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DRITTE SZENE

CARNERO
Sein Weib? Wer hat Euch denn getraut?

Nr. 11 - Duett

BARINKAY
I.
Wer uns getraut?
Ei sprich!

SAFFI
Sag' Du's!

BARINKAY
Der Dompfaff, der hat uns getraut!

ALLE
Der Dompfaff, der hat sie getraut! Ja, ja!

BARINKAY
Im Dom, der uns zu Häupten blaut!

SAFFI
O seht doch, wie herrlich, voll Glanz ihr Majestät!

BARINKAY
Mit Sternengold,
Mit Sternengold,
So weit Ihr schaut, besä't!

SAFFI, BARINKAY
Und mild sang die Nachtigall
Ihr Liedchen in die Nacht:
Die Liebe, die Liebe
Ist eine Himmelsmacht!

ALLE
Ja - mild sang die Nachtigall
Ihr Liedchen in die Nacht:
Die Liebe, die Liebe
Ist eine Himmelsmacht!

CARNERO
Und wer war Zeuge dabei?

BARINKAY
II.
Wer Zeuge war?
Ei sprich! -

SAFFI
Sag' Du's!

BARINKAY
Zwei Störche, die klapperten laut -

ALLE
Zwei Störche, die klapperten laut! Ja ja!

BARINKAY
Das Storchenpaar hat zugeschaut.

SAFFI
Es nickten und blickten
So schlau uns Beide an!

BARINKAY
Als sagten sie:
O liebet Euch,
Ihr seid ja Weib und Mann!

SAFFI, BARINKAY
Vergesst nie, - dass oft der Storch
Das Glück in's Haus gebracht, -
Wo Liebe, - ja Liebe
Daheim - die Himmelsmacht!

ALLE
Vergesst nie, dass oft der Storch
Das Glück in's Haus gebracht,
Wo Liebe, - ja Liebe
Daheim - die Himmelsmacht!

Nr. 12 - Sittencommissions-Couplet

CARNERO
Nur keusch und rein soll Gross und Klein
Beschaulich sich der Tugend weih'n, -
Wer sündige Triebe im Keime erstickt,
Auf den wird entzückt als Muster geblickt
Und wenn ein Weib zu stark decolletirt
Umher charmirt und scharf kokettirt
Halt' jede moralische Mannsperson
Sich hübsch in Entfernung davon.
Und weh' dem armen Erdensohn,
Spricht er der Vorschrift Hohn -
Wir erwischen ihn schon -
(:Da hilft kein Bitte
Die Leviten
Liest ihm die Sittencommission:)

CHOR
Entsetzlich! - Entsetzlich!

MIRABELLA
Man hüte sich beim Pfänderspiel
Einander zu küssen mit Gefühl.
Und tritt im Theater auf die Bühn'
Ein Balletmädel kühn, da schaut man nicht hin -
Wer eine Frau verwegen küsst,
Die amtlich nicht die Seine ist,
Sich drängt bei Zwei'n als Dritter ein,
Die friedlich der Eh' sich erfreu'n;
Und wär' er selbst ein Reichsbaron,
Er büsst die Liaison,
Da giebt's keinen Pardon. -
(:Es fass't den Dritten
In der Mitten
Gleich die Sittencommission:)

CHOR
O schrecklich!

ZSUPAN
Ein böser Fall ist jüngst passirt,
Als man die Eisbahn inspicirt.
Ein Mädel, wie's fescher kein's geben kann,
Schnallt sich Eisen an und fliegt hin auf der Bahn.
Man schaute ihr nach, ob's Eis nicht brach,
Da hörte man jäh' einen Fall und Krach.
Bums lag das Fräulein auf dem Eis,
Die Männer herum, rings im Kreis.
Man denke sich die Situation
Eine mollerte Person.
Ich sag' im Flüsterton: -
In der Mitten
(:Ausgeglitten
Vor der Sittencommission:)


Nr. 12 a - Werberlied

GRAF HOMONAY
1.
Her die Hand, es muss ja sein -
Lass dein Liebchen fahren -
Trinkt mit uns vom Werberwein,
Komm' zu den Hussaren -
Hier der Csako - her den Hut -
Zieh' mit unser'n Schaaren!
Dass dein Säbel Wunder thut,
Ha, der Feind soll es erfahren!

