend)
La, la la, la, la!

SYLVANE, OLGA, PRASKOWIA, CAMILLE, ZETA, BOGDANOWITSCH, KROMOW, PRITSCHITSCH, DAMEN UND HERREN
(tanzend)
Das hat Rrrrasss, usw.



|新しいページ|検索|ページ一覧|RSS|@ウィキご利用ガイド | 管理者にお問合せ
|ログイン|