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ERSTER TEIL

FLUCH DES ELIAS

Einleitung

ELIAS
So wahr der Herr, der Gott Israels lebet, vor dem ich stehe:
Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.

Ouvertüre

KLAGE, GEBET UND VERHEISSUNG

1. CHOR

DAS VOLK
Hilf, Herr! Hilf, Herr! Willst du uns denn gar vertilgen?
Die Ernte ist vergangen, der Sommer ist dahin, und uns ist keine Hilfe gekommen!
Will denn der Herr nicht mehr Gott sein in Zion?

Rezitativ
Die Tiefe ist versieget! Und die Ströme sind vertrocknet!
Dem Säugling klebt die Zunge am Gaumen vor Durst!
Die jungen Kinder heischen Brot! Und da ist niemand, der es ihnen breche!

2. Duett mit CHOR

DAS VOLK
Herr, höre unser Gebet!

Sopran I und II
Zion streckt ihre Hände aus, und da ist niemand, der sie tröste.

3. Rezitativ

OBADJAH
Zerreißet eure Herzen und nicht eure Kleider!
Um unsrer Sünden willen hat Elias den Himmel verschlossen durch das Wort des Herrn!
So bekehret euch zu dem Herrn eurem Gott, denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig
und von großer Güte und reut ihn bald der Strafe.

4. Arie

OBADJAH
"So ihr mich von ganzem Herzen suchet, so will ich mich finden lassen",
spricht unser Gott. Ach, daß ich wüßte, wie ich ihn finden und zu seinem Stuhle kommen möchte!

5. CHOR

DAS VOLK
Aber der Herr sieht es nicht, er spottet unser!
Der Fluch ist über uns gekommen. Er wird uns verfolgen, bis er uns tötet!
"Denn ich der Herr, dein Gott, ich bin ein eifriger Gott, der da heimsucht
der Väter Missetat an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied derer,
die mich hassen. Und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden,
die mich liebhaben und meine Gebote halten."

WUNDER DER ERWECKUNG

6. Rezitativ

EIN ENGEL
Elias, gehe weg von hinnen und wende dich gen Morgen
und verbirg dich am Bache Crith! Du sollst vom Bache trinken,
und die Raben werden dir Brot bringen des Morgens und des Abends,
nach dem Wort deines Gottes.

7. Doppelquartett

DIE ENGEL
Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir,
daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, daß sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Rezitativ

EIN ENGEL
Nun auch der Bach vertrocknet ist, Elias, mache dich auf,
gehe gen Zarpath und bleibe daselbst! Denn der Herr hat daselbst einer Witwe geboten,
daß sie dich versorge. Das Mehl im Cad soll nicht verzehret werden,
und dem Ölkruge soll nichts mangeln bis auf den Tag,
da der Herr regnen lassen wird auf Erden.

8. Rezitativ, Arie und Duett

DIE WITWE
Was hast du an mir getan, du Mann Gottes!
Du bist zu mir hereingekommen, daß meiner Missetat gedacht und mein Sohn getötet werde!
Hilf mir, du Mann Gottes! Mein Sohn ist krank, und seine Krankheit ist so hart,
daß kein Odem mehr in ihm blieb. Ich netze mit meinen Tränen mein Lager die ganze Nacht.
Du schaust das Elend, sei du der Armen Helfer! Hilf meinem Sohn! Es ist kein Odem mehr in ihm!

ELIAS
Gib mir her deinen Sohn! Herr, mein Gott, vernimm mein Fleh'n!
Wende dich, Herr, und sei ihr gnädig, und hilf dem Sohne deiner Magd!
Denn du bist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte und Treue!
Herr, mein Gott, lasse die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!

DIE WITWE
Wirst du denn unter den Toten Wunder tun? Es ist kein Odem mehr in ihm!

ELIAS
Herr, mein Gott, lasse die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!

DIE WITWE
Werden die Gestorb'nen aufsteh'n und dir danken?

