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DRITTER TEIL

Nr. 18 Chor der Houris

Schmücket die Stufen zu Allahs Thron,
schmückt sie mit Blumen, Freundinnen alle,
dass auf des Himmels Unterste auch
Gnädig ein Blick des Ewigen falle.
Schlinget den Reigen, lasst uns verneigen
freudig demutsvoll vor dem Herrn!

Quartett
Auch die Geliebten vergesset nicht,
die auf der Erde zurückgeblieben!
Unten ist's dunkel, oben das Licht,
Hass ist dort, hier ewiges Lieben.
Schmücket die Stufen...

Sopran I & II und Chor
Seht da, die Bahn zum ew'gen Licht
kommt schon die Peri herangeflogen!
Liebliche Peri, verzweifle nicht,
Treu' und Glaub' hat noch nie betrogen.
Suche das Gut, im Auge ruht,
was das Teuerste ist dem Herrn!
Jetzo zurück in die Rosenlauben,
Freude zu geben, Freud' zu empfangen,
an des Geliebten Lippen zu hangen,
Küsse zu bieten, Küsse zu rauben.
Schon naht die Sonne, ewige Wonne
harret, die freudig dienen dem Herrn!

Nr. 19 Tenor-Solo

Dem Sang von ferne lauschend schwingt
die Peri höher sich empor;
der reinsten Liebe Seufzer bringt
sie als Geschenk vor Edens Tor.
Hoch klopft ihr Herz,
die Hofnung spricht's:
Bald soll sie Edens Palmen nah'n;
denn lächelnd nimmt der Geist des Lichts
am Tore diese Gaben an.
Und horch, von Himmelsbäumen ruft
kristall'ner Glöcken Klang, sie lauscht
dem Läuten in ambrosischer Luft,
die her von Allahs Throne rauscht;
sie sieht die Sternenscharen blinken
rings um den See des Lichts gereicht,
wo die verklärten Seelen trinken
den ersten Trank der Herrlichkeit.

Doch eitel war der Peri Hoffen,
noch stand das ew'ge Tor nicht offen.
Es spricht der Engel, Schmerz im Blick:

Engel
Noch nicht!
Treu war die Maid, und die Geschichte,
gschrieben überm Haupt des Herrn,
liest noch der Seraph gern;
doch, Peri, noch währt der Verschluss
von Edens Tor:
Viel heil'ger muss die Gabe sein,
die dich zum Tor des Lichts lässt ein!

Nr. 20 Peri

Verstoßen!
Verschlossen aufs Neu' das Goldportal!
Gerichtet!
Vernichtet der Hoffnung letzter Strahl!
So soll ich's nimmer finden
das edle köstliche Gut –
weh mir – ich fühl' ihn schwinden
den hohen Mut –
doch will ich nicht ruhn, will ohne Rast
von einem Pole zum andern schreiten,
durchpilgern will ich alle Weiten,
bis ich das Gut erfasst,
das mir das höchste Glück verheißt,
das, Eden, mir dein Tor erschleußt.
Und wär's bewacht
in Graun und Nacht,
tief in der Erde tiefsten Gründen,
ich will, ich muß das Kleinod finden!

Nr. 21 Bariton Solo (Sehr langsam)

Jetzt sank des Abends gold'ner Schein,
auf Syriens Rosenland herein,
wie Glorienschimmer hing die Sonn'
über dem heil'gen Libanon;
es ragt in Wintermajestät
sein Haupt, vom ew'gen Schnee beglänzt,
indes der Sommer schläft bekränzt
am Fluß auf einem Blumenbeet.
Die aus der Höhe konnte schau'n
herab auf all' die Zauberau'n,
wie schön erschien ihr nicht die Welt,
das rege Leben rings erhellt,
der Garten Pracht, der Wellen Schimmern,
an ihren Ufern goldene Früchte,
die schöner noch im Sonnenlichte,
und dann das tausendstimm'ge Rufen,
das alte Schäferrohr, das Summen
der Bienen im gelobten Land,
die schwärmen über Blumenfelder,
und, Jordan, dein beglückter Strand,
und deine nachtigallenreichen Wälder!

Nr. 22 Tenor Solo (Lebhaft)

Und wie sie niederwärts sich schwingt,
eine Schar von Peris sie umringt:

Chor
Peri, ist's wahr,
dass du in den Himmel willst?
Genügt dir nicht
das Sonnenlicht
und Sterne, Mond und Erde?
Peri, ist's wahr,
dass du in den Himmel willst,
so nimm uns eilig mit!

