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4.- LANDGRÄFIN SOPHIE

Dialog der Landgräfin mit dem Seneschal

SOPHIE
Herein, herein!
Hast du die Botschaft schon gehört?
Gefallen ist in Feld mein Sohn!

SENESCHAL
O Trauerkunde!

SOPHIE
Seit er fortgezogen,
hab' ich als einen Todten ihn beklagt,
die bittre Ahnung hat mich nicht betrogen,
und die Gewißheit trifft mich unverzagt.
Doch nun zur That, die in gewalt'ger Brust
bis diesen Tag verschließen ich gemußt:
Mein sei dies Land, mein des Gebieters Macht!
Hinaus mit ihr, die mir die Macht entrissen!

SENESCHAL
Du willst, o Herrin, hast Du auch bedacht?

SOPHIE
Erfüllt will ich den kühnen Willen wissen!
Wie? Oder hat auch dir die Heuchlerin,
des Sohnes Weib, bethört den klugen Sinn?
Verfallen ist die Falsche ihren Loos,
und knüpften dich an sie geheime Bande,
wohlan, so geh, verlaß mit ihr dies Schloß,
verstoßen sein mit ihr aus diesem Lande!

SENESCHAL
Verzeih, o Herrin! Dir gehört mein Thun,
in Deinem Dienste nimmer will ich ruhn,
gebiete mir!

SOPHIE
Gehorsam meinem Worte:
Vertreib Elisabeth von meines Schlosses Pforte!

Klage der Elisabeth

ELISABETH
O Tag der Trauer, Tag der Klage!
Geliebter, ach, den ich verlor,
um den die Brust, die hoffnungszage,
den Himmel mit Gebet beschwor;
dich soll mein Auge nicht mehr sehen,
du liegst durchbohrt in fernem Land?
O Gott, sieh mich vor Schmerz vergehen,
hast Du von mir Dich abgewandt?

Ihre vertreibung aus Wartburg

SOPHIE
Entschieden ist Dein Loos,
und niemand hemmet mein Begehren.
Du wirst verlassen dieses Schloß
und nimmer wiederkehren!

ELISABETH
Du willst wie eine Bettlerin
vertreiben mich aus diesen Thoren?
Von Ungarns Königsstamme bin
als Fürstin ich geboren!
Du kannst mich hassen, doch begehre
ich, was ich darf, der Fürstin Ehre!
Verlassen soll ich, was mir blieb,
des letzten Glücks Verlust betrauern?
O laß das letzte, was mir blieb,
die Heimath mir in diesen Mauern!

SOPHIE
Noch diese Nacht verschließen sie sich Dir.
Du gehst hinaus, denn ich gebiete hier!

ELISABETH
Noch diese Nacht? Weh, meine Kinder, weh!
Nur eine Nacht noch gönne mir dies Haus!
Sieh, dort entsteigt ein Wetter, schwarz und graus,
dem Horizont mit drohenden Blitzen.
Nur eine Nacht, eh' ich von hinnen geh'.
Laß mich im sichern Haus die Kinder schützen!

SOPHIE
Mein sei dies Land, mein des Gebieters Macht!

ELISABETH
O Tag der Trauer, Tag des Klage,
Geliebter, ach, den ich verlor!

SOPHIE
Hinaus mit ihr, die mir die Macht entrissen!
Im Wetter, das dort rollet,
verläßt Du dieses Haus,
der Himmel selber grollet,
und fordert Dich heraus!

SENESCHAL
Es will des Mitleids Stimme
mir durch die Seele gehn.
Und doch der Herrin Grimme
kann ich nicht wiederstehn!

ELISABETH
Auch Du bist Mutter, höre
die Stimme der Natur,
erbarmen, ach, begehre
ich für die Kinder nur!

SOPHIE
Genug des Zögerns. Fort, hinaus!

ELISABETH
Hier ist des Mitleids Stimme todt!
O Du, mein Gatte, sähst Du meine Noth!
Hab' Dank für alle holden Tage,
du Haus, das mir die Heimath gab!
Im Strom der Thränen stirbt die Klage.
Kommt, meine Kinder, kommt hinab!

Sturm

SENESCHAL
Die Pforte schloß sich hinter ihr, es hüllt
die Wetternacht sie ein.

