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ACHTE SZENE
Die Vorigen, Benozzo, Massaccio, später Luigi

Nr.15 - Septett

BENOZZO, MASSACCIO
hinter der Szene
Herr Podestà! Herr Podestà!

NASONI
Was gibt es denn schon wieder da?

SORA, ZENOBIA, NASONI
Hört doch, hört, was dort geschah!

Alle drei gehen nach rückwärts, sehen über die Balustrade hinab.

SORA
Benozzo ist's!

ZENOBIA
Massaccio auch!

SORA
Er winkt!

NASONI
Wir wollen hören, was er bringt!

SOfiA. ZENOBIA, NASONI
Wir wollen hören, was er bringt!

Zenobia, Nasoni bleiben im Hintergrunde, blicken Sora nach, die den Ankommenden entgegen eilt.

ERMINIO
sich entschlossen Carlotta nähernd, die indes im Vordergrunde blieb, spricht mit gedämpfter Stimme
Und Sie halten mich wirklich für Gasparone?

CARLOTTA:
abgewendet; spricht
Fliehen Sie!

ERMINIO
Sie begreifen nicht, dass ich den Räuber nur spielte, um Sie zu retten?

CARLOTTA
Wie?

ERMINIO
Nasoni wird Ihnen noch heute Ihr Wort zurückgeben, da er die Million verloren glaubt, die ich Ihnen sicher und treu bewahrte!

CARLOTTA
Ist's möglich? Sie riskierten, als Dieb verhaftet zu werden, - wagten Gefängnis. Verurteilung, - weil

ERMINIO
Weil ich - Sie liebe!
ergreift Carlottas Hände; beide blicken sich zärtlich an. In dem Augenblick erscheinen rückwärts atemlos Benozzo und Massaccio und kommen mit Nasoni, Sora und Zenobia in den Vordergrund.

BENOZZO, MASSACCIO
Da sind wir!

SORA, ZENOBIA
Da sind sie!

NASONI
Was habt ihr? Redet! Sprecht!

ERMINIO
Was ist geschehn?

CARLOTTA
Was ist geschehn?

SORA, ZENOBIA
Was ist geschehn?

BENOZZO
zu Nasoni
Ich habe einen Brief an Euch zu übergeben!

NASONI
Schon wieder? Von wem?
So lass doch sehn!

BENOZZO
Von wem - das ist es eben!

MASSACCIO
Von wem - das ist es eben!

BENOZZO
Ein höchst verdächtiger Gesell
stand plötzlich vor mir
und sprach: "Zum Podestà geh schnell
mit diesem Papier!"

MASSACCIO
Mir gab den Beutel er und sagt:
"Nimm das noch dazu!"
Und eh ich noch "von wem" gefragt,
verschwand er im Nu!

CARLOTTA, SORA, ZENOBIA. ERMINIO, NASONI
Sehr seltsam, muss ich sagen!
Was hat sich zugetragen,
was wird da drinnen stehn?

NASONI
öffnet den Brief
Gleich werden wir es sehn!
liest; gesprochen
"An das Standgericht! Müde
der Verfolgung des genialen Podestà Nasoni
räume ich Sizilien und kehre in meine ge-
liebten Abruzzen zurück. Antonio Gasparone.
Nachschrift: Die zehntausend Zechinen für
Sindulfo folgen anbei!"

NASONI
freudig nach dem Beutel greifend, den Massaccio hält
Zehntausend Zechinen für meinen Sohn?
steckt den Beutel ein
Die bin ich meiner Gesundheit schuldig!

ERMINIO, BENOZZO, MASSACCIO
unter sich
Er steckt sie ein; er hat sie schon!

NASONI
Doch Auskunft erwart' mit Ungeduld ich:
wie steht es denn mit der Million?

BENOZZO
bestimmt
Die nimmt er mit!

NASONI
schmerzlich, für sich
O Infamie!
Dann hat sie nichts! Adieu, Partie!
entfernt sich ostentativ von Carlotta

ERMINIO
ihn betrachtend, zu Carlotta
Wie ich es gedacht hab',
wird's in Erfüllung gehn!

ZENOBIA
für sich, mit Bedauern
Der Räuber geht, reist ab.
Ich werd' ihn nimmer wiedersehn!
Der Räuber geht, reist ab.
Ich werd' ihn nimmer sehn, ha!

CARLOTTA, SORA, ERMINIO, BENOZZO
Der Räuber geht, reist ab.
Sie wird ihn nimmer sehn, ha!