CHOR
Hier der Csako, her den Hut,
Zieh' mit unser'n Schaaren,
Dass Dein Säbel Wunder thut,
Ha, der Feind soll es erfahren!
Schlagt ein!
Schlagt ein!!
Hier ist Wein,
Schenket ein,
Und trinket - trinkt,
Gläser her - Vivat!
Hoch das Militär - hoch das Militär

GRAF HOMONAY
2.
Bruder komm zum Militär,
Lass von uns Dich werben -
Komm, es muss das Ungarheer
Siegen oder sterben!
Lieber möge unser Blut
Seine Erde färben,
Eh' die Hand im Kampfe ruht,
Die uns den Feind soll verderben

CHOR
Lieber möge unser Blut
Seine Erde färben,
etc. etc.


Csárdás

GRAF HOMONAY
Wir Alle wollen lustig sein
Beim vollen Glase Wein,
Beim Feuerwein, so hell' und klar
Wie liebt ihn der Hussar!
Hei!
Und wo der Wein nach Lust gedeiht,
Da sind zu jeder Zeit
Auch alle Mädel wunderbar!
Wie liebt sie der Hussar!
Hei!
Du, braune Kleine, zier' Dich nicht,
Das Küssen ist Hussarenpflicht;
Dein Bursch' und Du -
Ihr seid ein schmuckes Paar!
Hei!
Die Lieb' ist, wie der Wein so süss,
Dein Kuss, der ist es ganz gewiss.
Komm' her, das versteht der Hussar!

Stets sollen Liebe nur und Wein
Des Lebens Würze sein!
Ja!
Und Beide süss und klar und wahr,
So liebt sie der Hussar!


Nr. 13 - Finale II

Walzer-Introduction

ALL
Nach Wien?!

CARNERO
ironisch
Das ist der rechte Ort für solche Schönheitskenner!

ZSUPAN
Auch gibt es flotte Weiber dort. -

MIRABELLA
ebenso
Auch gibt es flotte Männer -

OTTOKAR
Dort lebt man in den Tag hinein

CARNERO
Und oft auch in die Nacht -

ARSENA
Ich weiss davon ein Liedelein,

MIRABELLA
stolz
Ich hab' ihr's beigebracht!

Walzer

ARSENA
I.
So voll Fröhlichkeit
Gibt es weit und breit
Keine Stadt, wie die Wienerstadt, keine so fein -
Wo so frisch und kühn
Flotte Weisen sprüh'n,
Dich erfüllt, ach die Lust nach Gesang, Weib u. Wein!
Wo das Lied erschallt
Aus dem Wienerwald,
So voll Duft wie der Mai und so herzig und treu -
Ach, so voll Gemüth
Ist nur das Wiener Lied,
Und auch nicht ein falscher Klang dabei!

Ach von keinem Schmerz
Weiss das Menschenherz
Ach ja - da schwillt die Brust
Uns vor Liebeslust!
Vor süsser Liebeslust.
Ach ja, dahin, dahin,
Lasst uns Alle zieh'n!
Wo uns immergrün
Lust und Freude blüh'n.
Wo des Lebens Pracht
Alle Freud' entfacht,
Wo die Liebe lacht
Bei Tag und Nacht!

II.
Nach dem schönen Wien,
Zieht mich Herz und Sinn,
Nach der lieblichen Stadt mit dem herrlichen Dom,
Wo der Nummer flieht,
Vor dem frohen Lied
Und versinkt in der Freude berauschendem Strom,
Wo bei Lichterglanz
Und Gesang und Tanz
Uns in Lust und in Jubel die Nächte vergeh'n -
Wo die Rebe blüht,
Und heiss die Liebe glüht,
Wo alle Menschen das Leben versteh'n. -

Ja, dahin - dahin -
Lasst uns Alle zieh'n!

CARNERO
flehend zum Grafen
Noch eben in Gloria,
Von Hoheit umflossen,
Steh' ich jetzt da,
Wie ein Pudel begossen -
Bedenkt doch - seht -
Die Autorität -
Ihr versteht.

