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X. SZENE
Friedrich. Der Schulze (aus dem Hause mit Wein, Brot und Käse).

SCHULZE
Willkommen, Herr Spiess!

FRIEDRICH
Sei gegrüßt , lieber Freund!

SCHULZE
Sind Sie wieder da?

FRIEDRICH
O, wie glücklich bin ich, wieder hier zu sein. Verändert freilich, doch das tut nichts zur Sache. In Frieden und Eintracht wollen wir unsere Tage verleben.

SCHULZE
O Herr Spiess, ich wünsche nichts mehr.- Das Frühstück ist schon bereitet.

FRIEDRICH
Nein....Wie zuvorkommend, liebenswürdig Sie sind! Sie beschämen mich. (Umarmung).

SCHULZE
Lassen Sie uns ein Gläschen leeren. Auf Ihre glückliche Rückkunft! (Sie trinken).

FRIEDRICH
Ach! So selige Stunden erlebe ich, nachdem ich einen ganzen Tag lang tödlich verwundet in einem Graben lag!

SCHULZE
In einem Graben ? Verzeihen Sie, gibt es auch im Meere Gräben?

FRIEDRICH
Nicht doch; in einem finstern Walde stürzte ich-

SCHULZE
Ich begreife. In Algier?

FRIEDRICH
In Algier? Wie kommen Sie nach Algier?

SCHULZE
Verzeihen Sie, bester Herr Spiess, ich dachte- ich glaubte nur- noch ein Gläschen! (bei sich:) Der Schlag auf den Kopf macht ihn verwirrt. Ich muß nur schweigen, um ihn nicht auf's Neue toll zu machen.- (zu Friedrich:) Darf ich bitten?

FRIEDRICH
Unsere Freundschaft soll leben!

SCHULZE
Soll leben! Soll leben! Soll leben! (Sie trinken). Wie freut mich ihre Veränderung!

FRIEDRICH
Ja, ich war ein brausender Tollkopf, aber jetzt bin ich auch sanft und gut.

SCHULZE
Wie wird meine Tochter diese Nachricht erfreuen! Aus Ihrem Munde soll sie die frohe Botschaft vernehmen. Doch unser Gast bleiben Sie, bei uns sollen Sie wohnen, darauf bestehe ich. Auf Wiedersehen, bester Freund Spiess.

FRIEDRICH und SCHULZE
Soll leben, soll leben, soll leben!
(Der Schulze tritt ab).

FRIEDRICH
(allein)
Welche Güte! Welche Offenheit! Sein Gast soll ich sein, wohnen soll ich bei ihm, zum Frühstücken nötigt er mich ordentlich, mich, dessen Namen er kaum kennt. Es fehlt jetzt nur, daß eine Jungfrau erschiene, die mich mit Gewalt heiraten wollte.

XI. SZENE
Friedrich. Lieschen (aus dem Hause).

LIESCHEN
Herr Spiess! Sagen Sie nichts. Mein Vater sagte mir, Sie hätten sich ganz verändert. Ich wage es daher, mich aufrichtig an Sie zu wenden. Sehen Sie- daß Sie viel älter sind als ich bin, hat eben nichts zu bedeuten, und- daß Sie nur ein Auge aus dem Felde zurückbringen, läßt sich gewöhnen; allein- vergeben Sie, - allein ein anderer Umstand- kann man denn der Liebe widerstehen ?- Bester, teurester Herr Spiess ! Was Sie auch einwenden mögen, Hochzeit muß gehalten werden.

FRIEDRICH
Da haben wir's! Liebes Kind, solche Schritte fordern Überlegung, und mit der Hochzeit wird es doch noch Zeit haben.

LIESCHEN
Sehr, recht sehr eilt es. Noch heute muß sie gefeiert werden, sonst sterbe ich gewiß.

FRIEDRICH
(bei sich)
Fangen wollen die mich. (zu Lieschen:) Liebes Kind, ich habe bereits einen erwachsenen Sohn.-

LIESCHEN
Desto besser, desto besser! Warum sagten Sie das nicht gleich? Die Spiesse sterben also nicht aus und nichts steht meinem Wunsche mehr entgegen. Freue dich, Anton!

FRIEDRICH
Anton?

LIESCHEN
Anton, der schönste, der artigste Bursche im Dorfe.

FRIEDRICH
Ja? Warum heiraten Sie denn nicht diesen schönsten, diesen artigen Anton?

LIESCHEN
Ich wollte ja gerne-

FRIEDRICH
Liebes Kind! Ich will mit Ihrem Vater sprechen, ich will mit Anton sprechen. Alle Hindernisse will ich heben, die Ihrer Verbindung entgegenstehen. Ich gebe mein Wort darauf; auf Soldatenehre.