ELIAS
Herr, mein Gott, lasse die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!

DIE WITWE
Der Herr erhört deine Stimme, die Seele des Kindes kommt wieder!
Es wird lebendig!

ELIAS
Siehe da, dein Sohn lebet!

DIE WITWE
Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist,
und des Herrn Wort in deinem Munde ist Wahrheit!
Wie soll ich dem Herrn vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut?

ELIAS
Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen.

ELIAS, DIE WITWE
Von ganzer Seele, von allem Vermögen.
Wohl dem, der den Herrn fürchtet.

9. CHOR

Wohl dem, der den Herrn fürchtet und auf seinen Wegen geht!
Wohl dem, der auf Gottes Wegen geht! Dem Frommen geht das Licht auf in der Finsternis.
Dem Frommen geht das Licht auf von dem Gnädigen, Barmherzigen und Gerechten.

WUNDER DES FEUERS

10. Rezitativ mit Chor

ELIAS
So wahr der Herr Zebaoth lebet, vor dem ich stehe: Heute, im dritten Jahre,
will ich mich dem Könige zeigen, und der Herr wird wieder regnen lassen auf Erden.

KÖNIG AHAB
Bist du's, Elias, bist du's, der Israel verwirrt?

DAS VOLK
Du bist's, Elias, du bist's, der Israelverwirrt!

ELIAS
Ich verwirre Israel nicht, sondern du, König, und deines Vaters Haus,
damit, daß ihr des Herrn Gebot verlaßt und wandelt Baalim nach. Wohlan!
So sende nun hin und versammle zu mir das ganze Israel auf den Berg Carmel,
und alle Propheten Baals, und alle Propheten des Hains, die vom Tische der Königin essen:
Da wollen wir sehn, ob Gott der Herr ist.

DAS VOLK
Da wollen wir sehn, ob Gott der Herr ist.

ELIAS
Auf denn, ihr Propheten Baals, erwählet einen Farren,
und legt kein Feuer daran, und rufet ihr an den Namen eures Gottes,
und ich will den Namen des Herrn anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott.

DAS VOLK
Ja, welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott.

ELIAS
Rufet euren Gott zuerst, denn eurer sind viele!
Ich aber bin allein übrig geblieben, ein Prophet des Herrn.
Ruft eure Feldgötter und eure Berggötter!

11. CHOR

PROPHETEN BAALS
Baal, erhöre uns! Wende dich zu unserm Opfer,
Baal, erhöre uns! Höre uns, mächtiger Gott! Send uns dein Feuer und vertilge den Feind!

12. Rezitativ und Chor

ELIAS
Rufet lauter! Denn er ist ja Gott. Er dichtet, oder er hat zu schaffen,
oder er ist über Feld, oder schläft er vielleicht, daß er aufwache. Rufet lauter, rufet lauter!

PROPHETEN BAALS
Baal, erhöre uns, wache auf! Warum schläfst du?

13. Rezitativ und Chor

ELIAS
Rufet lauter! Er hört euch nicht! Ritzt euch mit Messern und mit Pfriemen nach eurer Weise.
Hinkt um den Altar, den ihr gemacht, rufet und weissagt!
Da wird keine Stimme sein, keine Antwort, kein Aufmerken.

PROPHETEN BAALS
Baal! Gib uns Antwort, Baal! Siehe, die Feinde verspotten uns!

ELIAS
Kommt her, alles Volk, kommt her zu mir!

14. Arie

ELIAS
Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, laß heut kund werden,
daß du Gott bist und ich dein Knecht. Herr, Gott Abrahams!
Und daß ich solches alles nach deinem Worte getan!
Erhöre mich, Herr, erhöre mich! Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, erhöre mich,
Herr, erhöre mich, daß dies Volk wisse, daß du der Herr Gott bist, daß du ihr Herz danach bekehrest!