Bariton Solo
Mit ihrer Schwestern Worten wächst ihr Schmerz,
schwer ist ihr Fittich, trüb ihr Herz;
freudlos sieht sie die Sonn' sich neigen
dort hinter'm Tempel, einst ihr eigen,
des Säulen, hoch und einsam, weit
die Schatten breiten durch die Au'n.

Nr. 23 Peri

Hinab zu jenem Sonnentempel!
Ein Amulett, auf dessen Stein
ein Zeichen glänzt, vom Blitz hinein
geschmolzen, dort gewahr' ich's.
Auch ein Blatt, auf welchem rein
das Siegel prangt von Salomo;
vielleicht entziffern sie mir's,
wo auf Erden, in den Meeren, ruht
die Zaubermacht, das edle Gut,
das Eden öffnet sünd'gen Wesen,
vielleicht vermag's mein Aug' zu lesen!
Hinab!

Tenor Solo
Sie schwebt herab im frohen Hoffen,
noch lacht des Himmels Auge hold.
Die Lauben auch aus Abendgold
stehn noch im Westen offen.
Jetzt über Baalbeks Tal sich schwingend,
erblickt im Spiele sie ein Kind,
inmitten wilder Rosen singend,
so rosig wild, wie selbst sie sind.

Beim Knaben, der des Spiels nun satt
in Blumen sich gelagert hat,
sieht sie vom heißen Rosse steigen
jetzt einen müden Mann und schnell
an einem hochumgrasten Quell
zum Trunke sich herunterbeugen;
dann kehrt er schnell sein wild Gesicht
auf's schöne Kind, das furchtlos saß,
obgleich noch nie des Tages Licht
ein wild'res Antlitz sah als das,
entsetzlich wild, – ein grauser Bund,
wie Wetterwolk' aus Nacht und Glut.
Dort stehn die Laster all', es tut
dort jedes Bubenstück sich kund,
Meineid, erschlagner Gast
betrogne Braut, mit blut'ger Schrift
auf jenem Antlitz stand's geschrieben.

Mezzosopran Solo
Doch horch, wie Vesperruf zum Beten,
da still die Sonn' herniederschwebt,
von Syriens tausend Minaretten
jetzt durch die Lüfte bebt.
Vom Blumenbeet hebt sich der Knab',
das seinem Haupt ein Lager gab,
kniet nieder auf den blum'gen Grund,
worauf mit reinem Engelsmund
er Gottes ew'gen Namen spricht;
er scheint, indem er Blick und Hand
zum Abendhimmel aufgewandt,
ein Engelskind, das sich hernieder
verirrt hat, und seine Heimat suchet wieder.

Tenor Solo
Und was fühlt er, der sünd'ge Mann,
der dort lehnt und sich nun entsann,
so manchen Jahrs voll Schuld und Blut,
der auf des Lebens dunkler Flut
umsonst späht nach dem Rettungspfade,
wo nichts den Ölzweig bringt der Gnade.

Der Mann (Bariton) - Etwas langsamer
's war eine Zeit, du selig Kind,
da jung und rein, wie du, mein Tun
und Beten war, – doch nun!

Nr. 24 Ouartett und Chor

O heil'ge Tränen inn'ger Reue!
In eurer sanften Sühnungsflut
die einzige, die erste neue
schuldlose Lust für Schuld'ge ruht!
O heil'ge Tränen inn'ger Reue!

Nr. 25 Peri

Es fällt ein Tropfen auf's Land
Ägypten, von Juniushitze verbrannt,
vom Mond herab!
Von so heilender Kraft, dass zur Stunde
der Dämon der Pest entschwebt
und Gesundheit Himmel und Erde belebt.
Lässt so, o Sünder, nicht genesen
dich dieser Reuetränen Fall?
Wie glühend die Wunden der Brust gewesen,
ein Himmelstropfen, er heilt sie all'!

Tenor Solo mit Chor
Und sieh, demütig betend kniet
der Mann dort an des Kindes Seite.
Indes ein Sonnenstrahl auf beide,
den Sünder und den Reinen glüht,
und Hymnen durch den Himmel schweben,
denn einer Seele ward vergeben.

