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EINLEITUNG


1.- ANKUNFT DER ELISABETH AUF WARTBURG

Bewillkommnung des Volks
und des Landgrafen Hermann

CHOR
Willkommen die Braut!
Willkommen heißen wir die Braut,
die liebliche aus fernem Lande,
die unserm Fürsten wird vertraut,
für schöne Zukunft frohe Bande.
Willkommen die Braut!
Noch in der Silberwiege still
träumt sie der Zeit entgegen,
wo sich in ihr erfüllen will
des Herzens holdes Regen.

HERMANN
Willkommen, mein Töchterlein!
Nimm diesen Kuß,
dein Vater will ich sein!

Ansprache des ungarischen Magnaten
und Einstimmung des Chors

EIN UNGARISCHEN MAGNAT
So leg' ich dieses theure Pfand,
des Ungarlandes holde Blüthe,
vertrauensvoll in Eure Hand.
O schützt mit liebendem Gemüthe
dies reine, süße Kindeshaupt!
Der Heimath ward es früh beraubt,
vom Mutterherzen fortgetragen,
daß es in noch verhüllten Tagen
erzogen werd' der ernsten Pflicht.
Mög' es die alte Heinmath nicht
in Eurem hohen Haus entbehren.
Es herrsche lang und leb' in Ehren,
dies theure Pfand des Ungarlandes!

CHOR
Es herrsche...

Erwiderung des Landgrafen Hermann

HERMANN
Was Vaterliebe treu vermag,
sei reich gespendet diesem Kinde,
daß es mit Lust ersehnen mag
der Myrthe blühendes Gewinde.
Und wie im Kusse dort mein Sohn
zum Kinde rein sich neigt der Knabe,
so sei einst auf des Jünglings Thron
die Jungfrau seine schönste Gabe.

Erstes Mitteilen Ludwigs und Elisabeths

LUDWIG
Sieh um Dich! Was Dein Aug' erschaut,
wird Dein und mein einst, kleine Braut!

ELISABETH
Wie ist das Haus voll Sonnenschein!
Grüßt mir daheim
mein Mütterlein!

Kinderspiele und Kinderchor

CHOR DER KINDER
Fröhliche Spiele
sannen wir aus,
bringen Dir viele
Blumen und Strauss.
Folg uns zum schwimmenden
Fischlein der Welle
und zu des klimmenden
Eichhörnchens Zelle!
Führen zu duftigen
Wiesen Dich nieder,
haschend des luftigen
Falters Gefieder.
Zeigen im Walde Dir
hüpfende Rehe,
schwindet gar balde Dir
Bangen und Wehe!
Frühliche Spiele
sannen wir aus,
Bringen Dir viele
Blumen und Strauss.
Sagen und singen Euch
Lieder und Märchen,
jubeln, umspringen Euch,
bräutliches Pärchen!

Wiederholte Bewillkommnung des Chors

CHOR
Willkommen die liebliche Braut,
Die unsern Fürsten wird vertraut,
Sie herrsche lang und leb' in Ehren!

2.- LANDGRAF LUDWIG

Jagdlied

LUDWIG
Aus dem Nabel der Thäler erschalle hervor
du, mein Jagdhorn, in jubelnder Weise!
Die begrüßenden Töne, sie steigen empor
zu des rüstigen Waidwerks Preise.
Gezogen, entlogen
aus bindender Haft,
durch der Lüfte Wogen,
der Wiesen Saft,
entsend' ich vom Bogen
den schwirrenden Schaft,
und das Glück ist gewogen
der fröhlichen Kraft.
Du, mein Heimathgefild,
wie durchstreif' ich so gern
deine Berge wohl auf und nieder!
Du, mein väterlich Schloß,
mit dem Abendstern,
wie kehr' ich so liebend Dir wieder!

Begegnung Ludwigs mit Elisabeth

LUDWIG
Doch sieh,
was schimmert durch das Grün,
den steilen Pfad hinab ins Thal?
Elisabeth!

ELISABETH
O weh mir, mein Gemahl!

LUDWIG
Elisabeth, wie Deine Wangen glühn!
Was bebst Du vor des Gatten Aug' zurück?
Wohin so einsam ohne Deine Frauen?
Und was verbirgst Du da vor meinem Blick?

ELISABETH
Geliebter, frage nicht!

