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DREIZEHNTE SZENE
Carlotta, Zenobia. Marietta, dann Nasoni, Ballgäste, später Männer; Sora, zwei Diener

Zwei Diener brechen die rückwärtigen Türen auf. Marietta eilt auf die Gräfin zu, nimmt sich ihrer hilfreich an.

ZENOBIA
blickt im Salon umher
Mein Himmel, die Gräfin in Ohnmacht? Das Fenster offen ... die Kasse erbrochen ... beraubt!


Nr.12 - Finale

MARIETTA, ZENOBIA
Herein! Herein!
Nur alles herein!
Kommt sehn, kommt sehn,
welch Unheil geschehn!

BALLGÄSTE
Was ist geschehn?
Was gibt's zu sehn?

ZENOBIA
Ein Raub, ein Einbruch.
es ist klar!

NASONI
hereinlaufend
Ein Raub. ein Einbruch.
ist es wahr?

ZENOBIA
Kein Zweifel! Seht nur her.
die Cassa offen. leer!

BALLGÄSTE
Die Cassa offen, leer!
Was braucht's Beweise mehr?

NASONI
Die Million!
Wer hätt's geglaubt,
wär heute schon
entführt, geraubt?
Wer war's, wer drang hier ein'?
Wo finden wir die Spur'?

MARIETTA
Die Gräfin war allein,
kann Auskunft geben nur!

Carlotta, die sich, von Marietta betreut, unterdessen erholt hat, erhebt sich.

NASONI
zu Carlotta
Sprecht, wer mit Frevlerhand
hier eingegriffen, wer'?

CARLOTTA
verlegen, stockend
Er ist mir unbekannt.
fragt mich nicht weiter mehr.

NASONI
Kein Zweifel mehr,
das war Er!

BALLGÄSTE
Wer? Er?

NASONI
Ich sage gar nichts mehr
als das war Er!
So lasset uns den suchen,
wir holen ihn noch ein,
den Schuft, dem wir fluchen!
Bestraft soll er sein!

BALLGÄSTE
Schleppt ihn her, wer's auch sei!
Keinen einz'gen lasset frei!

MÄNNER
hinter der Szene
Wir haben ihn, wir haben ihn,
er soll uns nicht entfliehn!
Nein, solch ein Wicht,
darf länger nicht
verhöhnen das Gericht!

NASONI
Sie haben ihn schon.
Sie bringen ihn ein!
Das muss Gasparone sein!


VIERZEHNTE SZENE
Die Vorigen. Benozzo


NASONI
Ans Licht! Damit sich zeig'.
wer es gewesen sei!

Benozzo, in Mantel und breitkrempigem Hut, wird von den Männern hereingebracht.

BALLGÄSTE
Benozzo ist's!

SORA
leise zu Benozzo
Wo warst du, sprich?

BENOZZO
leise zu Sora
Sie störten mich
in schönster Schmuggelei!

BALLGÄSTE
Benozzo ist's!
Wo kommt er her?

NASONI
So sprich, gestehe nun.
was draussen du gemacht!
Was hattest du zu tun
bewaffnet in der Nacht?

SORA
leise zu Benozzo
Jetzt lüge schnell etwas!

BENOZZO
leise zu Sora
Nichts leichter als das!
laut

1.
Nach schimpflicher Blamage,
von der ihr habt gehört,
war wieder die Courage
zurücke mir gekehrt!
Sobald das Büffeiblut
die Oberhand gewann,
kam wieder mir der Mut,
die Schafsmilch, sie gerann!
Ich muss ihn ganz allein
und ohne Lösegeld
durch tapfre Faust befrein!
So macht's der echte Held!
Weh dir, du Bösewicht!

NASONI
Und hast du ihn?

BENOZZO
gleichmütig
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BALLGÄSTE
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat er seine Pflicht!

