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OPER

Ariane vor der Höhle auf dem Boden, regungslos. Najade links. Dryade rechts. Echo rückwärts an der Wand der Grotte.

NAJADE
Schläft sie?

DRYADE
Schläft sie?

NAJADE
Nein! sie weinet!

DRYADE
Weint im Schlafe! horch! sie stöhnet.

ZU ZWEIEN
Ach! so sind wir sie gewöhnet.

NAJADE
Tag um Tag in starrer Trauer.

DRYADE
Ewig neue bittre Klagen.

NAJADE
Neuen Krampf und Fieberschauer.

DRYADE
Wundes Herz auf ewig, ewig

ECHO
Ewig! Ewig!

DRYADE
Unversöhnet!

ZU DREIEN
Ach, wir sind es eingewöhnet.
Wie der Blätter leichtes Schaukeln,
Wie der Wellen sanftes Gaukeln
Gleitets' über uns dahin. -
Ihre Tränen, ihre Klagen,
Ach, seit wieviel, wieviel Tagen,
Sie beschweren kaum den Sinn!

ARIADNE
an der Erde
Wo war ich? tot? und lebe, lebe wieder
Und lebe noch?
Und ist ja doch kein Leben, das ich lebe!
Zerstückelt Herz, willst ewig weiter schlagen?
richtet sich halb auf
Was hab' ich denn geträumt? Weh! schon vergessen
Mein Kopf behält nichts mehr;
Nur Schatten streichen
Durch einen Schatten hin.
Und dennoch, etwas zuckt dann auf und tut so weh!
Ach!

ECHO
in der Kulisse
Ach!

HARLEKIN
Wie jung und schön und masslos traurig!

ZERB1NETTA
Von vorne wie ein Kind, doch unterm Aug' wie dunkel!

BRIGHELLA, TRUFFALDIN
Und schwer, sehr schwer zu trösten, fürchte ich!

ARIADNE
ohne ihrer irgendwie zu achten; vor sich, monologisch
Ein Schönes war, hiess Theseus - Ariadne
Und ging im Licht und freute sich des Lebens!
Warum weiss ich davon? ich will vergessen!
Dies muss ich nur noch finden: es ist Schmach
Zerrüttet sein, wie ich!
Man muss sich schütteln: ja, dies muss ich finden:
Das Mädchen, das ich war!
Jetzt hab' ich's - Götter! dass ich's nur behalte!
Den Namen nicht - der Name ist verwachsen
Mit einem anderen Namen, ein Ding wächst
So leicht ins andere, wehe!

NAJADE, DRYADE, ECHO
als wollten sie sie erinnern, wachrufen
Ariadne!

ARIADNE
abwinkend
Nicht noch einmal! Sie lebt hier ganz allein,
Sie atmet leicht, sie geht so leicht,
Kein Halm bewegt sich, wo sie geht,
Ihr Schlaf ist rein, ihr Sinn ist klar,
Ihr Herz ist lauter wie der Quell:
Sie hält sich gut, drum kommt auch bald der Tag,
Da darf sie sich in ihren Mantel wickeln
Darf ihr Gesicht mit einem Tuch bedecken
Und darf da drinnen liegen
Und eine Tote sein!
Sie träumt vor sich hin.

HARLEKIN
in der Kulisse
Ich fürchte, grosser Schmerz hat ihren Sinn verwirrt.

ZERBINETTA
Versucht es mit Musik!

BRIGHELLA; TRUFFALDIN
Ganz sicher, sie ist toll!

ARIADNE
ohne den Kopfzu wenden, vor sich; als hätte sie die letzten Worte in ihren Traum hinein gehört
Toll, aber weise, ja! - Ich weiss, was gut ist,
Wenn man es fern hält von dem armen Herzen.

ZERBINETTA
in der Kulisse
Ach, so versuchet doch ein kleines Lied!

HARLEKIN
in der Kulisse, singt
Lieben, Hassen, Hoffen, Zagen,
Alle Lust und alle Qual,
Alles kann ein Herz ertragen
Einmal um das andere Mal.

Aber weder Lust noch Schmerzen,
Abgestorben auch der Pein,
Das ist tödlich deinem Herzen,
Und so musst du mir nicht sein!

Musst dich aus dem Dunkel heben,
Wär' es auch um neue Qual,
Leben musst du, liebes Leben,
Leben noch dies eine Mal!
Echo wiederholt seelenlos wie ein Vogel die Melodie von Harlekins Lied. Ariadne, unbewegt, träumt vor sich hin.

ZERBINETTA
Sie hebt auch nicht einmal den Kopf.

HARLEKIN
Es ist alles vergebens. Ich fühlte es während des Singens.
Echo wiederholt nochmals die Melodie.

ZERBINETTA
Du bist ja ganz aus der Fassung.

HARLEKIN
Nie hat ein menschliches Wesen mich so gerührt.

ZERBINETTA
So geht es dir mit jeder Frau.

