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Entrée Christel

CHRISTEL
Ich bin die Christel von der Post;
Klein das Salär und schmal die Kost.
Aber das macht nichts, wenn man noch jung ist -
Wenn man nicht übel, wenn man im Schwung ist.
Ohne zu klagen
Kann man's ertragen.
Wenn man dabei
Immer lustig und frei!
Bin ja die Christel von der Post!
Mein Amt ist herrlich,
Wenn auch beschwerlich.
Auf die Adresse kommt viel an;
Wenn's ein galanter,
Recht ein charmanter
Wird es fatal oft dann und wann.
Statt Rezepisse
Gäb' er gern Küsse;
Pfiffig jedoch benehm' ich mich da!
Lass 'ihn vor allem
's Porto erst zahlen.
Sage dann lachend zu ihm: ja, ja!
Einen Kuss
Wenn ich muss.
Nur nicht gleich, nicht auf der Stell'
Denn bei der Post geht's nicht so schnell'

Mein Schatz, der Adam aus Tirol,
Liebt mich unbändig, glaub's ihm wohl.
Ob er mir treu ist, will ich nicht fragen,
Dass er kein Geld hat, das kann ich sagen.
Seh' ich ihn wieder,
Pocht's mir im Mieder,
Wird mir so dumm
Und ich weiss nicht warum?
Bin halt die Christel von der Post.
Er meint es ehrlich,
Fragt unaufhörlich
Wann ich ihm folge zum Altar.
Er sagt: «Ich nehm' dich.»
Ich sage: «Schäm' dich!»
Wären doch komisch wir als Paar.
«Du hast zu wenig,
Ich keinen Pfennig-
Denke nur, wenn einst Kinder da!»
Treibt in die Enge
Mich sein Gedränge,
Sage ich lachend zu ihm: «Ja, ja!
Muss es sein,
Werd 'ich dein;
Nur nicht gleich, nicht auf der Stell',
Denn bei der Post geht's nicht so schnell!»


Terzett

CHRISTEL
Ach, Ihre Reputation
Ist just die beste nicht - Pardon!
Drum hab' ich Durchlaucht von Person
mir anders vorgestellt - Pardon!
Ein wenig übertragen schon,
Nicht sehr verführerisch - Pardon!
Ein militärisch - grober Ton.
Die Leute sagen so - Pardon!
So hab' ich Durchlaucht mir gedacht,
Das hat mir wirklich bang gemacht;
Doch kaum, dass ich gesehen sie,
Da ward mir gleich -ich weiss nicht wie!
Ach, leicht erweckt man Sympathie,
Wenn man so reizend ist wie Sie!

STANISLAUS und WEPS
Das geht ja vorderhand
Herrlich und ganz charmant
Also nur vorwärts kühn,
Immer das Ziel im Sinn;
Alle Chancen sind für dichlmich
Das weitere findet sich!

CHRISTEL
Wenn man so reizend ist wie Sie

STANISLAUS
Was soll ich dir gewähren?
Verlange ungeniert

WEPS
Du kannst schon was begehren,
Beim dem ist nichts riskiert.

CHRISTEL
Ach, meine Wünsche sind so klein,
Ich werde sehr bescheiden sein!

STANISLAUS
Wozu die Resignation
Mit diesem Feueraug'- Pardon!
Begehren kann man kühner schon
Mit diesem Kirschenmund -Pardon!
Ich gäb' ein Schloss mit Passion
Für einen Kuss von dir - Pardon!
Es wär' ja doch nur Bettlerlohn
Für eine Götterlust - Pardon!
Was auch dein Herz von mir verlang'
Um die Erfüllung sei nicht bang;
Denn seit mein Aug' gesehen dich
Könnt' zum Verschwender werden ich!
Begehren kann man immerzu,
Wenn man so reizend ist wie du!

CHRISTEL und WEPS
Das geht ja vorderhand
Herrlich und ganz charmant
Also nur vorwärts kühn, Immer
das Ziel im Sinn;
Alle Chancen sind für dich/mich
Das weitere findet sich!