SOPHIE
Gestillt
ist mein Verlangen, mein die Macht!

SENESCHAL
Es wächst der Sturm, der Blitze wilde Pracht
um zuckt das Dach, die festen Mauern zitern,
das ist des Himmels Zorn! Es wittern
aus Höhn und Tiefen Wolkenungeheuer.
Der Himmel flammat,
des Thurmes Zinne kracht
zu Boden!

SOPHIE
Weh! Entsetzen!

SENESCHAL
Schon im Feuer steht Dach und Thurm!
O fürchterliche Nacht!

Elisabeth Gebet

ELISABETH
Beruhigt ist das Toben
auf wildem Schmerzensmeer,
und friedebringrend droben
zieht der Gestirne Heer.
Ich denke rein der Stunden,
da ich, Geliebter, ach,
in Wonne Dir verbunden,
des Lebens Rosen brach.
Wenn über jenen Fernen
dein Geist nun wohnt im Licht,
bist Du's, der aus den Sternen
voll Tröstung zu mir spricht!
Doch Dir, mein Gott, Dir dank' ich tief bewegt
für Glück und Schmerz an mir und an den Meinen!
Du wirst nun bald, ich fühl's, die Stunde schlägt,
dem Heissgeliebten mich vereinen.
Lag Deine Hand auf meiner Kinder Haupt!
Die süßen Kinder, die man mir geraubt,
ist es ihr Glück, hab' ich sie gern entbehrt.
O mache Du sie ihres Vaters werth!

Heimatstraum und Gedenken

ELISABETH
O Kindheitstraum! Erinnrung zeigt
mir plötzlich längst vergessne Zeiten.
Aus goldnem Nebel dämmernd steigt
Mein Vaterland mit duft'gen Weiten.
Mein Ungarland! Wie Silberschwäne
entführen Wolken mich im Frühlingswind
und zeigen mir der Eltern Thräne,
die Thränen um ihr fernes Kind.
O Herr, laß Deinen Segen thauen
auf meines Vaterlandes Auen!

Chor der Armen, Stimmen der Werke
der Barmherzigkeit

CHOR DER ARMEN
Hier wohnt sie untern Hüttedache,
die Heilige, das Glück der Armen,
den Traurigen voll Trostessprache,
die Kranken pflegend voll Erbarmen.
Du hast mit Wein die Dürstenden getränkt,
mit Brod die hungrig Schmachtenden beschenkt.
Der nackten Armuth war ein wärmend Kleid
aus Deinen Händen stets bereit.
Den müden Waller nahmst Du liebreich auf,
und wecktest Hoffnung seinem Pilgerlauf.
Und wen geküßt des Todesengels Mund,
den legtest fromm Du in geweihten Grund.

ELISABETH
Nehmt hin, was ich noch übrig habe!
Den Mantel und dies letzte Brot!

CHOR
Elisabeth, Du Heilige, das Glück der Armen!
Wer reicht uns tröstlich milde Gabe,
wenn Dich der Herr zu sich entbot?
Sein Segen ist's, der Dich durchweht,
drum nimm uns auf in Dein Gebet.


5.- ELISABETHS HINSCHEIDEN

ELISABETH
Die Lüfte schauern kühl,
und Dunkelheit legt sich um meine Sinnen.
Das ist nicht Erdennacht!
Ein seliges Gefühl
durchströmt die Brust, als wär' ich neu erwacht.
Die Erdenbürde weicht,
es heben weh'nde Schwingen leicht
mich hoch empor,
als sollte schon der sel'ge Flug beginnen
zum ew'gen Licht!
Ha! Welch ein Glanz durchbricht
der Wolken Thor,
ich seh' verklärt des Freundes Lichtgestalt.
Du rufst, Geliebter,
ja, ich komme bald!
Du hast geführet mich zum Ende,
o Herr, den meine Seele preist,
in Deine Vaterhände
befehl' ich meinen Geist!

Chor der Engel

CHOR DER ENGEL
Der Schmerz ist aus, die Bande weichen,
die Hülle bleibt in Erdenruh',
die Seele steigt als unsregleichen
unsterblich reinem Lichte zu.
Und alle Thränen, die geflossen,
sind Gnadentropfen, Himmelsthau,
und Himmelsrosen sind entsprossen
der qualerfüllten Dornenau.