LIESCHEN
Bester, teuerster Herr Spiess! Vergeben und vergessen will ich, daß Sie so sehr mich quälten. Ich eile zu Anton, ihm von Ihrem Entschluß Nachricht zu bringen. Leben Sie wohl, Herr Spiess, recht wohl.
(Sie will ins Dorf)

XII. SZENE
Friedrich, Amtmann.

FRIEDRICH
Die ärmste dauert mich!

AMTMANN
Der Beschreibung nach habe ich die Ehre, mit Herrn Spiess zu sprechen?

FRIEDRICH
Ja, ganz recht. Ich bin nicht wohl zu verkennen. Doch, mein Herr, wen habe ich die Ehre ?-

AMTMANN
Die Person der Gerechtigkeit, und die Gerechtigkeit in Person, den Amtmann des Ortes.

FRIEDRICH
Freut mich!

AMTMANN
Hochgepriesener Herr Spiess ! Im Namen der ganzen Gemeinde stehe ich hier, erstens Ihnen Glück zu wünschen zu deren auf dem Kriegesfelde verübten Großtaten, dann den unvergeßlichen Verlust Dero heldenmütigen Herrn Bruders zu beklagen und zu beweinen. Helden leben für den Augenblick und überlassen daher uns andern die Schreibereien und andere lästige Beschäftigungen. Teuerster aller Helden ! Weit entfernt, Dero Langmut zu mißbrauchen, enthalte ich mich, Ihnen eine langweilige Berechnung über die Verwaltung Ihres Eigentumes während Dero Abwesenheit vorzulegen und begnüge mich, Ihnen zwölfhundert Thaler in vollwichtigem Golde gehorsamst zu behändigen.

FRIEDRICH
Zwölfhundert Thaler? Mir?

AMTMANN
Ich bitte, diesen kleinen Zettel zu unterzeichnen.

FRIEDRICH
Nun, als Erbe meines Bruders kann ich das Geld wohl in Empfang nehmen.

AMTMANN
Und die Quittung unterschreiben. Das Amthaus ist ganz in der Nähe; bitte erlauben Sie, daß ich Sie im Triumph auf das Capitol führe.
(Beide ab, untergefaßt).

XIII. SZENE
Lieschen, Anton.

ANTON
Verdammter Franz Spiess! Verdammt!

LIESCHEN
Anton ! Der Spiess hat hier, auf dieser Stelle mir förmlich entsagt.

ANTON
Sicher und gewiß?

LIESCHEN
Auf Soldatenehre gelobte er.

ANTON
Wie kam es, daß er so schnell sich besann?

LIESCHEN
Meine Worte, meine Tränen rührten ihn. Nein, böse ist er nicht, nur scheint er gern, etwas zu neckern. Erst vor kurzem gestand er mir, daß er Vater eines erwachsenen Sohnes sei.

ANTON
So sind wir ja am Ziele unserer Wünsche

LIESCHEN
Im Himmel auf Erden!

N. 7. Duett

LIESCHEN
Nur Dir will ich gehören,
Bestehen soll der Schwur.

ANTON
Und unser Glück nicht stören
Des kleinstens Zweifels Spur.

LIESCHEN, ANTON
Dem Schützer treuer Seelen
Sei süßer Dank geweiht.
Bei dir, was kann mir fehlen?
Was fehlt der Seligkeit?

XIV. SZENE
Vorige. Franz.

FRANZ
Nun ist meine Geduld am Ende!

LIESCHEN
Bester, teuerster Herr Spiess!

ANTON
(staunend)
Lieschen ! -

LIESCHEN
Guter, freundlicher, lieber Herr Spiess !-

FRANZ
So ist's recht! An mich verwende deine Zärtlichkeit.

LIESCHEN
Sagten sie nicht soeben, daß Sie meine Verbindung mit Anton wünschen?

FRANZ
Ich heirate dich, was kümmert mich Anton!

N. 8. Terzett

LIESCHEN
Wagen Sie, Ihr Wort zu brechen?

ANTON
Nicht, erfüllen sein Versprechen.

LIESCHEN
Sieht dem Ehrenmann dies gleich?

ANTON
Herr! Das ist ein schlechter Streich.

FRANZ
Schweiget, ihr macht schlechte Streiche!
Wer versprach, wer gab sein Wort?
Auseinander; Lieschen, weiche,
Teufelsjunge, pack dich fort!

ANTON
Nichts soll mich von Lieschen trennen,
Sehen Sie, ich fürchte nicht.

LIESCHEN
Darf Soldat sich jener nennen,
Der das Wort der Ehre bricht?

FRANZ
Alle Wetter! Wollt ihr schweigen?
Trennet euch, noch ist es Zeit.
Den Soldaten euch zu zeigen
Ist der tapfre Spiess bereit.

LIESCHEN
Anton,...

ANTON
Lieschen,...

LIESCHEN, ANTON
... laß uns Abschied nehmen
Nur für einen Augenblick.