STANISLAUS
Wenn man so reizend ist wie du!


Finale

CHOR
Vivat! Hoch! Hurrah!
Hurrah! Nun gilt's loyal zu sein;
Drum nur tüchtig vivat schrei'n.
Gebt acht, der Kurfürst naht sich gleich;
Beglücken wird er sicher euch.
Herbei, herbei mit frohem Schritt;
Die Frauen alle in die Mitt'!
Gebt acht, gebt acht auf die Bouquet -
Der Fürst ist in der Näh'!

SCHNECK
Die Schöne, die er wählen wird,
Dem Herrn ihr Sträusschen präsentiert,
Bestimmt für die Ovation
Ist hier im Pavillon!

MÄNNER
Welches Glück!

FRAUEN
Dieses Warten! Welche Pein!
Wer wird die Erwählte sein?

SCHNECK
Ich hab's Wort von Exzellenz:
Er wählt nur meine Emmerenz!
Hoch!

ALLE
Hoch!
Hurrah! Nun gilt's!

SCHNECK
Da kommt die Durchlaucht schon!

CHOR
Das ist ja der Baron!
Viv …

WEPS
Scht!
Liebe, treue Untertanen,
Trollt euch wieder nur von dannen,
Stellt das Vivatbrüllen ein,
Ungestört will Durchlaucht sein!
Durchlaucht nämlich ist erschienen,
Sitzt bereits huldvoll da drinnen
Und ein Mädchen, wirklich nett,
Brachte ihm schon ein Bouquet.
Ja, den Strauss im Pavillon -
Seine Durchlaucht hat ihn schon!

CHOR
Was! Den Strauss im Pavillon -
Seine Durchlaucht hat ihn schon?

SCHNECK
Ein fremdes Mädchen drängt sich ein?

CHOR
Das darf nicht sein!

SCHNECK
Sie muss heraus!

CHOR
Wir kratzen ihr die Augen aus!
Heraus mit ihr! Heraus!

WEPS
Kusch! Maul gehalten!
Keinen Muckser! Man marschier!
Man bedenk', dass seine Durchlaucht hier!

KURFÜRSTIN
Ei, der Zufall kommt gelegen,
Dass der Kurfürst schon zugegen,
Wie Sie sagen, Exzellenz,
Denn ich möcht' zur Audienz.
Will die Rosen präsentieren,
Bitte drum mich einzuführen;
Führ'n Sie mich nur still hinein!
Ich werd' wohl willkommen sein.
Ja, mein Strauss im Pavillon,
Seine Durchlaucht nimmt ihn schon.

CHOR
Was? Deinen Strauss im Pavillon,
Seine Durchlaucht nimmt ihn schon?

SCHNECK
Die Person da will hinein?

CHOR
Das darf nicht sein!

SCHNECK
Die muss hinaus!

CHOR
Wir kratzen ihr die Augen aus!
Hinaus mit ihr, hinaus!

WEPS
Kusch! -
Sie begehren Unmögliches von mir
Seine Durchlaucht ist ja gar nicht hier!

CHOR
Oho! Was soll das sein?

KURFÜRSTIN
Erst sagt Ihr ja, dann sagt Ihr nein?

CHOR
Ist Durchlaucht hier? Ja oder nein?

WEPS
Nein, nein, nein!

ADAM
Ist er noch im Pavillon?

CHOR
Wer?

ADAM
Der Verführer, der Kujon!

CHOR
Wer?

ADAM und TIROLER
Wir hauen ihm den Buckel aus!
Heraus mit ihm! Heraus!

CHOR
Wen meint Ihr?

WEPS
Was wollet Ihr beginnen?

ADAM und TIROLER
Wieso?

WEPS
Packt euch sofort von hinnen!

ADAM
Oho!

WEPS
Ihr seid ja wohl von Sinnen;
Durchlaucht ist ja drinnen!

ADAM
Der Fürst?

KURFÜRSTIN
Der Fürst?

WEPS
Der Fürst!

KURFÜRSTIN
Also doch?

ADAM
Also doch?