FEIERLICHE BESTATTUNG DER ELISABETH

Rekapitulierung der Hauptmotive als
Orchesterinterludium

Der Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen

KAISER FRIEDRICH II
Vereinigt seh' ich um den Thron
zu gleicher Zeit des Reichs Vasallen!
Mit Preisgesang und Lieder Ton
zur Gruft der Heiligen zu wallen.
Die Räuber ihrer Habe sind verfallen
des Himmels Strafe und des Reiches Acht.
Indessen sie nach ihrer Leiden Nacht
Fürbitterin uns ward im ew'gen Lichte!
Dort findet sie den Gatten, der so jung,
des heil'gen Landes Kämpfer wird erschlagen!
So kommt, laßt uns zur letzten Huldigung
Elisabeth zu Grabe tragen.

Trauerchor der Armen und des Volks

CHOR DES VOLKES
Mit Trauerkränzen kommen
und Thränen wir gegangen.
In alle Lande drangen
die Boten an die Frommen.
Elisabeth, du Heilige,
o sei die Schützerin uns allen,
die wir in Leid und Trübsal wallen!

Aufzug der Kreuzritter

CHOR DER KRIEGER
Der Du im heil'gen Lande
verströmt Dein Heldenleben,
siehst sie nun aufwärts schweben,
erlöst vom Erdenbande.
O wolle segnend uns geleiten,
daß wir das ferne Ziel erstreiten!

Kirchenchor. Ungarische und deutsche Bischöfe

KIRCHENCHOR
Decorata novo flore
Christum vente, votis, ore,
collaudat ecclesia.

UNGARISCHE BISCHÖFE
Nova nobis lux illuxit,
nova stella, quam produxit
nobilis Hungaria!

DEUTSCHE BISCHÖFE
Laeta stupet Thüringia
fractis naturae regulis,
dum per Sanctae suffragia
miranda fiunt saeculis.

ALLGEMEINER KIRCHENCHOR
Tu pro nobis, mater pia,
roga regem omnium,
ut post hoc exilium
nobis det vera gaudia!
Amen!

ENDE
4.- LANDGRÄFIN SOPHIE

Dialog der Landgräfin mit dem Seneschal

SOPHIE
Herein, herein!
Hast du die Botschaft schon gehört?
Gefallen ist in Feld mein Sohn!

SENESCHAL
O Trauerkunde!

SOPHIE
Seit er fortgezogen,
hab' ich als einen Todten ihn beklagt,
die bittre Ahnung hat mich nicht betrogen,
und die Gewißheit trifft mich unverzagt.
Doch nun zur That, die in gewalt'ger Brust
bis diesen Tag verschließen ich gemußt:
Mein sei dies Land, mein des Gebieters Macht!
Hinaus mit ihr, die mir die Macht entrissen!

SENESCHAL
Du willst, o Herrin, hast Du auch bedacht?

SOPHIE
Erfüllt will ich den kühnen Willen wissen!
Wie? Oder hat auch dir die Heuchlerin,
des Sohnes Weib, bethört den klugen Sinn?
Verfallen ist die Falsche ihren Loos,
und knüpften dich an sie geheime Bande,
wohlan, so geh, verlaß mit ihr dies Schloß,
verstoßen sein mit ihr aus diesem Lande!

SENESCHAL
Verzeih, o Herrin! Dir gehört mein Thun,
in Deinem Dienste nimmer will ich ruhn,
gebiete mir!

SOPHIE
Gehorsam meinem Worte:
Vertreib Elisabeth von meines Schlosses Pforte!

Klage der Elisabeth

ELISABETH
O Tag der Trauer, Tag der Klage!
Geliebter, ach, den ich verlor,
um den die Brust, die hoffnungszage,
den Himmel mit Gebet beschwor;
dich soll mein Auge nicht mehr sehen,
du liegst durchbohrt in fernem Land?
O Gott, sieh mich vor Schmerz vergehen,
hast Du von mir Dich abgewandt?

Ihre vertreibung aus Wartburg

SOPHIE
Entschieden ist Dein Loos,
und niemand hemmet mein Begehren.
Du wirst verlassen dieses Schloß
und nimmer wiederkehren!

