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ELFTE SZENE
Sindulfo (allein), dann Sora, später Benozzo


SINDULFO
Eine Million Lire! Sindulfo, zeige, dass du ein Weltmann, dass du diesem Conte Erminio überlegen bist!
klopft auf den Tisch
Heda, Wirtshaus!

SORA
kommt aus dem Haus
Befehlen?

SINDULFO
Meine Braut ...?

SORA
Die Gräfin ruht ein wenig.

SINDULFO
Also heisst's warten.
gähnt
Wie langweilig!
setzt sich
Bring Wein, Sora, vom besten!

SORA
Zu dienen!
ab

SINDULFO
Dieser Erminio muss mir Rede stehen. Ob auf Säbel oder auf Pistolen gleichviel!
zündet sich eine Zigarre an

SORA
kommt mit Wein
Hier, Signore, echter Syrakuser!

SINDULFO
trinkt, schnalzt mit der Zunge
Famos!
zieht Sora etwas an sich
Weisst du, Kleine, dass du ein ganz appetitliches Weibchen bist?

SORA
Deshalb fand ich auch einen braven Mann, Signore!

SINDULFO
Ach ja, diesen Tagdieb von Benozzo!

Benozzo erscheint auf dem Balkon, kehrt diesen mit einem Reisbesen, horcht auf, als
er seinen Namen nennen hört.

SORA
Der hübscheste Junge von Syrakus!

SINDULFO
Aber ein heilloser Schmuggler!

SORA
Nicht, dass ich wüsste!

SINDULFO
Papperlapapp! Ich kaufte durch ihn vorigen Monat tausend geschmuggelte Zigarren!

BENOZZO
Die Sie heute noch schuldig sind!

SINDULFO
gleichgültig, klemmt sein Monokel ins Auge
Ah, du bist auch da?

BENOZZO
Ja, ich bin auch da!
kehrt wütend aus

SINDULFO
Geniere dich nicht! Du siehst, ich mache deiner Frau die Cour!

BENOZZO
Lassen Sie mich lieber Geld sehen!

SINDULFO
Für die Frau?

BENOZZO
Nein, für die Zigarren!
sieht, dass Sindulfo zu Sora zärtlicher wird, heftig
Keine Handgreiflichkeiten, wenn ich bitten darf!

SORA
Aber Signore!

SINDULFO
Ruhig, da oben!

BENOZZO
Nein, nicht ruhig da oben, sondern ruhig da unten, und wenn Sie nicht augenblicklich ...
droht mit dem Besen; zu Sora
Marsch, ins Haus mit dir!

SINDULFO
Nein, sie bleibt!

BENOZZO
Sie geht! Herein da, Sora!

SINDULFO
Ich glaube gar, der Bursche untersteht sich, sich mit mir zu messen! Das hiesse, ein edles Pferd zu einem Esel spannen!

BENOZZO
Wie kommen Sie dazu, mich ein Pferd zu nennen?

SINDULFO
Haha! Die Eifersucht macht ihn witzig! Höre nicht auf ihn, Sora!
umfasst Sora

BENOZZO
Maledetto! Der Büffel in mir wird wütend!
wirft den Besen nach Sindulfo und eilt durchs Haus nach unten

SINDULFO
lässt sich nicht abhalten, Sora mit Zärtlichkeiten zu verfolgen
Der Büffel trägt Hörner, ergo

SORA
nimmt den Besen auf und wehrt Sindulfo damit ab
Ei, Signore, jetzt ist's genug!

BENOZZO
auftretend
Ob Sie jetzt gleich aufhören werden, meine Frau zu verfolgen, oder ...
nimmt den Besen, den Sora weggeworfen hat und dringt auf Sindulfo ein. Sora, von Sindulfo verfolgt, welchen wieder Benozzo verfolgt, fliegt dem mit Luigi von rechts auftretenden Erminio in die Arme.


ZWÖLFTE SZENE
Die Vorigen, Erminio, Luigi

ERMINIO
heiter
Gefangen!
umarmt und küsst Sora

SINDULFO
für sich
Conte Erminio? Eben recht!

BENOZZO
sieht das, fährt auf Erminio los
Was war das?

ERMINIO
heiter
Ich küsse jede hübsche Frau, die mir in die Arme eilt!
küsst Sora wieder

SORA
Ah!

BENOZZO
erkennt Erminio, plötzlich freundlich
Ah! Exzellenza!

SINDULFO
zu Benozzo
Wie? Und das lässt du dir gefallen?