LUDWIG
Laß mich es schauen!
Mir sagt Dein Zittern, daß Du meine Bitten
verhöhnst und meinen liebevollen Willen,
nicht mehr auf ödem Pfade zu den Hütten
des Elends in Geheimnis Dich zu hüllen.
Was trägst Du da?
Ich bitte, laß mich's sehn!
Du schweigst? Ich will's!

ELISABETH
Halt ein, ich will gestehn!
Ich plückte Rosen im Geheg',
und ihre Fülle lockte mich den Weg
so weit hinab!

LUDWIG
Und darum ist Dein Blick so wirr?

ELISABETH
Hab Mitleid mit mir Armen.

LUDWIG
Warum hältst Du die Rosen mir zurück?
Elisabeth! Elisabeth!

ELISABETH
Erbarmen!
Zu Deinen Füßen sieh mich liegen!
Die Wahrheit hab' ich Dir verhehlt,
das Böse ließ ich in mir siegen
und hab' an Gott und Dir gefehlt!
Nicht Rosen pflückt' ich hier im Hage,
zu einem Kranken ging ich hin,
sieh, Wein und Brod hier, das ich trage,
die Spenden einer Sünderin!

Das Rosenmirakel

LUDWIG
Was seh' ich, Rosen! Welch ein Duft
weht athmend durch die Abendluft?

ELISABETH
O Herr des Himmels, Rosen!

LUDWIG
Sage,
enthülle, daß mein Herz es glaubt!
Ha, welch ein Glanz umfließt Dein Haupt!

ELISABETH
Mit milder Spende zog ich aus,
mit Wein und Brod aus Deinen Haus,
nun sind es Rosen, ist's ein Wahn?

CHOR
Ein Wunder hat der Herr gethan!

LUDWIG
Ein Wunder! Ja, ich will ihn loben,
und diesen Engel, hold und rein!
Geliebte, kannst Du mir verzeihn?

ELISABETH
Erschüttert steh' ich und erhoben!

Danksagungsgebet Ludwigs Und Elisabeths
Mit Zufügung Des Chors

LUDWIG, ELISABETH
Ihm, der uns diesen Segen gab,
Ihm laßt uns danken!
Er sei uns Leuchte, sei uns Stab,
wenn, wir im Dunkel wanken.

CHOR
Selige Lose
sind Dir erfüllt,
o Du, der Rose
blühendes Bild!
Über die Schwelle,
die Dich errang,
segnende Helle
liebevoll drang.
Leuchtend umkosen
strahlen Dich ganz,
himmlischer Rosen
ewiger Kranz!


3.- DIE KREUZRITTER

Chor der Kreuzritter

CHOR
Ins heil'ge Land, ins Palmenland,
wo des Erlösers Kreuz einst stand,
sei unsres Zugs Begleiter!
Es flog' uns, wer sein Christenschwert
im heil'gen Krieg zu weihn begehrt,
ein frommer Gottesstreiter.
Gott will es!

Rezitativ des Landgrafen Ludwig

LUDWIG
Versammelt hab' ich meine Treuen
zum letztenmal, bevor ich scheide,
daß sie die Schwüre mir erneuen
zum Trost mir in des Abschieds Leide.
Der hohe Ruf, die heil'gen Stätten
von Sarazenenirrwahn zu erretten,
an meine Brust auch mahnend drang,
und dennoch steh' ich wehmuthsbang,
des Theuren, ach, so viel zu lassen hier!
Elisabeth, Gelobet mir,
als eurer Herrin Treu' ihr zu bewahren,
zu dienen ihr in Glück und in Gefahren.

CHOR
Sie ist die Milde, sie ist die Güte,
wir schwören Treu' mit freudigem Gemüthe,
wir dienen Dir in Glück
und in Gefahr usw.

Der Abschied Ludwigs von Elisabeth

LUDWIG
Leb wohl, mein Weib!

ELISABETH
O weile,
verkürze nicht die Stunde,
die letzte meinem Heile,
die letzt' an Deinem Munde!
Mir sagt die tiefste Seele,
daß ich in Noth und Weh'
umsonst die Tage zähle,
bis ich Dich wiederseh'.
Ach, mußt Du mich verlassen?

