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SIEBENTE SZENE
Die Vorigen, Marietta, dann Sora, Benozzo


MARIETTA
stösst mit Nasoni unter der Tür zusammen
Er kommt! Er kommt! Da ist er!

NASONI
weicht zurück
Sindulfo?

MARIETTA
Geschehen ist ihm nichts, nichts!

NASONI
Sindulfo?
will ab

SORA
stürzt Nasoni entgegen
Da ist er, da ist er! Und unbeschädigt!

NASONI
Sindulfo?

SORA
eilt zurück und zerrt Benozzo herein
Nein, Benozzo! So komm doch, mein Männchen!

BENOZZO
folgt ziemlich kleinlaut seinem Weibe
Da bin ich, da bin ich schon, mein Weibchen!

NASONI
ungeduldig
Nun also, was ist's? Wo ist mein Sohn Sindulfo?

BENOZZO
grüsst die Anwesenden
Ergebenster Diener, meine Herrschaften!

NASONI
Wo mein Sohn ist, will ich wissen!

BENOZZO
grüsst die Anwesenden, ohne sich um Nasoni zu kümmern
Mein teures Weib! Wie froh bin ich, dich nach so grässlicher Gefahr wieder umarmen zu können!
umarmt Sora

SORA
zärtlich
Mein Männchen!

NASONI
trennt beide
Macht diese Zärtlichkeiten zu Hause ab! Wo mein Sohn ist, will ich wissen!

BENOZZO
schüttelt Marietta die Hand, ohne sich um Nasoni zu kümmern
Die gute Marietta! Wie teilnahmsvoll sie mich anblickt!

MARIETTA
Und Gasparone hat Euch nichts angehabt, Benozzo?

NASONI
trennt beide, wütend
Wo ist Sindulfo? Unmensch!

BENOZZO
zu Marietta
Nein, gar nichts!

NASONI
Maledetto! Jetzt reisst mir die Geduld!
packt Benozzo am Kragen und schüttelt ihn
Wo ist Sindulfo?

BENOZZO
Wo soll er denn sein? Beim Gasparone!

CARLOTTA, SORA, MARIETTA, NASONI
schreien leicht auf
Ah!

BENOZZO
leise zu Erminio
Zucker und Kaffee!

NASONI
Entsetzlich! Dieser Bluthund war mit dem Lösegeld nicht zufrieden. Verlangt er mehr?

BENOZZO
Das weiss ich nicht.

NASONI
Mensch! Ich lasse dich peitschen, wenn du nicht sprichst! Du hast gestern das Lösegeld übernommen?

BENOZZO
Ja!

NASONI
Bist du damit zum "Ohr des Dionysos" geeilt?

BENOZZO
Ja! - Das heisst, ich bin nur bis zum Läppchen gekommen.

NASONI
Wie?

BENOZZO
Bis zum Ohrläppchen! Je weiter ich gegangen bin, desto weniger hat mein Büffelblut getobt. Und wie ich ganz nahe war, beim Ohr, da hat's ganz aufgehört zu toben: das Büffelblut.
mit Pantomime
Und die Schafsmilch ist nach oben gestiegen. 's reine Obers!

NASONI
Feiger Halunke!

CARLOTTA
teilnahmsvoll
Mein armer Nasoni!

ERMINIO
für sich
Braver Benozzo!

NASONI
niedergeschmettert
Ha! Elender Wicht! Wehe dir, wenn meinem Sindulfo nur ein Haar gekrümmt wird!
setzt sich verzweifelt

ERMINIO
leise zu Benozzo
Wo ist Sindulfo?

BENOZZO
leise, schnell zu Erminio
In unseren Keller eingesperrt, bei Zucker und Kaffee!

NASONI
mit raschem Entschluss
Wo ist das Lösegeld? Her mit den zehntausend Zechinen!

BENOZZO
Die hab' ich nicht mehr.

ALLE
Oh!

NASONI
Schuft, infamer! Was hast du mit dem Gelde gemacht?

BENOZZO
Ich hab's meinem Onkel Massaccio gegeben und ihm aufgetragen, es Gasparone zu bringen.

NASONI
Ah! Das schlägt dem Fass den Boden aus! Zehntausend Zechinen ... Massaccio, dem grössten Halunken von Syrakus!

