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ERSTER AKT

Introduktion

CHOR
Hurra! Nur her
Die Gewehr'!
Welche Lust gewährt die Jagd,
Die man im Geheimen wagt!
Gilt's dem fürstlichen Pläsir!
Mit der Büchse fein und sacht
Schleichen wir hinaus bei Nacht;
Jeder holt sich seinen Teil-
Waidmanns Heil!

EIN BAUER
Wer als Wildschütz' wird entdeckt,
Der wird sicher ins Loch gesteckt!

EIN ANDERER
Bah! Das Erwischen ist zu schwer,
Durchlaucht selbst kommt nie hierher!

EIN BAUER
Doch seiner Durchlaucht Jäger sind
Hinter dem Wilddieb her geschwind!

ALLE
Seine Jäger, faul und dumm,
Führen wir an der Nase herum!

EINER
D'Büchsen bergen wir da im Fass -
Noch kam kein Förster auf den Spass!

EIN ANDERER
Schiesspulver tragen wir im Sack,
In Dosen; grad wie Schnupftabak!

ALLE
So wird kein Wildschütz attrappiert.

EINER
Höchstens, wenn er explodiert!

ALLE
Haha! Hurrah!
Welche Lust gewährt die Jagd, usw.
Kommt nun hinaus! Kommt!
Waldmanns Heil!

SCHNECK
Halt! Halt! Halt!

CHOR
Der Schulze? Und käsebleich?
Der Schulze? - Was gibt's mit Euch

SCHNECK
Schnell die Büchsen hier ins Fass!

CHOR
Warum?

SCHNECK
Fragt nicht lang; es ist kein Spass!

ALLE
So redet doch, warum?

SCHNECK
Mir klappern alle Beine -
Hofjagd auf wilde Schweine -
Durchlaucht ist selber hier!

ALLE
Durchlaucht ist selber hier?

SCHNECK
Kein Wildschwein mehr vorhanden -
Wir schossen sie zu schanden-
Nicht eins mehr im Revier-
Oh Gott, was tun?

ALLE
Kein Wildschwein im Revier!
Nicht eines -
Kein grosses, kein kleines,
Nicht eines!
Und Durchlaucht hier?
Oh weh! Was machen wir?

SCHNECK
Fort, so lang' noch Zeit!

ALLE
Ja, ja! - - Nein, nein.

SCHNECK
Fort! Euch rasch zerstreut!

EINER
Das sind nur Schreckenberger;
Ihr macht stets alles ärger-
Ihr kennt ja Durchlaucht nicht.

SCHNECK
Doch seinen Jägermeister,
Den Baron Weps, so heisst er -
Den habe ich geseh'n.

ALLE
So habt Ihr ihn geseh'n,
Den Schlucker voll Schulden?
Der geniert uns nicht!

WEPS
Ha! Füchse in der Falle!
Jetzt hab' ich Euch alle!
Keiner mir entwischt.

ALLE
Der Jägermeister ist's!

WEPS
Ihr habt gestohlen niederträchtig.
Früher war der Saustand prächtig.
Und jetzt kaum ein Soloschwein;
Da schlag' doch gleich der Deixel drein!
Durchlaucht muss eine Wildsau schiessen,
Sonst werd' furchtbar ich verrissen -
Pfutsch wär' meine Jägerehr:
Drum schafft sofort ein Wildschwein her!

SCHNECK
Ach, es gibt in der Gemeine
Nurmehr zahme Schweine;
Die bieten wir Euch an
Demütig im Vereine.

CHOR
Ach, nehmt es!

WEPS
Ein Wildschwein!

SCHNECK
Muss es grad ein wildes sein?

CHOR
O weh!

SCHNECK
Jekus! Jekus! Das ist schwer.
Wo nimmt man gleich Wildschwein' her?
Alle sind verschossen schon-
Exzellenz -Pardon! Pardon!

CHOR
Jekus! Jekus! Das ist schwer, usw.

WEPS
Pardon?
Ich soll Euch Diebe pardonnieren?

CHOR
Ja, ja!

WEPS
Nein, ich werde rapportieren!

CHOR
Nein, nein!