HARLEKIN
Und dir vielleicht nicht mit jedem Mann?

ARIADNE
vor sich
Es gibt ein Reich, wo alles rein ist:
Es hat auch einen Namen: Totenreich.
hebt sich im Sprechen vom Boden
Hier ist nichts rein!
Hier kam alles zu allem!
Bald aber nahet ein Bote,
Hermes heissen sie ihn.
Mit seinem Stab
Regiert er die Seelen:
Wie leichte Vögel,
Wie welke Blätter
Treibt er sie hin.
Du schöner, stiller Gott!
Sieh! Ariadne wartet!

Ach, von allen wilden Schmerzen
Muss das Herz gereinigt sein,
Dann wird dein Gesicht mir nicken,
Wird dein Schritt vor meiner Höhle.
Dunkel wird auf meinen Augen,
Deine Hand auf meinem Herzen sein.
In den schönen Feierkleidern,
Die mir meine Mutter gab,
Diese Glieder werden bleiben,
Stille Höhle wird mein Grab.
Aber lautlos meine Seele
Folget ihrem neuen Herrn,
Wie ein leichtes Blatt im Winde
Folgt hinunter, folgt so gern.

Dunkel wird auf meinen Augen
Und in meinem Herzen sein,
Diese Glieder werden bleiben,
Schön geschmückt und ganz allein.

Du wirst mich befreien,
Mir selber mich geben,
Dies lastende Leben,
Du, nimm es von mir.
An dich werd' ich mich ganz verlieren,
Bei dir wird Ariadne sein.

Harlekin (verwegen); Brighella(jung, tölpelhaft); Scaramuccio (Gauner, 50jährig); Truffaldin (alberner Alter); hinter ihnen Zerbineita. Kommen von vorne auf die Bühne, schicken sich an, Ariadne durch einen Tanz zu erheitern. Zerbinetta bleibt seitwärts an der Kulisse.

DIE VIER
Die Dame gibt mit trübem Sinn
Sich allzusehr der Trauer hin.
Was immer Böses widerfuhr,
Die Zeit geht hin und tilgt die Spur.
Wir wissen zu achten
Der Liebe Leiden,
Doch trübes Schmachten,
Das wollen wir meiden.
Sie aufzuheitern,
Naht sich bescheiden
Mit den Begleitern
Dies hübsche Kind.
Sie tanzen.
Es gilt, ob Tanzen,
Ob Singen tauge,
Von Tränen zu trocknen
Ein schönes Auge.
Es trocknet Tränen
Die schmeichelnde Sonne,
Es trocknet Tränen
Der lose Wind:
Sie aufzuheitern,
Befahl den Begleitern,
O traurige Dame,
Dies hübsche Kind.

ZERBINETTA
indes die vier weitertanzen
Wie sie sich schwingen,
Tanzen und singen,
Der eine oder der andere
Gefiele mir schon.
Doch die Prinzessin
Verschliesst ihre Augen,
Sie mag nicht die Weise,
Sie liebt nicht den Ton.
indem sie zwischen die vier Tänzer tritt
Geht doch! Lasst's doch! Ihr fallet zur Last!

DIE VIER
indem sie weitertanzen
Sie aufzuheitern,
Befahl den Begleitern,
O traurige Dame,
Das hübsche Kind!
Doch wie wir tanzen,
Doch wie wir singen,
Was wir auch bringen,
Wir haben kein Glück.

ZERBINETTA
indem sie sie mit Gewalt fortdrängt
Drum lasset das Tanzen,
Lasset das Singen,
Zieht euch zurück!
Zurück! Versteht ihr nicht! Ihr seid nur lästig!

Sie schafft sie weg. Dann mit einer tiefen Verneigung vor Ariadne

Grossmächtige Prinzessin, wer verstünde nicht,
Dass so erlauchter und erhabener Personen Traurigkeit
Mit einem anderen Mass gemessen werden muss
Als der gemeinen Sterblichen. - Jedoch
Einen Schritt nähertretend, doch Ariadne achtet in keiner Weise auf sie.
Sind wir nicht Frauen unter uns, und schlägt denn nicht
In jeder Brust ein unbegreiflich, unbegreiflich Herz?
Abermals näher, mit einem Knicks, Ariadne, ihrer nicht zu achten, verhüllt ihr Gesicht.
Von unserer Schwachheit sprechen,
Sie uns selber eingestehen,
Ist es nicht schmerzlich süss ?
Und zuckt uns nicht der Sinn danach?
Sie wollen mich nicht hören -
Schön und stolz und regungslos,
Als wären Sie die Statue auf Ihrer eigenen Gruft -
Sie wollen keine andere Vertraute
Als diesen Fels und diese Wellen haben?
Ariadne tritt an den Eingang ihrer Höhle zurück.
Prinzessin, hören Sie mich an - nicht Sie allein,
Wir alle - ach, wir alle - was Ihr Herz erstarrt,
Wer ist die Frau, die es nicht durchgelitten hätte?
Verlassen! in Verzweiflung! ausgesetzt!
Ach, solcher wüsten Inseln ~ind unzählige
Auch mitten unter Menschen, ich - ich selber
Ich habe ihrer mehrere bewohnt
Und habe nicht gelernt, die Männer zu verfluchen.
Ariadne tritt vollends in die Höhle zurück, Zerbinetta richtet ihre weiteren Tröstungen an die Unsichtbargewordene.
Treulos - sie sinds!
Ungeheuer, ohne Grenzen!
Eine kurze Nacht,
Ein hastiger Tag,
Ein Wehen der Luft,
Ein fliessender Blick
Verwandelt ihr Herz!
Aber sind wir denn gefeit
Gegen die grausamen - entzückenden,
Die unbegreiflichen Verwandlungen?