SCHNECK und CHOR
Der Fürst? Also doch?

ADAM
Der Fürst?

KURFÜRSTIN
Der Fürst?

WEPS
Der Fürst!

KURFÜRSTIN
Und wer noch?

ADAM
Und wer noch?

SCHNECK und CHOR
Der Fürst und wer noch?

SCHNECK
Ein Mädchen tugendsam und nett,
Von der man's sich gedacht nie hätt'
Sich gar so unverschämt benahm.
Die Christel ist's, Herr Bräutigam.

CHOR
Die Christel ist's? Herr Bräutigam!
Haha!

ADAM
Lasst mich hinein, ich fürcht mich nicht;
Ich sag's dem Fürsten ins Gesicht.

ADELAIDE
Verhütet den Skandal!

KURFÜRSTIN
Retten muss ich den Gemahl!

CHOR
Adam, geh' was liegt daran?
Passieren kann's jedermann!

ADAM
Mein Bouquet, das ich ihr eben
Als der Treue Pfand gegeben,
Das wirft die Verräterin
Treulos einem andern hin.

ADELAIDE
Ein falsches Lieb' vergisst man geschwind.

WEPS
Eine andere Mutter hat auch ein lieb's Kind.

ADAM
Lasst mich!

CHOR
Adam! Adam!

KURFÜRSTIN
Denk' nicht an's Sträusschen mehr von ihr,
Nimm' meine Rosen hier dafür.

ADAM
Marie? Marie, du hier? -
Und den Strauss, den gibst du mir? -
Schenkt man sich Rosen im Tirol,
Weisst du, was das bedeutet wohl?
Man schenkt die Rosen nicht allein
Man gibt sich selber mit auch drein!
Meinst du es so? Verstehst du mich?
Meinst du es so, dann Liebste, sprich!
Meinst du es so, dann tröste mich,
Gib mit der Rose mir auch dich!

KURFÜRSTIN
Schenkt man sich Rosen im Tirol,
Weiss man, was das bedeuten soll;
Doch trifft der Brauch nicht ein,
Wir sind am Rhein, bedenk's, am Rhein.

ADAM
Mir winket neues Liebesglück
Aus dieses Mädchens Blick.
Ja, ja, die Rosen sind mein,
Die Rosen nicht allein.

KURFÜRSTIN
Doch vielleicht bring' ich dir Glück,
Drum nehm die Rosen ich nicht zurück.
Ja, ja, die Rosen sind dein,
Doch die Rosen nur allein.

WEPS und ADELAIDE
Ich weiss nicht, was draus werden soll;
Die Geschichte wird zu toll!
Zieht sich die Fürstin nicht zurück,
Wird der Skandal noch publik!

CHOR
Schenkt man sich Rosen im Tirol,
Weiss man, was das bedeuten soll,
Er kennt sich aus, hat wirklich Glück,
Einen neuen Schatz im Augenblick.
Sie ist für ihn, es hat den Schein,
Beinah zu schön, beinah zu fein.

CHRISTEL
Adam! Adam!

CHOR
Die Christel!

CHRISTEL
Welches Glück! Als gnädiger Protektor
Zum Menagerie-Inspektor
Hat Durchlaucht dich ernannt!
Schau nur, seine eigene Hand;
Schau nur, du bist ernannt!
Die Sorgen sind verronnen,
Nun haben wir's gewonnen;
Kaum dass ich's erwarten kann
Bis wir Frau und Mann.

CHOR
Frau und Mann!

ADAM
Danke sehr!

CHOR
Frau und Mann!

ADAM
Frau und Mann, ich und du?
Danke sehr,
Nimmermehr.

CHRISTEL
Aber Schatz, du glaubst doch nicht.

ADAM
Schau mir ehrlich ins Gesicht:
Wo ist mein Bouquet?

WEPS
Ja, den Strauss im Pavillon -

CHOR
Seine Durchlaucht hat ihn schon!

CHRISTEL
Jetzt soll der Kurfürst selber her!

CHOR
Haha! Sonst gar nichts mehr!

ADAM
Sitzt er denn noch im Taubenhaus?