BENOZZO
zu Sindulfo
Was geht's denn Sie an, wenn Exzellenza
meint Erminio
meine Frau küsst?
zu Erminio
Bitte! Wollen sich Exzellenza nur bedienen!
zu Sindulfo
Jetzt just, jetzt just!
zu Erminio
Bitte!
präsentiert mit dem Besen

SINDULFO
Ich liess' mir's doch nicht gefallen!

ERMINIO
stolz zu Sindulfo
Darf ich fragen, mein Herr, mit welchem Rechte Sie sich da einmischen?

SINDULFO
stolz
Ich... Herr?!

ERMINIO
lässt seinen Stock durch die Luft schwirren
Ja, Sie ... Herr!
trifft Sindulfo, der schreiend zurückfährt

SINDULFO
für sich
Unangenehmer Patron!
Werde mich nicht mit ihm schlagen!
laut
Habe nicht das Vergnügen, Sie zu kennen!

ERMINIO
Meinerseits!

SINDULFO
grüsst
Ihr Diener!
zu Sora, laut
Sora!

SORA
Signore?

SINDULFO
zum Teil bedeutsam nach Erminio hinsprechend
Melde meiner reizenden Braut, der Gräfin Santa Croce ... du verstehst?
stärker
meiner Braut, dass ich einen Wagen besorgen und mit Bedeckungsmannschaft zurückkehren werde

ERMINIO
dazwischenredend, für sich
Zurückkehren? Wie ärgerlich!

SINDULFO
ohne abzusetzen
... um gewissen Leuten die leichte Mühe zu ersparen, sie abermals retten zu müssen, wenn Räuber sie anfallen!
Sora geht ins Haus.
Räuber?! Gott, wie romantisch! Hahaha!

ERMINIO
für sich
Na warte! Das vergelt' ich dir!
leise
Luigi!
bespricht sich vertraulich mit Luigi

SINDULFO
will abgehen
Addio!

BENOZZO
verstellt ihm den Weg
Und mein Guthaben?

SINDULFO
Was bin ich schuldig?

BENOZZO
Was Sie alles schuldig sind, weiss ich nicht! Ich bekomme sechs Baiocci für den Wein und zwölf Scudi für die Zigarren.

SINDULFO
Gut, gut! Aufschreiben!
will ab

BENOZZO
Aufgeschrieben wird bei mir nicht!

SINDULFO
Desto besser!
schnell ab

BENOZZO
steht verblüfft da
Ah! Das ist stark!

LUIGI
leise
Benozzo! 's gilt einen Streich gegen den da
zeigt nach der Seite, wo Sindulfo abging
Folge mir!

BENOZZO
Ah, ich verstehe! Zucker und Kaffee! Mit Wonne!

Luigi und Benozzo folgen Sindulfo.


DREIZEHNTE SZENE
Erminio, Sora


ERMINIO
Jetzt ans Werk!
ruft
Sora!

SORA
Signore?

ERMINIO
Du beherbergst momentan die Gräfin Santa Croce?

SORA
Welcher ich bis zu meiner Verheiratung als Kammermädchen diente. Ja, Exzellenz!

ERMINIO
Ich habe der Gräfin - in ihrem Interesse - einen Rat zu geben.
will ihr Geld geben
Hier nimm und verschaffe mir eine Unterredung mit ihr!

SORA
Wo sich's um der Gräfin Interesse handelt, Signore, lasse ich mich nicht bezahlen! Ich will Sie melden.
geht ab


VIERZEHNTE SZENE
Erminio (allein)

ERMINIO
O Liebe, Liebe! Zu welchen Torheiten kannst du selbst Männer von Charakter und Ehre verleiten!
heiter zum Publikum
Ich, Conte Erminio Saluzzo, dreissig Jahre alt, ledig, Gutsbesitzer, reich ... mache mit Luigi, meinem Freund, eine geologische Exkursion hierher. Auf einem Spazierritt begegne ich Carlotta, verliebe mich sterblich in sie, höre, dass sie in den Händen dieses dunklen Ehrenmannes Nasoni ist, dessen Sohn sie heiraten soll! Ich schliesse Einverständnisse mit Schmugglern, missbrauche die allgemeine Gasparone-Furcht, arrangiere einen fingierten Überfall; die Schmuggler vergreifen sich, nehmen, statt der Alten nur, auch die Gräfin gefangen! Ich muss Carlotta befreien und ernte einen Dank, den ich gar nicht verdiene ... wie beschämend für mich! Doch gleichviel! Ich muss sie diesem Nasoni entreissen, koste es, was es wolle! Ah, da kommt die Gräfin! Gott Amor, steh mir bei!