15. Quartett

ENGEL
Wirf dein Anliegen auf den Herrn, der wird dich versorgen,
und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen.
Denn seine Gnade reicht so weit der Himmel ist,
und keiner wird zuschanden, der seiner harret.

16. Rezitativ mit Chor

ELIAS
Der du deine Diener machst zu Geistern
und deine Engel zu Feuerflammen, sende sie herab!

DAS VOLK
Das Feuer fiel herab! Feuer!
Die Flamme fraß das Brandopfer! Fallt nieder auf euer Angesicht!
Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Der Herr, unser Gott, ist ein einiger Herr,
und es sind keine anderen Götter neben ihm.

ELIAS
Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne,
führt sie hinab an den Bach und schlachtet sie daselbst!

DAS VOLK
Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne!

17. Arie

ELIAS
Ist nicht des Herrn Wort wie ein Feuer und wie ein Hammer,
der Felsen zerschlägt? Sein Wort ist wie ein Feuer und wie ein Hammer,
der Felsen zerschlägt. Gott ist ein rechter Richter, und ein Gott, der täglich droht.
Will man sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert gewetzt
und seinen Bogen gespannt und zielet!

18. Arioso

Alt
Weh ihnen, daß sie von mir weichen!
Sie müssen verstöret werden, denn sie sind abtrünnig von mir geworden.
Ich wollte sie wohl erlösen, wenn sie nicht Lügen wider mich lehrten.
Ich wollte sie wohl erlösen, aber sie hören es nicht. Weh ihnen! Weh ihnen!

WUNDER DES REGENS

19. Rezitativ mit CHOR

OBADJAH
Hilf deinem Volk, du Mann Gottes! Es ist doch ja unter der Heiden Götzen keiner,
der Regen könnte geben. So kann der Himmel auch nicht regnen, denn Gott allein kann solches alles tun.

ELIAS
O Herr! Du hast nun deine Feinde verworfen und zerschlagen!
So schaue nun vom Himmel herab und wende die Not deines Volkes.
Öffne den Himmel und fahre herab. Hilf deinem Knecht, o du mein Gott!

DAS VOLK
Öffne den Himmel und fahre herab.
Hilf deinem Knecht, o du mein Gott!

ELIAS
Gehe hinauf, Knabe, und schaue zum Meere zu,
ob der Herr mein Gebet erhört.

DER KNABE
Ich sehe nichts; der Himmel ist ehern über meinem Haupte.

ELIAS
Wenn der Himmel verschlossen wird, weil sie an dir gesündigt haben,
und sie werden beten und deinen Namen bekennen und sich von ihren Sünden bekehren,
so wollest du ihnen gnädig sein. Hilf deinem Knecht, o du, mein Gott!

DAS VOLK
So wollest du uns gnädig sein, hilf deinem Knecht,
o du, mein Gott!

ELIAS
Gehe wieder hin und schaue dem Meere zu.

DER KNABE
Ich sehe nichts; die Erde ist eisern unter mir!

ELIAS
Rauscht es nicht, als wollte es regnen?
Siehest du noch nichts vom Meer her?

DER KNABE
Ich sehe nichts!

ELIAS
Wende dich zum Gebet deines Knechts, zu seinem Fleh'n, Herr!
Herr, du mein Gott! Wenn ich rufe zu dir, Herr, mein Hort,
so schweige mir nicht! Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit.

DER KNABE
Es gehet eine kleine Wolke auf aus dem Meere,
wie eines Mannes Hand; der Himmel wird schwarz von Wolken und Wind;
es rauschet stärker und stärker!

DAS VOLK
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich.

ELIAS
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich!

20. CHOR

DAS VOLK
Dank sei dir Gott, du tränkest das durst'ge Land!
Die Wasserströme erheben sich, sie erheben ihr Brausen.
Die Wasserwogen sind groß und brausen gewaltig.
Doch der Herr ist noch größer in der Höhe.
ERSTER TEIL

FLUCH DES ELIAS

Einleitung

ELIAS
So wahr der Herr, der Gott Israels lebet, vor dem ich stehe:
Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.