Gesunken war der gold'ne Ball,
noch lagen sie auf ihren Knien,
da fiel ein rein'rer, schön'rer Strahl
als je aus Sonn' und Sternen schien,
auf jene Träne.
Ein sterblich Auge nähm' ihn zwar
als Meteor, als Nordlicht wahr,
doch weiß die Peri wohl, der Schein,
es muss des Engels Lächeln sein,
womit er mild die Träne grüßt,
die bald den Himmel ihr erschließt.

Nr. 26 Peri und Chor der Seligen

Freud', ew'ge Freude, mein Werk ist getan,
die Pforte geöffnet zum Himmel hinan,
wie selig, o Wonne, wie selig ich bin!

Süß Eden, wie finster sind gegen dich
Schedukiams Demanttürme,
wie matt die duftenden Lauben von Amberabad!
Lebt wohl, ihr Düfte der Erd', ihr verraucht
schnell, wie der Liebenden Seufzer verhaucht.
Vom Tubabaum ist nun mein Schmaus,
er duftet der Ewigkeit Odem aus.
Lebt wohl, ihr Blüten in meinem Kranz,
ihr blühtet so schön und verwelkt doch schon.
O was sind Blumen im irdischen Glanz
doch gegen den Lotos vor Allahs Thron,
mit ew'gen Blütenästen umstrebt,
wo in jeglichem Blatt eine Seele lebt!

O ew'ge Freude, mein Werk ist getan,
die Pforte geöffnet zum Himmel hinan,
wie selig, o Wonne, wie selig bin ich.

Chor der Seligen
Willkommen, willkommen unter den Frommen!
Du hast gerungen und nicht geruht,
nun ist's errungen das köstliche Gut.

Ja, gibt es ein Opfer der Erdenwelt,
ein Geschenk, das teuer der Himmel hält,
die Träne ist's, die du gebracht,
die aus dem Aug' des Sünders floss
die dir den Himmel wieder erschloss.

Du hast gerungen und nicht geruht,
nun ist's errungen das köstliche Gut!
Aufgenommen in Edens Garten,
wo liebende Seelen deiner warten,
dich ew'ge Ruhe umfließt,
sei uns willkommen, sei uns gegrüßt!
DRITTER TEIL

Nr. 18 Chor der Houris

Schmücket die Stufen zu Allahs Thron,
schmückt sie mit Blumen, Freundinnen alle,
dass auf des Himmels Unterste auch
Gnädig ein Blick des Ewigen falle.
Schlinget den Reigen, lasst uns verneigen
freudig demutsvoll vor dem Herrn!

Quartett
Auch die Geliebten vergesset nicht,
die auf der Erde zurückgeblieben!
Unten ist's dunkel, oben das Licht,
Hass ist dort, hier ewiges Lieben.
Schmücket die Stufen...

Sopran I & II und Chor
Seht da, die Bahn zum ew'gen Licht
kommt schon die Peri herangeflogen!
Liebliche Peri, verzweifle nicht,
Treu' und Glaub' hat noch nie betrogen.
Suche das Gut, im Auge ruht,
was das Teuerste ist dem Herrn!
Jetzo zurück in die Rosenlauben,
Freude zu geben, Freud' zu empfangen,
an des Geliebten Lippen zu hangen,
Küsse zu bieten, Küsse zu rauben.
Schon naht die Sonne, ewige Wonne
harret, die freudig dienen dem Herrn!

Nr. 19 Tenor-Solo

Dem Sang von ferne lauschend schwingt
die Peri höher sich empor;
der reinsten Liebe Seufzer bringt
sie als Geschenk vor Edens Tor.
Hoch klopft ihr Herz,
die Hofnung spricht's:
Bald soll sie Edens Palmen nah'n;
denn lächelnd nimmt der Geist des Lichts
am Tore diese Gaben an.
Und horch, von Himmelsbäumen ruft
kristall'ner Glöcken Klang, sie lauscht
dem Läuten in ambrosischer Luft,
die her von Allahs Throne rauscht;
sie sieht die Sternenscharen blinken
rings um den See des Lichts gereicht,
wo die verklärten Seelen trinken
den ersten Trank der Herrlichkeit.