BENOZZO
Herr Podestà, Sie vergessen sich! Mein Onkel ist ein ehrlicher Mann, für den ich bürge!

NASONI
Und wer bürgt für dich?

BENOZZO
Mein Onkel!

NASONI
rennt ausser sich auf und ab
Grässlich, grässlich! Was tun? Was tun?

CARLOTTA
Beruhigen Sie sich, teurer Freund! Wozu habe ich das viele Geld dort in der Kasse?
zeigt danach, zu Marietta
Marietta, bring mir die Kassenschlüssel!

MARIETTA
Zu Befehl!
geht links ab

NASONI
O Carlotta, teuerste Tochter, wie soll ich Ihnen danken?

CARLOTTA
herzlich
Verdanke ich nicht Ihren Bemühungen mein ganzes Vermögen?

NASONI
Wenn auch, aber...

CARLOTTA
Wenn es notwendig ist, senden wir noch heute dieselbe Summe an Gasparone.

MARIETTA
mit zwei kleinen Schlüsseln an einer Stahlkette zurückkehrend
Hier die Schlüssel, Frau Gräfin!

CARLOTTA
nimmt die Schlüssel
Danke. Es wird sich doch ein mutiger Mann finden, der den Weg zu Gasparone nicht scheut!
steckt die Schlüssel zu sich

BENOZZO
heldenmässig vortretend
Dieser mutige Mann bin ich! Jetzt fühle ich mich wieder Büffel! Wehe Gasparone! Wehe!

NASONI
schickt Benozzo beiseite
Mach, dass du weiterkommst, Tölpel ... mit deinem Büffelblut! Geh in einen Schafstall, dorthin gehörst du!

Musik


ACHTE SZENE
Die Vorigen, dann Ballgäste, Zenobia

Nr. 9 - Melodram, Chor und Ensemble

CARLOTTA
Das Orchester! Wir wollen unsere Gäste nicht umsonst geladen haben!
zu Nasoni
Heiter, heiter, Papa! Sindulfo wird uns zurückgegeben, dessen bin ich gewiss!
wendet sich nach rückwärts, wo sie sich mit Benozzo und Sora beschäftigt; Marietta öffnet beide Türen und geht hinter denselben nach rechts und links, als lade sie die Gesellschaft ein, einzutreten.

ERMINIO
leise zu Nasoni
Und so viel Edelsinn rührt Sie nicht, macht Sie nicht schamrot?

NASONI
frech
Schamrot?

ERMINIO
leise zu Nasoni
Sie bestehen auf einer Verbindung, zu der Sie der Gräfin Ja-Wort durch Lug und Trug gewonnen?

NASONI
fährt zusammen, fasst sich aber schnell
Ja, mein Herr! Ich bestehe darauf!
wendet sich nach rückwärts

ERMINIO
für sich
Dann bleibt nichts anderes übrig, als dass ich den grossen Coup ausführe!

CARLOTTA
Ah, meine Gäste!

Eintritt der Damen und Herren, die beim Eintreten Carlotta ehrfurchtsvoll begrüssen. Die Baligäste in französischer Kleidung jener Epoche. Unter ihnen einige Offiziere der Armee und der Marine. Nasoni begrüsst ebenfalls.

BALLGÄSTE
Durch dieses Schlosses weite Hallen,
das lang in Nacht und Schweigen lag,
lasst nun die heitren Klänge schallen;
es brach herein der junge Tag!

CARLOTTA
Der Freude wollen wir uns weihn!

NASONI
tragisch
Sindulfo ist noch immer fern!

CARLOTTA
In kurzem wird auf jeden Fall er wieder bei uns sein. Indes eröffnen wir den Ball.

ERMINIO
Ich tret' an seine Stelle gern und hoff', er wird mir dankbar sein!

NASONI
für sich
Vergiften könnt' ich diesen Herrn!
halblaut zu Erminio, der mit Carlotta plaudert
Mein Herr, Sie sind im Wege mir!

ERMINIO
verbindlich
Gern mach' ich Platz! Sie bleiben hier, ich geh' zum Tanz!
reicht der Gräfin den Arm

NASONI
wütend
Zum Teufel!
für sich
Mir wird schwach!