CHRISTEL
Lasst mich, ich hole ihn heraus!

KURFÜRSTIN
Lasst mich nun seine Durchlaucht sehen,
Mir soll er Rede stehen!

CHRISTEL, ADAM, CHOR
Jetzt wird man gleich die Wahrheit sehen -
Horcht, noch ist es still!

KURFÜRSTIN
Niemand hier - leer das Haus!

WEPS
Fort durch das Fenster ist Stanislaus!

CHRISTEL, CHOR
Niemand hier - leer das Haus?
Lasst uns sehn! - Niemand hier?

KURFÜRSTIN
Man sieht nicht her - entwischen wir!

ADELAIDE
Höchste Zeit!

ADAM, CHRISTEL, CHOR
Niemand hier - leer das Haus?

WEPS
Mir scheint, ein Vogel kam euch aus!

ADAM
Wo ist die Marie?

CHRISTEL
Adam, was willst du tun? Höre mich!

ADAM
Fort mit dir!

CHRISTEL
Adam, was beginnst du?

ADAM
Was ich beginne?
Behüt dich Gott, weil ich wieder wand're,
Ich such' mir eine and're!

CHRISTEL
Eine andere?

ADAM
B'hüt dich Gott, du Unschuld du!
Wünsch dir recht viel Glück dazu
Ich dank dir für deine Kompagnie,
Ich such' wo anders meine Partie.
Ich nimm d'Marie!

CHRISTEL
Solche Schmach fügst du mir zu?
Du Dummkopf du,
Welche Infamie,
Verklagen will ich dich und sie!
Ich weiss schon wo und wie.
Euch alle! Alle!

CHOR
B'hüt dich Gott, du Unschuld du!
Wünschen dir viel Glück dazu.
Er dankt für deine Kompagnie,
Er sucht wo anders sein' Partie -
Er nimmt d'Marie!
Marie! Marie! Marie!

CHRISTEL
Verklagen will ich dich und sie -
Euch alle! Alle!
Welche Infamie!
Entrée Christel

CHRISTEL
Ich bin die Christel von der Post;
Klein das Salär und schmal die Kost.
Aber das macht nichts, wenn man noch jung ist -
Wenn man nicht übel, wenn man im Schwung ist.
Ohne zu klagen
Kann man's ertragen.
Wenn man dabei
Immer lustig und frei!
Bin ja die Christel von der Post!
Mein Amt ist herrlich,
Wenn auch beschwerlich.
Auf die Adresse kommt viel an;
Wenn's ein galanter,
Recht ein charmanter
Wird es fatal oft dann und wann.
Statt Rezepisse
Gäb' er gern Küsse;
Pfiffig jedoch benehm' ich mich da!
Lass 'ihn vor allem
's Porto erst zahlen.
Sage dann lachend zu ihm: ja, ja!
Einen Kuss
Wenn ich muss.
Nur nicht gleich, nicht auf der Stell'
Denn bei der Post geht's nicht so schnell'

Mein Schatz, der Adam aus Tirol,
Liebt mich unbändig, glaub's ihm wohl.
Ob er mir treu ist, will ich nicht fragen,
Dass er kein Geld hat, das kann ich sagen.
Seh' ich ihn wieder,
Pocht's mir im Mieder,
Wird mir so dumm
Und ich weiss nicht warum?
Bin halt die Christel von der Post.
Er meint es ehrlich,
Fragt unaufhörlich
Wann ich ihm folge zum Altar.
Er sagt: «Ich nehm' dich.»
Ich sage: «Schäm' dich!»
Wären doch komisch wir als Paar.
«Du hast zu wenig,
Ich keinen Pfennig-
Denke nur, wenn einst Kinder da!»
Treibt in die Enge
Mich sein Gedränge,
Sage ich lachend zu ihm: «Ja, ja!
Muss es sein,
Werd 'ich dein;
Nur nicht gleich, nicht auf der Stell',
Denn bei der Post geht's nicht so schnell!»