FRANZ
Wollt ihr ewig Abschied nehmen?
Bursche geh', komm' nie zurück.

LIESCHEN
Seine Wut will ich bezähmen,
Geh', sein Fieber kehrt zurück.

ANTON
Doch, des Tollen Wut zu zähmen,
Kehrt dein Retter bald zurück.

FRANZ
Meine Wut kann nichts bezähmen,
Eilst du nicht im Augenblick.
(Anton enfernt sich).

XV. SZENE
Lieschen, Franz.

LIESCHEN
Teuerster Herr Spiess! Wenn Sie auch öfter ein wenig toll sich gebärden, ich fürchte mich gleichwohl nicht vor Ihnen ; Anton-

FRANZ
Anton! Schweige von Anton! Den Hals breche ich ihm!

LIESCHEN
Wenn Anton Sie nicht früher erwürgt.

FRANZ
Mich? Der Laffe der?

LIESCHEN
Mein Anton ist kein Laffe; er ist gar sehr verliebt in mich. Und er wird ein Riese, wenn ich es verlange. Daß Sie es nur wissen, das ganze Dorf ist bereit, Ihnen den Hals zu brechen. Für mich, ich lache dazu. (ins Haus ab).

FRANZ
(allein)
Alle Wetter! Eine volle Breitseite gibt mir das Mädel, und ich Dummkopf streiche die Segel.

XVI. SZENE
Franz, Schulze (aus dem Hause).

FRANZ
Höre, deine Tochter ist etwas lebhafter Natur; aber ich heirate sie trotzdem. Den dummen Amtmann habe ich auch nicht angetroffen. Freund, mich hungert und dürstet. Nüchtern bin ich noch.

SCHULZE
(bei sich)
Nüchtern ?

FRANZ
Ja!

SCHULZE
Armer Narr! Sein Kopf! Das kommt von Steuerruder.

FRANZ
Denn, was ist mit meinem Frühstück?

SCHULZE
Verzeihen Sie, wir frühstückten soeben.

FRANZ
Was? Ohne mich zu erwarten ? Das ist grob!

SCHULZE
Herr Spiess, Ihr Wohl liegt mir am Herzen. Doch- nehmen Sie's nicht übel,- so kann aus der Hochzeit nichts werden.

FRANZ
Und warum denn nicht?

SCHULZE
Mein Herr! Einem Fieberkranken kann ich meine Tochter nicht geben.

FRANZ
Wer hat's Fieber?

SCHULZE
Sie, mein Herr! Sie sprechen ganz konfus und Ihr Gedächtnis ist weg. Sie wissen nicht mehr, daß Sie schon gefrühstückt, daß Sie meiner Tochter entsagt, und können nicht einmal bestimmen, ob Sie im Meere oder in einem Graben gelegen sind.

FRANZ
Ihr seid alle wahnsinnig!

XVII. SZENE
Vorige. Amtmann.

AMTMANN
Domine Spiess, Domine Spiess!

FRANZ
Was ist nun schon wieder?

AMTMANN
Sie verließen mich so schnell. Ein kleines Versehen hat sich eingeschlichen.

FRANZ
Wer sind Sie denn?

AMTMANN
Wie Sie sich verstellen. Der Amtmann bin ich, der Ihnen soeben 1.200 Thaler heraushändigte.

FRANZ
Zwölfhundert Thaler? Mir?

AMTMANN
In vollwichtigen Golde. Hier, mein Herr, ist Ihre Quittung.

FRANZ
Ich beginne zu begreifen! Betrügen wollt Ihr mich. Keinen roten Heller empfing ich.

AMTMANN
Herr Spiess, an mir, an dem Amtmann wollen Sie sich vergreifen?

SCHULZE
Ruhig, Herr Amtmann! Der arme Mensch ist verrückt.

AMTMANN
Ein Betrüger ist er, den ich auf die Folter ziehen lasse.

FRANZ
Das wagt ihr nicht!

XVIII. SZENE
Vorige. Lieschen (aus dem Hause). Anton mit Bauern (aus dem Dorfe).

SCHULZE
Kommt näher! Kommt näher! Hier, gleichsam vor Gericht, erkläre ich, daß du jenen Menschen nicht heiraten sollst.

AMTMANN
In den Kerker mit ihm!

LIESCHEN
Aber sein Sohn jammert mich.

SCHULZE
Ah, Schande ! Auch ein Sohn von ihm ist vorhanden?

FRANZ
Seid Ihr des Teufels?

AMTMANN
Wer sein eigenes Blut verleugnet, warum sollte er den Empfang des Geldes bekennen ?- O Unmensch ! - Was entdecke ich ? Erst trug er eine Binde über dem linken Auge und nun hat er das rechte verhüllt!

SCHULZE
Richtig!

ANTON
Ein Spion ist er!