BENOZZO
2.
Da schlich's heran verdächtig,
im Dunkel die Gestalt!
Ach, dacht' ich, das geht prächtig.
na wart, dich hab' ich bald!
Schon hob ich mein Gewehr,
da fiel zum Glück mir ein,
dass es viel besser wä r,
man fängt ihn lebend ein!
Ganz leise nah' ich mich,
will so ihn packen grad,
da packen diese mich,
und meine Heldentat
man grausam unterbricht!

NASONI
Und hast du ihn?

BENOZZO
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!

SORA. MARIETTA, ZENOBIA, BALLGÄSTE
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat er seine Pflicht!

NASONI
Kerl, was schwatzest du da für Zeug!

BENOZZO
Als sie lärmten, floh er weiter!

NASONI
wendet sich von Benozzo ab
Vorwärts denn, das ist gescheiter,
jagt ihm nach! Hinaus sogleich!
Männer ab
Die ganze Bevölk'rung sperret mir ein,
da wird doch der Rechte drunter sein!

MÄNNER
hinter der Szene
Wir haben ihn, wir haben ihn,
Er soll uns nicht entfliehn!
Nein, dieser Wicht,
darf länger nicht
verhöhnen das Gericht!


FÜNFZEHNTE SZENE
Die Vorigen, Massaccio

Diesmal schleppen die Männer den in einen Mantel gehüllten Massaccio herein.

NASONI
triumphierend
Ha! Diesmal ist's der Echte!

MASSACCIO
dem man Hut und Mantel abnahm
Nein, ich bin nicht der Rechte!
Doch war bei den Banditen
ich mit dem Lösegeld,
und bald wird Herr Sindulfo
uns franco zugestellt.
Das schwor der Bösewicht.
Männer ab

NASONI
Und hast du ihn?

MASSACCIO
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BALLGÄSTE
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat er seine Pflicht!

NASONI
Hin ist das Lösegeld,
verzweifelt
hin ist auch die Million,
und ich hab' gar nichts mehr.
hab' nicht mal meinen Sohn!

MÄNNER
hinter der Szene
Da bringen wir noch einen,
wir haben jetzt den Dritten!


SECHZEHNTE SZENE
Die Vorigen, Sindulfo

Die Männer führen Sindulfo, ebenfalls in Hut und Mantel, herein.

NASONI
Da bringen sie noch einen!
Ah, da muss ich doch bitten!
zu Sindulfo, der mit dem breiten Hut bedeckt, von einigen festgehalten wird, gravitätisch
Du nächtlicher Tourist,
gestehe, wer du bist!
Räuber kann sich jeder nennen,
das muss man beweisen können!
Kannst du's, sei willkommen mir,
bist du ehrlich, fort von hier!

BALLGÄSTE
Bist du Gasparone, sprich?
Bist du's nicht, so packe dich!

SINDULFO
dem man Hut und Mantel abnimmt
Aber Papa!
Ich bin es ja!

NASONI
Mein Sohn Sindulfo wieder da?!

BALLGÄSTE
Der Räuber war sein Sohn. haha!

NASONI
Mein Sohn ist wieder da!

SINDULFO
Papa!

NASONI
Den ich so lang nicht sah!

SINDULFO
Papa!

NASONI
Ich fand ihn. Heureka!
Er ist mir endlich nah!

SINDULFO
Ich bin da!

CARLOTTA
für sich
Mein Bräutigam ist da

SINDULFO
Papa!

CARLOTTA
für sich
und die Entscheidung nah!

SINDULFO
Papa!

CARLOTTA
für sich
Was hier indes geschah
scheint mir ein Traum beinah!

SINDULFO
Ich bin da!
Papa!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, MASSACCIO
Ein rührend Bild steht da,
wie man noch keines sah!

NASONI
Er ist da, mir wieder nah!

BALLGÄSTE
Er ist da!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, MASSACCIO
Der Sohn mit dem Papa,
sie sind sich wieder nah!
Er ist da!

BALLGÄSTE
Er ist da!
Sindulfo ist es ja!

NASONI:
Er ist da! Er ist da!

SINDULFO
Papa! Ich bin da!