WEPS
Man wird Euch kujonieren!

CHOR
Ja, ja!

WEPS
Glaubet Ihr, ich lass' mich rühren?

CHOR
Nein, nein, Exzellenz!

WEPS
Glaubt Ihr gar, ich lass' mich schmieren?

CHOR
Gnade!

WEPS
Jamais! Niemals!

CHOR
Gnade Exzellenz! - -

WEPS
Eigentlich, eigentlich
Hat das Ferkel was für sich
Und vermitteln will ich schon -
Aber haben muss ich was davon!

CHOR
Eigentlich, eigentlich
Hat das Ferkel was für sich
Und vermitteln will er schon -
Aber haben muss er was davon!

WEPS
Hört weiter nun; Ihr Hundeseelen!
Durchlaucht geruhte zu befehlen,
Dass ihm ein hübsch Gemeindekind
Einen Strauss überreich' zum Angebind'!
Ich werd' zur Audienz sie bringen.
Kann sie des Fürsten Huld erringen,
Wird er eine Mitgift ihr verleih'n;
Aber sauber muss die Jungfrau sein!

SCHNECK
Jungfrau'n gibt's in der Gemeine
Leider nur ganz kleine.
Darf's denn keine Witwe sein?
Die hätten wir sehr feine!

CHOR
Sehr feine.

WEPS
Eine Jungfrau!

SCHNECK
Darf's keine Witwe sein?

CHOR
O weh!

SCHNECK
Jekus! Jekus, das ist schwer!
Wo nimmt man gleich Jungfrau'n her?
Alle sind vergeben schon-
Exzellenz - Pardon! Pardon!

CHOR
Jekus! Jekus! Das ist schwer, usw.
Gnade! Exzellenz! - -

WEPS
Eigentlich, eigentlich
Hat die Witwe was für sich;
Und vermitteln will ich schon -
Aber haben muss ich was davon!

CHOR
Eigentlich, eigentlich
Hat die Witwe was für sich, usw.


Adams Entrée
Tiroler Chor

CHOR
Grüss' Euch Gott, alle miteinander!
Wir sind g'sund wieder auf der Wander.
Kommen grad' aus dem Landel 'raus
Geh'n um d'Welt und drüber 'naus.
Alles hört gern die Zither schlagen,
Tut nach goldenen Vögeln fragen;
Sind schon da, alle Kraxen voll,
Fromm dressiert, alle aus Tirol!
Grüss Euch Gott, usw.

BAUERN
Wo habt Ihr denn den Adam?
Den lustigen Patron?

TIROLER
Den Adam? Schaut her -
Da kommt er schon!

ADAM
Grüss' Euch Gott -

CHOR
Alle miteinander!

ADAM
Ich bin g'sund -

CHOR
Wieder auf der Wander.

ADAM
Schaut's Euch meine Vögel an.
Lasst's mich was verdienen d'ran,
Grüne, gelbe, grosse, kleine,
Aber lauter superfeine.
Die hab'n mehr studiert als Ihr -
Die Dressur hab'ns ja von mir.
Ich gib's her, alle miteinander,
Wie's da sind, die Weiber und die Mander.
Nur gut zahl'n!
Jetzt sind sie wohl noch still,
Doch nur so lang ich will;
Dann fang ich z'locken an,
Pfeift jeder, was er kann!
Passt nur auf- - - Tirili - - -

CHOR
Bravo! Das macht doch nur
Deine Dressur!

ADAM
Flix, flux, flax, Florian!
Fragt, woher's der Vogel kann.
Dass die Dinger so begreifen,
Und die schwersten Jodler pfeifen,
Flix, flux, flax, Florian,
Und dass man's kann!
So ein Vogel hat
Mucken desperat;
Stellt zu Fleiss sich dumm
Beim Exerzitium.
Trotzt er mir zu keck,
Trag' ich's Futter weg.
's Wasser fort,
Lass ihn hocken dort!
Ah, das wirkt!
Wie beim Vogel geht's
Auch beim Mädel stets.
Woll'n sie Euch sekkieren,
Nur gleich fest dressieren.
Ich hab' noch eine jede g'richt't.
Nur eine einzige nicht-
Nur eine nicht!