AMTMANN
Vor Gericht mit ihm!

FRANZ
Berührt mich nicht, oder Ihr seid des Todes!

N. 9. Quintett und Chor

AMTMANN
Packt ihn, führt ihn vor Gericht!

BAUERN
Packt ihn, uns entkömmt er nicht!

FRANZ
Haltet, mich bezwingt ihr nicht!

BAUERN
Bringt ihn vor Gericht!

LIESCHEN, ANTON, SCHULZE
Haltet, hört was Klugheit spricht.
Laßt ihn friedlich von hier wandeln,
Wenn er frei entsagt der Braut;
Nach Gefallen mög' er handeln...

LIESCHEN
...ist mir Anton angetraut.

ANTON
...ist mir Lieschen angetraut.

SCHULZE
...ist das junge Paar getraut.

FRANZ
Alle Wetter! Wollt ihr schweigen?
Fest bestimmt bleibt meine Wahl.
Über Berge soll ich steigen,
Laufen soll ich noch einmal?
Nein, der Braut entsag' ich nicht!

LIESCHEN, ANTON, SCHULZE
Nicht? So führt ihn vor Gericht!

SCHULZE
Wer ersetzt zwölfhundert Thaler?
Wichtig Gold bezahlte ich.
Wer verbürgt sich, wer ist Zahler?
Niemand zahlt, verbürgert sich.

AMTMANN
Wohl, so führt ihn vor Gericht!
Packt ihn, usw.

FRANZ
Haltet, mich bezwingt, usw.

BAUERN
Packt ihn, usw.
Franz Spiess wird mit Gewalt abgeführt. Alle entfernen sich bis auf Lieschen und den Schulzen.

XIX. SZENE
Schulze. Lieschen.

SCHULZE
Ich bin doch neugierig, ob sie ihn zwingen.

LIESCHEN
Für alle Fälle bin ich nun seiner los. Was sollte ich auch mit einem Mann, der am Abend vergäße, daß er am Morgen mir angetraut wurde?

SCHULZE
So ist es. Anton wird dein Mann.

LIESCHEN
Hilf Himmel ! Er entkam ihnen schon.

SCHULZE
Unglaublich! Und wie friedlich er daher geht.

FRIEDRICH
War mir doch, als hörte ich hier Lärm.

XX. SZENE
Vorige. Friedrich (mit einem Geldsack).

SCHULZE
Herr Spiess, Sie sind für die Gesellschaft gefährlich.

FRIEDRICH
Was sagen Sie?

SCHULZE
Warum wollten Sie den Amtmann um zwölfhundert Thaler übertrügen? Ist das in Algier Sitte?

FRIEDRICH
Ich verstehe Sie nicht.

SCHULZE
Warum verleugnen Sie Ihren Sohn sogar? Dies haben Sie vermutlich von den Seeräubern gelernt?

FRIEDRICH
Das tat ich? Freund, Sie verkennen mich.

SCHULZE
Nur zu gut kenne ich Sie, wenn Sie auch bald das rechte, bald das linke Auge verbinden.

FRIEDRICH
Ach Gott, wie sprechen Sie!

SCHULZE
Herr Spiess! Bekennen, bereuen Sie, und nicht ferner soll man Sie verfolgen.

FRIEDRICH
Ich schwöre, daß ich kein Wort Ihrer Rede begreife.

SCHULZE
Dann gehen Sie bei lebendigem Leibe um, oder zwei Spiesse treiben hier ihr Wesen.

XXI. SZENE
Vorige. Anton (herbeieilend).

ANTON
Freude, Entzücken ! Gottlob, er steht hier. Lieschen, Herr Spiess, der unglückliche Herr Spiess hat vor Gericht dir förmlich entsagt. Mein Herr, Sie heißen?

FRIEDRICH
Friedrich Spiess.

ANTON
Und Ihr Bruder nennt sich?

FRIEDRICH
Franz Spiess.

ANTON
Franz Spiess ist hier.

SCHULZE
Hier?

FRIEDRICH
Was? Mein Bruder? Mein totgeglaubter Bruder?

ANTON
Lebt! Die Unterschrift der Quittung hob den Irrtum auf. Er befindet sich in Ihrer Nähe.

FRIEDRICH
Ja, aber !Wo ist er? Wo?

ANTON
Schaut, da ist er.

XXII. SZENE
Vorige. Amtmann. Landleute. Franz (stürzt hervor und sinkt seinem ihm entgegen eilenden Bruder in die Arme).

FRANZ
Friedrich !

FRIEDRICH
Franz!
(Umarmung).

N. 10. Schlußchor

Die Brüder haben sich gefunden,
O seht das frohe Brüderpaar!
O seht, o seht die Liebenden vereinet,
Geleitet sie zum Traualtar!
Hoch leben Bräutigam und Braut!
Die Brüder leben hoch!
X. SZENE
Friedrich. Der Schulze (aus dem Hause mit Wein, Brot und Käse).