ERMINIO
sich zurückwendend, zu Nasoni
Wenn Ihr Herr Sohn kommt,
schicken Sie ihn nach!
geht mit Carlotta zu den mittleren Türen, die in den Saal führen

BALLGÄSTE
folgend
Durch dieses Schlosses weite Hallen,
das lang in Nacht und Schweigen lag,
lasst heitre Sänge jetzt erschallen;
es brach herein der junge Tag!

CARLOTTA
im Hintergrunde sich wendend, indem sie einige Paare an sich vorübergehen lässt, ehe sie im den Saal folgt
Wohlan, zum Ball! Ich bitte sehr!

NASONI
bleibt wütend vorn stehen
Kommt er mir nochmals in die Quer',
dann wehe ihm!
folgt Carlotta und Erminio

BALLGÄSTE
im Abgehen
Zum frohen Reihn!
Es herrsche heitre Lust allein!

ZENOBIA
auf der entgegengesetzten Seite von Nasoni vorn allein, wartet vergeblich, dass einer der defilierenden Herren ihr den Arm reicht
Na, na, na, na, na, na,
ha! Es gibt ja keine Männer mehr!
Keine Männer mehr, keine Männer mehr!
Nein, nein, die gibt's nicht mehr!
folgt den übrigen


NEUNTE SZENE
Benozzo (allein), dann Sora

Dialog

BENOZZO
hüllt sich in einen weiten Mantel
Ich will Sora aufsuchen und ihr mitteilen, dass ich die Nacht auswärts verbringe. Wir haben wieder eine Ladung geschmuggelter Ware zu bergen. Sora hat keine Ahnung davon, dass wir schwärzen - was soll ich ihr also weismachen? 's ist ein ahnungsloses Gemüt, mein Weibchen! Haha! Es glaubt noch heute, dass es Gasparone war, der ihm neulich im Hohlwege begegnete, es küsste! Und doch war ich's, der in rabenschwarzer Nacht mit geschwärztem Gesicht geschwärzte Waren paschte! Hm! Was soll ich ihr sagen, mein Ausbleiben heute Nacht zu entschuldigen?

SORA
kommt aus dem Saal; für sich
Die Gräfin verlangt einen Fächer …
will rechts ab, sieht Benozzo
Benozzo, du hier, und im Mantel? Willst du schon nach Hause?

BENOZZO
nimmt den Mantel ab, er trägt Pistolen im Gürtel; für sich
Hm! Am besten ist, ich spiel' den Eifersüchtigen, mache ihr eine kleine Szene.

SORA
Ob du nach Hause gehst, frage ich!

BENOZZO
spielt den Übelgelaunten
Ich kann gehen, wohin ich will, bin dir keine Rechenschaft schuldig!

SORA
erstaunt
Was?

BENOZZO
Du bindest mir auch nicht alles auf die Nase!

SORA:
Was ist denn das für ein Ton? Wo lernst du auf einmal solche Unarten?

BENOZZO
Die kann ich alle auswendig!

SORA
Seh' mir einer den Flegel an! Ist grob mit mir, statt der Vorsehung zu danken, dass sie mich zu seiner Frau machte!

BENOZZO
Die Vorsehung gibt uns die Mädchen. Zu Frauen machen wir sie!

SORA
verächtlich
Pah!

BENOZZO
Pah! Pah! Was soll dieses Pah heissen?

SORA
Dieses Pah heisst
schnalzt mit den Fingern
soviel als, du machst dir nichts aus mir!

BENOZZO
Das merke ich schon lange!

SORA
Wie?

BENOZZO
Du bist eine Kokette!

SORA
Ich?

BENOZZO
Ja! Gegen Nachbar Pamfilio artig, zuvorkommend

SORA
Ich?

BENOZZO
Vom Conte Erminio hast du dich küssen lassen

SORA
Mit deiner Erlaubnis!

BENOZZA
Ein braves Weib soll sich selbst mit seines Mannes Erlaubnis nicht küssen lassen!
stärker
Und Gasparone?

SORA
Gasparone?

BENOZZO
Hast du vergessen, dass er dich neulich im Hohlwege attackierte?

SORA
In allen Ehren!

BENOZZO
... dich küsste?

SORA
In allen Ehren!