CHOR
Ah, die Christel!

ADAM
Wenn ich auf Gottes Erden
Mir auch alle Vögel fang'
Fehlt mir just das eine Täuberl
Nach dem ich am meisten verlang'
Mit ihrem Haubenschöpferl,
Mit ihrem lieben Kröpferl,
Mit dem Halserl schneerieserlweiss
Tut's nach andern gucken,
Hat für mich nur Mucken,
Macht den Kopf mir gar heiss.
Ich muss das Täuberl fangen,
Ich halt's nicht aus, die Qual;
Drum will ich's heut versuchen
Zum allerletzten Mal!
Doch sollt' sie wieder trutzen
Und grad' ihre Raupen ham - -
Dann pfeif' ich auf alle Vögel
Und schlag meine Kraxen z'samm.
Ja, dann will ich nichts mehr wissen-,
Dann, schnöde Welt, fahr' wohl;
Denn dann werd' ich Kapuziner
Dort wo hinten in Tirol!
Aber derentwegen nicht verzagen.
Ich weiss, heut' muss es geh'n.
Flix, flux, flax, Florian,
's geht ja ein' Tiroler an.
Heute muss der Fang mir glücken,
Mein wird sie, trotz aller Tücken.
Flix, flux, flax, Florian,
's geht ja ein' Tiroler an!

CHOR
Flix, flux, flax, Florian!


Duett
Weps, Stanislaus

STANISLAUS
Als dir die Welt voll Rosen hing -

WEPS
War ich ein netter Schmetterling.

STANISLAUS
Jetzt bist du wohl mehr schwärmerisch -

WEPS
Man hat das Schönste hinter sich.

STANISLAUS
Trotz alledem

WEPS
Lebt man noch immer angenehm,
Man ist gescheit,
Benützt die Zeit
Und so ein bisschen Gelegenheit.

STANISLAUS
Wärst du statt mir im Pavillon -
'
WEPS
Ich wüsst' mich zu benehmen schon.

STANISLAUS
Zuerst sagst du mehr väterlich -

WEPS
Oh fürchte nichts, mein Kind, und sprich!

STANISLAUS
Dabei wirst du als Kenner dir -

WEPS
Wohl ihr Ensemble prüfen mir -

STANISLAUS
Und wenn ihr Reiz dich übermannt -

WEPS
Und übermannt -

STANISLAUS
Dann fass't du zärtlich ihre Hand.

WEPS
Fass' ich zärtlich ihre Hand.

STANISLAUS
Streichelst huldvoll ihr das Kinn -

WEPS
Ja, ja! Das Kinn!

STANISLAUS
Und ziehst sie näher zu dir hin.

WEPS
Ja, ja, noch näher zu mir hin.

STANISLAUS
Wenn sie halb schmollt, wenn sie halb lacht -

WEPS
Ja, wenn sie lacht -

STANISLAUS
Dann ist der Anfang schon gemacht. - -
Hab' ich mir's nicht hübsch gedacht?

WEPS
Ich hätt's früher so gemacht.

STANISLAUS
Soll ich's machen so wie du?

WEPS
Der beste Weg! - Nur zu, nur zu!

BEIDE
Haha! Hehe!
Der liebe Neffe Stanislaus
Wächst sich ganz auf Onkel 'naus!


Entrée der Hofdamen und der Kurfürstin
Chor der Hofdamen

CHOR
Schnelle, kommt nur Alle!
Sie sind in der Falle.
Überraschen wir
Die Jäger im Revier.

KURFÜRSTIN
Fröhlich Pfalz -
Gott erhalt's!
Das soll stets Devise sein.
Nicht geniert,
Nachgespürt,
Wo der Jäger Stelldichein!
Wenn's gelang,
Keinen Zwang,
Klingt ein Lied,
Sing' ich mit.
Lockt der Wein,
Schenk' ich ein;
Ich bin ja ein Kind vom Rhein!

CHOR
Ja, vom Rhein.

KURFÜRSTIN
Ich liebe das Land und den Wein,
Ach, ich bin ja ein Kind vom Rhein!