FÜNFZEHNTE SZENE
Erminio, Carlotta

Nr. 5 - Duett

CARLOTTA
kommt aus dem Wirtshaus; mit Wärme zu Erminio
Wie freu' ich mich, dass Sie noch hier!
Zu danken herzlich nach Gebühr
war möglich mir bis jetzt noch nicht.
Hier meine Hand
als Unterpfand!
Ich fühle innig Dankespflicht!
Ja! Wohin Sie auch die Schritte lenken,
o glauben Sie,
stets werd' ich Ihrer Tat gedenken;
vergessen nie,
wie Sie als Held mit starker Hand
schnell die Gefahr von mir gewandt!

ERMINIO
freudig; sanft unterbrechend
Zuviel!
Doch bitt' ich, fahren Sie nur fort,
denn süss klingt mir solch innig Wort!

CARLOTTA
Gern möcht' ich Ihnen mehr noch sagen,
doch bin ich eigentlich zu End!

ERMINIO
entzückt
Dass solchen Dank davonzutragen
aufs neu' Gelegenheit ich fänd!
Ja! Wohin Sie auch die Schritte lenken,
stets werde ich
Sie schirmen vor des Feindes Ränken!
Ganz sicherlich!
Und wo Gefahr zu drohen scheint,
wacht über Sie ein treuer Freund!

CARLOTTA
entzückt
Zuviel!
Doch bitt' ich, fahren Sie nur fort,
denn süss klingt solch ein Freundeswort!

ERMINIO
Es wacht ein Freund,
vertraun Sie meinem Wort!
traurig
Sie sind ja Braut, in wenig Tagen
ein andrer Sie die Seine nennt!
losbrechend
Oh, dass ich Sie durchs Leben tragen,
dass ich Sie schützen, führen könnt'!

CARLOTTA
ein wenig zurückhaltend, doch ohne Kälte
Dies Recht kann nur dem Gatten passen,
er wird es sich nicht nehmen lassen.

ERMINIO
finster
Ihr Gatte? Nun, er ist's noch nicht.

CARLOTTA
schwankend
Doch wird er's sein!

ERMINIO
mit Nachdruck
Gewiss!

CARLOTTA
immer schwankender
Warum denn nicht?

ERMINIO
Warum?

CARLOTTA
Warum?

ERMINIO
nach kurzem, innerem Kampfe
Noch darf ich's nicht erklären.
Doch möchten Sie des Freundes Warnung hören!
ernst
Hüten Sie sich vor dem Räuberpaar,
das schmeichelnd die Freundeshand Ihnen bot!
Im Walde war kleiner die Gefahr,
als hier von diesen beiden droht!
Merken Sie sich:
Ein Freund bin ich,
keinem andern traun,
auf mich allein nur baun!
Und was auch geschah,
ich bin ja da,
bleibe nah!

CARLOTTA
Merken will ich,
dass sicherlich
ich auf ihn darf baun,
auf seinen Schutz vertraun.
Und was auch geschah,
er ist ja da,
bleibt mir nah,
mir nah!

ERMINIO
Merken Sie sich:
Ein Freund bin ich,
keinem andern traun,
auf mich allein nur baun!
Was auch geschah,
ich bleibe da,
bleibe da!

CARLOTTA
für sich
Wie sonderbar!
Mir droht Gefahr
von jenen beiden,
die Freunde mir?
Sollt' er sie neiden?
Was birgt sich hier?
Sie meinten's schlecht?
Verstand ich recht?

ERMINIO
Hüten Sie sich vor dem Räuberpaar,
das schmeichelnd die Freundeshand Ihnen bot!
Im Walde war kleiner die Gefahr,
als hier von diesen beiden droht!

CARLOTTA
Merken will ich,
dass sicherlich
ich auf ihn darf baun,
auf seinen Schutz vertraun.
Und was auch geschah,
er bleibt mir nah,
er ist da!
Setzt sein Leben dafür freudig ein,
darf er mein Retter sein!

ERMINIO
Merken Sie sich:
Ein Freund bin ich,
keinem traun,
auf mich nur baun!
Und was auch geschah,
ich bleibe nah,
ich bin da!
Setz' mein Leben dafür freudig ein,
darf ich Ihr Retter sein!