Noch glaub' ich dem einen ganz mich gehörend,
Noch mein' ich mir selber so sicher zu sein,
Da mischt sich im Herzen leise betörend
Schon einer nie gekosteten Freiheit,
Schon einer neuen verstohlenen Liebe
Schweifendes freches Gefühle sich ein!
Noch bin ich wahr, und doch ist es gelogen,
Ich halte mich treu und bin schon schlecht,
Mit falschen Gewichte wird alles gewogen -
Und halb mich wissend und halb im Taumel
Betrüg' ich ihn endlich und lieb' ihn noch recht!

So war es mit Pagliazzo
Und mit Mezzetin!
Dann war es Cavicchio,
Dann Burattin,
Dann Pasquariello !
Ach, und zuweilen,
Will es mir scheinen,
Waren es zwei!
Doch niemals Launen,
Immer ein Müssen!
Immer ein neues
Beklommenes Staunen.
Dass ein Herz so gar sich selber,
Gar sich selber nicht versteht!

Als ein Gott kam jeder gegangen,
Und sein Schritt schon machte mich stumm,
Küsste er mir Stirn und Wangen,
War ich von dem Gott gefangen
Und gewandelt um und um!
Als ein Gott kam jeder gegangen,
Jeder wandelte mich um,
Küsste er mir Mund und Wangen,
Hingegeben war ich stumm!
Kam der neue Gott gegangen,
Hingegeben war ich stumm!

Echo, unsichtbar, wiederholt das Rondo, aber ohne Text, ad libitum. Harlekin springt aus der Kulisse.

HARLEKIN
Hübsch gepredigt! Aber tauben Ohren!

ZERBINETTA
Ja, es scheint, die Dame und ich sprechen verschiedene Sprachen.

HARLEKIN
Es scheint so.

ZERBINETTA
Es ist die Frage, ob sie nicht schliesslich lernt, sich in der meinigen auszudrücken.

HARLEKIN
Wir wollen's abwarten. Was wir aber nicht abwarten wollen -
Er ist mit einem Sprung dicht bei ihr, sucht sie zu umarmen.

ZERBINETTA
macht sich los
Wofür hältst du mich?

HARLEKIN
Für ein entzückendes Mädchen, dessen Beziehungen zu mir dringend einer Belebung bedürfen

ZERBINETTA
Unverschämter! und ausserdem: hier! Zwei Schritte von der Wohnung der Prinzessin!

HARLEKIN
Pah! Wohnung, es ist eine Höhle.

ZERBINETTA
Was ändert das?

HARLEKIN
Sehr viel, sie hat keine Fenster.
versucht abermals sie zu küssen

ZERBINETTA
macht sich energisch los
Ich glaube, du wärest wirklich fähig!

HARLEKIN
Zweifle nicht, zu allem!

ZERBINETTA
misst ihn mit dem Blick, halbfür sich
Zu denken, dass es Frauen gibt, denen er ebendarum gefiele -

HARLEKIN
Und zu denken, dass du von oben bis unten eine solche Frau bist!

BRIGHELLA, SCARAMUCCIO, TRUFFALDIN
stecken links und rechts ihre Köpfe aus der Kulisse
Pst! Pst! Zerbinettal

ZERBINETTA
hat sich Harlekin entzogen, läuft nach vorn, vor sich, beinahe ad spectatores
Männer! Lieber Gott, wenn du wirklich wolltest, dass wir ihnen widerstehen sollten, warum hast du sie so verschieden geschaffen?

DIE VIER
Eine Störrische zu trösten,
Lasst das peinliche Geschäft!
Will sie sich nicht trösten lassen,
Lass sie weinen, sie hat recht!
Zerbinetta tanzt von einem zum anderen, weis jedem zu schmeicheln.

BRIGHELLA
mit albernem Ton
Doch ich bin störrisch nicht,
Gibst du ein gut Gesicht.
Ach, ich verlang' nicht mehr,
Freu' mich so sehr.

SCARAMUCCIO
mit schlauem Ausdruck
Auf dieser Insel
Gibt's hübsche Plätze.
Komm', lass dich führen,
Ich weiss Bescheid!