CHOR
Lied und Wein -
Sie ist ja ein Kind vom Rhein!

ALLE
Heuchelei und Prüderie,
Hier bei uns flieht man sie.
Liebt die Sonne, die Freude allein,
Sonnenschein,
Hell und rein.
Lied und Wein
Hier am Rhein.

CHOR
Fröhlich Pfalz -
Gott erhalt's!

KURFÜRSTIN
Das soll stets Devise sein!

CHOR
Nicht geniert,
Nachgespürt -

KURFÜRSTIN
Wo der Jäger Stelldichein.

ALLE
Wenn's gelang,
Keinen Zwang;
Klingt ein Lied,
Singet mit.
Lockt der Wein,
Schenket ein.
Denn ich bin ja ein Kind vom Rhein.
Sie ist ja ein Kind vom Rhein!

KURFÜRSTIN
Wollen heut' den Herren
Lustig Mores lehren.
Die vor Amors Pfeilen
In die Wälder eilen;
Sollen nicht entrinnen.
Eh' sie sich besinnen
Sind sie umstellt,
Sind sie geprellt.
Mitten im Wald
Wo's Jagdhorn schallt!

CHOR
Auf! Wir wollen den Wald rasch durchstreifen.

KURFÜRSTIN
Beschleicht klug der Jäger Schar
Sie ahnen nichts von der Gefahr.

CHOR
Auf! Wir wollen sie mutig ergreifen!

KURFÜRSTIN
Fröhlich bestritten
Bis sie bitten
Uns um Pardon!

CHOR
Ha, die Frau'n -

KURFÜRSTIN
Die sind fein!

CHOR
Hier am Rhein!
Ja, wir Frauen am Rhein!
Fröhlich Pfalz -
Gott erhalt's!
Das soll stets Devise sein-
Nicht geniert,
Nachgespürt,
Wo der Jäger Stelldichein!
Wenn's gelang,
Keinen Zwang,
Klingt ein Lied.
Sing' ich mit.
Lockt der Wein,
Schenk ich ein;
Ich bin ja ein Kind vom Rhein!
ERSTER AKT

Introduktion

CHOR
Hurra! Nur her
Die Gewehr'!
Welche Lust gewährt die Jagd,
Die man im Geheimen wagt!
Gilt's dem fürstlichen Pläsir!
Mit der Büchse fein und sacht
Schleichen wir hinaus bei Nacht;
Jeder holt sich seinen Teil-
Waidmanns Heil!

EIN BAUER
Wer als Wildschütz' wird entdeckt,
Der wird sicher ins Loch gesteckt!

EIN ANDERER
Bah! Das Erwischen ist zu schwer,
Durchlaucht selbst kommt nie hierher!

EIN BAUER
Doch seiner Durchlaucht Jäger sind
Hinter dem Wilddieb her geschwind!

ALLE
Seine Jäger, faul und dumm,
Führen wir an der Nase herum!

EINER
D'Büchsen bergen wir da im Fass -
Noch kam kein Förster auf den Spass!

EIN ANDERER
Schiesspulver tragen wir im Sack,
In Dosen; grad wie Schnupftabak!

ALLE
So wird kein Wildschütz attrappiert.

EINER
Höchstens, wenn er explodiert!

ALLE
Haha! Hurrah!
Welche Lust gewährt die Jagd, usw.
Kommt nun hinaus! Kommt!
Waldmanns Heil!

SCHNECK
Halt! Halt! Halt!

CHOR
Der Schulze? Und käsebleich?
Der Schulze? - Was gibt's mit Euch

SCHNECK
Schnell die Büchsen hier ins Fass!

CHOR
Warum?

SCHNECK
Fragt nicht lang; es ist kein Spass!

ALLE
So redet doch, warum?

SCHNECK
Mir klappern alle Beine -
Hofjagd auf wilde Schweine -
Durchlaucht ist selber hier!

ALLE
Durchlaucht ist selber hier?

SCHNECK
Kein Wildschwein mehr vorhanden -
Wir schossen sie zu schanden-
Nicht eins mehr im Revier-
Oh Gott, was tun?