Mit schnellem Entschluss verabschiedet sich Erminio und eilt davon. Carlotta bleibt sinnend zurück.
ELFTE SZENE
Sindulfo (allein), dann Sora, später Benozzo


SINDULFO
Eine Million Lire! Sindulfo, zeige, dass du ein Weltmann, dass du diesem Conte Erminio überlegen bist!
klopft auf den Tisch
Heda, Wirtshaus!

SORA
kommt aus dem Haus
Befehlen?

SINDULFO
Meine Braut ...?

SORA
Die Gräfin ruht ein wenig.

SINDULFO
Also heisst's warten.
gähnt
Wie langweilig!
setzt sich
Bring Wein, Sora, vom besten!

SORA
Zu dienen!
ab

SINDULFO
Dieser Erminio muss mir Rede stehen. Ob auf Säbel oder auf Pistolen gleichviel!
zündet sich eine Zigarre an

SORA
kommt mit Wein
Hier, Signore, echter Syrakuser!

SINDULFO
trinkt, schnalzt mit der Zunge
Famos!
zieht Sora etwas an sich
Weisst du, Kleine, dass du ein ganz appetitliches Weibchen bist?

SORA
Deshalb fand ich auch einen braven Mann, Signore!

SINDULFO
Ach ja, diesen Tagdieb von Benozzo!

Benozzo erscheint auf dem Balkon, kehrt diesen mit einem Reisbesen, horcht auf, als
er seinen Namen nennen hört.

SORA
Der hübscheste Junge von Syrakus!

SINDULFO
Aber ein heilloser Schmuggler!

SORA
Nicht, dass ich wüsste!

SINDULFO
Papperlapapp! Ich kaufte durch ihn vorigen Monat tausend geschmuggelte Zigarren!

BENOZZO
Die Sie heute noch schuldig sind!

SINDULFO
gleichgültig, klemmt sein Monokel ins Auge
Ah, du bist auch da?

BENOZZO
Ja, ich bin auch da!
kehrt wütend aus

SINDULFO
Geniere dich nicht! Du siehst, ich mache deiner Frau die Cour!

BENOZZO
Lassen Sie mich lieber Geld sehen!

SINDULFO
Für die Frau?

BENOZZO
Nein, für die Zigarren!
sieht, dass Sindulfo zu Sora zärtlicher wird, heftig
Keine Handgreiflichkeiten, wenn ich bitten darf!

SORA
Aber Signore!

SINDULFO
Ruhig, da oben!

BENOZZO
Nein, nicht ruhig da oben, sondern ruhig da unten, und wenn Sie nicht augenblicklich ...
droht mit dem Besen; zu Sora
Marsch, ins Haus mit dir!

SINDULFO
Nein, sie bleibt!

BENOZZO
Sie geht! Herein da, Sora!

SINDULFO
Ich glaube gar, der Bursche untersteht sich, sich mit mir zu messen! Das hiesse, ein edles Pferd zu einem Esel spannen!

BENOZZO
Wie kommen Sie dazu, mich ein Pferd zu nennen?

SINDULFO
Haha! Die Eifersucht macht ihn witzig! Höre nicht auf ihn, Sora!
umfasst Sora

BENOZZO
Maledetto! Der Büffel in mir wird wütend!
wirft den Besen nach Sindulfo und eilt durchs Haus nach unten

SINDULFO
lässt sich nicht abhalten, Sora mit Zärtlichkeiten zu verfolgen
Der Büffel trägt Hörner, ergo

SORA
nimmt den Besen auf und wehrt Sindulfo damit ab
Ei, Signore, jetzt ist's genug!

BENOZZO
auftretend
Ob Sie jetzt gleich aufhören werden, meine Frau zu verfolgen, oder ...
nimmt den Besen, den Sora weggeworfen hat und dringt auf Sindulfo ein. Sora, von Sindulfo verfolgt, welchen wieder Benozzo verfolgt, fliegt dem mit Luigi von rechts auftretenden Erminio in die Arme.


ZWÖLFTE SZENE
Die Vorigen, Erminio, Luigi

ERMINIO
heiter
Gefangen!
umarmt und küsst Sora

SINDULFO
für sich
Conte Erminio? Eben recht!

BENOZZO
sieht das, fährt auf Erminio los
Was war das?

ERMINIO
heiter
Ich küsse jede hübsche Frau, die mir in die Arme eilt!
küsst Sora wieder

SORA
Ah!

BENOZZO
erkennt Erminio, plötzlich freundlich
Ah! Exzellenza!

SINDULFO
zu Benozzo
Wie? Und das lässt du dir gefallen?