BENOZZO
Was tat er sonst noch? Sprich! Sprich!
SIEBENTE SZENE
Die Vorigen, Marietta, dann Sora, Benozzo


MARIETTA
stösst mit Nasoni unter der Tür zusammen
Er kommt! Er kommt! Da ist er!

NASONI
weicht zurück
Sindulfo?

MARIETTA
Geschehen ist ihm nichts, nichts!

NASONI
Sindulfo?
will ab

SORA
stürzt Nasoni entgegen
Da ist er, da ist er! Und unbeschädigt!

NASONI
Sindulfo?

SORA
eilt zurück und zerrt Benozzo herein
Nein, Benozzo! So komm doch, mein Männchen!

BENOZZO
folgt ziemlich kleinlaut seinem Weibe
Da bin ich, da bin ich schon, mein Weibchen!

NASONI
ungeduldig
Nun also, was ist's? Wo ist mein Sohn Sindulfo?

BENOZZO
grüsst die Anwesenden
Ergebenster Diener, meine Herrschaften!

NASONI
Wo mein Sohn ist, will ich wissen!

BENOZZO
grüsst die Anwesenden, ohne sich um Nasoni zu kümmern
Mein teures Weib! Wie froh bin ich, dich nach so grässlicher Gefahr wieder umarmen zu können!
umarmt Sora

SORA
zärtlich
Mein Männchen!

NASONI
trennt beide
Macht diese Zärtlichkeiten zu Hause ab! Wo mein Sohn ist, will ich wissen!

BENOZZO
schüttelt Marietta die Hand, ohne sich um Nasoni zu kümmern
Die gute Marietta! Wie teilnahmsvoll sie mich anblickt!

MARIETTA
Und Gasparone hat Euch nichts angehabt, Benozzo?

NASONI
trennt beide, wütend
Wo ist Sindulfo? Unmensch!

BENOZZO
zu Marietta
Nein, gar nichts!

NASONI
Maledetto! Jetzt reisst mir die Geduld!
packt Benozzo am Kragen und schüttelt ihn
Wo ist Sindulfo?

BENOZZO
Wo soll er denn sein? Beim Gasparone!

CARLOTTA, SORA, MARIETTA, NASONI
schreien leicht auf
Ah!

BENOZZO
leise zu Erminio
Zucker und Kaffee!

NASONI
Entsetzlich! Dieser Bluthund war mit dem Lösegeld nicht zufrieden. Verlangt er mehr?

BENOZZO
Das weiss ich nicht.

NASONI
Mensch! Ich lasse dich peitschen, wenn du nicht sprichst! Du hast gestern das Lösegeld übernommen?

BENOZZO
Ja!

NASONI
Bist du damit zum "Ohr des Dionysos" geeilt?

BENOZZO
Ja! - Das heisst, ich bin nur bis zum Läppchen gekommen.

NASONI
Wie?

BENOZZO
Bis zum Ohrläppchen! Je weiter ich gegangen bin, desto weniger hat mein Büffelblut getobt. Und wie ich ganz nahe war, beim Ohr, da hat's ganz aufgehört zu toben: das Büffelblut.
mit Pantomime
Und die Schafsmilch ist nach oben gestiegen. 's reine Obers!

NASONI
Feiger Halunke!

CARLOTTA
teilnahmsvoll
Mein armer Nasoni!

ERMINIO
für sich
Braver Benozzo!

NASONI
niedergeschmettert
Ha! Elender Wicht! Wehe dir, wenn meinem Sindulfo nur ein Haar gekrümmt wird!
setzt sich verzweifelt

ERMINIO
leise zu Benozzo
Wo ist Sindulfo?

BENOZZO
leise, schnell zu Erminio
In unseren Keller eingesperrt, bei Zucker und Kaffee!

NASONI
mit raschem Entschluss
Wo ist das Lösegeld? Her mit den zehntausend Zechinen!

BENOZZO
Die hab' ich nicht mehr.

ALLE
Oh!

NASONI
Schuft, infamer! Was hast du mit dem Gelde gemacht?

BENOZZO
Ich hab's meinem Onkel Massaccio gegeben und ihm aufgetragen, es Gasparone zu bringen.

NASONI
Ah! Das schlägt dem Fass den Boden aus! Zehntausend Zechinen ... Massaccio, dem grössten Halunken von Syrakus!