NASONI, MASSACCIO
Der Räuber geht, reist ab.
Man wird ihn nicht mehr sehn, ha!

CARLOTTA
beglückt zu Erminio
Bald kehrt das Glück
mir neu zurück,
o welche süsse Freud!
Mein Herz durchbebt
wie neu belebt
der Liebe Seligkeit!
Der Trug erliegt,
die Wahrheit siegt,
sie strahlt in reiner Pracht!
Ich bin erwacht
aus trüber Nacht,
und hold die Zukunft lacht!

Bald kehrt das Glück
mir neu zurück,
o welche süsse Freud!
Mein Herz durchbebt
wie neu belebt
der Liebe Seligkeit!
Der Trug erliegt,
die Wahrheit siegt,
sie strahlt in reiner Pracht!
Ich bin erwacht
aus trüber Nacht,
und hold die Zukunft lacht!
Ihm will ich vertrauen,
ja, ihm nur allein!
Sein Auge kann nimmer
mich täuschen, ach nein!
Der Plan, er gelingt,
goldne Freiheit mir bringt.
Doch halt! Auf der Hut!
Dann endet alles gut!

SORA, BENOZZO, MASSACCIO
Mit viel Geschick
und etwas Glück
sind wir vom Ziel nicht weit.
Was wir erstrebt,
geheim gewebt,
ist keine Kleinigkeit!
Doch wenn sich's fügt.
dass wir gesiegt,
ein reicher Lohn uns lacht!
Drum nicht bedacht,
zu End' gebracht!
Bald endet seine Macht!
Der Gräfin zu dienen,
geloben wir treu!
Gilt ihr es zu nützen,
sind gern wir dabei,
und, dass es gelingt,
folgen wir unbedingt!
Doch halt! Auf der Hut!
Dann endet alles gut!

ZENOBIA
Der Galgenstrick
kehrt nie zurück.
Das tut mir innig leid!
Was mich durchbebt,
da er entschwebt,
ist keine Kleinigkeit.
Mein Herz erliegt,
durchbohrt, besiegt
von dieses Räubers Macht!
Ach, manche Nacht
hab' ich durchwacht,
hab' nur an ihn gedacht!
Ihn bessern, bekehren nur
wollt' ich allein.
Das Schicksal entführt ihn,
es sollte nicht sein.
Der Schmerz in mir ringt,
und das Herz pocht und springt!
Doch halt! Auf der Hut!
Wer weiss, wozu es gut!

ERMINIO
Bald kehrt das Glück
mir neu zurück,
o welche süsse Freud!
Mein Herz durchbebt
wie neu belebt
der Liebe Seligkeit!
Der Trug erliegt,
die Wahrheit siegt,
sie strahlt in reiner Pracht!
Ich bin erwacht
aus trüber Nacht,
und hold die Zukunft lacht!
Ja, mir darf sie vertrauen,
ja, mir nur allein!
Die Hoffnung, sie tauschet
uns nimmer, ach nein!
Der Plan, er gelingt,
goldne Freiheit uns bringt.
Doch halt! Auf der Hut!
Dann endet alles gut!

NASONI
Das nenn' ich Glück!
Er zahlt zurück
das Lösegeld mir heut'.
Doch es entschwebt,
was ich erstrebt,
die Million, mir weit!
Doch unbesiegt
kann ich vergnügt
mich freuen meiner Macht.
Ich hab' es doch so weit gebracht,
dass froh die Zukunft lacht!
Ja, den Sohn ihr zu geben,
das fällt mir nicht ein!
Sie hat kein Vermögen,
das geht nicht! Nein, nein!
Das Wort, das mich zwingt,
das ist null unbedingt!
Doch halt! Nur recht auf der Hut!
Dann endet alles gut!

Dialog

NASONI
freudig
Nun mag das Standgericht zusammentreten! Dieser kostbare Brief sagt mehr als alles!
legt den Brief auf den Tisch

SORA
leise zu Benozzo und Massaccio
Aber wenn Gasparone nie hier war, wie kann er dann fortgehen?

BENOZZO, MASSACCIO
leise
Zucker und Kaffee!
Sora, die sich mit beiden zurückzieht, deutet pantomimisch an, dass sie das nicht versteht. Im selben Moment tritt Luigi, von einem
Diener gefolgt, rechts auf.

LUIGI
trägt ein Paket von der Grösse der Mappe, in der die Million enthalten war; in Papier gewickelt, verschnürt und versiegelt
Hier, Erminio, das Paket!