BENOZZO
zu Sindulfo
Was geht's denn Sie an, wenn Exzellenza
meint Erminio
meine Frau küsst?
zu Erminio
Bitte! Wollen sich Exzellenza nur bedienen!
zu Sindulfo
Jetzt just, jetzt just!
zu Erminio
Bitte!
präsentiert mit dem Besen

SINDULFO
Ich liess' mir's doch nicht gefallen!

ERMINIO
stolz zu Sindulfo
Darf ich fragen, mein Herr, mit welchem Rechte Sie sich da einmischen?

SINDULFO
stolz
Ich... Herr?!

ERMINIO
lässt seinen Stock durch die Luft schwirren
Ja, Sie ... Herr!
trifft Sindulfo, der schreiend zurückfährt

SINDULFO
für sich
Unangenehmer Patron!
Werde mich nicht mit ihm schlagen!
laut
Habe nicht das Vergnügen, Sie zu kennen!

ERMINIO
Meinerseits!

SINDULFO
grüsst
Ihr Diener!
zu Sora, laut
Sora!

SORA
Signore?

SINDULFO
zum Teil bedeutsam nach Erminio hinsprechend
Melde meiner reizenden Braut, der Gräfin Santa Croce ... du verstehst?
stärker
meiner Braut, dass ich einen Wagen besorgen und mit Bedeckungsmannschaft zurückkehren werde

ERMINIO
dazwischenredend, für sich
Zurückkehren? Wie ärgerlich!

SINDULFO
ohne abzusetzen
... um gewissen Leuten die leichte Mühe zu ersparen, sie abermals retten zu müssen, wenn Räuber sie anfallen!
Sora geht ins Haus.
Räuber?! Gott, wie romantisch! Hahaha!

ERMINIO
für sich
Na warte! Das vergelt' ich dir!
leise
Luigi!
bespricht sich vertraulich mit Luigi

SINDULFO
will abgehen
Addio!

BENOZZO
verstellt ihm den Weg
Und mein Guthaben?

SINDULFO
Was bin ich schuldig?

BENOZZO
Was Sie alles schuldig sind, weiss ich nicht! Ich bekomme sechs Baiocci für den Wein und zwölf Scudi für die Zigarren.

SINDULFO
Gut, gut! Aufschreiben!
will ab

BENOZZO
Aufgeschrieben wird bei mir nicht!

SINDULFO
Desto besser!
schnell ab

BENOZZO
steht verblüfft da
Ah! Das ist stark!

LUIGI
leise
Benozzo! 's gilt einen Streich gegen den da
zeigt nach der Seite, wo Sindulfo abging
Folge mir!

BENOZZO
Ah, ich verstehe! Zucker und Kaffee! Mit Wonne!

Luigi und Benozzo folgen Sindulfo.


DREIZEHNTE SZENE
Erminio, Sora


ERMINIO
Jetzt ans Werk!
ruft
Sora!

SORA
Signore?

ERMINIO
Du beherbergst momentan die Gräfin Santa Croce?

SORA
Welcher ich bis zu meiner Verheiratung als Kammermädchen diente. Ja, Exzellenz!

ERMINIO
Ich habe der Gräfin - in ihrem Interesse - einen Rat zu geben.
will ihr Geld geben
Hier nimm und verschaffe mir eine Unterredung mit ihr!

SORA
Wo sich's um der Gräfin Interesse handelt, Signore, lasse ich mich nicht bezahlen! Ich will Sie melden.
geht ab


VIERZEHNTE SZENE
Erminio (allein)

ERMINIO
O Liebe, Liebe! Zu welchen Torheiten kannst du selbst Männer von Charakter und Ehre verleiten!
heiter zum Publikum
Ich, Conte Erminio Saluzzo, dreissig Jahre alt, ledig, Gutsbesitzer, reich ... mache mit Luigi, meinem Freund, eine geologische Exkursion hierher. Auf einem Spazierritt begegne ich Carlotta, verliebe mich sterblich in sie, höre, dass sie in den Händen dieses dunklen Ehrenmannes Nasoni ist, dessen Sohn sie heiraten soll! Ich schliesse Einverständnisse mit Schmugglern, missbrauche die allgemeine Gasparone-Furcht, arrangiere einen fingierten Überfall; die Schmuggler vergreifen sich, nehmen, statt der Alten nur, auch die Gräfin gefangen! Ich muss Carlotta befreien und ernte einen Dank, den ich gar nicht verdiene ... wie beschämend für mich! Doch gleichviel! Ich muss sie diesem Nasoni entreissen, koste es, was es wolle! Ah, da kommt die Gräfin! Gott Amor, steh mir bei!