ELISABETH
Du willst wie eine Bettlerin
vertreiben mich aus diesen Thoren?
Von Ungarns Königsstamme bin
als Fürstin ich geboren!
Du kannst mich hassen, doch begehre
ich, was ich darf, der Fürstin Ehre!
Verlassen soll ich, was mir blieb,
des letzten Glücks Verlust betrauern?
O laß das letzte, was mir blieb,
die Heimath mir in diesen Mauern!

SOPHIE
Noch diese Nacht verschließen sie sich Dir.
Du gehst hinaus, denn ich gebiete hier!

ELISABETH
Noch diese Nacht? Weh, meine Kinder, weh!
Nur eine Nacht noch gönne mir dies Haus!
Sieh, dort entsteigt ein Wetter, schwarz und graus,
dem Horizont mit drohenden Blitzen.
Nur eine Nacht, eh' ich von hinnen geh'.
Laß mich im sichern Haus die Kinder schützen!

SOPHIE
Mein sei dies Land, mein des Gebieters Macht!

ELISABETH
O Tag der Trauer, Tag des Klage,
Geliebter, ach, den ich verlor!

SOPHIE
Hinaus mit ihr, die mir die Macht entrissen!
Im Wetter, das dort rollet,
verläßt Du dieses Haus,
der Himmel selber grollet,
und fordert Dich heraus!

SENESCHAL
Es will des Mitleids Stimme
mir durch die Seele gehn.
Und doch der Herrin Grimme
kann ich nicht wiederstehn!

ELISABETH
Auch Du bist Mutter, höre
die Stimme der Natur,
erbarmen, ach, begehre
ich für die Kinder nur!

SOPHIE
Genug des Zögerns. Fort, hinaus!

ELISABETH
Hier ist des Mitleids Stimme todt!
O Du, mein Gatte, sähst Du meine Noth!
Hab' Dank für alle holden Tage,
du Haus, das mir die Heimath gab!
Im Strom der Thränen stirbt die Klage.
Kommt, meine Kinder, kommt hinab!

Sturm

SENESCHAL
Die Pforte schloß sich hinter ihr, es hüllt
die Wetternacht sie ein.

SOPHIE
Gestillt
ist mein Verlangen, mein die Macht!

SENESCHAL
Es wächst der Sturm, der Blitze wilde Pracht
um zuckt das Dach, die festen Mauern zitern,
das ist des Himmels Zorn! Es wittern
aus Höhn und Tiefen Wolkenungeheuer.
Der Himmel flammat,
des Thurmes Zinne kracht
zu Boden!

SOPHIE
Weh! Entsetzen!

SENESCHAL
Schon im Feuer steht Dach und Thurm!
O fürchterliche Nacht!

Elisabeth Gebet

ELISABETH
Beruhigt ist das Toben
auf wildem Schmerzensmeer,
und friedebringrend droben
zieht der Gestirne Heer.
Ich denke rein der Stunden,
da ich, Geliebter, ach,
in Wonne Dir verbunden,
des Lebens Rosen brach.
Wenn über jenen Fernen
dein Geist nun wohnt im Licht,
bist Du's, der aus den Sternen
voll Tröstung zu mir spricht!
Doch Dir, mein Gott, Dir dank' ich tief bewegt
für Glück und Schmerz an mir und an den Meinen!
Du wirst nun bald, ich fühl's, die Stunde schlägt,
dem Heissgeliebten mich vereinen.
Lag Deine Hand auf meiner Kinder Haupt!
Die süßen Kinder, die man mir geraubt,
ist es ihr Glück, hab' ich sie gern entbehrt.
O mache Du sie ihres Vaters werth!

Heimatstraum und Gedenken

ELISABETH
O Kindheitstraum! Erinnrung zeigt
mir plötzlich längst vergessne Zeiten.
Aus goldnem Nebel dämmernd steigt
Mein Vaterland mit duft'gen Weiten.
Mein Ungarland! Wie Silberschwäne
entführen Wolken mich im Frühlingswind
und zeigen mir der Eltern Thräne,
die Thränen um ihr fernes Kind.
O Herr, laß Deinen Segen thauen
auf meines Vaterlandes Auen!