ERMINIO
leise zu Nasoni
Sie sollen noch kräftigere Belege für Ihre Rehabilitierung erhalten! Überreichen Sie der Gräfin dieses Paket!
gibt Nasoni das Paket

NASONI
leise
Was enthält es?

ERMINIO
leise
Ein Hochzeitsgeschenk!

NASONI
leise
Fällt mir nicht ein! Meinen Sohn kriegt sie nicht!

ERMINIO
leise
Sie geben ihr also ihr Wort zurück?

NASONI
Ja! Und das gleich!
will auf Carlotta, die abseits mit Zenobia steht, zugehen, im selben Moment Auftritt des Volkes
Ah, das
Standgericht!


NEUNTE SZENE
Die Vorigen, Sindulfo, das Standgericht
(Oberst, Leutnant, ein Hauptmann, ein Sergeant, eine Abteilung Carabinieri), Volk (Frauen, Männer)

Volk strömt von allen Seiten herbei. Die Offiziere werden von Nasoni begrüsst und gruppieren sich hinter die Tische. Die Carabinieri nehmen weiter hinten Stellung.

SINDULFO
nicht mehr in Trauerkleidung
So, Papa, da bin ich!
sieht Carlotta
Oh, meine schöne Braut!
will auf sie zugehen

NASONI
hält ihn zurück, leise
Untersteh dich! Ich dreh' dir den Kragen um, wenn du anders sprichst als ich!
zu Carlotta
Gräfin! Ich habe mir die Sache überlegt. Eine Million verlieren und meinen Sohn heiraten, wär zuviel Unglück auf einmal! Ich bitte Sie, mir mein Wort zurückgeben zu wollen!

CARLOTTA
Oh, mit Freuden!
reicht Erminio freudig ihre Hand

SINDULFO
verblüfft
Sie liebt mich also nicht?
leise zu Nasoni
Und gab doch Lösegeld für mich?

NASONI
leise
Das habe ich im Sacke!

SINDULFO
leise zu Nasoni, freudig
Du?

NASONI
feierlich
Meine Herren Richter! Unserem Standrecht ist die Basis entzogen, Gasparone hat Sizilien verlassen!

ALLE
freudig
Ah!

OBERST
blickt mit den anderen Offizieren in den ihm von Nasoni gereichten Brief
Und was ist mit der geraubten Million geschehen?

NASONI
Die Million ist f…
will "futsch" sagen

ERMINIO
laut, ihn unterbrechend
Dank den Bemühungen des Herrn Podestà ist die Million zustande gebracht! nimmt rasch das Paket aus Nasonis Händen Und aus seinen Händen erhält Gräfin Carlotta ihr Geld zurück! gibt Carlotta das Paket

NASONI
in höchstem Grade verblüfft, halblaut zu Erminio
Wie? Das Paket enthält die Million?

ERMINIO
Ja!

NASONI
verblüfft, halblaut zu Erminio
Aber dann kann ja Sindulfo die Gräfin heiraten?!

ERMINIO
tritt zu Carlotta
Wenn nicht ich sie heiraten würde!

NASONI
für sich
Oh, oh ... düpiert! Könnt' ich jetzt aus der Haut fahren - das wäre ich meiner Gesundheit schuldig!


Nr. 16 - Schlussgesang

CARLOTTA
Gasparone scheint Bessrung zu zeigen:
was er stahl, ist nun wieder mein eigen!
Gerne will ich dem Räuber verzeihn,
ihm nur danke mein Glück ich allein!

SORA
Sein gefährlichster Streich ist gelungen,
und der schönste Gewinn uns errungen!
Drum soll alles der Freude sich weihn,
in den Sang stimmet ein:
Hör doch die Töne, Estrella,
man tanzt Tarantella!
Berauschende Musik
bringt mir der Liebe süsses Glück.
Wem zuckt es nicht in den Füssen,
die Nacht zu geniessen?
Wer zaudert da noch lang,
wenn hell das Tamburin erklang?
Hör doch die Töne, Estrella,
man tanzt Tarantella!
Berauschende Musik
bringt mir der Liebe süsses Glück.
Wem zuckt es nicht in den Füssen,
die Nacht zu geniessen?
Wer widersteht dir lang,
Zauberklang!

CARLOTTA
Ah, ah, ah,
Zauberklang!

EINIGE FRAUEN
Wem zuckt es nicht in den Füssen,
die Nacht zu geniessen?
Wer widersteht dir lang,
Zauberklang!