ZSUPAN
ergänzend
Flöten geht!

MIRABELLA
wüthend
Und alles diesem Pack zu Liebe!

ARSENA
Diese Strolche ...

MIRABELLA
Dirnen, Schurken, Diebe!

ARSENA UND CARNERO
Dies ehrlose Gelichter
Gehört vor den Richter!

CZIPRA
erregt
Genug! Nicht länger schweig ich mehr!
Die uns beschimpft, kommt her,
Erfahrt, dass sie, die Ihr zu kränken wagt
Euch Alle an Rang und Hoheit überragt!
Feierlich sei hier erklärt,
Dass dieses Kind nicht mir gehört.

MIRABELLA
Nicht ihr Kind!

CHOR
Nicht ihr Kind?

CZIPRA
Ich habe gewacht
Bei Tag und Nacht
Ueber ihr Leben!
Zum Grafen
Herr Graf! - dem Cavalier
Vertrau ich dies Papier -
Hier trug ich's treu so manches Jahr,
Und nun wird Alles offenbar!

ALLE
ausser Czipra
Ein Document,
Das Niemand kennt.
Hört, was es giebt!

GRAF HOMONAY
Vor Euch seht Ihr - ein Fürstenkind;

ALLE ANDEREN
Ein Fürstenkind!

SAFFI
Was hör ich?

BARINKAY
Wär's möglich?!

SAFFI
O sprecht!

GRAF HOMONAY
Erfahrt es alle: ihr Vater war
Der letzte Pascha im Ungarland.

ALLE
Ah!!

Ensemble

ARSENA, MIRABELLA, CZIPRA, BARINKAY, HOMONAY, OTTOKAR, ZSUPAN und CARNERO
Ein Fürstenkind - ein Wunder ist gescheh'n,
Ha, sie verdient, dass wir um Gnade fleh'n -
Soeben noch Zigeunermaid,
Steht sie voll Glanz und Herrlichkeit,
Vor uns - wie wunderbar!
Als Kind des letzten Pascha's
Von Te - mes - vár!

SAFFI
O welch ein Glück - - -

BARINKAY
Ein Unglück ist's für mich!

SAFFI
Wie soll ich das versteh'n?

BARINKAY
Ach, von Euch muss ich geh'n!
Der armen Zigeunermaid
War mein Herz geweiht -
Euch zu begehren, darf ich nimmer wagen,
Dem Fürstenkind muss ich entsagen!

SAFFI
erregt
Du liebst mich nicht!

BARINKAY
O wär es wahr,
Ich könnte ohne Leiden
Von hier scheiden!

SAFFI
Wie? Du willst fort? Nicht kann ich's fassen

BARINKAY
Weil ich Euch liebe, muss ich Euch verlassen!

SAFFI
Mich verlassen?!

GRAF HOMONAY UND CHOR
Bruder, komm zum Militär,
Lass von uns Dich werben,
Komm! es muss das Ungarheer
Siegen oder sterben!
Lieber möge unser Blut
Seine Erde färben,
Eh' die Hand im Kampfe ruht,
Die uns den Feind soll verderben!

ZSUPAN, OTTOKAR, MIRABELLA, ARSENA und CARNERO
Bringt der Teufel die daher
Just bei uns zu werben!
Was thu' ich beim Militär?
Was thun sie beim Militär?
Ach dort werd' ich sterben!
Ach dort wird' er sterben!
Denn es wird des Feindes Muth.
Uns den Buckel gerben;
Euch den Buckel gerben;
Kann o weh, wird unser Blut
Kann o weh, wird Euer Blut
Spanische Erde färben!
Schlagt ein!

BARINKAY
Wohlan - Hussar will ich sein!
Reicht mir vom Werberwein!
Schenkt ein!

Es geschieht.

SAFFI
O sprich das Wort nicht aus!

CZIPRA
O bleibe doch zu Haus!

BARINKAY
Mich reisst es in das Kampfgetriebe,
Hier Kameraden, meine Hand!
Das Leben lass' ich für die Liebe,
Die Liebe lass' ich für das Vaterland

CHOR DER SOLDATEN
Vivat das Vaterland!