TRUFFALDIN
täppisch lüstern
Wär' nur ein Wagen,
Ein Pferdchen nur mein,
Hätt' ich die Kleine
Bald wo allein!

HARLEKIN
diskret im Hintergrund
Was sie vergeudet Augen und Hände,
Laur' ich im stillen Hier auf das Ende!

ZERBINETTA
von einem zum anderen tanzend
Immer ein Müssen,
Niemals Launen,
Immer ein neues
Unsägliches Staunen!

DIE VIER, MIT ZERBINETTA
in beliebiger Verschränkung

BRIGHELLA
Ich bin nicht störrisch.

HARLEKIN
Ich laure im stillen.

ZERBINETTA
im Tanzen
So war's mit Pasquariello
Und so mit Mezzetin!

SCARAMUCCIO
Hätt' ich das Mädchen

TRUFFALDIN
Ich wüsste Bescheid!

ZERBINETTA
im Tanzen
Dann mit Cavicchio
Und mit Burattin!

ZWEI
Komm', lass dich führen,
Ich laure im stillen!

ZERBINETTA
im Tanzen
Ach, und zuweilen
Waren es zwei!

ZWEI
Es gibt hübsche Plätze:
Ich weiss Bescheid!

ZERBINETTA
Ach, und zuweilen
Waren es zwei!

Unterm Tanzen scheint sie einen Schuh zu verlieren. Scaramuccio , flink, erfasst den Schuh und küsst ihn. Sie lässt sich ihn von ihm anziehen, wobei sie sich auf Truffaldin stützt, der ihr von der anderen Seite zu Füssen gefallen ist.

ZERBINETTA
zu Truffaldin
Wie er feurig sich erniedert!

ZERBINETTA
aufs neue tanzend
Mach' ich ihn auf diese neidig
Wird der steife - wie geschmeidig,
Wird der steife Bursch sich drehn!

BRIGHELLA
steif tanzend und singend
Macht sie mich auf diese neidig,
Ach, wie will ich mich geschmeidig
Um die hübsche Puppe drehn!

SCARAMUCCIO
gleichfalls tanzend
Macht sie uns auf diesen neidig,
Hei, wie alle sich geschmeidig,
Hui, um ihre Gunst sich drehn!

TRUFFALDIN
ebenso
Wie sie jeden sich geschmeidig,
Einen auf den anderen neidig,
Ohne Pause weiss zu drehn!

Während die drei sich drehen, wirft sich Zerbinetta rückwärts Harlekin in die Arme und eilt, mit ihm zu verschwinden.

SCARAMUCCIO, BR1GHELLA, TRUFFALD1N
finden sich allein
Mir der Schuh!
Mir der Blick!
Mir die Hand!
Das war das Zeichen,
Schlau aus dem Kreise muss ich mich schleichen!
Mich erwartet das himmlische Wesen,
Mich zum Freunde hat sie erlesen!

Alle drei schleichen verstohlen in die Kulisse, gleich darauf erscheint zuerst Scaramuccio, von rechts kommend, vor der Bühne, verlarvt.

SCARAMUCC10
Pst, wo ist sie? Wo mag sie sein?
späht herum, geht rechts um die Bühne herum

BRIGHELLA
verlarvt, von links kommend, leise, dummschlau
Pst, wo ist sie? Wo mag sie sein?
wendet sich nach rechts, stösst dort mit dem zurückkehrenden Scaramuccio zusammen

TRUFFALDIN
verlarvt, von links, an der linken Ecke in eben dem Augenblick hervorkommend, als Brighella nach rechts den ersten Schrtt tut
Pst! wo ist sie? Wo mag sie sein?
Stösst mit den beiden zusammen; alle drei taumeln sie in die Mitte.

ALLE DREI
jeder für sich
Verdammter Zufall! Aber man erkennt mich nicht!

Zerbinetta und Harlekin sind links vorne wieder erschienen.

ZERBINETTA
Dass ein Herz so gar sich selber,
Gar sich selber nicht versteht!

Brighella, Scaramuccio, Truffaldin sehen einander an.

HARLEKIN
Ach, wie reizend, fein gegliedert!

ZERB1NETTA
Hand und Lippe, Mund und Hand!

DIE DREI GESELLEN
Ai! Ai!

HARLEKIN UND ZERBINETTA
Hand und Lippe, Mund und Hand,
Welch ein zuckend Zauberband.

DIE DREI GESELLEN
Ai! ai! ai! ai! Der Dieb! Der Dieb!
Der nieder-, niederträchtige Dieb!

Die Bühne bleibt nach AbgaiZg derfünf Masken (Zerbinetta, Harlekin usw.) leer. Zwischenspiel des Orchesters, auf Bacchus bezüglich, durchausftemdarlig, geheimnisvoll; sodann Najade, Dryade, Echo treten, fast zugleich, hastig auf von rechts, links und rückwärts.
OPER

Ariane vor der Höhle auf dem Boden, regungslos. Najade links. Dryade rechts. Echo rückwärts an der Wand der Grotte.