LUDWIG
Du lehrtest selbst, Geliebte,
den hohen Sinn mich fassen,
in dem mein Herz ich übte,
die Lust des Opferbringens.

ELISABETH
Im Schmerze meines Ringens
ist mir in tiefster Brust
nur, daß von diesem Tage
ich sehnend um Dich klage,
dies eine nur bewußt.
Die dunklen Flügel breitet
das Unheil aus mit Macht,
kein Hoffnungsstern mehr leitet
mich tröstend durch die Nacht.
Ich zittre, bange, bebe,
wie ich auch ring' und strebe,
und in des wilden Jammers Bann
faßt mich Verzweiflung an!

LUDWIG
Wohin, Geliebte, ist Dein Muth,
dein Glauben, Dein fromme Gluth?

ELISABETH
Ach, laß an Deiner Brust mich weinen!
Sieh Deiner Kinder holden Blick,
wie ihre Bitten sie vereinen,
als ahnten bang sie ihr Geschick.

CHOR DER KREUZRITTER
Ins heil'ge Land, ins Palmenland,
Gott will es!

LUDWIG
Hörst Du den Mahnungsruf? Leb wohl!
Es muß, es muß geschieden sein.

CHOR
Ins heil'ge Land, ins Palmenland,
sei unsres Zugs Begleiter!

LUDWIG
Ihr süßen Kinder, lebet wohl,
mir Euch mag Gottes Frieden sein!

ELISABETH
Du gehst? O Gott!

LUDWIG
Nimm mich in Dein Gebet!
Vollenden muß ich, was ich mir erkoren.
Leb wohl, mein Weib!
Leb wohl!

ELISABETH
Er geht!
Er ist dahin! Er ist für mich verloren!

CHOR
Es folg' uns, wer sein Christenschwert
Im heil'gen Krieg zu weihn begehrt,
ein frommer Gottesstreiter!
Gott will es usw.

Marsch der Kreuzritter

CHOR DER KREUZRITTER
Ins heil'ge Land, ins Palmenland,
wo des Erlösers Kreuz einst stand,
Gott will es!
Ins heil'ge Land usw.
Sei unsres Zugs Begleiter!
Ins heil'ge Land, ins Palmenland usw.
EINLEITUNG


1.- ANKUNFT DER ELISABETH AUF WARTBURG

Bewillkommnung des Volks
und des Landgrafen Hermann

CHOR
Willkommen die Braut!
Willkommen heißen wir die Braut,
die liebliche aus fernem Lande,
die unserm Fürsten wird vertraut,
für schöne Zukunft frohe Bande.
Willkommen die Braut!
Noch in der Silberwiege still
träumt sie der Zeit entgegen,
wo sich in ihr erfüllen will
des Herzens holdes Regen.

HERMANN
Willkommen, mein Töchterlein!
Nimm diesen Kuß,
dein Vater will ich sein!

Ansprache des ungarischen Magnaten
und Einstimmung des Chors

EIN UNGARISCHEN MAGNAT
So leg' ich dieses theure Pfand,
des Ungarlandes holde Blüthe,
vertrauensvoll in Eure Hand.
O schützt mit liebendem Gemüthe
dies reine, süße Kindeshaupt!
Der Heimath ward es früh beraubt,
vom Mutterherzen fortgetragen,
daß es in noch verhüllten Tagen
erzogen werd' der ernsten Pflicht.
Mög' es die alte Heinmath nicht
in Eurem hohen Haus entbehren.
Es herrsche lang und leb' in Ehren,
dies theure Pfand des Ungarlandes!

CHOR
Es herrsche...

Erwiderung des Landgrafen Hermann

HERMANN
Was Vaterliebe treu vermag,
sei reich gespendet diesem Kinde,
daß es mit Lust ersehnen mag
der Myrthe blühendes Gewinde.
Und wie im Kusse dort mein Sohn
zum Kinde rein sich neigt der Knabe,
so sei einst auf des Jünglings Thron
die Jungfrau seine schönste Gabe.

Erstes Mitteilen Ludwigs und Elisabeths

LUDWIG
Sieh um Dich! Was Dein Aug' erschaut,
wird Dein und mein einst, kleine Braut!

ELISABETH
Wie ist das Haus voll Sonnenschein!
Grüßt mir daheim
mein Mütterlein!