BALLGÄSTE
Unglaublich ist's beinah!
Weil er nun endlich da,
erfährt man, was geschah!
Er ist da! Er ist da!

CARLOTTA
Weil er nun endlich da,
erfährt man, was geschah!
Mein Bräutigam ist da!
Er ist da!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, MASSACCIO
Weil er nun endlich da,
erfährt man, was geschah!
Er ist da!

NASONI
Er ist nun wieder da!
Er ist da!

SINDULFO
Ich bin nun wieder da!
Papa, ich bin da!

NASONI
nachdem er Sindulfo von allen Seiten untersucht hat, freudig
Er ist ganz unverletzt!
Doch gib uns Auskunft jetzt,
wo warst du? Rede, sprich!

SINDULFO
Die Räuber schleppten mich
in ein stockfinstres Kellerloch,
wo's nach Kaffee und Zucker roch!

NASONI
Wie? Zucker und Kaffee?

SORA
Aha, ich versteh'!

BENOZZO
leise zu Sora
's war unser Atelier!

NASONI
Aber sag nur, wo und wer?

SINDULFO
Das zu sagen, ist sehr schwer,
weil die Augen mir verbunden!
Einsam sass ich manche Stunden,
dachte dabei gelegentlich
nach Carlotta schmachtend
an meine Braut, so heiss ersehnt,
und mir ward gar so wunderlich!

NASONI
ungeduldig
Weiter! Weiter!

SINDULFO
Plötzlich tönt
eine Stimme durch die Nacht,
die bekannt mir schien:
"Lasst den Tölpel fliehn,
alles ist schon abgemacht!
Nur Gold wollt' ich haben,
nichts andres mich zieht,
als wirklicher Räuber,
als echter Bandit!"

CARLOTTA
entsetzt, für sich
So war's Gasparone,
es war der Bandit,
für den bange Sorge
das Herz mir durchzieht!

ALLE
ohne Carlotta
Wohlan, ihm nach!
Nur fort, ihm nach!
Ihn einzuholen, eilet nach!
Dann wehe dir, Gasparone!
Nur fort, ihm nach
und rächt die Schmach!

CARLOTTA
für sich
Weh! Ach, kein Zweifel waltet nunmehr,
der Bandit, der Räuber war er!
Was muss ich entdecken,
kaum berg' ich meinen Schrecken,
doch muss ich schweigen,
nur Gleichmut zeigen!
Mir selbst es sagen,
darf kaum ich wagen.
Ich kann's nicht glauben.
Nur Gold zu rauben
war sein Begehr
nimmermehr, nein, nein!

ALLE
ohne Carlotta
Solcher Frechheit kann doch allein
Gasparone fähig nur sein!
Doch wiederzuholen.
was kühn er hier gestohlen,
ihm ohne Zagen
es abzujagen,
das muss gelingen
vor allen Dingen!
Das Gold zu rauben.
's ist kaum zu glauben.
dass solch Malheur
denkbar wär!

CARLOTTA
für sich
Doch muss ich schweigen,
nur Gleichmut zeigen!
Mir selbst zu sagen,
darf kaum ich wagen.
Ich kann's nicht glauben:
nur Gold zu rauben
war sein Begehr
nimmermehr!

NASONI
Jetzt auf!
Dem Räuber nachgejagt!

SINDULFO
will zu Carlotta
Noch nicht!
Erst rufet mich die Pflicht!
Gern hätt' ich der Gräfin
ein Wort gesagt!

NASONI
hält ihn zurück
Noch nicht!
Erst rufet uns die Pflicht!

SINDULFO
Nun bin ich frei,
und sie wird mein!

NASONI
beiseite
Zu früh, zu früh, o weh, o weh!

SINDULFO
will abermals hin
Lass endlich die Verlobung sein!

NASONI
Zu spät, zu spät, o jemine!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, MASSACCIO
Nun eilet ihm nach!
Nein, es ist kein Zweifel mehr,
dass der Räuber er!

CARLOTTA
Nein, es ist kein Zweifel mehr.
dass der Räuber er!