NAJADE
Schläft sie?

DRYADE
Schläft sie?

NAJADE
Nein! sie weinet!

DRYADE
Weint im Schlafe! horch! sie stöhnet.

ZU ZWEIEN
Ach! so sind wir sie gewöhnet.

NAJADE
Tag um Tag in starrer Trauer.

DRYADE
Ewig neue bittre Klagen.

NAJADE
Neuen Krampf und Fieberschauer.

DRYADE
Wundes Herz auf ewig, ewig

ECHO
Ewig! Ewig!

DRYADE
Unversöhnet!

ZU DREIEN
Ach, wir sind es eingewöhnet.
Wie der Blätter leichtes Schaukeln,
Wie der Wellen sanftes Gaukeln
Gleitets' über uns dahin. -
Ihre Tränen, ihre Klagen,
Ach, seit wieviel, wieviel Tagen,
Sie beschweren kaum den Sinn!

ARIADNE
an der Erde
Wo war ich? tot? und lebe, lebe wieder
Und lebe noch?
Und ist ja doch kein Leben, das ich lebe!
Zerstückelt Herz, willst ewig weiter schlagen?
richtet sich halb auf
Was hab' ich denn geträumt? Weh! schon vergessen
Mein Kopf behält nichts mehr;
Nur Schatten streichen
Durch einen Schatten hin.
Und dennoch, etwas zuckt dann auf und tut so weh!
Ach!

ECHO
in der Kulisse
Ach!

HARLEKIN
Wie jung und schön und masslos traurig!

ZERB1NETTA
Von vorne wie ein Kind, doch unterm Aug' wie dunkel!

BRIGHELLA, TRUFFALDIN
Und schwer, sehr schwer zu trösten, fürchte ich!

ARIADNE
ohne ihrer irgendwie zu achten; vor sich, monologisch
Ein Schönes war, hiess Theseus - Ariadne
Und ging im Licht und freute sich des Lebens!
Warum weiss ich davon? ich will vergessen!
Dies muss ich nur noch finden: es ist Schmach
Zerrüttet sein, wie ich!
Man muss sich schütteln: ja, dies muss ich finden:
Das Mädchen, das ich war!
Jetzt hab' ich's - Götter! dass ich's nur behalte!
Den Namen nicht - der Name ist verwachsen
Mit einem anderen Namen, ein Ding wächst
So leicht ins andere, wehe!

NAJADE, DRYADE, ECHO
als wollten sie sie erinnern, wachrufen
Ariadne!

ARIADNE
abwinkend
Nicht noch einmal! Sie lebt hier ganz allein,
Sie atmet leicht, sie geht so leicht,
Kein Halm bewegt sich, wo sie geht,
Ihr Schlaf ist rein, ihr Sinn ist klar,
Ihr Herz ist lauter wie der Quell:
Sie hält sich gut, drum kommt auch bald der Tag,
Da darf sie sich in ihren Mantel wickeln
Darf ihr Gesicht mit einem Tuch bedecken
Und darf da drinnen liegen
Und eine Tote sein!
Sie träumt vor sich hin.

HARLEKIN
in der Kulisse
Ich fürchte, grosser Schmerz hat ihren Sinn verwirrt.

ZERBINETTA
Versucht es mit Musik!

BRIGHELLA; TRUFFALDIN
Ganz sicher, sie ist toll!

ARIADNE
ohne den Kopfzu wenden, vor sich; als hätte sie die letzten Worte in ihren Traum hinein gehört
Toll, aber weise, ja! - Ich weiss, was gut ist,
Wenn man es fern hält von dem armen Herzen.

ZERBINETTA
in der Kulisse
Ach, so versuchet doch ein kleines Lied!

HARLEKIN
in der Kulisse, singt
Lieben, Hassen, Hoffen, Zagen,
Alle Lust und alle Qual,
Alles kann ein Herz ertragen
Einmal um das andere Mal.

Aber weder Lust noch Schmerzen,
Abgestorben auch der Pein,
Das ist tödlich deinem Herzen,
Und so musst du mir nicht sein!

Musst dich aus dem Dunkel heben,
Wär' es auch um neue Qual,
Leben musst du, liebes Leben,
Leben noch dies eine Mal!
Echo wiederholt seelenlos wie ein Vogel die Melodie von Harlekins Lied. Ariadne, unbewegt, träumt vor sich hin.

ZERBINETTA
Sie hebt auch nicht einmal den Kopf.

HARLEKIN
Es ist alles vergebens. Ich fühlte es während des Singens.
Echo wiederholt nochmals die Melodie.

ZERBINETTA
Du bist ja ganz aus der Fassung.

HARLEKIN
Nie hat ein menschliches Wesen mich so gerührt.

ZERBINETTA
So geht es dir mit jeder Frau.