Doch eitel war der Peri Hoffen,
noch stand das ew'ge Tor nicht offen.
Es spricht der Engel, Schmerz im Blick:

Engel
Noch nicht!
Treu war die Maid, und die Geschichte,
gschrieben überm Haupt des Herrn,
liest noch der Seraph gern;
doch, Peri, noch währt der Verschluss
von Edens Tor:
Viel heil'ger muss die Gabe sein,
die dich zum Tor des Lichts lässt ein!

Nr. 20 Peri

Verstoßen!
Verschlossen aufs Neu' das Goldportal!
Gerichtet!
Vernichtet der Hoffnung letzter Strahl!
So soll ich's nimmer finden
das edle köstliche Gut –
weh mir – ich fühl' ihn schwinden
den hohen Mut –
doch will ich nicht ruhn, will ohne Rast
von einem Pole zum andern schreiten,
durchpilgern will ich alle Weiten,
bis ich das Gut erfasst,
das mir das höchste Glück verheißt,
das, Eden, mir dein Tor erschleußt.
Und wär's bewacht
in Graun und Nacht,
tief in der Erde tiefsten Gründen,
ich will, ich muß das Kleinod finden!

Nr. 21 Bariton Solo (Sehr langsam)

Jetzt sank des Abends gold'ner Schein,
auf Syriens Rosenland herein,
wie Glorienschimmer hing die Sonn'
über dem heil'gen Libanon;
es ragt in Wintermajestät
sein Haupt, vom ew'gen Schnee beglänzt,
indes der Sommer schläft bekränzt
am Fluß auf einem Blumenbeet.
Die aus der Höhe konnte schau'n
herab auf all' die Zauberau'n,
wie schön erschien ihr nicht die Welt,
das rege Leben rings erhellt,
der Garten Pracht, der Wellen Schimmern,
an ihren Ufern goldene Früchte,
die schöner noch im Sonnenlichte,
und dann das tausendstimm'ge Rufen,
das alte Schäferrohr, das Summen
der Bienen im gelobten Land,
die schwärmen über Blumenfelder,
und, Jordan, dein beglückter Strand,
und deine nachtigallenreichen Wälder!

Nr. 22 Tenor Solo (Lebhaft)

Und wie sie niederwärts sich schwingt,
eine Schar von Peris sie umringt:

Chor
Peri, ist's wahr,
dass du in den Himmel willst?
Genügt dir nicht
das Sonnenlicht
und Sterne, Mond und Erde?
Peri, ist's wahr,
dass du in den Himmel willst,
so nimm uns eilig mit!

Bariton Solo
Mit ihrer Schwestern Worten wächst ihr Schmerz,
schwer ist ihr Fittich, trüb ihr Herz;
freudlos sieht sie die Sonn' sich neigen
dort hinter'm Tempel, einst ihr eigen,
des Säulen, hoch und einsam, weit
die Schatten breiten durch die Au'n.

Nr. 23 Peri

Hinab zu jenem Sonnentempel!
Ein Amulett, auf dessen Stein
ein Zeichen glänzt, vom Blitz hinein
geschmolzen, dort gewahr' ich's.
Auch ein Blatt, auf welchem rein
das Siegel prangt von Salomo;
vielleicht entziffern sie mir's,
wo auf Erden, in den Meeren, ruht
die Zaubermacht, das edle Gut,
das Eden öffnet sünd'gen Wesen,
vielleicht vermag's mein Aug' zu lesen!
Hinab!

Tenor Solo
Sie schwebt herab im frohen Hoffen,
noch lacht des Himmels Auge hold.
Die Lauben auch aus Abendgold
stehn noch im Westen offen.
Jetzt über Baalbeks Tal sich schwingend,
erblickt im Spiele sie ein Kind,
inmitten wilder Rosen singend,
so rosig wild, wie selbst sie sind.

Beim Knaben, der des Spiels nun satt
in Blumen sich gelagert hat,
sieht sie vom heißen Rosse steigen
jetzt einen müden Mann und schnell
an einem hochumgrasten Quell
zum Trunke sich herunterbeugen;
dann kehrt er schnell sein wild Gesicht
auf's schöne Kind, das furchtlos saß,
obgleich noch nie des Tages Licht
ein wild'res Antlitz sah als das,
entsetzlich wild, – ein grauser Bund,
wie Wetterwolk' aus Nacht und Glut.
Dort stehn die Laster all', es tut
dort jedes Bubenstück sich kund,
Meineid, erschlagner Gast
betrogne Braut, mit blut'ger Schrift
auf jenem Antlitz stand's geschrieben.