BALLGÄSTE
Es waltet kein Zweifel,
der Räuber war er!

NASONI
leise zu Sindulfo
Sie hat ja keine Millionen mehr!
laut
Die Gräfin braucht jetzt Ruhe sehr!
Ihr andern, auf jetzt, unverzagt!
Dem frechen Räuber nachgejagt!
Ihn, den alle Häscher suchen,
ihn, dem alle Lippen fluchen,
ihn, den alle Wälder kennen,
ihn, den Räuber Bruder nennen.
ihn, von dem man schaudernd spricht.
ihn erwisch' ich doch,
ihn, ihn, ihn,
höchstwahrscheinlich noch,
ihn erwisch' ich doch
höchstwahrscheinlich noch!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, MASSACCIO, BALLGÄSTE
Ihn erwischt er doch
höchstwahrscheinlich noch!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, SINDULFO, NASONI, MASSACCIO, BALLGÄSTE
Ihm nach, ihm nach!
Solcher Frechheit kann doch allein
Gasparone fähig nur sein!
Doch wiederzuholen,
was kühn er hier gestohlen,
ihm ohne Zagen
es abzujagen,
das muss gelingen
vor allen Dingen!
Das Gold zu rauben,
s ist kaum zu glauben,
dass solch Malheur
denkbar wär!
Kein Zweifel mehr,
er kam hierher!
Er war uns nah!
Das war kein anderer als ei!
Er ist noch da,
ganz nah!

CARLOTTA
Weh mir!
Ha, was muss ich entdecken!
Mir selbst es sagen,
darf kaum ich wagen.
Ich kann's nicht glauben:
nur Gold zu rauben,
war sein Begehr
nimmermehr!
Doch war er da!
Er war mir nah,
war da!

Alle wenden sich zum Gehen. Nasoni zieht Sindulfo mit sich. Carlotta wird von Zenobia und Sora gestützt.
DREIZEHNTE SZENE
Carlotta, Zenobia. Marietta, dann Nasoni, Ballgäste, später Männer; Sora, zwei Diener

Zwei Diener brechen die rückwärtigen Türen auf. Marietta eilt auf die Gräfin zu, nimmt sich ihrer hilfreich an.

ZENOBIA
blickt im Salon umher
Mein Himmel, die Gräfin in Ohnmacht? Das Fenster offen ... die Kasse erbrochen ... beraubt!


Nr.12 - Finale

MARIETTA, ZENOBIA
Herein! Herein!
Nur alles herein!
Kommt sehn, kommt sehn,
welch Unheil geschehn!

BALLGÄSTE
Was ist geschehn?
Was gibt's zu sehn?

ZENOBIA
Ein Raub, ein Einbruch.
es ist klar!

NASONI
hereinlaufend
Ein Raub. ein Einbruch.
ist es wahr?

ZENOBIA
Kein Zweifel! Seht nur her.
die Cassa offen. leer!

BALLGÄSTE
Die Cassa offen, leer!
Was braucht's Beweise mehr?

NASONI
Die Million!
Wer hätt's geglaubt,
wär heute schon
entführt, geraubt?
Wer war's, wer drang hier ein'?
Wo finden wir die Spur'?

MARIETTA
Die Gräfin war allein,
kann Auskunft geben nur!

Carlotta, die sich, von Marietta betreut, unterdessen erholt hat, erhebt sich.

NASONI
zu Carlotta
Sprecht, wer mit Frevlerhand
hier eingegriffen, wer'?

CARLOTTA
verlegen, stockend
Er ist mir unbekannt.
fragt mich nicht weiter mehr.

NASONI
Kein Zweifel mehr,
das war Er!

BALLGÄSTE
Wer? Er?

NASONI
Ich sage gar nichts mehr
als das war Er!
So lasset uns den suchen,
wir holen ihn noch ein,
den Schuft, dem wir fluchen!
Bestraft soll er sein!

BALLGÄSTE
Schleppt ihn her, wer's auch sei!
Keinen einz'gen lasset frei!