BENOZZO
Herr Podestà, Sie vergessen sich! Mein Onkel ist ein ehrlicher Mann, für den ich bürge!

NASONI
Und wer bürgt für dich?

BENOZZO
Mein Onkel!

NASONI
rennt ausser sich auf und ab
Grässlich, grässlich! Was tun? Was tun?

CARLOTTA
Beruhigen Sie sich, teurer Freund! Wozu habe ich das viele Geld dort in der Kasse?
zeigt danach, zu Marietta
Marietta, bring mir die Kassenschlüssel!

MARIETTA
Zu Befehl!
geht links ab

NASONI
O Carlotta, teuerste Tochter, wie soll ich Ihnen danken?

CARLOTTA
herzlich
Verdanke ich nicht Ihren Bemühungen mein ganzes Vermögen?

NASONI
Wenn auch, aber...

CARLOTTA
Wenn es notwendig ist, senden wir noch heute dieselbe Summe an Gasparone.

MARIETTA
mit zwei kleinen Schlüsseln an einer Stahlkette zurückkehrend
Hier die Schlüssel, Frau Gräfin!

CARLOTTA
nimmt die Schlüssel
Danke. Es wird sich doch ein mutiger Mann finden, der den Weg zu Gasparone nicht scheut!
steckt die Schlüssel zu sich

BENOZZO
heldenmässig vortretend
Dieser mutige Mann bin ich! Jetzt fühle ich mich wieder Büffel! Wehe Gasparone! Wehe!

NASONI
schickt Benozzo beiseite
Mach, dass du weiterkommst, Tölpel ... mit deinem Büffelblut! Geh in einen Schafstall, dorthin gehörst du!

Musik


ACHTE SZENE
Die Vorigen, dann Ballgäste, Zenobia

Nr. 9 - Melodram, Chor und Ensemble

CARLOTTA
Das Orchester! Wir wollen unsere Gäste nicht umsonst geladen haben!
zu Nasoni
Heiter, heiter, Papa! Sindulfo wird uns zurückgegeben, dessen bin ich gewiss!
wendet sich nach rückwärts, wo sie sich mit Benozzo und Sora beschäftigt; Marietta öffnet beide Türen und geht hinter denselben nach rechts und links, als lade sie die Gesellschaft ein, einzutreten.

ERMINIO
leise zu Nasoni
Und so viel Edelsinn rührt Sie nicht, macht Sie nicht schamrot?

NASONI
frech
Schamrot?

ERMINIO
leise zu Nasoni
Sie bestehen auf einer Verbindung, zu der Sie der Gräfin Ja-Wort durch Lug und Trug gewonnen?

NASONI
fährt zusammen, fasst sich aber schnell
Ja, mein Herr! Ich bestehe darauf!
wendet sich nach rückwärts

ERMINIO
für sich
Dann bleibt nichts anderes übrig, als dass ich den grossen Coup ausführe!

CARLOTTA
Ah, meine Gäste!

Eintritt der Damen und Herren, die beim Eintreten Carlotta ehrfurchtsvoll begrüssen. Die Baligäste in französischer Kleidung jener Epoche. Unter ihnen einige Offiziere der Armee und der Marine. Nasoni begrüsst ebenfalls.

BALLGÄSTE
Durch dieses Schlosses weite Hallen,
das lang in Nacht und Schweigen lag,
lasst nun die heitren Klänge schallen;
es brach herein der junge Tag!

CARLOTTA
Der Freude wollen wir uns weihn!

NASONI
tragisch
Sindulfo ist noch immer fern!

CARLOTTA
In kurzem wird auf jeden Fall er wieder bei uns sein. Indes eröffnen wir den Ball.

ERMINIO
Ich tret' an seine Stelle gern und hoff', er wird mir dankbar sein!

NASONI
für sich
Vergiften könnt' ich diesen Herrn!
halblaut zu Erminio, der mit Carlotta plaudert
Mein Herr, Sie sind im Wege mir!

ERMINIO
verbindlich
Gern mach' ich Platz! Sie bleiben hier, ich geh' zum Tanz!
reicht der Gräfin den Arm

NASONI
wütend
Zum Teufel!
für sich
Mir wird schwach!