ALLE
Kein Wildschwein im Revier!
Nicht eines -
Kein grosses, kein kleines,
Nicht eines!
Und Durchlaucht hier?
Oh weh! Was machen wir?

SCHNECK
Fort, so lang' noch Zeit!

ALLE
Ja, ja! - - Nein, nein.

SCHNECK
Fort! Euch rasch zerstreut!

EINER
Das sind nur Schreckenberger;
Ihr macht stets alles ärger-
Ihr kennt ja Durchlaucht nicht.

SCHNECK
Doch seinen Jägermeister,
Den Baron Weps, so heisst er -
Den habe ich geseh'n.

ALLE
So habt Ihr ihn geseh'n,
Den Schlucker voll Schulden?
Der geniert uns nicht!

WEPS
Ha! Füchse in der Falle!
Jetzt hab' ich Euch alle!
Keiner mir entwischt.

ALLE
Der Jägermeister ist's!

WEPS
Ihr habt gestohlen niederträchtig.
Früher war der Saustand prächtig.
Und jetzt kaum ein Soloschwein;
Da schlag' doch gleich der Deixel drein!
Durchlaucht muss eine Wildsau schiessen,
Sonst werd' furchtbar ich verrissen -
Pfutsch wär' meine Jägerehr:
Drum schafft sofort ein Wildschwein her!

SCHNECK
Ach, es gibt in der Gemeine
Nurmehr zahme Schweine;
Die bieten wir Euch an
Demütig im Vereine.

CHOR
Ach, nehmt es!

WEPS
Ein Wildschwein!

SCHNECK
Muss es grad ein wildes sein?

CHOR
O weh!

SCHNECK
Jekus! Jekus! Das ist schwer.
Wo nimmt man gleich Wildschwein' her?
Alle sind verschossen schon-
Exzellenz -Pardon! Pardon!

CHOR
Jekus! Jekus! Das ist schwer, usw.

WEPS
Pardon?
Ich soll Euch Diebe pardonnieren?

CHOR
Ja, ja!

WEPS
Nein, ich werde rapportieren!

CHOR
Nein, nein!

WEPS
Man wird Euch kujonieren!

CHOR
Ja, ja!

WEPS
Glaubet Ihr, ich lass' mich rühren?

CHOR
Nein, nein, Exzellenz!

WEPS
Glaubt Ihr gar, ich lass' mich schmieren?

CHOR
Gnade!

WEPS
Jamais! Niemals!

CHOR
Gnade Exzellenz! - -

WEPS
Eigentlich, eigentlich
Hat das Ferkel was für sich
Und vermitteln will ich schon -
Aber haben muss ich was davon!

CHOR
Eigentlich, eigentlich
Hat das Ferkel was für sich
Und vermitteln will er schon -
Aber haben muss er was davon!

WEPS
Hört weiter nun; Ihr Hundeseelen!
Durchlaucht geruhte zu befehlen,
Dass ihm ein hübsch Gemeindekind
Einen Strauss überreich' zum Angebind'!
Ich werd' zur Audienz sie bringen.
Kann sie des Fürsten Huld erringen,
Wird er eine Mitgift ihr verleih'n;
Aber sauber muss die Jungfrau sein!

SCHNECK
Jungfrau'n gibt's in der Gemeine
Leider nur ganz kleine.
Darf's denn keine Witwe sein?
Die hätten wir sehr feine!

CHOR
Sehr feine.

WEPS
Eine Jungfrau!

SCHNECK
Darf's keine Witwe sein?

CHOR
O weh!

SCHNECK
Jekus! Jekus, das ist schwer!
Wo nimmt man gleich Jungfrau'n her?
Alle sind vergeben schon-
Exzellenz - Pardon! Pardon!

CHOR
Jekus! Jekus! Das ist schwer, usw.
Gnade! Exzellenz! - -

WEPS
Eigentlich, eigentlich
Hat die Witwe was für sich;
Und vermitteln will ich schon -
Aber haben muss ich was davon!

CHOR
Eigentlich, eigentlich
Hat die Witwe was für sich, usw.