SCHULZE
Willkommen, Herr Spiess!

FRIEDRICH
Sei gegrüßt , lieber Freund!

SCHULZE
Sind Sie wieder da?

FRIEDRICH
O, wie glücklich bin ich, wieder hier zu sein. Verändert freilich, doch das tut nichts zur Sache. In Frieden und Eintracht wollen wir unsere Tage verleben.

SCHULZE
O Herr Spiess, ich wünsche nichts mehr.- Das Frühstück ist schon bereitet.

FRIEDRICH
Nein....Wie zuvorkommend, liebenswürdig Sie sind! Sie beschämen mich. (Umarmung).

SCHULZE
Lassen Sie uns ein Gläschen leeren. Auf Ihre glückliche Rückkunft! (Sie trinken).

FRIEDRICH
Ach! So selige Stunden erlebe ich, nachdem ich einen ganzen Tag lang tödlich verwundet in einem Graben lag!

SCHULZE
In einem Graben ? Verzeihen Sie, gibt es auch im Meere Gräben?

FRIEDRICH
Nicht doch; in einem finstern Walde stürzte ich-

SCHULZE
Ich begreife. In Algier?

FRIEDRICH
In Algier? Wie kommen Sie nach Algier?

SCHULZE
Verzeihen Sie, bester Herr Spiess, ich dachte- ich glaubte nur- noch ein Gläschen! (bei sich:) Der Schlag auf den Kopf macht ihn verwirrt. Ich muß nur schweigen, um ihn nicht auf's Neue toll zu machen.- (zu Friedrich:) Darf ich bitten?

FRIEDRICH
Unsere Freundschaft soll leben!

SCHULZE
Soll leben! Soll leben! Soll leben! (Sie trinken). Wie freut mich ihre Veränderung!

FRIEDRICH
Ja, ich war ein brausender Tollkopf, aber jetzt bin ich auch sanft und gut.

SCHULZE
Wie wird meine Tochter diese Nachricht erfreuen! Aus Ihrem Munde soll sie die frohe Botschaft vernehmen. Doch unser Gast bleiben Sie, bei uns sollen Sie wohnen, darauf bestehe ich. Auf Wiedersehen, bester Freund Spiess.

FRIEDRICH und SCHULZE
Soll leben, soll leben, soll leben!
(Der Schulze tritt ab).

FRIEDRICH
(allein)
Welche Güte! Welche Offenheit! Sein Gast soll ich sein, wohnen soll ich bei ihm, zum Frühstücken nötigt er mich ordentlich, mich, dessen Namen er kaum kennt. Es fehlt jetzt nur, daß eine Jungfrau erschiene, die mich mit Gewalt heiraten wollte.

XI. SZENE
Friedrich. Lieschen (aus dem Hause).

LIESCHEN
Herr Spiess! Sagen Sie nichts. Mein Vater sagte mir, Sie hätten sich ganz verändert. Ich wage es daher, mich aufrichtig an Sie zu wenden. Sehen Sie- daß Sie viel älter sind als ich bin, hat eben nichts zu bedeuten, und- daß Sie nur ein Auge aus dem Felde zurückbringen, läßt sich gewöhnen; allein- vergeben Sie, - allein ein anderer Umstand- kann man denn der Liebe widerstehen ?- Bester, teurester Herr Spiess ! Was Sie auch einwenden mögen, Hochzeit muß gehalten werden.

FRIEDRICH
Da haben wir's! Liebes Kind, solche Schritte fordern Überlegung, und mit der Hochzeit wird es doch noch Zeit haben.

LIESCHEN
Sehr, recht sehr eilt es. Noch heute muß sie gefeiert werden, sonst sterbe ich gewiß.

FRIEDRICH
(bei sich)
Fangen wollen die mich. (zu Lieschen:) Liebes Kind, ich habe bereits einen erwachsenen Sohn.-

LIESCHEN
Desto besser, desto besser! Warum sagten Sie das nicht gleich? Die Spiesse sterben also nicht aus und nichts steht meinem Wunsche mehr entgegen. Freue dich, Anton!

FRIEDRICH
Anton?

LIESCHEN
Anton, der schönste, der artigste Bursche im Dorfe.

FRIEDRICH
Ja? Warum heiraten Sie denn nicht diesen schönsten, diesen artigen Anton?

LIESCHEN
Ich wollte ja gerne-

FRIEDRICH
Liebes Kind! Ich will mit Ihrem Vater sprechen, ich will mit Anton sprechen. Alle Hindernisse will ich heben, die Ihrer Verbindung entgegenstehen. Ich gebe mein Wort darauf; auf Soldatenehre.