ERMINIO
sich zurückwendend, zu Nasoni
Wenn Ihr Herr Sohn kommt,
schicken Sie ihn nach!
geht mit Carlotta zu den mittleren Türen, die in den Saal führen

BALLGÄSTE
folgend
Durch dieses Schlosses weite Hallen,
das lang in Nacht und Schweigen lag,
lasst heitre Sänge jetzt erschallen;
es brach herein der junge Tag!

CARLOTTA
im Hintergrunde sich wendend, indem sie einige Paare an sich vorübergehen lässt, ehe sie im den Saal folgt
Wohlan, zum Ball! Ich bitte sehr!

NASONI
bleibt wütend vorn stehen
Kommt er mir nochmals in die Quer',
dann wehe ihm!
folgt Carlotta und Erminio

BALLGÄSTE
im Abgehen
Zum frohen Reihn!
Es herrsche heitre Lust allein!

ZENOBIA
auf der entgegengesetzten Seite von Nasoni vorn allein, wartet vergeblich, dass einer der defilierenden Herren ihr den Arm reicht
Na, na, na, na, na, na,
ha! Es gibt ja keine Männer mehr!
Keine Männer mehr, keine Männer mehr!
Nein, nein, die gibt's nicht mehr!
folgt den übrigen


NEUNTE SZENE
Benozzo (allein), dann Sora

Dialog

BENOZZO
hüllt sich in einen weiten Mantel
Ich will Sora aufsuchen und ihr mitteilen, dass ich die Nacht auswärts verbringe. Wir haben wieder eine Ladung geschmuggelter Ware zu bergen. Sora hat keine Ahnung davon, dass wir schwärzen - was soll ich ihr also weismachen? 's ist ein ahnungsloses Gemüt, mein Weibchen! Haha! Es glaubt noch heute, dass es Gasparone war, der ihm neulich im Hohlwege begegnete, es küsste! Und doch war ich's, der in rabenschwarzer Nacht mit geschwärztem Gesicht geschwärzte Waren paschte! Hm! Was soll ich ihr sagen, mein Ausbleiben heute Nacht zu entschuldigen?

SORA
kommt aus dem Saal; für sich
Die Gräfin verlangt einen Fächer …
will rechts ab, sieht Benozzo
Benozzo, du hier, und im Mantel? Willst du schon nach Hause?

BENOZZO
nimmt den Mantel ab, er trägt Pistolen im Gürtel; für sich
Hm! Am besten ist, ich spiel' den Eifersüchtigen, mache ihr eine kleine Szene.

SORA
Ob du nach Hause gehst, frage ich!

BENOZZO
spielt den Übelgelaunten
Ich kann gehen, wohin ich will, bin dir keine Rechenschaft schuldig!

SORA
erstaunt
Was?

BENOZZO
Du bindest mir auch nicht alles auf die Nase!

SORA:
Was ist denn das für ein Ton? Wo lernst du auf einmal solche Unarten?

BENOZZO
Die kann ich alle auswendig!

SORA
Seh' mir einer den Flegel an! Ist grob mit mir, statt der Vorsehung zu danken, dass sie mich zu seiner Frau machte!

BENOZZO
Die Vorsehung gibt uns die Mädchen. Zu Frauen machen wir sie!

SORA
verächtlich
Pah!

BENOZZO
Pah! Pah! Was soll dieses Pah heissen?

SORA
Dieses Pah heisst
schnalzt mit den Fingern
soviel als, du machst dir nichts aus mir!

BENOZZO
Das merke ich schon lange!

SORA
Wie?

BENOZZO
Du bist eine Kokette!

SORA
Ich?

BENOZZO
Ja! Gegen Nachbar Pamfilio artig, zuvorkommend

SORA
Ich?

BENOZZO
Vom Conte Erminio hast du dich küssen lassen

SORA
Mit deiner Erlaubnis!

BENOZZA
Ein braves Weib soll sich selbst mit seines Mannes Erlaubnis nicht küssen lassen!
stärker
Und Gasparone?

SORA
Gasparone?

BENOZZO
Hast du vergessen, dass er dich neulich im Hohlwege attackierte?

SORA
In allen Ehren!

BENOZZO
... dich küsste?

SORA
In allen Ehren!

BENOZZO
Was tat er sonst noch? Sprich! Sprich!



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