Adams Entrée
Tiroler Chor

CHOR
Grüss' Euch Gott, alle miteinander!
Wir sind g'sund wieder auf der Wander.
Kommen grad' aus dem Landel 'raus
Geh'n um d'Welt und drüber 'naus.
Alles hört gern die Zither schlagen,
Tut nach goldenen Vögeln fragen;
Sind schon da, alle Kraxen voll,
Fromm dressiert, alle aus Tirol!
Grüss Euch Gott, usw.

BAUERN
Wo habt Ihr denn den Adam?
Den lustigen Patron?

TIROLER
Den Adam? Schaut her -
Da kommt er schon!

ADAM
Grüss' Euch Gott -

CHOR
Alle miteinander!

ADAM
Ich bin g'sund -

CHOR
Wieder auf der Wander.

ADAM
Schaut's Euch meine Vögel an.
Lasst's mich was verdienen d'ran,
Grüne, gelbe, grosse, kleine,
Aber lauter superfeine.
Die hab'n mehr studiert als Ihr -
Die Dressur hab'ns ja von mir.
Ich gib's her, alle miteinander,
Wie's da sind, die Weiber und die Mander.
Nur gut zahl'n!
Jetzt sind sie wohl noch still,
Doch nur so lang ich will;
Dann fang ich z'locken an,
Pfeift jeder, was er kann!
Passt nur auf- - - Tirili - - -

CHOR
Bravo! Das macht doch nur
Deine Dressur!

ADAM
Flix, flux, flax, Florian!
Fragt, woher's der Vogel kann.
Dass die Dinger so begreifen,
Und die schwersten Jodler pfeifen,
Flix, flux, flax, Florian,
Und dass man's kann!
So ein Vogel hat
Mucken desperat;
Stellt zu Fleiss sich dumm
Beim Exerzitium.
Trotzt er mir zu keck,
Trag' ich's Futter weg.
's Wasser fort,
Lass ihn hocken dort!
Ah, das wirkt!
Wie beim Vogel geht's
Auch beim Mädel stets.
Woll'n sie Euch sekkieren,
Nur gleich fest dressieren.
Ich hab' noch eine jede g'richt't.
Nur eine einzige nicht-
Nur eine nicht!

CHOR
Ah, die Christel!

ADAM
Wenn ich auf Gottes Erden
Mir auch alle Vögel fang'
Fehlt mir just das eine Täuberl
Nach dem ich am meisten verlang'
Mit ihrem Haubenschöpferl,
Mit ihrem lieben Kröpferl,
Mit dem Halserl schneerieserlweiss
Tut's nach andern gucken,
Hat für mich nur Mucken,
Macht den Kopf mir gar heiss.
Ich muss das Täuberl fangen,
Ich halt's nicht aus, die Qual;
Drum will ich's heut versuchen
Zum allerletzten Mal!
Doch sollt' sie wieder trutzen
Und grad' ihre Raupen ham - -
Dann pfeif' ich auf alle Vögel
Und schlag meine Kraxen z'samm.
Ja, dann will ich nichts mehr wissen-,
Dann, schnöde Welt, fahr' wohl;
Denn dann werd' ich Kapuziner
Dort wo hinten in Tirol!
Aber derentwegen nicht verzagen.
Ich weiss, heut' muss es geh'n.
Flix, flux, flax, Florian,
's geht ja ein' Tiroler an.
Heute muss der Fang mir glücken,
Mein wird sie, trotz aller Tücken.
Flix, flux, flax, Florian,
's geht ja ein' Tiroler an!

CHOR
Flix, flux, flax, Florian!


Duett
Weps, Stanislaus

STANISLAUS
Als dir die Welt voll Rosen hing -

WEPS
War ich ein netter Schmetterling.

STANISLAUS
Jetzt bist du wohl mehr schwärmerisch -

WEPS
Man hat das Schönste hinter sich.

STANISLAUS
Trotz alledem

WEPS
Lebt man noch immer angenehm,
Man ist gescheit,
Benützt die Zeit
Und so ein bisschen Gelegenheit.

STANISLAUS
Wärst du statt mir im Pavillon -
'
WEPS
Ich wüsst' mich zu benehmen schon.