MÄNNER
hinter der Szene
Wir haben ihn, wir haben ihn,
er soll uns nicht entfliehn!
Nein, solch ein Wicht,
darf länger nicht
verhöhnen das Gericht!

NASONI
Sie haben ihn schon.
Sie bringen ihn ein!
Das muss Gasparone sein!


VIERZEHNTE SZENE
Die Vorigen. Benozzo


NASONI
Ans Licht! Damit sich zeig'.
wer es gewesen sei!

Benozzo, in Mantel und breitkrempigem Hut, wird von den Männern hereingebracht.

BALLGÄSTE
Benozzo ist's!

SORA
leise zu Benozzo
Wo warst du, sprich?

BENOZZO
leise zu Sora
Sie störten mich
in schönster Schmuggelei!

BALLGÄSTE
Benozzo ist's!
Wo kommt er her?

NASONI
So sprich, gestehe nun.
was draussen du gemacht!
Was hattest du zu tun
bewaffnet in der Nacht?

SORA
leise zu Benozzo
Jetzt lüge schnell etwas!

BENOZZO
leise zu Sora
Nichts leichter als das!
laut

1.
Nach schimpflicher Blamage,
von der ihr habt gehört,
war wieder die Courage
zurücke mir gekehrt!
Sobald das Büffeiblut
die Oberhand gewann,
kam wieder mir der Mut,
die Schafsmilch, sie gerann!
Ich muss ihn ganz allein
und ohne Lösegeld
durch tapfre Faust befrein!
So macht's der echte Held!
Weh dir, du Bösewicht!

NASONI
Und hast du ihn?

BENOZZO
gleichmütig
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BALLGÄSTE
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat er seine Pflicht!

BENOZZO
2.
Da schlich's heran verdächtig,
im Dunkel die Gestalt!
Ach, dacht' ich, das geht prächtig.
na wart, dich hab' ich bald!
Schon hob ich mein Gewehr,
da fiel zum Glück mir ein,
dass es viel besser wä r,
man fängt ihn lebend ein!
Ganz leise nah' ich mich,
will so ihn packen grad,
da packen diese mich,
und meine Heldentat
man grausam unterbricht!

NASONI
Und hast du ihn?

BENOZZO
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!

SORA. MARIETTA, ZENOBIA, BALLGÄSTE
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat er seine Pflicht!

NASONI
Kerl, was schwatzest du da für Zeug!

BENOZZO
Als sie lärmten, floh er weiter!

NASONI
wendet sich von Benozzo ab
Vorwärts denn, das ist gescheiter,
jagt ihm nach! Hinaus sogleich!
Männer ab
Die ganze Bevölk'rung sperret mir ein,
da wird doch der Rechte drunter sein!

MÄNNER
hinter der Szene
Wir haben ihn, wir haben ihn,
Er soll uns nicht entfliehn!
Nein, dieser Wicht,
darf länger nicht
verhöhnen das Gericht!


FÜNFZEHNTE SZENE
Die Vorigen, Massaccio

Diesmal schleppen die Männer den in einen Mantel gehüllten Massaccio herein.

NASONI
triumphierend
Ha! Diesmal ist's der Echte!

MASSACCIO
dem man Hut und Mantel abnahm
Nein, ich bin nicht der Rechte!
Doch war bei den Banditen
ich mit dem Lösegeld,
und bald wird Herr Sindulfo
uns franco zugestellt.
Das schwor der Bösewicht.
Männer ab

NASONI
Und hast du ihn?

MASSACCIO
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat ich meine Pflicht!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BALLGÄSTE
Noch nicht! Noch nicht!
Doch tat er seine Pflicht!

NASONI
Hin ist das Lösegeld,
verzweifelt
hin ist auch die Million,
und ich hab' gar nichts mehr.
hab' nicht mal meinen Sohn!

MÄNNER
hinter der Szene
Da bringen wir noch einen,
wir haben jetzt den Dritten!