Mezzosopran Solo
Doch horch, wie Vesperruf zum Beten,
da still die Sonn' herniederschwebt,
von Syriens tausend Minaretten
jetzt durch die Lüfte bebt.
Vom Blumenbeet hebt sich der Knab',
das seinem Haupt ein Lager gab,
kniet nieder auf den blum'gen Grund,
worauf mit reinem Engelsmund
er Gottes ew'gen Namen spricht;
er scheint, indem er Blick und Hand
zum Abendhimmel aufgewandt,
ein Engelskind, das sich hernieder
verirrt hat, und seine Heimat suchet wieder.

Tenor Solo
Und was fühlt er, der sünd'ge Mann,
der dort lehnt und sich nun entsann,
so manchen Jahrs voll Schuld und Blut,
der auf des Lebens dunkler Flut
umsonst späht nach dem Rettungspfade,
wo nichts den Ölzweig bringt der Gnade.

Der Mann (Bariton) - Etwas langsamer
's war eine Zeit, du selig Kind,
da jung und rein, wie du, mein Tun
und Beten war, – doch nun!

Nr. 24 Ouartett und Chor

O heil'ge Tränen inn'ger Reue!
In eurer sanften Sühnungsflut
die einzige, die erste neue
schuldlose Lust für Schuld'ge ruht!
O heil'ge Tränen inn'ger Reue!

Nr. 25 Peri

Es fällt ein Tropfen auf's Land
Ägypten, von Juniushitze verbrannt,
vom Mond herab!
Von so heilender Kraft, dass zur Stunde
der Dämon der Pest entschwebt
und Gesundheit Himmel und Erde belebt.
Lässt so, o Sünder, nicht genesen
dich dieser Reuetränen Fall?
Wie glühend die Wunden der Brust gewesen,
ein Himmelstropfen, er heilt sie all'!

Tenor Solo mit Chor
Und sieh, demütig betend kniet
der Mann dort an des Kindes Seite.
Indes ein Sonnenstrahl auf beide,
den Sünder und den Reinen glüht,
und Hymnen durch den Himmel schweben,
denn einer Seele ward vergeben.

Gesunken war der gold'ne Ball,
noch lagen sie auf ihren Knien,
da fiel ein rein'rer, schön'rer Strahl
als je aus Sonn' und Sternen schien,
auf jene Träne.
Ein sterblich Auge nähm' ihn zwar
als Meteor, als Nordlicht wahr,
doch weiß die Peri wohl, der Schein,
es muss des Engels Lächeln sein,
womit er mild die Träne grüßt,
die bald den Himmel ihr erschließt.

Nr. 26 Peri und Chor der Seligen

Freud', ew'ge Freude, mein Werk ist getan,
die Pforte geöffnet zum Himmel hinan,
wie selig, o Wonne, wie selig ich bin!

Süß Eden, wie finster sind gegen dich
Schedukiams Demanttürme,
wie matt die duftenden Lauben von Amberabad!
Lebt wohl, ihr Düfte der Erd', ihr verraucht
schnell, wie der Liebenden Seufzer verhaucht.
Vom Tubabaum ist nun mein Schmaus,
er duftet der Ewigkeit Odem aus.
Lebt wohl, ihr Blüten in meinem Kranz,
ihr blühtet so schön und verwelkt doch schon.
O was sind Blumen im irdischen Glanz
doch gegen den Lotos vor Allahs Thron,
mit ew'gen Blütenästen umstrebt,
wo in jeglichem Blatt eine Seele lebt!

O ew'ge Freude, mein Werk ist getan,
die Pforte geöffnet zum Himmel hinan,
wie selig, o Wonne, wie selig bin ich.

Chor der Seligen
Willkommen, willkommen unter den Frommen!
Du hast gerungen und nicht geruht,
nun ist's errungen das köstliche Gut.

Ja, gibt es ein Opfer der Erdenwelt,
ein Geschenk, das teuer der Himmel hält,
die Träne ist's, die du gebracht,
die aus dem Aug' des Sünders floss
die dir den Himmel wieder erschloss.

Du hast gerungen und nicht geruht,
nun ist's errungen das köstliche Gut!
Aufgenommen in Edens Garten,
wo liebende Seelen deiner warten,
dich ew'ge Ruhe umfließt,
sei uns willkommen, sei uns gegrüßt!



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