Terzett

CHRISTEL
Ach, Ihre Reputation
Ist just die beste nicht - Pardon!
Drum hab' ich Durchlaucht von Person
mir anders vorgestellt - Pardon!
Ein wenig übertragen schon,
Nicht sehr verführerisch - Pardon!
Ein militärisch - grober Ton.
Die Leute sagen so - Pardon!
So hab' ich Durchlaucht mir gedacht,
Das hat mir wirklich bang gemacht;
Doch kaum, dass ich gesehen sie,
Da ward mir gleich -ich weiss nicht wie!
Ach, leicht erweckt man Sympathie,
Wenn man so reizend ist wie Sie!

STANISLAUS und WEPS
Das geht ja vorderhand
Herrlich und ganz charmant
Also nur vorwärts kühn,
Immer das Ziel im Sinn;
Alle Chancen sind für dichlmich
Das weitere findet sich!

CHRISTEL
Wenn man so reizend ist wie Sie

STANISLAUS
Was soll ich dir gewähren?
Verlange ungeniert

WEPS
Du kannst schon was begehren,
Beim dem ist nichts riskiert.

CHRISTEL
Ach, meine Wünsche sind so klein,
Ich werde sehr bescheiden sein!

STANISLAUS
Wozu die Resignation
Mit diesem Feueraug'- Pardon!
Begehren kann man kühner schon
Mit diesem Kirschenmund -Pardon!
Ich gäb' ein Schloss mit Passion
Für einen Kuss von dir - Pardon!
Es wär' ja doch nur Bettlerlohn
Für eine Götterlust - Pardon!
Was auch dein Herz von mir verlang'
Um die Erfüllung sei nicht bang;
Denn seit mein Aug' gesehen dich
Könnt' zum Verschwender werden ich!
Begehren kann man immerzu,
Wenn man so reizend ist wie du!

CHRISTEL und WEPS
Das geht ja vorderhand
Herrlich und ganz charmant
Also nur vorwärts kühn, Immer
das Ziel im Sinn;
Alle Chancen sind für dich/mich
Das weitere findet sich!

STANISLAUS
Wenn man so reizend ist wie du!


Finale

CHOR
Vivat! Hoch! Hurrah!
Hurrah! Nun gilt's loyal zu sein;
Drum nur tüchtig vivat schrei'n.
Gebt acht, der Kurfürst naht sich gleich;
Beglücken wird er sicher euch.
Herbei, herbei mit frohem Schritt;
Die Frauen alle in die Mitt'!
Gebt acht, gebt acht auf die Bouquet -
Der Fürst ist in der Näh'!

SCHNECK
Die Schöne, die er wählen wird,
Dem Herrn ihr Sträusschen präsentiert,
Bestimmt für die Ovation
Ist hier im Pavillon!

MÄNNER
Welches Glück!

FRAUEN
Dieses Warten! Welche Pein!
Wer wird die Erwählte sein?

SCHNECK
Ich hab's Wort von Exzellenz:
Er wählt nur meine Emmerenz!
Hoch!

ALLE
Hoch!
Hurrah! Nun gilt's!

SCHNECK
Da kommt die Durchlaucht schon!

CHOR
Das ist ja der Baron!
Viv …

WEPS
Scht!
Liebe, treue Untertanen,
Trollt euch wieder nur von dannen,
Stellt das Vivatbrüllen ein,
Ungestört will Durchlaucht sein!
Durchlaucht nämlich ist erschienen,
Sitzt bereits huldvoll da drinnen
Und ein Mädchen, wirklich nett,
Brachte ihm schon ein Bouquet.
Ja, den Strauss im Pavillon -
Seine Durchlaucht hat ihn schon!

CHOR
Was! Den Strauss im Pavillon -
Seine Durchlaucht hat ihn schon?

SCHNECK
Ein fremdes Mädchen drängt sich ein?

CHOR
Das darf nicht sein!

SCHNECK
Sie muss heraus!

CHOR
Wir kratzen ihr die Augen aus!
Heraus mit ihr! Heraus!

WEPS
Kusch! Maul gehalten!
Keinen Muckser! Man marschier!
Man bedenk', dass seine Durchlaucht hier!