Ouvertüre

KLAGE, GEBET UND VERHEISSUNG

1. CHOR

DAS VOLK
Hilf, Herr! Hilf, Herr! Willst du uns denn gar vertilgen?
Die Ernte ist vergangen, der Sommer ist dahin, und uns ist keine Hilfe gekommen!
Will denn der Herr nicht mehr Gott sein in Zion?

Rezitativ
Die Tiefe ist versieget! Und die Ströme sind vertrocknet!
Dem Säugling klebt die Zunge am Gaumen vor Durst!
Die jungen Kinder heischen Brot! Und da ist niemand, der es ihnen breche!

2. Duett mit CHOR

DAS VOLK
Herr, höre unser Gebet!

Sopran I und II
Zion streckt ihre Hände aus, und da ist niemand, der sie tröste.

3. Rezitativ

OBADJAH
Zerreißet eure Herzen und nicht eure Kleider!
Um unsrer Sünden willen hat Elias den Himmel verschlossen durch das Wort des Herrn!
So bekehret euch zu dem Herrn eurem Gott, denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig
und von großer Güte und reut ihn bald der Strafe.

4. Arie

OBADJAH
"So ihr mich von ganzem Herzen suchet, so will ich mich finden lassen",
spricht unser Gott. Ach, daß ich wüßte, wie ich ihn finden und zu seinem Stuhle kommen möchte!

5. CHOR

DAS VOLK
Aber der Herr sieht es nicht, er spottet unser!
Der Fluch ist über uns gekommen. Er wird uns verfolgen, bis er uns tötet!
"Denn ich der Herr, dein Gott, ich bin ein eifriger Gott, der da heimsucht
der Väter Missetat an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied derer,
die mich hassen. Und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden,
die mich liebhaben und meine Gebote halten."

WUNDER DER ERWECKUNG

6. Rezitativ

EIN ENGEL
Elias, gehe weg von hinnen und wende dich gen Morgen
und verbirg dich am Bache Crith! Du sollst vom Bache trinken,
und die Raben werden dir Brot bringen des Morgens und des Abends,
nach dem Wort deines Gottes.

7. Doppelquartett

DIE ENGEL
Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir,
daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, daß sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Rezitativ

EIN ENGEL
Nun auch der Bach vertrocknet ist, Elias, mache dich auf,
gehe gen Zarpath und bleibe daselbst! Denn der Herr hat daselbst einer Witwe geboten,
daß sie dich versorge. Das Mehl im Cad soll nicht verzehret werden,
und dem Ölkruge soll nichts mangeln bis auf den Tag,
da der Herr regnen lassen wird auf Erden.

8. Rezitativ, Arie und Duett

DIE WITWE
Was hast du an mir getan, du Mann Gottes!
Du bist zu mir hereingekommen, daß meiner Missetat gedacht und mein Sohn getötet werde!
Hilf mir, du Mann Gottes! Mein Sohn ist krank, und seine Krankheit ist so hart,
daß kein Odem mehr in ihm blieb. Ich netze mit meinen Tränen mein Lager die ganze Nacht.
Du schaust das Elend, sei du der Armen Helfer! Hilf meinem Sohn! Es ist kein Odem mehr in ihm!

ELIAS
Gib mir her deinen Sohn! Herr, mein Gott, vernimm mein Fleh'n!
Wende dich, Herr, und sei ihr gnädig, und hilf dem Sohne deiner Magd!
Denn du bist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte und Treue!
Herr, mein Gott, lasse die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!

DIE WITWE
Wirst du denn unter den Toten Wunder tun? Es ist kein Odem mehr in ihm!

ELIAS
Herr, mein Gott, lasse die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!

DIE WITWE
Werden die Gestorb'nen aufsteh'n und dir danken?