SECHZEHNTE SZENE
Die Vorigen, Sindulfo

Die Männer führen Sindulfo, ebenfalls in Hut und Mantel, herein.

NASONI
Da bringen sie noch einen!
Ah, da muss ich doch bitten!
zu Sindulfo, der mit dem breiten Hut bedeckt, von einigen festgehalten wird, gravitätisch
Du nächtlicher Tourist,
gestehe, wer du bist!
Räuber kann sich jeder nennen,
das muss man beweisen können!
Kannst du's, sei willkommen mir,
bist du ehrlich, fort von hier!

BALLGÄSTE
Bist du Gasparone, sprich?
Bist du's nicht, so packe dich!

SINDULFO
dem man Hut und Mantel abnimmt
Aber Papa!
Ich bin es ja!

NASONI
Mein Sohn Sindulfo wieder da?!

BALLGÄSTE
Der Räuber war sein Sohn. haha!

NASONI
Mein Sohn ist wieder da!

SINDULFO
Papa!

NASONI
Den ich so lang nicht sah!

SINDULFO
Papa!

NASONI
Ich fand ihn. Heureka!
Er ist mir endlich nah!

SINDULFO
Ich bin da!

CARLOTTA
für sich
Mein Bräutigam ist da

SINDULFO
Papa!

CARLOTTA
für sich
und die Entscheidung nah!

SINDULFO
Papa!

CARLOTTA
für sich
Was hier indes geschah
scheint mir ein Traum beinah!

SINDULFO
Ich bin da!
Papa!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, MASSACCIO
Ein rührend Bild steht da,
wie man noch keines sah!

NASONI
Er ist da, mir wieder nah!

BALLGÄSTE
Er ist da!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, MASSACCIO
Der Sohn mit dem Papa,
sie sind sich wieder nah!
Er ist da!

BALLGÄSTE
Er ist da!
Sindulfo ist es ja!

NASONI:
Er ist da! Er ist da!

SINDULFO
Papa! Ich bin da!

BALLGÄSTE
Unglaublich ist's beinah!
Weil er nun endlich da,
erfährt man, was geschah!
Er ist da! Er ist da!

CARLOTTA
Weil er nun endlich da,
erfährt man, was geschah!
Mein Bräutigam ist da!
Er ist da!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, MASSACCIO
Weil er nun endlich da,
erfährt man, was geschah!
Er ist da!

NASONI
Er ist nun wieder da!
Er ist da!

SINDULFO
Ich bin nun wieder da!
Papa, ich bin da!

NASONI
nachdem er Sindulfo von allen Seiten untersucht hat, freudig
Er ist ganz unverletzt!
Doch gib uns Auskunft jetzt,
wo warst du? Rede, sprich!

SINDULFO
Die Räuber schleppten mich
in ein stockfinstres Kellerloch,
wo's nach Kaffee und Zucker roch!

NASONI
Wie? Zucker und Kaffee?

SORA
Aha, ich versteh'!

BENOZZO
leise zu Sora
's war unser Atelier!

NASONI
Aber sag nur, wo und wer?

SINDULFO
Das zu sagen, ist sehr schwer,
weil die Augen mir verbunden!
Einsam sass ich manche Stunden,
dachte dabei gelegentlich
nach Carlotta schmachtend
an meine Braut, so heiss ersehnt,
und mir ward gar so wunderlich!

NASONI
ungeduldig
Weiter! Weiter!

SINDULFO
Plötzlich tönt
eine Stimme durch die Nacht,
die bekannt mir schien:
"Lasst den Tölpel fliehn,
alles ist schon abgemacht!
Nur Gold wollt' ich haben,
nichts andres mich zieht,
als wirklicher Räuber,
als echter Bandit!"

CARLOTTA
entsetzt, für sich
So war's Gasparone,
es war der Bandit,
für den bange Sorge
das Herz mir durchzieht!

ALLE
ohne Carlotta
Wohlan, ihm nach!
Nur fort, ihm nach!
Ihn einzuholen, eilet nach!
Dann wehe dir, Gasparone!
Nur fort, ihm nach
und rächt die Schmach!