HARLEKIN
Und dir vielleicht nicht mit jedem Mann?

ARIADNE
vor sich
Es gibt ein Reich, wo alles rein ist:
Es hat auch einen Namen: Totenreich.
hebt sich im Sprechen vom Boden
Hier ist nichts rein!
Hier kam alles zu allem!
Bald aber nahet ein Bote,
Hermes heissen sie ihn.
Mit seinem Stab
Regiert er die Seelen:
Wie leichte Vögel,
Wie welke Blätter
Treibt er sie hin.
Du schöner, stiller Gott!
Sieh! Ariadne wartet!

Ach, von allen wilden Schmerzen
Muss das Herz gereinigt sein,
Dann wird dein Gesicht mir nicken,
Wird dein Schritt vor meiner Höhle.
Dunkel wird auf meinen Augen,
Deine Hand auf meinem Herzen sein.
In den schönen Feierkleidern,
Die mir meine Mutter gab,
Diese Glieder werden bleiben,
Stille Höhle wird mein Grab.
Aber lautlos meine Seele
Folget ihrem neuen Herrn,
Wie ein leichtes Blatt im Winde
Folgt hinunter, folgt so gern.

Dunkel wird auf meinen Augen
Und in meinem Herzen sein,
Diese Glieder werden bleiben,
Schön geschmückt und ganz allein.

Du wirst mich befreien,
Mir selber mich geben,
Dies lastende Leben,
Du, nimm es von mir.
An dich werd' ich mich ganz verlieren,
Bei dir wird Ariadne sein.

Harlekin (verwegen); Brighella(jung, tölpelhaft); Scaramuccio (Gauner, 50jährig); Truffaldin (alberner Alter); hinter ihnen Zerbineita. Kommen von vorne auf die Bühne, schicken sich an, Ariadne durch einen Tanz zu erheitern. Zerbinetta bleibt seitwärts an der Kulisse.

DIE VIER
Die Dame gibt mit trübem Sinn
Sich allzusehr der Trauer hin.
Was immer Böses widerfuhr,
Die Zeit geht hin und tilgt die Spur.
Wir wissen zu achten
Der Liebe Leiden,
Doch trübes Schmachten,
Das wollen wir meiden.
Sie aufzuheitern,
Naht sich bescheiden
Mit den Begleitern
Dies hübsche Kind.
Sie tanzen.
Es gilt, ob Tanzen,
Ob Singen tauge,
Von Tränen zu trocknen
Ein schönes Auge.
Es trocknet Tränen
Die schmeichelnde Sonne,
Es trocknet Tränen
Der lose Wind:
Sie aufzuheitern,
Befahl den Begleitern,
O traurige Dame,
Dies hübsche Kind.

ZERBINETTA
indes die vier weitertanzen
Wie sie sich schwingen,
Tanzen und singen,
Der eine oder der andere
Gefiele mir schon.
Doch die Prinzessin
Verschliesst ihre Augen,
Sie mag nicht die Weise,
Sie liebt nicht den Ton.
indem sie zwischen die vier Tänzer tritt
Geht doch! Lasst's doch! Ihr fallet zur Last!

DIE VIER
indem sie weitertanzen
Sie aufzuheitern,
Befahl den Begleitern,
O traurige Dame,
Das hübsche Kind!
Doch wie wir tanzen,
Doch wie wir singen,
Was wir auch bringen,
Wir haben kein Glück.

ZERBINETTA
indem sie sie mit Gewalt fortdrängt
Drum lasset das Tanzen,
Lasset das Singen,
Zieht euch zurück!
Zurück! Versteht ihr nicht! Ihr seid nur lästig!

Sie schafft sie weg. Dann mit einer tiefen Verneigung vor Ariadne

Grossmächtige Prinzessin, wer verstünde nicht,
Dass so erlauchter und erhabener Personen Traurigkeit
Mit einem anderen Mass gemessen werden muss
Als der gemeinen Sterblichen. - Jedoch
Einen Schritt nähertretend, doch Ariadne achtet in keiner Weise auf sie.
Sind wir nicht Frauen unter uns, und schlägt denn nicht
In jeder Brust ein unbegreiflich, unbegreiflich Herz?
Abermals näher, mit einem Knicks, Ariadne, ihrer nicht zu achten, verhüllt ihr Gesicht.
Von unserer Schwachheit sprechen,
Sie uns selber eingestehen,
Ist es nicht schmerzlich süss ?
Und zuckt uns nicht der Sinn danach?
Sie wollen mich nicht hören -
Schön und stolz und regungslos,
Als wären Sie die Statue auf Ihrer eigenen Gruft -
Sie wollen keine andere Vertraute
Als diesen Fels und diese Wellen haben?
Ariadne tritt an den Eingang ihrer Höhle zurück.
Prinzessin, hören Sie mich an - nicht Sie allein,
Wir alle - ach, wir alle - was Ihr Herz erstarrt,
Wer ist die Frau, die es nicht durchgelitten hätte?
Verlassen! in Verzweiflung! ausgesetzt!
Ach, solcher wüsten Inseln ~ind unzählige
Auch mitten unter Menschen, ich - ich selber
Ich habe ihrer mehrere bewohnt
Und habe nicht gelernt, die Männer zu verfluchen.
Ariadne tritt vollends in die Höhle zurück, Zerbinetta richtet ihre weiteren Tröstungen an die Unsichtbargewordene.
Treulos - sie sinds!
Ungeheuer, ohne Grenzen!
Eine kurze Nacht,
Ein hastiger Tag,
Ein Wehen der Luft,
Ein fliessender Blick
Verwandelt ihr Herz!
Aber sind wir denn gefeit
Gegen die grausamen - entzückenden,
Die unbegreiflichen Verwandlungen?