KURFÜRSTIN
Ei, der Zufall kommt gelegen,
Dass der Kurfürst schon zugegen,
Wie Sie sagen, Exzellenz,
Denn ich möcht' zur Audienz.
Will die Rosen präsentieren,
Bitte drum mich einzuführen;
Führ'n Sie mich nur still hinein!
Ich werd' wohl willkommen sein.
Ja, mein Strauss im Pavillon,
Seine Durchlaucht nimmt ihn schon.

CHOR
Was? Deinen Strauss im Pavillon,
Seine Durchlaucht nimmt ihn schon?

SCHNECK
Die Person da will hinein?

CHOR
Das darf nicht sein!

SCHNECK
Die muss hinaus!

CHOR
Wir kratzen ihr die Augen aus!
Hinaus mit ihr, hinaus!

WEPS
Kusch! -
Sie begehren Unmögliches von mir
Seine Durchlaucht ist ja gar nicht hier!

CHOR
Oho! Was soll das sein?

KURFÜRSTIN
Erst sagt Ihr ja, dann sagt Ihr nein?

CHOR
Ist Durchlaucht hier? Ja oder nein?

WEPS
Nein, nein, nein!

ADAM
Ist er noch im Pavillon?

CHOR
Wer?

ADAM
Der Verführer, der Kujon!

CHOR
Wer?

ADAM und TIROLER
Wir hauen ihm den Buckel aus!
Heraus mit ihm! Heraus!

CHOR
Wen meint Ihr?

WEPS
Was wollet Ihr beginnen?

ADAM und TIROLER
Wieso?

WEPS
Packt euch sofort von hinnen!

ADAM
Oho!

WEPS
Ihr seid ja wohl von Sinnen;
Durchlaucht ist ja drinnen!

ADAM
Der Fürst?

KURFÜRSTIN
Der Fürst?

WEPS
Der Fürst!

KURFÜRSTIN
Also doch?

ADAM
Also doch?

SCHNECK und CHOR
Der Fürst? Also doch?

ADAM
Der Fürst?

KURFÜRSTIN
Der Fürst?

WEPS
Der Fürst!

KURFÜRSTIN
Und wer noch?

ADAM
Und wer noch?

SCHNECK und CHOR
Der Fürst und wer noch?

SCHNECK
Ein Mädchen tugendsam und nett,
Von der man's sich gedacht nie hätt'
Sich gar so unverschämt benahm.
Die Christel ist's, Herr Bräutigam.

CHOR
Die Christel ist's? Herr Bräutigam!
Haha!

ADAM
Lasst mich hinein, ich fürcht mich nicht;
Ich sag's dem Fürsten ins Gesicht.

ADELAIDE
Verhütet den Skandal!

KURFÜRSTIN
Retten muss ich den Gemahl!

CHOR
Adam, geh' was liegt daran?
Passieren kann's jedermann!

ADAM
Mein Bouquet, das ich ihr eben
Als der Treue Pfand gegeben,
Das wirft die Verräterin
Treulos einem andern hin.

ADELAIDE
Ein falsches Lieb' vergisst man geschwind.

WEPS
Eine andere Mutter hat auch ein lieb's Kind.

ADAM
Lasst mich!

CHOR
Adam! Adam!

KURFÜRSTIN
Denk' nicht an's Sträusschen mehr von ihr,
Nimm' meine Rosen hier dafür.

ADAM
Marie? Marie, du hier? -
Und den Strauss, den gibst du mir? -
Schenkt man sich Rosen im Tirol,
Weisst du, was das bedeutet wohl?
Man schenkt die Rosen nicht allein
Man gibt sich selber mit auch drein!
Meinst du es so? Verstehst du mich?
Meinst du es so, dann Liebste, sprich!
Meinst du es so, dann tröste mich,
Gib mit der Rose mir auch dich!

KURFÜRSTIN
Schenkt man sich Rosen im Tirol,
Weiss man, was das bedeuten soll;
Doch trifft der Brauch nicht ein,
Wir sind am Rhein, bedenk's, am Rhein.