LIESCHEN
Bester, teuerster Herr Spiess! Vergeben und vergessen will ich, daß Sie so sehr mich quälten. Ich eile zu Anton, ihm von Ihrem Entschluß Nachricht zu bringen. Leben Sie wohl, Herr Spiess, recht wohl.
(Sie will ins Dorf)

XII. SZENE
Friedrich, Amtmann.

FRIEDRICH
Die ärmste dauert mich!

AMTMANN
Der Beschreibung nach habe ich die Ehre, mit Herrn Spiess zu sprechen?

FRIEDRICH
Ja, ganz recht. Ich bin nicht wohl zu verkennen. Doch, mein Herr, wen habe ich die Ehre ?-

AMTMANN
Die Person der Gerechtigkeit, und die Gerechtigkeit in Person, den Amtmann des Ortes.

FRIEDRICH
Freut mich!

AMTMANN
Hochgepriesener Herr Spiess ! Im Namen der ganzen Gemeinde stehe ich hier, erstens Ihnen Glück zu wünschen zu deren auf dem Kriegesfelde verübten Großtaten, dann den unvergeßlichen Verlust Dero heldenmütigen Herrn Bruders zu beklagen und zu beweinen. Helden leben für den Augenblick und überlassen daher uns andern die Schreibereien und andere lästige Beschäftigungen. Teuerster aller Helden ! Weit entfernt, Dero Langmut zu mißbrauchen, enthalte ich mich, Ihnen eine langweilige Berechnung über die Verwaltung Ihres Eigentumes während Dero Abwesenheit vorzulegen und begnüge mich, Ihnen zwölfhundert Thaler in vollwichtigem Golde gehorsamst zu behändigen.

FRIEDRICH
Zwölfhundert Thaler? Mir?

AMTMANN
Ich bitte, diesen kleinen Zettel zu unterzeichnen.

FRIEDRICH
Nun, als Erbe meines Bruders kann ich das Geld wohl in Empfang nehmen.

AMTMANN
Und die Quittung unterschreiben. Das Amthaus ist ganz in der Nähe; bitte erlauben Sie, daß ich Sie im Triumph auf das Capitol führe.
(Beide ab, untergefaßt).

XIII. SZENE
Lieschen, Anton.

ANTON
Verdammter Franz Spiess! Verdammt!

LIESCHEN
Anton ! Der Spiess hat hier, auf dieser Stelle mir förmlich entsagt.

ANTON
Sicher und gewiß?

LIESCHEN
Auf Soldatenehre gelobte er.

ANTON
Wie kam es, daß er so schnell sich besann?

LIESCHEN
Meine Worte, meine Tränen rührten ihn. Nein, böse ist er nicht, nur scheint er gern, etwas zu neckern. Erst vor kurzem gestand er mir, daß er Vater eines erwachsenen Sohnes sei.

ANTON
So sind wir ja am Ziele unserer Wünsche

LIESCHEN
Im Himmel auf Erden!

N. 7. Duett

LIESCHEN
Nur Dir will ich gehören,
Bestehen soll der Schwur.

ANTON
Und unser Glück nicht stören
Des kleinstens Zweifels Spur.

LIESCHEN, ANTON
Dem Schützer treuer Seelen
Sei süßer Dank geweiht.
Bei dir, was kann mir fehlen?
Was fehlt der Seligkeit?

XIV. SZENE
Vorige. Franz.

FRANZ
Nun ist meine Geduld am Ende!

LIESCHEN
Bester, teuerster Herr Spiess!

ANTON
(staunend)
Lieschen ! -

LIESCHEN
Guter, freundlicher, lieber Herr Spiess !-

FRANZ
So ist's recht! An mich verwende deine Zärtlichkeit.

LIESCHEN
Sagten sie nicht soeben, daß Sie meine Verbindung mit Anton wünschen?

FRANZ
Ich heirate dich, was kümmert mich Anton!

N. 8. Terzett

LIESCHEN
Wagen Sie, Ihr Wort zu brechen?

ANTON
Nicht, erfüllen sein Versprechen.

LIESCHEN
Sieht dem Ehrenmann dies gleich?

ANTON
Herr! Das ist ein schlechter Streich.

FRANZ
Schweiget, ihr macht schlechte Streiche!
Wer versprach, wer gab sein Wort?
Auseinander; Lieschen, weiche,
Teufelsjunge, pack dich fort!

ANTON
Nichts soll mich von Lieschen trennen,
Sehen Sie, ich fürchte nicht.

LIESCHEN
Darf Soldat sich jener nennen,
Der das Wort der Ehre bricht?

FRANZ
Alle Wetter! Wollt ihr schweigen?
Trennet euch, noch ist es Zeit.
Den Soldaten euch zu zeigen
Ist der tapfre Spiess bereit.

LIESCHEN
Anton,...

ANTON
Lieschen,...

LIESCHEN, ANTON
... laß uns Abschied nehmen
Nur für einen Augenblick.