FÜNFZEHNTE SZENE
Erminio, Carlotta

Nr. 5 - Duett

CARLOTTA
kommt aus dem Wirtshaus; mit Wärme zu Erminio
Wie freu' ich mich, dass Sie noch hier!
Zu danken herzlich nach Gebühr
war möglich mir bis jetzt noch nicht.
Hier meine Hand
als Unterpfand!
Ich fühle innig Dankespflicht!
Ja! Wohin Sie auch die Schritte lenken,
o glauben Sie,
stets werd' ich Ihrer Tat gedenken;
vergessen nie,
wie Sie als Held mit starker Hand
schnell die Gefahr von mir gewandt!

ERMINIO
freudig; sanft unterbrechend
Zuviel!
Doch bitt' ich, fahren Sie nur fort,
denn süss klingt mir solch innig Wort!

CARLOTTA
Gern möcht' ich Ihnen mehr noch sagen,
doch bin ich eigentlich zu End!

ERMINIO
entzückt
Dass solchen Dank davonzutragen
aufs neu' Gelegenheit ich fänd!
Ja! Wohin Sie auch die Schritte lenken,
stets werde ich
Sie schirmen vor des Feindes Ränken!
Ganz sicherlich!
Und wo Gefahr zu drohen scheint,
wacht über Sie ein treuer Freund!

CARLOTTA
entzückt
Zuviel!
Doch bitt' ich, fahren Sie nur fort,
denn süss klingt solch ein Freundeswort!

ERMINIO
Es wacht ein Freund,
vertraun Sie meinem Wort!
traurig
Sie sind ja Braut, in wenig Tagen
ein andrer Sie die Seine nennt!
losbrechend
Oh, dass ich Sie durchs Leben tragen,
dass ich Sie schützen, führen könnt'!

CARLOTTA
ein wenig zurückhaltend, doch ohne Kälte
Dies Recht kann nur dem Gatten passen,
er wird es sich nicht nehmen lassen.

ERMINIO
finster
Ihr Gatte? Nun, er ist's noch nicht.

CARLOTTA
schwankend
Doch wird er's sein!

ERMINIO
mit Nachdruck
Gewiss!

CARLOTTA
immer schwankender
Warum denn nicht?

ERMINIO
Warum?

CARLOTTA
Warum?

ERMINIO
nach kurzem, innerem Kampfe
Noch darf ich's nicht erklären.
Doch möchten Sie des Freundes Warnung hören!
ernst
Hüten Sie sich vor dem Räuberpaar,
das schmeichelnd die Freundeshand Ihnen bot!
Im Walde war kleiner die Gefahr,
als hier von diesen beiden droht!
Merken Sie sich:
Ein Freund bin ich,
keinem andern traun,
auf mich allein nur baun!
Und was auch geschah,
ich bin ja da,
bleibe nah!

CARLOTTA
Merken will ich,
dass sicherlich
ich auf ihn darf baun,
auf seinen Schutz vertraun.
Und was auch geschah,
er ist ja da,
bleibt mir nah,
mir nah!

ERMINIO
Merken Sie sich:
Ein Freund bin ich,
keinem andern traun,
auf mich allein nur baun!
Was auch geschah,
ich bleibe da,
bleibe da!

CARLOTTA
für sich
Wie sonderbar!
Mir droht Gefahr
von jenen beiden,
die Freunde mir?
Sollt' er sie neiden?
Was birgt sich hier?
Sie meinten's schlecht?
Verstand ich recht?

ERMINIO
Hüten Sie sich vor dem Räuberpaar,
das schmeichelnd die Freundeshand Ihnen bot!
Im Walde war kleiner die Gefahr,
als hier von diesen beiden droht!

CARLOTTA
Merken will ich,
dass sicherlich
ich auf ihn darf baun,
auf seinen Schutz vertraun.
Und was auch geschah,
er bleibt mir nah,
er ist da!
Setzt sein Leben dafür freudig ein,
darf er mein Retter sein!

ERMINIO
Merken Sie sich:
Ein Freund bin ich,
keinem traun,
auf mich nur baun!
Und was auch geschah,
ich bleibe nah,
ich bin da!
Setz' mein Leben dafür freudig ein,
darf ich Ihr Retter sein!

Mit schnellem Entschluss verabschiedet sich Erminio und eilt davon. Carlotta bleibt sinnend zurück.



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