ADAM
Mir winket neues Liebesglück
Aus dieses Mädchens Blick.
Ja, ja, die Rosen sind mein,
Die Rosen nicht allein.

KURFÜRSTIN
Doch vielleicht bring' ich dir Glück,
Drum nehm die Rosen ich nicht zurück.
Ja, ja, die Rosen sind dein,
Doch die Rosen nur allein.

WEPS und ADELAIDE
Ich weiss nicht, was draus werden soll;
Die Geschichte wird zu toll!
Zieht sich die Fürstin nicht zurück,
Wird der Skandal noch publik!

CHOR
Schenkt man sich Rosen im Tirol,
Weiss man, was das bedeuten soll,
Er kennt sich aus, hat wirklich Glück,
Einen neuen Schatz im Augenblick.
Sie ist für ihn, es hat den Schein,
Beinah zu schön, beinah zu fein.

CHRISTEL
Adam! Adam!

CHOR
Die Christel!

CHRISTEL
Welches Glück! Als gnädiger Protektor
Zum Menagerie-Inspektor
Hat Durchlaucht dich ernannt!
Schau nur, seine eigene Hand;
Schau nur, du bist ernannt!
Die Sorgen sind verronnen,
Nun haben wir's gewonnen;
Kaum dass ich's erwarten kann
Bis wir Frau und Mann.

CHOR
Frau und Mann!

ADAM
Danke sehr!

CHOR
Frau und Mann!

ADAM
Frau und Mann, ich und du?
Danke sehr,
Nimmermehr.

CHRISTEL
Aber Schatz, du glaubst doch nicht.

ADAM
Schau mir ehrlich ins Gesicht:
Wo ist mein Bouquet?

WEPS
Ja, den Strauss im Pavillon -

CHOR
Seine Durchlaucht hat ihn schon!

CHRISTEL
Jetzt soll der Kurfürst selber her!

CHOR
Haha! Sonst gar nichts mehr!

ADAM
Sitzt er denn noch im Taubenhaus?

CHRISTEL
Lasst mich, ich hole ihn heraus!

KURFÜRSTIN
Lasst mich nun seine Durchlaucht sehen,
Mir soll er Rede stehen!

CHRISTEL, ADAM, CHOR
Jetzt wird man gleich die Wahrheit sehen -
Horcht, noch ist es still!

KURFÜRSTIN
Niemand hier - leer das Haus!

WEPS
Fort durch das Fenster ist Stanislaus!

CHRISTEL, CHOR
Niemand hier - leer das Haus?
Lasst uns sehn! - Niemand hier?

KURFÜRSTIN
Man sieht nicht her - entwischen wir!

ADELAIDE
Höchste Zeit!

ADAM, CHRISTEL, CHOR
Niemand hier - leer das Haus?

WEPS
Mir scheint, ein Vogel kam euch aus!

ADAM
Wo ist die Marie?

CHRISTEL
Adam, was willst du tun? Höre mich!

ADAM
Fort mit dir!

CHRISTEL
Adam, was beginnst du?

ADAM
Was ich beginne?
Behüt dich Gott, weil ich wieder wand're,
Ich such' mir eine and're!

CHRISTEL
Eine andere?

ADAM
B'hüt dich Gott, du Unschuld du!
Wünsch dir recht viel Glück dazu
Ich dank dir für deine Kompagnie,
Ich such' wo anders meine Partie.
Ich nimm d'Marie!

CHRISTEL
Solche Schmach fügst du mir zu?
Du Dummkopf du,
Welche Infamie,
Verklagen will ich dich und sie!
Ich weiss schon wo und wie.
Euch alle! Alle!

CHOR
B'hüt dich Gott, du Unschuld du!
Wünschen dir viel Glück dazu.
Er dankt für deine Kompagnie,
Er sucht wo anders sein' Partie -
Er nimmt d'Marie!
Marie! Marie! Marie!

CHRISTEL
Verklagen will ich dich und sie -
Euch alle! Alle!
Welche Infamie!



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