FRANZ
Wollt ihr ewig Abschied nehmen?
Bursche geh', komm' nie zurück.

LIESCHEN
Seine Wut will ich bezähmen,
Geh', sein Fieber kehrt zurück.

ANTON
Doch, des Tollen Wut zu zähmen,
Kehrt dein Retter bald zurück.

FRANZ
Meine Wut kann nichts bezähmen,
Eilst du nicht im Augenblick.
(Anton enfernt sich).

XV. SZENE
Lieschen, Franz.

LIESCHEN
Teuerster Herr Spiess! Wenn Sie auch öfter ein wenig toll sich gebärden, ich fürchte mich gleichwohl nicht vor Ihnen ; Anton-

FRANZ
Anton! Schweige von Anton! Den Hals breche ich ihm!

LIESCHEN
Wenn Anton Sie nicht früher erwürgt.

FRANZ
Mich? Der Laffe der?

LIESCHEN
Mein Anton ist kein Laffe; er ist gar sehr verliebt in mich. Und er wird ein Riese, wenn ich es verlange. Daß Sie es nur wissen, das ganze Dorf ist bereit, Ihnen den Hals zu brechen. Für mich, ich lache dazu. (ins Haus ab).

FRANZ
(allein)
Alle Wetter! Eine volle Breitseite gibt mir das Mädel, und ich Dummkopf streiche die Segel.

XVI. SZENE
Franz, Schulze (aus dem Hause).

FRANZ
Höre, deine Tochter ist etwas lebhafter Natur; aber ich heirate sie trotzdem. Den dummen Amtmann habe ich auch nicht angetroffen. Freund, mich hungert und dürstet. Nüchtern bin ich noch.

SCHULZE
(bei sich)
Nüchtern ?

FRANZ
Ja!

SCHULZE
Armer Narr! Sein Kopf! Das kommt von Steuerruder.

FRANZ
Denn, was ist mit meinem Frühstück?

SCHULZE
Verzeihen Sie, wir frühstückten soeben.

FRANZ
Was? Ohne mich zu erwarten ? Das ist grob!

SCHULZE
Herr Spiess, Ihr Wohl liegt mir am Herzen. Doch- nehmen Sie's nicht übel,- so kann aus der Hochzeit nichts werden.

FRANZ
Und warum denn nicht?

SCHULZE
Mein Herr! Einem Fieberkranken kann ich meine Tochter nicht geben.

FRANZ
Wer hat's Fieber?

SCHULZE
Sie, mein Herr! Sie sprechen ganz konfus und Ihr Gedächtnis ist weg. Sie wissen nicht mehr, daß Sie schon gefrühstückt, daß Sie meiner Tochter entsagt, und können nicht einmal bestimmen, ob Sie im Meere oder in einem Graben gelegen sind.

FRANZ
Ihr seid alle wahnsinnig!

XVII. SZENE
Vorige. Amtmann.

AMTMANN
Domine Spiess, Domine Spiess!

FRANZ
Was ist nun schon wieder?

AMTMANN
Sie verließen mich so schnell. Ein kleines Versehen hat sich eingeschlichen.

FRANZ
Wer sind Sie denn?

AMTMANN
Wie Sie sich verstellen. Der Amtmann bin ich, der Ihnen soeben 1.200 Thaler heraushändigte.

FRANZ
Zwölfhundert Thaler? Mir?

AMTMANN
In vollwichtigen Golde. Hier, mein Herr, ist Ihre Quittung.

FRANZ
Ich beginne zu begreifen! Betrügen wollt Ihr mich. Keinen roten Heller empfing ich.

AMTMANN
Herr Spiess, an mir, an dem Amtmann wollen Sie sich vergreifen?

SCHULZE
Ruhig, Herr Amtmann! Der arme Mensch ist verrückt.

AMTMANN
Ein Betrüger ist er, den ich auf die Folter ziehen lasse.

FRANZ
Das wagt ihr nicht!

XVIII. SZENE
Vorige. Lieschen (aus dem Hause). Anton mit Bauern (aus dem Dorfe).

SCHULZE
Kommt näher! Kommt näher! Hier, gleichsam vor Gericht, erkläre ich, daß du jenen Menschen nicht heiraten sollst.

AMTMANN
In den Kerker mit ihm!

LIESCHEN
Aber sein Sohn jammert mich.

SCHULZE
Ah, Schande ! Auch ein Sohn von ihm ist vorhanden?

FRANZ
Seid Ihr des Teufels?

AMTMANN
Wer sein eigenes Blut verleugnet, warum sollte er den Empfang des Geldes bekennen ?- O Unmensch ! - Was entdecke ich ? Erst trug er eine Binde über dem linken Auge und nun hat er das rechte verhüllt!

SCHULZE
Richtig!

ANTON
Ein Spion ist er!

AMTMANN
Vor Gericht mit ihm!