Kinderspiele und Kinderchor

CHOR DER KINDER
Fröhliche Spiele
sannen wir aus,
bringen Dir viele
Blumen und Strauss.
Folg uns zum schwimmenden
Fischlein der Welle
und zu des klimmenden
Eichhörnchens Zelle!
Führen zu duftigen
Wiesen Dich nieder,
haschend des luftigen
Falters Gefieder.
Zeigen im Walde Dir
hüpfende Rehe,
schwindet gar balde Dir
Bangen und Wehe!
Frühliche Spiele
sannen wir aus,
Bringen Dir viele
Blumen und Strauss.
Sagen und singen Euch
Lieder und Märchen,
jubeln, umspringen Euch,
bräutliches Pärchen!

Wiederholte Bewillkommnung des Chors

CHOR
Willkommen die liebliche Braut,
Die unsern Fürsten wird vertraut,
Sie herrsche lang und leb' in Ehren!

2.- LANDGRAF LUDWIG

Jagdlied

LUDWIG
Aus dem Nabel der Thäler erschalle hervor
du, mein Jagdhorn, in jubelnder Weise!
Die begrüßenden Töne, sie steigen empor
zu des rüstigen Waidwerks Preise.
Gezogen, entlogen
aus bindender Haft,
durch der Lüfte Wogen,
der Wiesen Saft,
entsend' ich vom Bogen
den schwirrenden Schaft,
und das Glück ist gewogen
der fröhlichen Kraft.
Du, mein Heimathgefild,
wie durchstreif' ich so gern
deine Berge wohl auf und nieder!
Du, mein väterlich Schloß,
mit dem Abendstern,
wie kehr' ich so liebend Dir wieder!

Begegnung Ludwigs mit Elisabeth

LUDWIG
Doch sieh,
was schimmert durch das Grün,
den steilen Pfad hinab ins Thal?
Elisabeth!

ELISABETH
O weh mir, mein Gemahl!

LUDWIG
Elisabeth, wie Deine Wangen glühn!
Was bebst Du vor des Gatten Aug' zurück?
Wohin so einsam ohne Deine Frauen?
Und was verbirgst Du da vor meinem Blick?

ELISABETH
Geliebter, frage nicht!

LUDWIG
Laß mich es schauen!
Mir sagt Dein Zittern, daß Du meine Bitten
verhöhnst und meinen liebevollen Willen,
nicht mehr auf ödem Pfade zu den Hütten
des Elends in Geheimnis Dich zu hüllen.
Was trägst Du da?
Ich bitte, laß mich's sehn!
Du schweigst? Ich will's!

ELISABETH
Halt ein, ich will gestehn!
Ich plückte Rosen im Geheg',
und ihre Fülle lockte mich den Weg
so weit hinab!

LUDWIG
Und darum ist Dein Blick so wirr?

ELISABETH
Hab Mitleid mit mir Armen.

LUDWIG
Warum hältst Du die Rosen mir zurück?
Elisabeth! Elisabeth!

ELISABETH
Erbarmen!
Zu Deinen Füßen sieh mich liegen!
Die Wahrheit hab' ich Dir verhehlt,
das Böse ließ ich in mir siegen
und hab' an Gott und Dir gefehlt!
Nicht Rosen pflückt' ich hier im Hage,
zu einem Kranken ging ich hin,
sieh, Wein und Brod hier, das ich trage,
die Spenden einer Sünderin!

Das Rosenmirakel

LUDWIG
Was seh' ich, Rosen! Welch ein Duft
weht athmend durch die Abendluft?

ELISABETH
O Herr des Himmels, Rosen!

LUDWIG
Sage,
enthülle, daß mein Herz es glaubt!
Ha, welch ein Glanz umfließt Dein Haupt!

ELISABETH
Mit milder Spende zog ich aus,
mit Wein und Brod aus Deinen Haus,
nun sind es Rosen, ist's ein Wahn?

CHOR
Ein Wunder hat der Herr gethan!

LUDWIG
Ein Wunder! Ja, ich will ihn loben,
und diesen Engel, hold und rein!
Geliebte, kannst Du mir verzeihn?

ELISABETH
Erschüttert steh' ich und erhoben!

Danksagungsgebet Ludwigs Und Elisabeths
Mit Zufügung Des Chors

LUDWIG, ELISABETH
Ihm, der uns diesen Segen gab,
Ihm laßt uns danken!
Er sei uns Leuchte, sei uns Stab,
wenn, wir im Dunkel wanken.