SAFFI
Ach verlass' mich nicht - o bleibe

BARINKAY
Ich darf und will nicht mehr!

GRAF HOMONAY
Sein Handschlag bindet ihn
D'rum lasst ihn zieh'n!

BARINKAY
Leb' wohl! Leb wohl!

SAFFI
erregt
So mag er zieh'n!

HOMONAY
Auf Wiedersehn in Wien.

Allgemeiner Schluss-Chor

SOLDATEN
So voll Fröhlichkeit
Gibt es weit und breit
Keine Stadt wie die Kaiserstadt keine so fein,
Wo so frisch und kühn
Flotte Weisen sprühn.
Dich erfüllt ach die Lust, nach Gesang, Weib und Wein,
Wo bei Lichterglanz,
Und Gesang und Tanz
Uns in Lust und in Jubel die Nächte vergeh'n,
Wo die Rebe blüht
Und heiss die Liebe glüht,
Wo alle Menschen das Leben versteh'n!

ZIGEUNER
O voll Fröhlichkeit
Nach dem Kampf u. Streit
Zieh'n auch wir in die lust'ge Kaiserstadt ein,
Wo so frisch und kühn
Flotte Weisen sprühn,
Dich erfüllt ach die Lust, nach Gesang, Weib und Wein,
Wo bei Lichterglanz,
Und Gesang und Tanz
Uns in Lust und in Jubel die Nächte vergeh'n,
Wo die Rebe blüht,
Und heiss die Liebe glüht,
Wo alle Menschen das Leben versteh'n!

Bis zum Schluss des Walzers.

ZSUPAN, OTTOKAR UND CARNERO
mit grotesker Desparation
s' Unglück kommt oft über Nacht -
Schleppen die uns in die Schlacht -
Wer hätte so was gedacht!
Ach, wie hart geschieht
Uns, wenn da Gott behüt',
Wir alle uns mit dem Feind nicht versteh'n!
O weh, - o weh -
Wir sind drin!
In der Schlacht -
Hin ist hin.
Gute Nacht!
Entr'acte
DRITTE SZENE

CARNERO
Sein Weib? Wer hat Euch denn getraut?

Nr. 11 - Duett

BARINKAY
I.
Wer uns getraut?
Ei sprich!

SAFFI
Sag' Du's!

BARINKAY
Der Dompfaff, der hat uns getraut!

ALLE
Der Dompfaff, der hat sie getraut! Ja, ja!

BARINKAY
Im Dom, der uns zu Häupten blaut!

SAFFI
O seht doch, wie herrlich, voll Glanz ihr Majestät!

BARINKAY
Mit Sternengold,
Mit Sternengold,
So weit Ihr schaut, besä't!

SAFFI, BARINKAY
Und mild sang die Nachtigall
Ihr Liedchen in die Nacht:
Die Liebe, die Liebe
Ist eine Himmelsmacht!

ALLE
Ja - mild sang die Nachtigall
Ihr Liedchen in die Nacht:
Die Liebe, die Liebe
Ist eine Himmelsmacht!

CARNERO
Und wer war Zeuge dabei?

BARINKAY
II.
Wer Zeuge war?
Ei sprich! -

SAFFI
Sag' Du's!

BARINKAY
Zwei Störche, die klapperten laut -

ALLE
Zwei Störche, die klapperten laut! Ja ja!

BARINKAY
Das Storchenpaar hat zugeschaut.

SAFFI
Es nickten und blickten
So schlau uns Beide an!

BARINKAY
Als sagten sie:
O liebet Euch,
Ihr seid ja Weib und Mann!

SAFFI, BARINKAY
Vergesst nie, - dass oft der Storch
Das Glück in's Haus gebracht, -
Wo Liebe, - ja Liebe
Daheim - die Himmelsmacht!

ALLE
Vergesst nie, dass oft der Storch
Das Glück in's Haus gebracht,
Wo Liebe, - ja Liebe
Daheim - die Himmelsmacht!