FRAUEN, MÄNNER
Lala, lala, lala,
Zauberklang!
ACHTE SZENE
Die Vorigen, Benozzo, Massaccio, später Luigi

Nr.15 - Septett

BENOZZO, MASSACCIO
hinter der Szene
Herr Podestà! Herr Podestà!

NASONI
Was gibt es denn schon wieder da?

SORA, ZENOBIA, NASONI
Hört doch, hört, was dort geschah!

Alle drei gehen nach rückwärts, sehen über die Balustrade hinab.

SORA
Benozzo ist's!

ZENOBIA
Massaccio auch!

SORA
Er winkt!

NASONI
Wir wollen hören, was er bringt!

SOfiA. ZENOBIA, NASONI
Wir wollen hören, was er bringt!

Zenobia, Nasoni bleiben im Hintergrunde, blicken Sora nach, die den Ankommenden entgegen eilt.

ERMINIO
sich entschlossen Carlotta nähernd, die indes im Vordergrunde blieb, spricht mit gedämpfter Stimme
Und Sie halten mich wirklich für Gasparone?

CARLOTTA:
abgewendet; spricht
Fliehen Sie!

ERMINIO
Sie begreifen nicht, dass ich den Räuber nur spielte, um Sie zu retten?

CARLOTTA
Wie?

ERMINIO
Nasoni wird Ihnen noch heute Ihr Wort zurückgeben, da er die Million verloren glaubt, die ich Ihnen sicher und treu bewahrte!

CARLOTTA
Ist's möglich? Sie riskierten, als Dieb verhaftet zu werden, - wagten Gefängnis. Verurteilung, - weil

ERMINIO
Weil ich - Sie liebe!
ergreift Carlottas Hände; beide blicken sich zärtlich an. In dem Augenblick erscheinen rückwärts atemlos Benozzo und Massaccio und kommen mit Nasoni, Sora und Zenobia in den Vordergrund.

BENOZZO, MASSACCIO
Da sind wir!

SORA, ZENOBIA
Da sind sie!

NASONI
Was habt ihr? Redet! Sprecht!

ERMINIO
Was ist geschehn?

CARLOTTA
Was ist geschehn?

SORA, ZENOBIA
Was ist geschehn?

BENOZZO
zu Nasoni
Ich habe einen Brief an Euch zu übergeben!

NASONI
Schon wieder? Von wem?
So lass doch sehn!

BENOZZO
Von wem - das ist es eben!

MASSACCIO
Von wem - das ist es eben!

BENOZZO
Ein höchst verdächtiger Gesell
stand plötzlich vor mir
und sprach: "Zum Podestà geh schnell
mit diesem Papier!"

MASSACCIO
Mir gab den Beutel er und sagt:
"Nimm das noch dazu!"
Und eh ich noch "von wem" gefragt,
verschwand er im Nu!

CARLOTTA, SORA, ZENOBIA. ERMINIO, NASONI
Sehr seltsam, muss ich sagen!
Was hat sich zugetragen,
was wird da drinnen stehn?

NASONI
öffnet den Brief
Gleich werden wir es sehn!
liest; gesprochen
"An das Standgericht! Müde
der Verfolgung des genialen Podestà Nasoni
räume ich Sizilien und kehre in meine ge-
liebten Abruzzen zurück. Antonio Gasparone.
Nachschrift: Die zehntausend Zechinen für
Sindulfo folgen anbei!"

NASONI
freudig nach dem Beutel greifend, den Massaccio hält
Zehntausend Zechinen für meinen Sohn?
steckt den Beutel ein
Die bin ich meiner Gesundheit schuldig!

ERMINIO, BENOZZO, MASSACCIO
unter sich
Er steckt sie ein; er hat sie schon!

NASONI
Doch Auskunft erwart' mit Ungeduld ich:
wie steht es denn mit der Million?

BENOZZO
bestimmt
Die nimmt er mit!

NASONI
schmerzlich, für sich
O Infamie!
Dann hat sie nichts! Adieu, Partie!
entfernt sich ostentativ von Carlotta

ERMINIO
ihn betrachtend, zu Carlotta
Wie ich es gedacht hab',
wird's in Erfüllung gehn!

ZENOBIA
für sich, mit Bedauern
Der Räuber geht, reist ab.
Ich werd' ihn nimmer wiedersehn!
Der Räuber geht, reist ab.
Ich werd' ihn nimmer sehn, ha!

CARLOTTA, SORA, ERMINIO, BENOZZO
Der Räuber geht, reist ab.
Sie wird ihn nimmer sehn, ha!