CHOR
Selige Lose
sind Dir erfüllt,
o Du, der Rose
blühendes Bild!
Über die Schwelle,
die Dich errang,
segnende Helle
liebevoll drang.
Leuchtend umkosen
strahlen Dich ganz,
himmlischer Rosen
ewiger Kranz!


3.- DIE KREUZRITTER

Chor der Kreuzritter

CHOR
Ins heil'ge Land, ins Palmenland,
wo des Erlösers Kreuz einst stand,
sei unsres Zugs Begleiter!
Es flog' uns, wer sein Christenschwert
im heil'gen Krieg zu weihn begehrt,
ein frommer Gottesstreiter.
Gott will es!

Rezitativ des Landgrafen Ludwig

LUDWIG
Versammelt hab' ich meine Treuen
zum letztenmal, bevor ich scheide,
daß sie die Schwüre mir erneuen
zum Trost mir in des Abschieds Leide.
Der hohe Ruf, die heil'gen Stätten
von Sarazenenirrwahn zu erretten,
an meine Brust auch mahnend drang,
und dennoch steh' ich wehmuthsbang,
des Theuren, ach, so viel zu lassen hier!
Elisabeth, Gelobet mir,
als eurer Herrin Treu' ihr zu bewahren,
zu dienen ihr in Glück und in Gefahren.

CHOR
Sie ist die Milde, sie ist die Güte,
wir schwören Treu' mit freudigem Gemüthe,
wir dienen Dir in Glück
und in Gefahr usw.

Der Abschied Ludwigs von Elisabeth

LUDWIG
Leb wohl, mein Weib!

ELISABETH
O weile,
verkürze nicht die Stunde,
die letzte meinem Heile,
die letzt' an Deinem Munde!
Mir sagt die tiefste Seele,
daß ich in Noth und Weh'
umsonst die Tage zähle,
bis ich Dich wiederseh'.
Ach, mußt Du mich verlassen?

LUDWIG
Du lehrtest selbst, Geliebte,
den hohen Sinn mich fassen,
in dem mein Herz ich übte,
die Lust des Opferbringens.

ELISABETH
Im Schmerze meines Ringens
ist mir in tiefster Brust
nur, daß von diesem Tage
ich sehnend um Dich klage,
dies eine nur bewußt.
Die dunklen Flügel breitet
das Unheil aus mit Macht,
kein Hoffnungsstern mehr leitet
mich tröstend durch die Nacht.
Ich zittre, bange, bebe,
wie ich auch ring' und strebe,
und in des wilden Jammers Bann
faßt mich Verzweiflung an!

LUDWIG
Wohin, Geliebte, ist Dein Muth,
dein Glauben, Dein fromme Gluth?

ELISABETH
Ach, laß an Deiner Brust mich weinen!
Sieh Deiner Kinder holden Blick,
wie ihre Bitten sie vereinen,
als ahnten bang sie ihr Geschick.

CHOR DER KREUZRITTER
Ins heil'ge Land, ins Palmenland,
Gott will es!

LUDWIG
Hörst Du den Mahnungsruf? Leb wohl!
Es muß, es muß geschieden sein.

CHOR
Ins heil'ge Land, ins Palmenland,
sei unsres Zugs Begleiter!

LUDWIG
Ihr süßen Kinder, lebet wohl,
mir Euch mag Gottes Frieden sein!

ELISABETH
Du gehst? O Gott!

LUDWIG
Nimm mich in Dein Gebet!
Vollenden muß ich, was ich mir erkoren.
Leb wohl, mein Weib!
Leb wohl!

ELISABETH
Er geht!
Er ist dahin! Er ist für mich verloren!

CHOR
Es folg' uns, wer sein Christenschwert
Im heil'gen Krieg zu weihn begehrt,
ein frommer Gottesstreiter!
Gott will es usw.

Marsch der Kreuzritter

CHOR DER KREUZRITTER
Ins heil'ge Land, ins Palmenland,
wo des Erlösers Kreuz einst stand,
Gott will es!
Ins heil'ge Land usw.
Sei unsres Zugs Begleiter!
Ins heil'ge Land, ins Palmenland usw.



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