Nr. 12 - Sittencommissions-Couplet

CARNERO
Nur keusch und rein soll Gross und Klein
Beschaulich sich der Tugend weih'n, -
Wer sündige Triebe im Keime erstickt,
Auf den wird entzückt als Muster geblickt
Und wenn ein Weib zu stark decolletirt
Umher charmirt und scharf kokettirt
Halt' jede moralische Mannsperson
Sich hübsch in Entfernung davon.
Und weh' dem armen Erdensohn,
Spricht er der Vorschrift Hohn -
Wir erwischen ihn schon -
(:Da hilft kein Bitte
Die Leviten
Liest ihm die Sittencommission:)

CHOR
Entsetzlich! - Entsetzlich!

MIRABELLA
Man hüte sich beim Pfänderspiel
Einander zu küssen mit Gefühl.
Und tritt im Theater auf die Bühn'
Ein Balletmädel kühn, da schaut man nicht hin -
Wer eine Frau verwegen küsst,
Die amtlich nicht die Seine ist,
Sich drängt bei Zwei'n als Dritter ein,
Die friedlich der Eh' sich erfreu'n;
Und wär' er selbst ein Reichsbaron,
Er büsst die Liaison,
Da giebt's keinen Pardon. -
(:Es fass't den Dritten
In der Mitten
Gleich die Sittencommission:)

CHOR
O schrecklich!

ZSUPAN
Ein böser Fall ist jüngst passirt,
Als man die Eisbahn inspicirt.
Ein Mädel, wie's fescher kein's geben kann,
Schnallt sich Eisen an und fliegt hin auf der Bahn.
Man schaute ihr nach, ob's Eis nicht brach,
Da hörte man jäh' einen Fall und Krach.
Bums lag das Fräulein auf dem Eis,
Die Männer herum, rings im Kreis.
Man denke sich die Situation
Eine mollerte Person.
Ich sag' im Flüsterton: -
In der Mitten
(:Ausgeglitten
Vor der Sittencommission:)


Nr. 12 a - Werberlied

GRAF HOMONAY
1.
Her die Hand, es muss ja sein -
Lass dein Liebchen fahren -
Trinkt mit uns vom Werberwein,
Komm' zu den Hussaren -
Hier der Csako - her den Hut -
Zieh' mit unser'n Schaaren!
Dass dein Säbel Wunder thut,
Ha, der Feind soll es erfahren!

CHOR
Hier der Csako, her den Hut,
Zieh' mit unser'n Schaaren,
Dass Dein Säbel Wunder thut,
Ha, der Feind soll es erfahren!
Schlagt ein!
Schlagt ein!!
Hier ist Wein,
Schenket ein,
Und trinket - trinkt,
Gläser her - Vivat!
Hoch das Militär - hoch das Militär

GRAF HOMONAY
2.
Bruder komm zum Militär,
Lass von uns Dich werben -
Komm, es muss das Ungarheer
Siegen oder sterben!
Lieber möge unser Blut
Seine Erde färben,
Eh' die Hand im Kampfe ruht,
Die uns den Feind soll verderben

CHOR
Lieber möge unser Blut
Seine Erde färben,
etc. etc.


Csárdás

GRAF HOMONAY
Wir Alle wollen lustig sein
Beim vollen Glase Wein,
Beim Feuerwein, so hell' und klar
Wie liebt ihn der Hussar!
Hei!
Und wo der Wein nach Lust gedeiht,
Da sind zu jeder Zeit
Auch alle Mädel wunderbar!
Wie liebt sie der Hussar!
Hei!
Du, braune Kleine, zier' Dich nicht,
Das Küssen ist Hussarenpflicht;
Dein Bursch' und Du -
Ihr seid ein schmuckes Paar!
Hei!
Die Lieb' ist, wie der Wein so süss,
Dein Kuss, der ist es ganz gewiss.
Komm' her, das versteht der Hussar!

Stets sollen Liebe nur und Wein
Des Lebens Würze sein!
Ja!
Und Beide süss und klar und wahr,
So liebt sie der Hussar!


Nr. 13 - Finale II

Walzer-Introduction

ALL
Nach Wien?!

CARNERO
ironisch
Das ist der rechte Ort für solche Schönheitskenner!