ELIAS
Herr, mein Gott, lasse die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!

DIE WITWE
Der Herr erhört deine Stimme, die Seele des Kindes kommt wieder!
Es wird lebendig!

ELIAS
Siehe da, dein Sohn lebet!

DIE WITWE
Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist,
und des Herrn Wort in deinem Munde ist Wahrheit!
Wie soll ich dem Herrn vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut?

ELIAS
Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen.

ELIAS, DIE WITWE
Von ganzer Seele, von allem Vermögen.
Wohl dem, der den Herrn fürchtet.

9. CHOR

Wohl dem, der den Herrn fürchtet und auf seinen Wegen geht!
Wohl dem, der auf Gottes Wegen geht! Dem Frommen geht das Licht auf in der Finsternis.
Dem Frommen geht das Licht auf von dem Gnädigen, Barmherzigen und Gerechten.

WUNDER DES FEUERS

10. Rezitativ mit Chor

ELIAS
So wahr der Herr Zebaoth lebet, vor dem ich stehe: Heute, im dritten Jahre,
will ich mich dem Könige zeigen, und der Herr wird wieder regnen lassen auf Erden.

KÖNIG AHAB
Bist du's, Elias, bist du's, der Israel verwirrt?

DAS VOLK
Du bist's, Elias, du bist's, der Israelverwirrt!

ELIAS
Ich verwirre Israel nicht, sondern du, König, und deines Vaters Haus,
damit, daß ihr des Herrn Gebot verlaßt und wandelt Baalim nach. Wohlan!
So sende nun hin und versammle zu mir das ganze Israel auf den Berg Carmel,
und alle Propheten Baals, und alle Propheten des Hains, die vom Tische der Königin essen:
Da wollen wir sehn, ob Gott der Herr ist.

DAS VOLK
Da wollen wir sehn, ob Gott der Herr ist.

ELIAS
Auf denn, ihr Propheten Baals, erwählet einen Farren,
und legt kein Feuer daran, und rufet ihr an den Namen eures Gottes,
und ich will den Namen des Herrn anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott.

DAS VOLK
Ja, welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott.

ELIAS
Rufet euren Gott zuerst, denn eurer sind viele!
Ich aber bin allein übrig geblieben, ein Prophet des Herrn.
Ruft eure Feldgötter und eure Berggötter!

11. CHOR

PROPHETEN BAALS
Baal, erhöre uns! Wende dich zu unserm Opfer,
Baal, erhöre uns! Höre uns, mächtiger Gott! Send uns dein Feuer und vertilge den Feind!

12. Rezitativ und Chor

ELIAS
Rufet lauter! Denn er ist ja Gott. Er dichtet, oder er hat zu schaffen,
oder er ist über Feld, oder schläft er vielleicht, daß er aufwache. Rufet lauter, rufet lauter!

PROPHETEN BAALS
Baal, erhöre uns, wache auf! Warum schläfst du?

13. Rezitativ und Chor

ELIAS
Rufet lauter! Er hört euch nicht! Ritzt euch mit Messern und mit Pfriemen nach eurer Weise.
Hinkt um den Altar, den ihr gemacht, rufet und weissagt!
Da wird keine Stimme sein, keine Antwort, kein Aufmerken.

PROPHETEN BAALS
Baal! Gib uns Antwort, Baal! Siehe, die Feinde verspotten uns!

ELIAS
Kommt her, alles Volk, kommt her zu mir!

14. Arie

ELIAS
Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, laß heut kund werden,
daß du Gott bist und ich dein Knecht. Herr, Gott Abrahams!
Und daß ich solches alles nach deinem Worte getan!
Erhöre mich, Herr, erhöre mich! Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, erhöre mich,
Herr, erhöre mich, daß dies Volk wisse, daß du der Herr Gott bist, daß du ihr Herz danach bekehrest!