Chor der Armen, Stimmen der Werke
der Barmherzigkeit

CHOR DER ARMEN
Hier wohnt sie untern Hüttedache,
die Heilige, das Glück der Armen,
den Traurigen voll Trostessprache,
die Kranken pflegend voll Erbarmen.
Du hast mit Wein die Dürstenden getränkt,
mit Brod die hungrig Schmachtenden beschenkt.
Der nackten Armuth war ein wärmend Kleid
aus Deinen Händen stets bereit.
Den müden Waller nahmst Du liebreich auf,
und wecktest Hoffnung seinem Pilgerlauf.
Und wen geküßt des Todesengels Mund,
den legtest fromm Du in geweihten Grund.

ELISABETH
Nehmt hin, was ich noch übrig habe!
Den Mantel und dies letzte Brot!

CHOR
Elisabeth, Du Heilige, das Glück der Armen!
Wer reicht uns tröstlich milde Gabe,
wenn Dich der Herr zu sich entbot?
Sein Segen ist's, der Dich durchweht,
drum nimm uns auf in Dein Gebet.


5.- ELISABETHS HINSCHEIDEN

ELISABETH
Die Lüfte schauern kühl,
und Dunkelheit legt sich um meine Sinnen.
Das ist nicht Erdennacht!
Ein seliges Gefühl
durchströmt die Brust, als wär' ich neu erwacht.
Die Erdenbürde weicht,
es heben weh'nde Schwingen leicht
mich hoch empor,
als sollte schon der sel'ge Flug beginnen
zum ew'gen Licht!
Ha! Welch ein Glanz durchbricht
der Wolken Thor,
ich seh' verklärt des Freundes Lichtgestalt.
Du rufst, Geliebter,
ja, ich komme bald!
Du hast geführet mich zum Ende,
o Herr, den meine Seele preist,
in Deine Vaterhände
befehl' ich meinen Geist!

Chor der Engel

CHOR DER ENGEL
Der Schmerz ist aus, die Bande weichen,
die Hülle bleibt in Erdenruh',
die Seele steigt als unsregleichen
unsterblich reinem Lichte zu.
Und alle Thränen, die geflossen,
sind Gnadentropfen, Himmelsthau,
und Himmelsrosen sind entsprossen
der qualerfüllten Dornenau.


FEIERLICHE BESTATTUNG DER ELISABETH

Rekapitulierung der Hauptmotive als
Orchesterinterludium

Der Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen

KAISER FRIEDRICH II
Vereinigt seh' ich um den Thron
zu gleicher Zeit des Reichs Vasallen!
Mit Preisgesang und Lieder Ton
zur Gruft der Heiligen zu wallen.
Die Räuber ihrer Habe sind verfallen
des Himmels Strafe und des Reiches Acht.
Indessen sie nach ihrer Leiden Nacht
Fürbitterin uns ward im ew'gen Lichte!
Dort findet sie den Gatten, der so jung,
des heil'gen Landes Kämpfer wird erschlagen!
So kommt, laßt uns zur letzten Huldigung
Elisabeth zu Grabe tragen.

Trauerchor der Armen und des Volks

CHOR DES VOLKES
Mit Trauerkränzen kommen
und Thränen wir gegangen.
In alle Lande drangen
die Boten an die Frommen.
Elisabeth, du Heilige,
o sei die Schützerin uns allen,
die wir in Leid und Trübsal wallen!

Aufzug der Kreuzritter

CHOR DER KRIEGER
Der Du im heil'gen Lande
verströmt Dein Heldenleben,
siehst sie nun aufwärts schweben,
erlöst vom Erdenbande.
O wolle segnend uns geleiten,
daß wir das ferne Ziel erstreiten!

Kirchenchor. Ungarische und deutsche Bischöfe

KIRCHENCHOR
Decorata novo flore
Christum vente, votis, ore,
collaudat ecclesia.

UNGARISCHE BISCHÖFE
Nova nobis lux illuxit,
nova stella, quam produxit
nobilis Hungaria!

DEUTSCHE BISCHÖFE
Laeta stupet Thüringia
fractis naturae regulis,
dum per Sanctae suffragia
miranda fiunt saeculis.

ALLGEMEINER KIRCHENCHOR
Tu pro nobis, mater pia,
roga regem omnium,
ut post hoc exilium
nobis det vera gaudia!
Amen!

ENDE



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