ZSUPAN
Auch gibt es flotte Weiber dort. -

MIRABELLA
ebenso
Auch gibt es flotte Männer -

OTTOKAR
Dort lebt man in den Tag hinein

CARNERO
Und oft auch in die Nacht -

ARSENA
Ich weiss davon ein Liedelein,

MIRABELLA
stolz
Ich hab' ihr's beigebracht!

Walzer

ARSENA
I.
So voll Fröhlichkeit
Gibt es weit und breit
Keine Stadt, wie die Wienerstadt, keine so fein -
Wo so frisch und kühn
Flotte Weisen sprüh'n,
Dich erfüllt, ach die Lust nach Gesang, Weib u. Wein!
Wo das Lied erschallt
Aus dem Wienerwald,
So voll Duft wie der Mai und so herzig und treu -
Ach, so voll Gemüth
Ist nur das Wiener Lied,
Und auch nicht ein falscher Klang dabei!

Ach von keinem Schmerz
Weiss das Menschenherz
Ach ja - da schwillt die Brust
Uns vor Liebeslust!
Vor süsser Liebeslust.
Ach ja, dahin, dahin,
Lasst uns Alle zieh'n!
Wo uns immergrün
Lust und Freude blüh'n.
Wo des Lebens Pracht
Alle Freud' entfacht,
Wo die Liebe lacht
Bei Tag und Nacht!

II.
Nach dem schönen Wien,
Zieht mich Herz und Sinn,
Nach der lieblichen Stadt mit dem herrlichen Dom,
Wo der Nummer flieht,
Vor dem frohen Lied
Und versinkt in der Freude berauschendem Strom,
Wo bei Lichterglanz
Und Gesang und Tanz
Uns in Lust und in Jubel die Nächte vergeh'n -
Wo die Rebe blüht,
Und heiss die Liebe glüht,
Wo alle Menschen das Leben versteh'n. -

Ja, dahin - dahin -
Lasst uns Alle zieh'n!

CARNERO
flehend zum Grafen
Noch eben in Gloria,
Von Hoheit umflossen,
Steh' ich jetzt da,
Wie ein Pudel begossen -
Bedenkt doch - seht -
Die Autorität -
Ihr versteht.

ZSUPAN
ergänzend
Flöten geht!

MIRABELLA
wüthend
Und alles diesem Pack zu Liebe!

ARSENA
Diese Strolche ...

MIRABELLA
Dirnen, Schurken, Diebe!

ARSENA UND CARNERO
Dies ehrlose Gelichter
Gehört vor den Richter!

CZIPRA
erregt
Genug! Nicht länger schweig ich mehr!
Die uns beschimpft, kommt her,
Erfahrt, dass sie, die Ihr zu kränken wagt
Euch Alle an Rang und Hoheit überragt!
Feierlich sei hier erklärt,
Dass dieses Kind nicht mir gehört.

MIRABELLA
Nicht ihr Kind!

CHOR
Nicht ihr Kind?

CZIPRA
Ich habe gewacht
Bei Tag und Nacht
Ueber ihr Leben!
Zum Grafen
Herr Graf! - dem Cavalier
Vertrau ich dies Papier -
Hier trug ich's treu so manches Jahr,
Und nun wird Alles offenbar!

ALLE
ausser Czipra
Ein Document,
Das Niemand kennt.
Hört, was es giebt!

GRAF HOMONAY
Vor Euch seht Ihr - ein Fürstenkind;

ALLE ANDEREN
Ein Fürstenkind!

SAFFI
Was hör ich?

BARINKAY
Wär's möglich?!

SAFFI
O sprecht!

GRAF HOMONAY
Erfahrt es alle: ihr Vater war
Der letzte Pascha im Ungarland.

ALLE
Ah!!

Ensemble

ARSENA, MIRABELLA, CZIPRA, BARINKAY, HOMONAY, OTTOKAR, ZSUPAN und CARNERO
Ein Fürstenkind - ein Wunder ist gescheh'n,
Ha, sie verdient, dass wir um Gnade fleh'n -
Soeben noch Zigeunermaid,
Steht sie voll Glanz und Herrlichkeit,
Vor uns - wie wunderbar!
Als Kind des letzten Pascha's
Von Te - mes - vár!