CARLOTTA
für sich
Weh! Ach, kein Zweifel waltet nunmehr,
der Bandit, der Räuber war er!
Was muss ich entdecken,
kaum berg' ich meinen Schrecken,
doch muss ich schweigen,
nur Gleichmut zeigen!
Mir selbst es sagen,
darf kaum ich wagen.
Ich kann's nicht glauben.
Nur Gold zu rauben
war sein Begehr
nimmermehr, nein, nein!

ALLE
ohne Carlotta
Solcher Frechheit kann doch allein
Gasparone fähig nur sein!
Doch wiederzuholen.
was kühn er hier gestohlen,
ihm ohne Zagen
es abzujagen,
das muss gelingen
vor allen Dingen!
Das Gold zu rauben.
's ist kaum zu glauben.
dass solch Malheur
denkbar wär!

CARLOTTA
für sich
Doch muss ich schweigen,
nur Gleichmut zeigen!
Mir selbst zu sagen,
darf kaum ich wagen.
Ich kann's nicht glauben:
nur Gold zu rauben
war sein Begehr
nimmermehr!

NASONI
Jetzt auf!
Dem Räuber nachgejagt!

SINDULFO
will zu Carlotta
Noch nicht!
Erst rufet mich die Pflicht!
Gern hätt' ich der Gräfin
ein Wort gesagt!

NASONI
hält ihn zurück
Noch nicht!
Erst rufet uns die Pflicht!

SINDULFO
Nun bin ich frei,
und sie wird mein!

NASONI
beiseite
Zu früh, zu früh, o weh, o weh!

SINDULFO
will abermals hin
Lass endlich die Verlobung sein!

NASONI
Zu spät, zu spät, o jemine!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, MASSACCIO
Nun eilet ihm nach!
Nein, es ist kein Zweifel mehr,
dass der Räuber er!

CARLOTTA
Nein, es ist kein Zweifel mehr.
dass der Räuber er!

BALLGÄSTE
Es waltet kein Zweifel,
der Räuber war er!

NASONI
leise zu Sindulfo
Sie hat ja keine Millionen mehr!
laut
Die Gräfin braucht jetzt Ruhe sehr!
Ihr andern, auf jetzt, unverzagt!
Dem frechen Räuber nachgejagt!
Ihn, den alle Häscher suchen,
ihn, dem alle Lippen fluchen,
ihn, den alle Wälder kennen,
ihn, den Räuber Bruder nennen.
ihn, von dem man schaudernd spricht.
ihn erwisch' ich doch,
ihn, ihn, ihn,
höchstwahrscheinlich noch,
ihn erwisch' ich doch
höchstwahrscheinlich noch!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, MASSACCIO, BALLGÄSTE
Ihn erwischt er doch
höchstwahrscheinlich noch!

SORA, MARIETTA, ZENOBIA, BENOZZO, SINDULFO, NASONI, MASSACCIO, BALLGÄSTE
Ihm nach, ihm nach!
Solcher Frechheit kann doch allein
Gasparone fähig nur sein!
Doch wiederzuholen,
was kühn er hier gestohlen,
ihm ohne Zagen
es abzujagen,
das muss gelingen
vor allen Dingen!
Das Gold zu rauben,
s ist kaum zu glauben,
dass solch Malheur
denkbar wär!
Kein Zweifel mehr,
er kam hierher!
Er war uns nah!
Das war kein anderer als ei!
Er ist noch da,
ganz nah!

CARLOTTA
Weh mir!
Ha, was muss ich entdecken!
Mir selbst es sagen,
darf kaum ich wagen.
Ich kann's nicht glauben:
nur Gold zu rauben,
war sein Begehr
nimmermehr!
Doch war er da!
Er war mir nah,
war da!

Alle wenden sich zum Gehen. Nasoni zieht Sindulfo mit sich. Carlotta wird von Zenobia und Sora gestützt.


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