Noch glaub' ich dem einen ganz mich gehörend,
Noch mein' ich mir selber so sicher zu sein,
Da mischt sich im Herzen leise betörend
Schon einer nie gekosteten Freiheit,
Schon einer neuen verstohlenen Liebe
Schweifendes freches Gefühle sich ein!
Noch bin ich wahr, und doch ist es gelogen,
Ich halte mich treu und bin schon schlecht,
Mit falschen Gewichte wird alles gewogen -
Und halb mich wissend und halb im Taumel
Betrüg' ich ihn endlich und lieb' ihn noch recht!

So war es mit Pagliazzo
Und mit Mezzetin!
Dann war es Cavicchio,
Dann Burattin,
Dann Pasquariello !
Ach, und zuweilen,
Will es mir scheinen,
Waren es zwei!
Doch niemals Launen,
Immer ein Müssen!
Immer ein neues
Beklommenes Staunen.
Dass ein Herz so gar sich selber,
Gar sich selber nicht versteht!

Als ein Gott kam jeder gegangen,
Und sein Schritt schon machte mich stumm,
Küsste er mir Stirn und Wangen,
War ich von dem Gott gefangen
Und gewandelt um und um!
Als ein Gott kam jeder gegangen,
Jeder wandelte mich um,
Küsste er mir Mund und Wangen,
Hingegeben war ich stumm!
Kam der neue Gott gegangen,
Hingegeben war ich stumm!

Echo, unsichtbar, wiederholt das Rondo, aber ohne Text, ad libitum. Harlekin springt aus der Kulisse.

HARLEKIN
Hübsch gepredigt! Aber tauben Ohren!

ZERBINETTA
Ja, es scheint, die Dame und ich sprechen verschiedene Sprachen.

HARLEKIN
Es scheint so.

ZERBINETTA
Es ist die Frage, ob sie nicht schliesslich lernt, sich in der meinigen auszudrücken.

HARLEKIN
Wir wollen's abwarten. Was wir aber nicht abwarten wollen -
Er ist mit einem Sprung dicht bei ihr, sucht sie zu umarmen.

ZERBINETTA
macht sich los
Wofür hältst du mich?

HARLEKIN
Für ein entzückendes Mädchen, dessen Beziehungen zu mir dringend einer Belebung bedürfen

ZERBINETTA
Unverschämter! und ausserdem: hier! Zwei Schritte von der Wohnung der Prinzessin!

HARLEKIN
Pah! Wohnung, es ist eine Höhle.

ZERBINETTA
Was ändert das?

HARLEKIN
Sehr viel, sie hat keine Fenster.
versucht abermals sie zu küssen

ZERBINETTA
macht sich energisch los
Ich glaube, du wärest wirklich fähig!

HARLEKIN
Zweifle nicht, zu allem!

ZERBINETTA
misst ihn mit dem Blick, halbfür sich
Zu denken, dass es Frauen gibt, denen er ebendarum gefiele -

HARLEKIN
Und zu denken, dass du von oben bis unten eine solche Frau bist!

BRIGHELLA, SCARAMUCCIO, TRUFFALDIN
stecken links und rechts ihre Köpfe aus der Kulisse
Pst! Pst! Zerbinettal

ZERBINETTA
hat sich Harlekin entzogen, läuft nach vorn, vor sich, beinahe ad spectatores
Männer! Lieber Gott, wenn du wirklich wolltest, dass wir ihnen widerstehen sollten, warum hast du sie so verschieden geschaffen?

DIE VIER
Eine Störrische zu trösten,
Lasst das peinliche Geschäft!
Will sie sich nicht trösten lassen,
Lass sie weinen, sie hat recht!
Zerbinetta tanzt von einem zum anderen, weis jedem zu schmeicheln.

BRIGHELLA
mit albernem Ton
Doch ich bin störrisch nicht,
Gibst du ein gut Gesicht.
Ach, ich verlang' nicht mehr,
Freu' mich so sehr.

SCARAMUCCIO
mit schlauem Ausdruck
Auf dieser Insel
Gibt's hübsche Plätze.
Komm', lass dich führen,
Ich weiss Bescheid!