SAFFI
O welch ein Glück - - -

BARINKAY
Ein Unglück ist's für mich!

SAFFI
Wie soll ich das versteh'n?

BARINKAY
Ach, von Euch muss ich geh'n!
Der armen Zigeunermaid
War mein Herz geweiht -
Euch zu begehren, darf ich nimmer wagen,
Dem Fürstenkind muss ich entsagen!

SAFFI
erregt
Du liebst mich nicht!

BARINKAY
O wär es wahr,
Ich könnte ohne Leiden
Von hier scheiden!

SAFFI
Wie? Du willst fort? Nicht kann ich's fassen

BARINKAY
Weil ich Euch liebe, muss ich Euch verlassen!

SAFFI
Mich verlassen?!

GRAF HOMONAY UND CHOR
Bruder, komm zum Militär,
Lass von uns Dich werben,
Komm! es muss das Ungarheer
Siegen oder sterben!
Lieber möge unser Blut
Seine Erde färben,
Eh' die Hand im Kampfe ruht,
Die uns den Feind soll verderben!

ZSUPAN, OTTOKAR, MIRABELLA, ARSENA und CARNERO
Bringt der Teufel die daher
Just bei uns zu werben!
Was thu' ich beim Militär?
Was thun sie beim Militär?
Ach dort werd' ich sterben!
Ach dort wird' er sterben!
Denn es wird des Feindes Muth.
Uns den Buckel gerben;
Euch den Buckel gerben;
Kann o weh, wird unser Blut
Kann o weh, wird Euer Blut
Spanische Erde färben!
Schlagt ein!

BARINKAY
Wohlan - Hussar will ich sein!
Reicht mir vom Werberwein!
Schenkt ein!

Es geschieht.

SAFFI
O sprich das Wort nicht aus!

CZIPRA
O bleibe doch zu Haus!

BARINKAY
Mich reisst es in das Kampfgetriebe,
Hier Kameraden, meine Hand!
Das Leben lass' ich für die Liebe,
Die Liebe lass' ich für das Vaterland

CHOR DER SOLDATEN
Vivat das Vaterland!

SAFFI
Ach verlass' mich nicht - o bleibe

BARINKAY
Ich darf und will nicht mehr!

GRAF HOMONAY
Sein Handschlag bindet ihn
D'rum lasst ihn zieh'n!

BARINKAY
Leb' wohl! Leb wohl!

SAFFI
erregt
So mag er zieh'n!

HOMONAY
Auf Wiedersehn in Wien.

Allgemeiner Schluss-Chor

SOLDATEN
So voll Fröhlichkeit
Gibt es weit und breit
Keine Stadt wie die Kaiserstadt keine so fein,
Wo so frisch und kühn
Flotte Weisen sprühn.
Dich erfüllt ach die Lust, nach Gesang, Weib und Wein,
Wo bei Lichterglanz,
Und Gesang und Tanz
Uns in Lust und in Jubel die Nächte vergeh'n,
Wo die Rebe blüht
Und heiss die Liebe glüht,
Wo alle Menschen das Leben versteh'n!

ZIGEUNER
O voll Fröhlichkeit
Nach dem Kampf u. Streit
Zieh'n auch wir in die lust'ge Kaiserstadt ein,
Wo so frisch und kühn
Flotte Weisen sprühn,
Dich erfüllt ach die Lust, nach Gesang, Weib und Wein,
Wo bei Lichterglanz,
Und Gesang und Tanz
Uns in Lust und in Jubel die Nächte vergeh'n,
Wo die Rebe blüht,
Und heiss die Liebe glüht,
Wo alle Menschen das Leben versteh'n!

Bis zum Schluss des Walzers.

ZSUPAN, OTTOKAR UND CARNERO
mit grotesker Desparation
s' Unglück kommt oft über Nacht -
Schleppen die uns in die Schlacht -
Wer hätte so was gedacht!
Ach, wie hart geschieht
Uns, wenn da Gott behüt',
Wir alle uns mit dem Feind nicht versteh'n!
O weh, - o weh -
Wir sind drin!
In der Schlacht -
Hin ist hin.
Gute Nacht!
Entr'acte



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