FRANZ
Berührt mich nicht, oder Ihr seid des Todes!

N. 9. Quintett und Chor

AMTMANN
Packt ihn, führt ihn vor Gericht!

BAUERN
Packt ihn, uns entkömmt er nicht!

FRANZ
Haltet, mich bezwingt ihr nicht!

BAUERN
Bringt ihn vor Gericht!

LIESCHEN, ANTON, SCHULZE
Haltet, hört was Klugheit spricht.
Laßt ihn friedlich von hier wandeln,
Wenn er frei entsagt der Braut;
Nach Gefallen mög' er handeln...

LIESCHEN
...ist mir Anton angetraut.

ANTON
...ist mir Lieschen angetraut.

SCHULZE
...ist das junge Paar getraut.

FRANZ
Alle Wetter! Wollt ihr schweigen?
Fest bestimmt bleibt meine Wahl.
Über Berge soll ich steigen,
Laufen soll ich noch einmal?
Nein, der Braut entsag' ich nicht!

LIESCHEN, ANTON, SCHULZE
Nicht? So führt ihn vor Gericht!

SCHULZE
Wer ersetzt zwölfhundert Thaler?
Wichtig Gold bezahlte ich.
Wer verbürgt sich, wer ist Zahler?
Niemand zahlt, verbürgert sich.

AMTMANN
Wohl, so führt ihn vor Gericht!
Packt ihn, usw.

FRANZ
Haltet, mich bezwingt, usw.

BAUERN
Packt ihn, usw.
Franz Spiess wird mit Gewalt abgeführt. Alle entfernen sich bis auf Lieschen und den Schulzen.

XIX. SZENE
Schulze. Lieschen.

SCHULZE
Ich bin doch neugierig, ob sie ihn zwingen.

LIESCHEN
Für alle Fälle bin ich nun seiner los. Was sollte ich auch mit einem Mann, der am Abend vergäße, daß er am Morgen mir angetraut wurde?

SCHULZE
So ist es. Anton wird dein Mann.

LIESCHEN
Hilf Himmel ! Er entkam ihnen schon.

SCHULZE
Unglaublich! Und wie friedlich er daher geht.

FRIEDRICH
War mir doch, als hörte ich hier Lärm.

XX. SZENE
Vorige. Friedrich (mit einem Geldsack).

SCHULZE
Herr Spiess, Sie sind für die Gesellschaft gefährlich.

FRIEDRICH
Was sagen Sie?

SCHULZE
Warum wollten Sie den Amtmann um zwölfhundert Thaler übertrügen? Ist das in Algier Sitte?

FRIEDRICH
Ich verstehe Sie nicht.

SCHULZE
Warum verleugnen Sie Ihren Sohn sogar? Dies haben Sie vermutlich von den Seeräubern gelernt?

FRIEDRICH
Das tat ich? Freund, Sie verkennen mich.

SCHULZE
Nur zu gut kenne ich Sie, wenn Sie auch bald das rechte, bald das linke Auge verbinden.

FRIEDRICH
Ach Gott, wie sprechen Sie!

SCHULZE
Herr Spiess! Bekennen, bereuen Sie, und nicht ferner soll man Sie verfolgen.

FRIEDRICH
Ich schwöre, daß ich kein Wort Ihrer Rede begreife.

SCHULZE
Dann gehen Sie bei lebendigem Leibe um, oder zwei Spiesse treiben hier ihr Wesen.

XXI. SZENE
Vorige. Anton (herbeieilend).

ANTON
Freude, Entzücken ! Gottlob, er steht hier. Lieschen, Herr Spiess, der unglückliche Herr Spiess hat vor Gericht dir förmlich entsagt. Mein Herr, Sie heißen?

FRIEDRICH
Friedrich Spiess.

ANTON
Und Ihr Bruder nennt sich?

FRIEDRICH
Franz Spiess.

ANTON
Franz Spiess ist hier.

SCHULZE
Hier?

FRIEDRICH
Was? Mein Bruder? Mein totgeglaubter Bruder?

ANTON
Lebt! Die Unterschrift der Quittung hob den Irrtum auf. Er befindet sich in Ihrer Nähe.

FRIEDRICH
Ja, aber !Wo ist er? Wo?

ANTON
Schaut, da ist er.

XXII. SZENE
Vorige. Amtmann. Landleute. Franz (stürzt hervor und sinkt seinem ihm entgegen eilenden Bruder in die Arme).

FRANZ
Friedrich !

FRIEDRICH
Franz!
(Umarmung).

N. 10. Schlußchor

Die Brüder haben sich gefunden,
O seht das frohe Brüderpaar!
O seht, o seht die Liebenden vereinet,
Geleitet sie zum Traualtar!
Hoch leben Bräutigam und Braut!
Die Brüder leben hoch!

(libretto: Georg Ernst von Hofmann)



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