TRUFFALDIN
täppisch lüstern
Wär' nur ein Wagen,
Ein Pferdchen nur mein,
Hätt' ich die Kleine
Bald wo allein!

HARLEKIN
diskret im Hintergrund
Was sie vergeudet Augen und Hände,
Laur' ich im stillen Hier auf das Ende!

ZERBINETTA
von einem zum anderen tanzend
Immer ein Müssen,
Niemals Launen,
Immer ein neues
Unsägliches Staunen!

DIE VIER, MIT ZERBINETTA
in beliebiger Verschränkung

BRIGHELLA
Ich bin nicht störrisch.

HARLEKIN
Ich laure im stillen.

ZERBINETTA
im Tanzen
So war's mit Pasquariello
Und so mit Mezzetin!

SCARAMUCCIO
Hätt' ich das Mädchen

TRUFFALDIN
Ich wüsste Bescheid!

ZERBINETTA
im Tanzen
Dann mit Cavicchio
Und mit Burattin!

ZWEI
Komm', lass dich führen,
Ich laure im stillen!

ZERBINETTA
im Tanzen
Ach, und zuweilen
Waren es zwei!

ZWEI
Es gibt hübsche Plätze:
Ich weiss Bescheid!

ZERBINETTA
Ach, und zuweilen
Waren es zwei!

Unterm Tanzen scheint sie einen Schuh zu verlieren. Scaramuccio , flink, erfasst den Schuh und küsst ihn. Sie lässt sich ihn von ihm anziehen, wobei sie sich auf Truffaldin stützt, der ihr von der anderen Seite zu Füssen gefallen ist.

ZERBINETTA
zu Truffaldin
Wie er feurig sich erniedert!

ZERBINETTA
aufs neue tanzend
Mach' ich ihn auf diese neidig
Wird der steife - wie geschmeidig,
Wird der steife Bursch sich drehn!

BRIGHELLA
steif tanzend und singend
Macht sie mich auf diese neidig,
Ach, wie will ich mich geschmeidig
Um die hübsche Puppe drehn!

SCARAMUCCIO
gleichfalls tanzend
Macht sie uns auf diesen neidig,
Hei, wie alle sich geschmeidig,
Hui, um ihre Gunst sich drehn!

TRUFFALDIN
ebenso
Wie sie jeden sich geschmeidig,
Einen auf den anderen neidig,
Ohne Pause weiss zu drehn!

Während die drei sich drehen, wirft sich Zerbinetta rückwärts Harlekin in die Arme und eilt, mit ihm zu verschwinden.

SCARAMUCCIO, BR1GHELLA, TRUFFALD1N
finden sich allein
Mir der Schuh!
Mir der Blick!
Mir die Hand!
Das war das Zeichen,
Schlau aus dem Kreise muss ich mich schleichen!
Mich erwartet das himmlische Wesen,
Mich zum Freunde hat sie erlesen!

Alle drei schleichen verstohlen in die Kulisse, gleich darauf erscheint zuerst Scaramuccio, von rechts kommend, vor der Bühne, verlarvt.

SCARAMUCC10
Pst, wo ist sie? Wo mag sie sein?
späht herum, geht rechts um die Bühne herum

BRIGHELLA
verlarvt, von links kommend, leise, dummschlau
Pst, wo ist sie? Wo mag sie sein?
wendet sich nach rechts, stösst dort mit dem zurückkehrenden Scaramuccio zusammen

TRUFFALDIN
verlarvt, von links, an der linken Ecke in eben dem Augenblick hervorkommend, als Brighella nach rechts den ersten Schrtt tut
Pst! wo ist sie? Wo mag sie sein?
Stösst mit den beiden zusammen; alle drei taumeln sie in die Mitte.

ALLE DREI
jeder für sich
Verdammter Zufall! Aber man erkennt mich nicht!

Zerbinetta und Harlekin sind links vorne wieder erschienen.

ZERBINETTA
Dass ein Herz so gar sich selber,
Gar sich selber nicht versteht!

Brighella, Scaramuccio, Truffaldin sehen einander an.

HARLEKIN
Ach, wie reizend, fein gegliedert!

ZERB1NETTA
Hand und Lippe, Mund und Hand!

DIE DREI GESELLEN
Ai! Ai!

HARLEKIN UND ZERBINETTA
Hand und Lippe, Mund und Hand,
Welch ein zuckend Zauberband.

DIE DREI GESELLEN
Ai! ai! ai! ai! Der Dieb! Der Dieb!
Der nieder-, niederträchtige Dieb!

Die Bühne bleibt nach AbgaiZg derfünf Masken (Zerbinetta, Harlekin usw.) leer. Zwischenspiel des Orchesters, auf Bacchus bezüglich, durchausftemdarlig, geheimnisvoll; sodann Najade, Dryade, Echo treten, fast zugleich, hastig auf von rechts, links und rückwärts.


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