NASONI, MASSACCIO
Der Räuber geht, reist ab.
Man wird ihn nicht mehr sehn, ha!

CARLOTTA
beglückt zu Erminio
Bald kehrt das Glück
mir neu zurück,
o welche süsse Freud!
Mein Herz durchbebt
wie neu belebt
der Liebe Seligkeit!
Der Trug erliegt,
die Wahrheit siegt,
sie strahlt in reiner Pracht!
Ich bin erwacht
aus trüber Nacht,
und hold die Zukunft lacht!

Bald kehrt das Glück
mir neu zurück,
o welche süsse Freud!
Mein Herz durchbebt
wie neu belebt
der Liebe Seligkeit!
Der Trug erliegt,
die Wahrheit siegt,
sie strahlt in reiner Pracht!
Ich bin erwacht
aus trüber Nacht,
und hold die Zukunft lacht!
Ihm will ich vertrauen,
ja, ihm nur allein!
Sein Auge kann nimmer
mich täuschen, ach nein!
Der Plan, er gelingt,
goldne Freiheit mir bringt.
Doch halt! Auf der Hut!
Dann endet alles gut!

SORA, BENOZZO, MASSACCIO
Mit viel Geschick
und etwas Glück
sind wir vom Ziel nicht weit.
Was wir erstrebt,
geheim gewebt,
ist keine Kleinigkeit!
Doch wenn sich's fügt.
dass wir gesiegt,
ein reicher Lohn uns lacht!
Drum nicht bedacht,
zu End' gebracht!
Bald endet seine Macht!
Der Gräfin zu dienen,
geloben wir treu!
Gilt ihr es zu nützen,
sind gern wir dabei,
und, dass es gelingt,
folgen wir unbedingt!
Doch halt! Auf der Hut!
Dann endet alles gut!

ZENOBIA
Der Galgenstrick
kehrt nie zurück.
Das tut mir innig leid!
Was mich durchbebt,
da er entschwebt,
ist keine Kleinigkeit.
Mein Herz erliegt,
durchbohrt, besiegt
von dieses Räubers Macht!
Ach, manche Nacht
hab' ich durchwacht,
hab' nur an ihn gedacht!
Ihn bessern, bekehren nur
wollt' ich allein.
Das Schicksal entführt ihn,
es sollte nicht sein.
Der Schmerz in mir ringt,
und das Herz pocht und springt!
Doch halt! Auf der Hut!
Wer weiss, wozu es gut!

ERMINIO
Bald kehrt das Glück
mir neu zurück,
o welche süsse Freud!
Mein Herz durchbebt
wie neu belebt
der Liebe Seligkeit!
Der Trug erliegt,
die Wahrheit siegt,
sie strahlt in reiner Pracht!
Ich bin erwacht
aus trüber Nacht,
und hold die Zukunft lacht!
Ja, mir darf sie vertrauen,
ja, mir nur allein!
Die Hoffnung, sie tauschet
uns nimmer, ach nein!
Der Plan, er gelingt,
goldne Freiheit uns bringt.
Doch halt! Auf der Hut!
Dann endet alles gut!

NASONI
Das nenn' ich Glück!
Er zahlt zurück
das Lösegeld mir heut'.
Doch es entschwebt,
was ich erstrebt,
die Million, mir weit!
Doch unbesiegt
kann ich vergnügt
mich freuen meiner Macht.
Ich hab' es doch so weit gebracht,
dass froh die Zukunft lacht!
Ja, den Sohn ihr zu geben,
das fällt mir nicht ein!
Sie hat kein Vermögen,
das geht nicht! Nein, nein!
Das Wort, das mich zwingt,
das ist null unbedingt!
Doch halt! Nur recht auf der Hut!
Dann endet alles gut!

Dialog

NASONI
freudig
Nun mag das Standgericht zusammentreten! Dieser kostbare Brief sagt mehr als alles!
legt den Brief auf den Tisch

SORA
leise zu Benozzo und Massaccio
Aber wenn Gasparone nie hier war, wie kann er dann fortgehen?

BENOZZO, MASSACCIO
leise
Zucker und Kaffee!
Sora, die sich mit beiden zurückzieht, deutet pantomimisch an, dass sie das nicht versteht. Im selben Moment tritt Luigi, von einem
Diener gefolgt, rechts auf.

LUIGI
trägt ein Paket von der Grösse der Mappe, in der die Million enthalten war; in Papier gewickelt, verschnürt und versiegelt
Hier, Erminio, das Paket!