15. Quartett

ENGEL
Wirf dein Anliegen auf den Herrn, der wird dich versorgen,
und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen.
Denn seine Gnade reicht so weit der Himmel ist,
und keiner wird zuschanden, der seiner harret.

16. Rezitativ mit Chor

ELIAS
Der du deine Diener machst zu Geistern
und deine Engel zu Feuerflammen, sende sie herab!

DAS VOLK
Das Feuer fiel herab! Feuer!
Die Flamme fraß das Brandopfer! Fallt nieder auf euer Angesicht!
Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Der Herr, unser Gott, ist ein einiger Herr,
und es sind keine anderen Götter neben ihm.

ELIAS
Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne,
führt sie hinab an den Bach und schlachtet sie daselbst!

DAS VOLK
Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne!

17. Arie

ELIAS
Ist nicht des Herrn Wort wie ein Feuer und wie ein Hammer,
der Felsen zerschlägt? Sein Wort ist wie ein Feuer und wie ein Hammer,
der Felsen zerschlägt. Gott ist ein rechter Richter, und ein Gott, der täglich droht.
Will man sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert gewetzt
und seinen Bogen gespannt und zielet!

18. Arioso

Alt
Weh ihnen, daß sie von mir weichen!
Sie müssen verstöret werden, denn sie sind abtrünnig von mir geworden.
Ich wollte sie wohl erlösen, wenn sie nicht Lügen wider mich lehrten.
Ich wollte sie wohl erlösen, aber sie hören es nicht. Weh ihnen! Weh ihnen!

WUNDER DES REGENS

19. Rezitativ mit CHOR

OBADJAH
Hilf deinem Volk, du Mann Gottes! Es ist doch ja unter der Heiden Götzen keiner,
der Regen könnte geben. So kann der Himmel auch nicht regnen, denn Gott allein kann solches alles tun.

ELIAS
O Herr! Du hast nun deine Feinde verworfen und zerschlagen!
So schaue nun vom Himmel herab und wende die Not deines Volkes.
Öffne den Himmel und fahre herab. Hilf deinem Knecht, o du mein Gott!

DAS VOLK
Öffne den Himmel und fahre herab.
Hilf deinem Knecht, o du mein Gott!

ELIAS
Gehe hinauf, Knabe, und schaue zum Meere zu,
ob der Herr mein Gebet erhört.

DER KNABE
Ich sehe nichts; der Himmel ist ehern über meinem Haupte.

ELIAS
Wenn der Himmel verschlossen wird, weil sie an dir gesündigt haben,
und sie werden beten und deinen Namen bekennen und sich von ihren Sünden bekehren,
so wollest du ihnen gnädig sein. Hilf deinem Knecht, o du, mein Gott!

DAS VOLK
So wollest du uns gnädig sein, hilf deinem Knecht,
o du, mein Gott!

ELIAS
Gehe wieder hin und schaue dem Meere zu.

DER KNABE
Ich sehe nichts; die Erde ist eisern unter mir!

ELIAS
Rauscht es nicht, als wollte es regnen?
Siehest du noch nichts vom Meer her?

DER KNABE
Ich sehe nichts!

ELIAS
Wende dich zum Gebet deines Knechts, zu seinem Fleh'n, Herr!
Herr, du mein Gott! Wenn ich rufe zu dir, Herr, mein Hort,
so schweige mir nicht! Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit.

DER KNABE
Es gehet eine kleine Wolke auf aus dem Meere,
wie eines Mannes Hand; der Himmel wird schwarz von Wolken und Wind;
es rauschet stärker und stärker!

DAS VOLK
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich.

ELIAS
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich!

20. CHOR

DAS VOLK
Dank sei dir Gott, du tränkest das durst'ge Land!
Die Wasserströme erheben sich, sie erheben ihr Brausen.
Die Wasserwogen sind groß und brausen gewaltig.
Doch der Herr ist noch größer in der Höhe.



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