STANISLAUS
Zuerst sagst du mehr väterlich -

WEPS
Oh fürchte nichts, mein Kind, und sprich!

STANISLAUS
Dabei wirst du als Kenner dir -

WEPS
Wohl ihr Ensemble prüfen mir -

STANISLAUS
Und wenn ihr Reiz dich übermannt -

WEPS
Und übermannt -

STANISLAUS
Dann fass't du zärtlich ihre Hand.

WEPS
Fass' ich zärtlich ihre Hand.

STANISLAUS
Streichelst huldvoll ihr das Kinn -

WEPS
Ja, ja! Das Kinn!

STANISLAUS
Und ziehst sie näher zu dir hin.

WEPS
Ja, ja, noch näher zu mir hin.

STANISLAUS
Wenn sie halb schmollt, wenn sie halb lacht -

WEPS
Ja, wenn sie lacht -

STANISLAUS
Dann ist der Anfang schon gemacht. - -
Hab' ich mir's nicht hübsch gedacht?

WEPS
Ich hätt's früher so gemacht.

STANISLAUS
Soll ich's machen so wie du?

WEPS
Der beste Weg! - Nur zu, nur zu!

BEIDE
Haha! Hehe!
Der liebe Neffe Stanislaus
Wächst sich ganz auf Onkel 'naus!


Entrée der Hofdamen und der Kurfürstin
Chor der Hofdamen

CHOR
Schnelle, kommt nur Alle!
Sie sind in der Falle.
Überraschen wir
Die Jäger im Revier.

KURFÜRSTIN
Fröhlich Pfalz -
Gott erhalt's!
Das soll stets Devise sein.
Nicht geniert,
Nachgespürt,
Wo der Jäger Stelldichein!
Wenn's gelang,
Keinen Zwang,
Klingt ein Lied,
Sing' ich mit.
Lockt der Wein,
Schenk' ich ein;
Ich bin ja ein Kind vom Rhein!

CHOR
Ja, vom Rhein.

KURFÜRSTIN
Ich liebe das Land und den Wein,
Ach, ich bin ja ein Kind vom Rhein!

CHOR
Lied und Wein -
Sie ist ja ein Kind vom Rhein!

ALLE
Heuchelei und Prüderie,
Hier bei uns flieht man sie.
Liebt die Sonne, die Freude allein,
Sonnenschein,
Hell und rein.
Lied und Wein
Hier am Rhein.

CHOR
Fröhlich Pfalz -
Gott erhalt's!

KURFÜRSTIN
Das soll stets Devise sein!

CHOR
Nicht geniert,
Nachgespürt -

KURFÜRSTIN
Wo der Jäger Stelldichein.

ALLE
Wenn's gelang,
Keinen Zwang;
Klingt ein Lied,
Singet mit.
Lockt der Wein,
Schenket ein.
Denn ich bin ja ein Kind vom Rhein.
Sie ist ja ein Kind vom Rhein!

KURFÜRSTIN
Wollen heut' den Herren
Lustig Mores lehren.
Die vor Amors Pfeilen
In die Wälder eilen;
Sollen nicht entrinnen.
Eh' sie sich besinnen
Sind sie umstellt,
Sind sie geprellt.
Mitten im Wald
Wo's Jagdhorn schallt!

CHOR
Auf! Wir wollen den Wald rasch durchstreifen.

KURFÜRSTIN
Beschleicht klug der Jäger Schar
Sie ahnen nichts von der Gefahr.

CHOR
Auf! Wir wollen sie mutig ergreifen!

KURFÜRSTIN
Fröhlich bestritten
Bis sie bitten
Uns um Pardon!

CHOR
Ha, die Frau'n -

KURFÜRSTIN
Die sind fein!

CHOR
Hier am Rhein!
Ja, wir Frauen am Rhein!
Fröhlich Pfalz -
Gott erhalt's!
Das soll stets Devise sein-
Nicht geniert,
Nachgespürt,
Wo der Jäger Stelldichein!
Wenn's gelang,
Keinen Zwang,
Klingt ein Lied.
Sing' ich mit.
Lockt der Wein,
Schenk ich ein;
Ich bin ja ein Kind vom Rhein!



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