ERMINIO
leise zu Nasoni
Sie sollen noch kräftigere Belege für Ihre Rehabilitierung erhalten! Überreichen Sie der Gräfin dieses Paket!
gibt Nasoni das Paket

NASONI
leise
Was enthält es?

ERMINIO
leise
Ein Hochzeitsgeschenk!

NASONI
leise
Fällt mir nicht ein! Meinen Sohn kriegt sie nicht!

ERMINIO
leise
Sie geben ihr also ihr Wort zurück?

NASONI
Ja! Und das gleich!
will auf Carlotta, die abseits mit Zenobia steht, zugehen, im selben Moment Auftritt des Volkes
Ah, das
Standgericht!


NEUNTE SZENE
Die Vorigen, Sindulfo, das Standgericht
(Oberst, Leutnant, ein Hauptmann, ein Sergeant, eine Abteilung Carabinieri), Volk (Frauen, Männer)

Volk strömt von allen Seiten herbei. Die Offiziere werden von Nasoni begrüsst und gruppieren sich hinter die Tische. Die Carabinieri nehmen weiter hinten Stellung.

SINDULFO
nicht mehr in Trauerkleidung
So, Papa, da bin ich!
sieht Carlotta
Oh, meine schöne Braut!
will auf sie zugehen

NASONI
hält ihn zurück, leise
Untersteh dich! Ich dreh' dir den Kragen um, wenn du anders sprichst als ich!
zu Carlotta
Gräfin! Ich habe mir die Sache überlegt. Eine Million verlieren und meinen Sohn heiraten, wär zuviel Unglück auf einmal! Ich bitte Sie, mir mein Wort zurückgeben zu wollen!

CARLOTTA
Oh, mit Freuden!
reicht Erminio freudig ihre Hand

SINDULFO
verblüfft
Sie liebt mich also nicht?
leise zu Nasoni
Und gab doch Lösegeld für mich?

NASONI
leise
Das habe ich im Sacke!

SINDULFO
leise zu Nasoni, freudig
Du?

NASONI
feierlich
Meine Herren Richter! Unserem Standrecht ist die Basis entzogen, Gasparone hat Sizilien verlassen!

ALLE
freudig
Ah!

OBERST
blickt mit den anderen Offizieren in den ihm von Nasoni gereichten Brief
Und was ist mit der geraubten Million geschehen?

NASONI
Die Million ist f…
will "futsch" sagen

ERMINIO
laut, ihn unterbrechend
Dank den Bemühungen des Herrn Podestà ist die Million zustande gebracht! nimmt rasch das Paket aus Nasonis Händen Und aus seinen Händen erhält Gräfin Carlotta ihr Geld zurück! gibt Carlotta das Paket

NASONI
in höchstem Grade verblüfft, halblaut zu Erminio
Wie? Das Paket enthält die Million?

ERMINIO
Ja!

NASONI
verblüfft, halblaut zu Erminio
Aber dann kann ja Sindulfo die Gräfin heiraten?!

ERMINIO
tritt zu Carlotta
Wenn nicht ich sie heiraten würde!

NASONI
für sich
Oh, oh ... düpiert! Könnt' ich jetzt aus der Haut fahren - das wäre ich meiner Gesundheit schuldig!


Nr. 16 - Schlussgesang

CARLOTTA
Gasparone scheint Bessrung zu zeigen:
was er stahl, ist nun wieder mein eigen!
Gerne will ich dem Räuber verzeihn,
ihm nur danke mein Glück ich allein!

SORA
Sein gefährlichster Streich ist gelungen,
und der schönste Gewinn uns errungen!
Drum soll alles der Freude sich weihn,
in den Sang stimmet ein:
Hör doch die Töne, Estrella,
man tanzt Tarantella!
Berauschende Musik
bringt mir der Liebe süsses Glück.
Wem zuckt es nicht in den Füssen,
die Nacht zu geniessen?
Wer zaudert da noch lang,
wenn hell das Tamburin erklang?
Hör doch die Töne, Estrella,
man tanzt Tarantella!
Berauschende Musik
bringt mir der Liebe süsses Glück.
Wem zuckt es nicht in den Füssen,
die Nacht zu geniessen?
Wer widersteht dir lang,
Zauberklang!

CARLOTTA
Ah, ah, ah,
Zauberklang!

EINIGE FRAUEN
Wem zuckt es nicht in den Füssen,
die Nacht zu geniessen?
Wer widersteht dir lang,
Zauberklang!

FRAUEN, MÄNNER
Lala, lala, lala,
Zauberklang!



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